Hallo,
warum steigt denn die Effizienz einer Energiesparlampe, wenn die Frequenz der Umpolung an den Elektoden zunimmt?
Ich hab gelesen, dass dadurch die Gasentladung effizienter wird.
Aber was heißt das? Was geht denn dann besser? Warum geht denn dann warscheinlich weniger Energie in Wärme verloren?
Aber was heißt das? Was geht denn dann besser? Warum geht denn
dann warscheinlich weniger Energie in Wärme verloren?
Zum einen kann die Drossel kleiner ausfallen, wenn die Frequenz höher ist. Die Drossel dient ja nur dazu, den Strom zu begrenzen, und produziert somit Verluste (sie macht ja kein Licht). Kleinere Drossel = weniger Verluste
Zum anderen, der Gasentladung selber, kann ich nur spekulieren: Bei einer höheren Frequenz findet Ionisierung und Rekombination einfach öfter statt. Die Ionen haben öfter „Zeit“ zu rekombinieren, so dass sie öfter neu ionisiert werden können. Mehr Rekombinationen = mehr Lichtausbeute.
Punkt zwei ist allerdings nur meine persönliche Theorie. Ich werde am Montag mal meinen Chef fragen, der ist Physiker
hier die Antwort von einem, der mehr Ahnung hat als ich *g*
kleinere Drossel = weniger Verluste, das war richtig
„Normale“ Neonröhren (gleiches Prinzip wie Energiesparlampen) laufen direkt mit dem Strom aus der Steckdose, also 50Hz. Es gibt 100mal in der Sekunde einen Nulldurchgang, wo die Spannung 0V ist, und damit „geht“ die Neonröhre zu diesem Zeitpunkt „aus“… Sie leuchtet zwar noch (weil das Leuchtmittel an der Röhrenwand länger nachleuchtet) und sie springt auch gleich wieder an (es sind noch genug Ionen da, so daß nicht erneut gezündet werden muss). Dennoch werden für einen gewissen Zeitraum keine neuen Gasatome ionisiert.
Im Gegensatz dazu passiert das Ionisieren der Gasatome bei Energiesparlampen sozusagen kontinuierlich (durch 1.000-fache Frequenz sind die Pausenzeiten Faktor 1.000 kleiner), damit gibts eine höhere Lichtausbeute, also einen höheren Wirkungsgrad.