Echtholzparkett Fugen

Hallo,

habe in meinem Haus Parkett verlegt.(Massivparkett 8mm Buche ungedämpft vollflächig verklebt auf schwimmendem Trockenestrich der Fa. Knauf).

Parkett ist mit Lack versiegelt.

Jetzt kommt es, wie nicht anders zu erwarten, zur Fugenbildung; speziell an den Stellen die direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Frage: Kann ich diese Stellen mit etwas (Wachs o.ä.) nachbehandeln, um eine relativ glatte Oberfläche (eine glatte ist nicht möglich, ist ja Holz) zu erreichen ??

Danke

Andreas

Hallo!

Ich hab so ein Problem in meiner Wohnung auch. Als ich mal nachfragte sagte man mir es würde an der Luftfeuchtigkeit liegen (zu trocken). Dardurch zieht sich das Pakett zusammen und es bilden sich Fugen. Als Tip wurde mir ein Luftbefeuchter empfohlen bzw. häufiger mal nasse Handtücher aufzuhängen - Letzteres hat dann auch geklappt.

Gruss
Thomas

Hallo Thomas,

danke für den Tipp, wird mir aber zu aufwendig. Habe nach einer Lösung mittels einmaliger Aktion gesucht.

Andreas

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Hallo,

habe in meinem Haus Parkett verlegt.(Massivparkett 8mm Buche
ungedämpft vollflächig verklebt auf schwimmendem
Trockenestrich der Fa. Knauf).

Parkett ist mit Lack versiegelt.

Jetzt kommt es, wie nicht anders zu erwarten, zur
Fugenbildung; speziell an den Stellen die direktem Sonnenlicht
ausgesetzt sind.

Frage: Kann ich diese Stellen mit etwas (Wachs o.ä.)
nachbehandeln, um eine relativ glatte Oberfläche (eine glatte
ist nicht möglich, ist ja Holz) zu erreichen ??

Halo Andreas.
Ja das geht. Mache ich auch. Es gibt hierfür zwei verschiedene Füllmaterialien: Schreiner-Hartwachs und Möbel-Siegellack.
Beides gibt es im Schreiner-Fachgeschäft, sortiert in Kästen, in Stangenform in bis zu 72 Farben. Man kann aber auch einzelne Stangen in einer Farbe bekommen.
Ich bearbeite die Stellen so:
a) Fugen zwischen den Riemchen mit flüssigem Wachs ausfüllen und gut erkalten lassen. Danach mit der Ziehklinge, vorsichtig ohne den Lack zu beschädigen abziehen. Scharfkantiger Kunstoffschaber geht auch und vermeidet Lackschäden. Danach die Stelle gut bürsten bis sie glänzt. Ich mache das Wachs an der Stange mit dem Lötkolben flüssig und lasse es abtropfen. Das was abgeschabt wird kannst Du sammeln und weiter verwenden.

b) Löcher im Holz, die entstehen wenn z.B. einmal ein harter, scharfkantiger Gegenstand auf das Parkett fällt, fülle ich mit Siegellack. Vorher muß man das Loch von Schmutz und Staub reinigen und mit etwas Spirizus auspinseln. Den Siegellack lasse ich ebenfalls flüssig in das trockene Loch abtropfen (Lötkolben oder offene Flamme) bis es voll ist. Das mache ich bei Löchern bis zu etwa 10 x 10 mm und 1 - 2 mm Tiefe. Die noch weiche Masse sofort mit einem glatten, kalten Stück Metall glatt drücken. Dann nach dem volständigen erkalten mit Stechbeitel und Ziegklinge VORSICHTIG mit dem Boden egalisieren. Die jetzt matte Siegellack-Oberfläche mit einem feuchten (nicht nassen) Spirituslappen abreiben bis sie glänzt. Dann Wachsen und Bürsten.

Noch ein Tip: Wachs dunkelt etwas nach, also einen Stich heller kaufen! Bei Siegellack passiert das nicht.
Gutes Gelingen!
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim

Hallo Alexander,

danke für die ausführlichen Tipps und für die Hinweis-Mail.

Siegellack hab ich noch in rauhen Mengen, und das Wachs werd ich mir mal besorgen.

Andreas

…sagte man mir es würde an der Luftfeuchtigkeit liegen

Holz, v. a. Buche - auch im Parkett - „arbeitet“, das heisst, es quillt und schwindet in Abhaengigkeit von der Luftfeuchte. Letztere wiederum schwankt in Abhaengigkeit von Jahreszeit, Heizungsart/periode etc.

Beim Verlegen wird der max. Platzbedarf zugrunde gelegt, weil der Boden sich sonst - wenn das Holz wieder quillt - aufwerfen kann, die Gewalt die dahinter steckt ist gewaltig!
(Nicht dass Dir das auch passiert, wenn Du die Fugen zu fest fuellst!)

Normalerweise sollten die Riemchen so schmal sein, dass die (+/- gleichmaessig verteilten) Fugen nicht ins Gewicht fallen.

Ist das Parkett aber so konstruiert/verlegt, dass die Fugen nur alle paar Riemchen auftreten, sind die natuerlich entsprechend mehrfach so breit, was zugegebenerweise nicht so dolle aussieht…

Aber wenn Dich (kleine) Fugen stoeren, warum hast Du dann ausgerechnet Buchenparkett verlegt/verlegen lassen?!

cu
kai

…sagte man mir es würde an der Luftfeuchtigkeit liegen

Holz, v. a. Buche - auch im Parkett - „arbeitet“, das heisst,
es quillt und schwindet in Abhaengigkeit von der Luftfeuchte.
Letztere wiederum schwankt in Abhaengigkeit von Jahreszeit,
Heizungsart/periode etc.

Beim Verlegen wird der max. Platzbedarf zugrunde gelegt, weil
der Boden sich sonst - wenn das Holz wieder quillt - aufwerfen
kann, die Gewalt die dahinter steckt ist gewaltig!
(Nicht dass Dir das auch passiert, wenn Du die Fugen zu fest
fuellst!)

Werde darauf achten.

Normalerweise sollten die Riemchen so schmal sein, dass die
(+/- gleichmaessig verteilten) Fugen nicht ins Gewicht fallen.

Ist bei mir auch der Normalfall, bis auf eine Stelle die starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Ist das Parkett aber so konstruiert/verlegt, dass die Fugen
nur alle paar Riemchen auftreten, sind die natuerlich
entsprechend mehrfach so breit, was zugegebenerweise nicht so
dolle aussieht…

Aber wenn Dich (kleine) Fugen stoeren, warum hast Du dann
ausgerechnet Buchenparkett verlegt/verlegen lassen?!

Stört mich ja nicht übermässig, aber hast du schon mal eine Diskussion mit deiner Frau zu dem Thema geführt ?? Wenn ja, dann nicht auch schon über die Möglichkeiten der Schönheitsreparatur nachgedacht ?

Danke für die Tipps

Andreas