Wenn man (ausschließlich) an der Entwicklungen des Silberpreises partizipieren will, ist das sicherlich richtig. Aber für den Kauf von Edelmetallen gibt es ja viele Motive und deren Kombination:
- Partizipation an der Preisentwicklung
- Geldanlage mit Wertbewahrungsabsicht
- Geldanlage mit Wertsteigerungsabsicht
- hohe Wertdichte (Transportfähigkeit)
- was nettes anzusehen
„Sonderprägungen in streng limitierter Auflage mit hohem Sammlpotenzial“
Was so angepriesen wird, ist in der Regel für die gedacht, die keine Ahnung haben und sich von solchen Sprüchen ködern lassen. Es gibt einige Unternehmen, deren Geschäftsmodell seit Jahrzehnten darauf basiert.
Beim sogenannten „Sammlerwert“ sollte man sich erstens auskennen
Ohne jede Frage und selbst die Auskenner sind nicht vor Fehleinschätzungen geschützt. Mit Blick auf die vorherigen Preissteigerungen des australischen Lunar I-Drachen aus dem Jahr 2000 haben sich im Herbst 2011 alle auf die Ausgabe für 2012 gestürzt, was zu hohen Preisen und teilweise Repartierungen führte. Der durchschnittliche Verkaufspreis bei den offiziellen Distributoren der Perth Mint lag bei 60-65 Euro. Nachdem der ganze Tumult nach ein paar Tagen vorbei war (d.h. nach Abverkauf der 300.000 Exemplare), hat sich der Preis (bis heute) bei um die 30 Euro eingependelt.
Aber das war sicherlich ein Ausreißer. Im Normalfall lässt sich mit etwas Erfahrung ganz gut abschätzen, bei welchen Münzen Wertsteigerungen jenseits des Materialwertes erzielen lassen werden. Aber de Aufbau dieser Erfahrung ist schon mit einigem Aufwand verbunden.
Insofern ist natürlich richtig, dass man sich auch einfach das Metall hinlegen kann, nur ist bei den wilden Sammlungen, die am oder sogar unter dem Metallwert verkauft werden, das Problem, dass man bei Verkaufsabsicht jemanden finden muss, der den Metallwert zahlt. Im Zweifel wird man die Konvolute aus Münzen untergegangener Währungen beim Händler auch nur für einen Preis loswerden, der unterhalb des Metallwertes liegt.