Hallo Sharon,
ich kann dir im Großen und Ganzen zustimmen, aber:
äh, ja, aber:
eine komische Eigenschaft von Blut ist es, daß schon wenige ml
aussehen wie ein Blutbad. Und selbst wenn die 200 ml gut im
Raum verteilt waren, kann das locker aussehen wie 1-2 Liter
Ja gut, aber dafür muss man sich schon etwas Mühe geben. War ich wohl zu faul dafür:wink:
Hinterher fragte ich mich dann nur „Was, das war es schon?“
Ich selbst hatte ja keine Geburt - aber man hört von Mütternüblicherweise das typische „wenn das Kind endlich da ist, hat
man urplötzlich alles vergessen“
Nein, der Effekt war es nicht, es war wirklich so, dass ich bei den Eröffnungswehen (so zu der Zeit, wo sie dann aller 1-2 Minuten kamen) dachte „Oh Mann, wenn es JETZT schon so weh tut, wie soll das noch werden?“ und die Presswehen empfand ich für mich dann eher als befreiend, weil ich da endlich etwas aktiv tun konnte. Das verrät dir aber VOR den ersten Kind kaum eine. NACH der ersten Geburt erzählte mir sogar Schwiederomi von ihren Entbindungen - ich war dann halt im Club. Ja klasse, vorher wäre es nützlicher gewesen…
Ich hoffe mal, daß das wirklich so ist, denn ich muß zugeben,
mir schlottern auch die Knie, wenn ich daran denke…
Ja, schon. Ich kann mich, wenn ich es wirklich will, sehr plastisch daran erinnern. Allerdings ist der Körper schon gut darin, Empfindungen zu vergessen (es ist so, als ob du versuchst, dich an den besten Sex deines Lebens komplett zu erinnern, das gelingt dir auch nie so, wie es in echt war).
In zwei Sachen muß ich duplosche aber Recht geben: es geht
wieder der Trend, daß die Männer immer weniger bei den
Geburten dabei sind und dies auch immer weniger gewünscht
wird, statt dessen wird geraten, daß die
Mutter/Schwester/Freundin dabei ist.
Das kommt sicher darauf an. Meine Mutter war wirklich lieb, aber bei der Geburt wäre sie mir auf den Keks gegangen. Ich denke mal, es hätte ihr sehr zugesetzt, ihr Kind (also mich) in Schmerzen zu sehen. Mein LG freut sich nun auch nicht gerade, wenn ich Schmerzen habe, aber er kann damit anders umgehen. Eine Freundin wäre keine Option gewesen für mich. Ich denke, man sollte den Menschen mitnehmen, dem man am meisten vertraut (und der es verkraftet).
Und - auch wenn dies sicher nicht der Regelfall ist - es gibt
durchaus von der Geburt traumatisierte Männer: nicht nur durch
die Hilflosigkeit, sondern den Anblick des Geburtsvorganges.
Es fällt ihnen danach schwer, mit ihrer Frau wieder Sexualität
auszuleben.
Das soll es bei beiden Geschlechtern geben…
Viele Grüße, Heike

), mir hilft es die Angst zu überwinden.