Ego vs Mutterliebe

Hallo!

Ich hab da mal eine Frage an Mütter und Frauen - oder wer sich sonst noch mit Schwangerschaften auskennt…

Ich bilde mir ein, dass meine schwangere Freundin (SSW35) irgendwie Angst vor der Entbindung hat. Ich hab da mehrere Details beobachtet, welche mir sagen, dass sie unbedingt ein relativ kleines Kind zur Welt bringen will.

  1. Sie bestellte sich Himbeerblättertee. Der soll ja evtl. wehenfördernd sein. Sie hat sich auch schon über heftigere Wehencocktails informiert.
  2. Ich ertappte sie kürzlich beim Rauchen. Angeblich ist es die erste Schachtel gewesen und angeblich hat sie es nur gemacht, weil wir kürzlich mal Zoff hatten. Allerdings habe ich gelesen, dass das Rauchen in der Schwangerschaft das Wachstum des Kindes hemmt.
  3. Babyklamotten werden jetzt eine Nummer kleiner gekauft.
  4. Babys mit 3500g gelten bei ihr schon als „schwer“.
  5. Vor einer Woche kam ein Spruch, dass sie angeblich fühlt, dass das Kind nicht bis zum errechneten Termin wartet.

Erst als ich die Beobachtungen kombinierte, kam ich zu dem Entschluss, dass es für sie scheinbar wünschenswert sein muss, dass das Kind möglichst klein sein soll.

Mal abgesehen davon, dass rauchen in der Schwangerschaft das dümmste ist, was man machen kann… Wie schlecht wirkt es sich auf das Kind aus, wenn es (ich schätze mal) 3 Wochen früher kommt? Ich hab auch schon daran gedacht, dass sie sich vielleicht bei der Geburt nur möglichst wenig belasten will…
Einfach nur Klartext mit ihr reden bringt nichts. Sie ist Krankenschwester und bildet sich ein, dass sie alles weiss. Wenn meine Vermutungen stimmen, dann wird sie mir nur ausweichen oder gar beleidigt sein und ihr eventuelles Vorhaben zieht sie dann einfach durch, wenn ich beim Arbeiten bin.
Kann man das, um Zoff zu vermeiden, durchgehen lassen oder erfordert das doch mein Eingreifen?

danke für Ratschläge
d-thommy

Hallo!

[Angst vor Geburtsschmerzen]

… erfordert das doch mein Eingreifen?

Was meinst Du denn mit „Eingreifen“?
Wie habe ich mir das vorzustellen?

Grüße

CMБ

Abend!

Ich hab da mal eine Frage an Mütter und Frauen - oder wer sich
sonst noch mit Schwangerschaften auskennt…

Bin ein Männchen, sag trotzdem was.

Ich bilde mir ein, dass meine schwangere Freundin (SSW35)
irgendwie Angst vor der Entbindung hat.

Das bildest du dir nicht ein, das hat sie!!! Wenn du so einen Zwerg
im Bauch hättest, wäre dir auch nicht ganz wohl wie der da nu
rauskommt.

Ich hab da mehrere
Details beobachtet, welche mir sagen, dass sie unbedingt ein
relativ kleines Kind zur Welt bringen will.

Da bin ich gespannt.

  1. Sie bestellte sich Himbeerblättertee. Der soll ja evtl.
    wehenfördernd sein. Sie hat sich auch schon über heftigere
    Wehencocktails informiert.

Herr schmeiß Hirn vom Himmel, deine Freundin/Frau ist schwanger
da muß man nicht alles auf die Goldwaage legen.

  1. Ich ertappte sie kürzlich beim Rauchen. Angeblich ist es
    die erste Schachtel gewesen und angeblich hat sie es nur
    gemacht, weil wir kürzlich mal Zoff hatten. Allerdings habe
    ich gelesen, dass das Rauchen in der Schwangerschaft das
    Wachstum des Kindes hemmt.

Rauchen schadet nicht nur dem Kind sondern auch dem, der raucht.
Natürlich hat das ungeborene Kind da einiges einzustecken.
Aber ich mag da nicht urteilen, da ich auch 27 dem Laster gefröhnt
habe.

  1. Babyklamotten werden jetzt eine Nummer kleiner gekauft.
  2. Babys mit 3500g gelten bei ihr schon als „schwer“.

Hallo, das ist auch eine Wuchtbrumme!!

  1. Vor einer Woche kam ein Spruch, dass sie angeblich fühlt,
    dass das Kind nicht bis zum errechneten Termin wartet.

Sie ist schwanger, halt nerven!

Erst als ich die Beobachtungen kombinierte, kam ich zu dem
Entschluss, dass es für sie scheinbar wünschenswert sein muss,
dass das Kind möglichst klein sein soll.

Sie ist schwanger, halt nerven!

Gruß
Stefan

Hallo d-thommy,

ich seh das gerade und da Du ja nach Antworten von Müttern fragst, schreib ich mal kurz meine Gedanken dazu.

Ich bilde mir ein, dass meine schwangere Freundin (SSW35)
irgendwie Angst vor der Entbindung hat.

Das kann durchaus sein und ist auch ihr gutes Recht. Ich selbst war eher wahnsinnig neugierig, da vollkommen „unvorbelastet“, aber ich kenne genügend Frauen, denen es ähnlich wie deiner ging. Und als Krankenschwester sieht sie das vielleicht eh aus einem anderen Blickwinkel.

Ich hab da mehrere

Details beobachtet, welche mir sagen, dass sie unbedingt ein
relativ kleines Kind zur Welt bringen will.

Das erinnert mich daran, daß ich meinen Gyn in der Schwangerschaft immer nach dem Kopfumfang des Kindes gefragt habe. Da mein eigener fast 40cm bei der Geburt war, hatte ich Angst, daß ich auch ein Kind mit so einem „Riesenkopf“ bekomme. Versteh also gut, was Du schreibst:wink:

  1. Sie bestellte sich Himbeerblättertee. Der soll ja evtl.
    wehenfördernd sein. Sie hat sich auch schon über heftigere
    Wehencocktails informiert.

Himbeerblättertee bestellen sich glaub ich alle Stadelmann-Leserinnnen:wink: Den gab’s auch bei uns im Geburtsvorbereitungskurs. Und in der 35. Woche kann man den durchaus trinken.

Und Wehencocktails: na ja, ich denk mal, das Kind kommt, wenn es kommen will, ob mit oder ohne Cocktail (wieviel Frauen kenn ich mittlerweile, die sich zig Cocktails reingeschmissen haben in der 40. Woche und nix war.

  1. Ich ertappte sie kürzlich beim Rauchen. Angeblich ist es
    die erste Schachtel gewesen und angeblich hat sie es nur
    gemacht, weil wir kürzlich mal Zoff hatten. Allerdings habe
    ich gelesen, dass das Rauchen in der Schwangerschaft das
    Wachstum des Kindes hemmt.

Also mit dem Wachstum wird sich „wegen der paar Zigaretten“ wohl nicht mehr viel ändern, auf jeden Fall nicht in dem Stadium der Schwangerschaft, aber generell find ich JEDE Zigarett Sch…, die man in der Schwangerschaft raucht. Versuch doch mal den Zoff sein zu lassen (auch wenn Du im Recht sein solltest:wink: und laß 5 gerade sein. Denk Dir einfach, Du tust es auch Deinem Kind zu liebe und Deine Frau MUSS dann auch nicht mehr rauchen.

  1. Babyklamotten werden jetzt eine Nummer kleiner gekauft.

Was heißt eine Nummer kleiner? Also meine Mutter meinte z.B. unter 68 bräuchte ich nichts kaufen (da wir alle Riesenbabys waren), aber auch ich besorgte mir kurz vorher noch Zeug in 56 und 62. Und das paßte perfekt bei guten 31/2 kg.

  1. Babys mit 3500g gelten bei ihr schon als „schwer“.

Na ja, ich glaub der Durchschnitt liegt bei ca. 3100-3300gr (Geschlecht macht glaub ich ca. 150gr. aus). Von daher hätte sie ja recht mit „schwer“.

  1. Vor einer Woche kam ein Spruch, dass sie angeblich fühlt,
    dass das Kind nicht bis zum errechneten Termin wartet.

Das kann schon sein, daß sie das fühlt. Kann aber auch sein, daß sie es sich wünscht. Meine Freundin ist genauso weit und hält es einfach nicht mehr aus mit dem dicken Bauch (ihrer ist wirklich extrem). Die möchte lieber heute als morgen entbinden.

Erst als ich die Beobachtungen kombinierte, kam ich zu dem
Entschluss, dass es für sie scheinbar wünschenswert sein muss,
dass das Kind möglichst klein sein soll.

Na das paßt ja dann auch zu Deinem Gefühl, daß sie Angst vor der Entbindung hat.

Wie schlecht wirkt es sich
auf das Kind aus, wenn es (ich schätze mal) 3 Wochen früher
kommt?

Das Kind kommt, wenn es kommt. Falls es jetzt zufällig wirklich in der 38. Woche kommen sollte, wär das übrigens auch nicht dramatisch. Ich stell mir allerdings jetzt nicht vor, daß sich Deine Freundin die Treppen runterschmeißt o.ä., um eine Geburt zu provozieren - klar, dann solltest Du vorher einschreiten.

Einfach nur Klartext mit ihr reden bringt nichts.

Was heißt Klartext? Wenn mich nicht alles täuscht (siehe oben das Beispiel mit der Treppe), dann ist das alles gaaaanz normal. Zeige Verständnis für ihre Angst, vermeide Zoff bzw. zeige auch dafür Verständnis und steh ihr einfach bei (mehr kannst Du eh nicht tun:wink:)

Ich wünsche euch alles, alles Gute für die Geburt!

Liebe Grüße,
Christiane

Hi Thommy,

also, dass sie Angst vor der Entbindung hat, ist wohl normal. Ist wohl euer erstes Kind, oder? Das ist eben das Ungewisse, man weiß nicht was auf einen zu kommt. Jede Schwangere frägt irgendwann mal andere Mütter nach Erfahrungen und keine wird sagen, dass es einfach ist oder nicht schmerzhaft. Dass sowas Angst macht, ist wohl klar.

Das mit dem Himbeerblättertee ist keine große Sache, soll anscheinend nicht nur wehenfördernd sein sondern, auch den Damm weich und dehnfähig machen. Ab der 36. SSW trinken viele solche Tee´s sogar auf Zuraten von Hebammen (ich hab ihn auch getrunken, gebracht hat er allerdings nix. Kind kam genau zum Termin und wog 3.970g).
Zu den anderen „Coktails“ kann ich nichts sagen, weil ich nicht weiß was drin ist.

Das mit dem Rauchen ist kritisch. Es ist wohl allgemein bekannt, dass rauchen schädlich ist, sowohl für Mutter als auch Kind. Sie als Krankenschwester müsste das eigentlich ja am besten wissen. Ob es nun genau eurem Kind schadet, kann wohl keiner beantworten. Ich kenne Frauen, die haben in der Schwangerschaft geraucht und den Babies ging es gut. Andere haben geraucht und die Babies hatten gesundheitliche Probleme. Ich hab nicht geraucht, aber mein Baby hatte trotzdem nach der Geburt kurzzeitig Atemschwierigkeiten. Das kann man pauschal nicht sagen.

Mein Rat, mach dir keine Sorgen wegen den Tee´s oder wehenfördernden Mittelchen, die sind eigentlich ungefährlich für das Kind. Wegen dem rauchen, würd ich trotzdem noch mal versuchen in einer ruhigen Minute mit ihr zu reden. Ich weiß ja nicht wie du allgemein mit ihr umgegangen bist. Ich wollte z. B. nicht in Watte gepackt werden. Meine Mutter war andauernd nur am schnattern „Mach dies nicht, mach das nicht, das ist nicht gut fürs Baby, reg dich nicht auf, leg dich hin, trink keinen Kaffee, fahr kein Auto mehr, und und und.“ Das hat mich wahnsinnig gemacht, wenn du sowas auch machst, lass es! Du weißt ja selbst wie Schwangere sind. Es könnte auch sein, dass die Raucherei eine Trotzreaktion war.

Ab einem gewissen Zeitpunkt will Frau ehrlich gesagt nur noch, dass das Kind endlich draußen ist am besten so schmerzfrei und schnell wie möglich. Unterstütz sie einfach und mach dich nicht verrückt. Selbst wenn das Baby jetzt schon kommt, ist das lange nicht mehr so schlimm. Die Medizin ist ganz schön fortgeschritten. :wink:

Alles Gute für euch.

Lieben Gruß
Heli

Hallo, d-thommy!

Du willst Rat-Schläge? (Schreibweise völlig beabsichtigt)

Weisst du was? Lass deine Freundin mal machen! Sie kriegt das Kind, es wächst in ihr heran, sie fühlt es jeden Tag.

Bei allem Verständnis dafür, dass du dir Sorgen umd die Frau machst, die du liebst und das Kind, auf das du dich freust: Sie hat wohl einen Vertrauensvorschuß verdient, meinst du nicht?

Denn, so leid es mir für dich tut, du kannst genauso viel Literatur über Schwangerschaft und Geburt lesen wie sie - oder mehr - und versuchen, dich hineinzuversetzen und mit Schwanger sein wollen - du wirst nie verstehen können, was da mit und in ihr passiert.

Zu keiner Zeit wirken in einer Frau so viel Intuition und Instinkte wie in Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft. Die Natur verbringt wahre Wunder an uns Frauen, und wir reifen und wachsen über uns hinaus, dass wir selbst nur staunen können!

Wenn ich das mal ganz direkt sagen darf: Mein Eindruck ist, dass dich deine momentane Sorge so einiges an Respekt für deine Freundin vergessen lässt. Du schreibst hier von ihr wie von einem unmündigen Kind, dem mal einer sagen muss, wo’s lang geht!
Ich kann dir nur raten, ihr nicht von deiner Frage hier im Forum zu erzählen… Ich an Ihrer Stelle würde AUSFLIPPEN!

Deine Freundin ist eine erwachsene Frau, noch dazu Krankenschwester! Glaubst du ernsthaft, sie wüsste nicht, dass Rauchen schädlich ist? Oder dass sie Lust hat, sich von dir bevormunden zu lassen?

Und wenn jemand in einem Krankenhaus gearbeitet und eine Geburt auch nur GEHÖRT hat, weiss er/sie, dass das kein Spaziergang ist!
Selbstverständlich hat sie Bammel vor der Geburt! Den solltest du auch haben, falls du das Glück haben wirst, dabeisein zu dürfen. Denn wer weiss ob sie eine PDA haben will oder kann, wenn’s soweit ist. Und im Gegensatz zu deiner Freundin, die die wirklich irrsinnigen Schmerzen nach spätestens ein paar Tagen auf rätselhafte Weise völlig vergessen haben wird (noch so ein Wunder der Natur), wirst du als Vater das Entsetzen über die eigene Hilflosigkeit während der Geburt vermutlich bis zum Ende deines Lebens mit dir herumtragen.
Genauso übrigens wie den (wiedererlangten?) Respekt vor deiner Freundin.

Aber ich will trotzdem einzeln auf deine Fragen eingehen:

  1. Himbeerblättertee hat bisher jede Schwangere, die ich kennengelernt hab, irgendwann zum Ende hin getrunken. Steht in guten Büchern und wird von Hebammen empfohlen, weil`s den Muttermund weich machen soll. (Rein schmerztechnisch überaus wünschenswert, denn die sogenannten „Eröffnungswehen“ sind die Hölle).

  2. Ich verspreche dir: Sie weiss, dass das nicht gut für irgendwen ist. Sie weiss aber auch, dass das das Wachstum jetzt nicht mehr großartig behindert, es sei denn, sie raucht Kette. Es gibt sogar Frauenärzte, die starken Raucherinnen in der Schwangerschaft raten, dem Körper (und somit den Babies) keinen kalten Entzug zuzumuten und stattdessen den Konsum einfach auf das absolute Minimum zu beschränken, um Streß zu vermeiden.

  3. Was heisst denn „eine Nummer kleiner“, bitteschön? Die Durchschitts-Geburtsgröße von Babies liegt in Deutschland bei 50 - 52 cm, diese Zahlen entsprechen der Größenangabe von Babykleidung.

  4. Ein Baby von 3500 Gramm liegt zwar im deutschen Durchschnitt (3200 bis 3500 Gramm), wird aber - das wird dir jede Mutter bestätigen - unter der Geburt als verdammt schwer empfunden! Das Kampfgewicht will schließlich erst mal aus dem Körper gepresst werden. Und Dammrisse und -schnitte waren noch nicht sehr beliebt, als ich mich das letzte Mal umhörte…

  5. „Angeblich“ gibt es Millionen Frauen wie deine Freundin (oder auch mich), die aus erster Hand wissen, was man während der Schwangerschaft plötzlich so alles von seinem Körper mitgeteilt bekommt. Ein bisschen mehr Respekt und Vertrauen, bitteschön und von mir aus auch Neid…

Und den Kommentar zu deiner Frage, ob „man“ das „durchgehen“ lassen kann, spare ich mir besser. Nur soviel: „Man“ kann nicht nur, es bleibt zudem auch gar nichts anderes übrig. *g* Scheint mir auch ganz gut so. Ansonsten viel Spaß beim „Eingreifen“ *lach*

Wenn du übrigens mal eine Frau triffst, die sich ein schweres Baby wünscht, sag mir Bescheid - die würd ich wirklich gern treffen!

Beste Grüße! :wink:

Luise

Hallo

Es könnte auch sein, dass die Raucherei eine Trotzreaktion war.

Es ist aber doch wesentlich wahrscheinlicher, dass es einfach Sucht war. Jedenfalls, wenn sie vor der Schwangerschaft auch geraucht hat, und nicht erst jetzt angefangen hat. Dann ist es nur ein wenig unglaubwürdig, dass das die einzigste Zigarette in der Schwangerschaft war und bleiben wird.

Machen kann man da aber nichts. Dass es schädlich ist, das weiß sie schon längst. Man kann die Raucherei aber fördern, indem man dauernd was sagt wegen des Rauchens. Was sagen löst nämlich ein schlechtes Gewissen aus. Und schlechtes Gewissen = Stress. Und Stress => eine Zigarette anstecken.

Viele Grüße
Simsy

Nun mal langsam!
Hallo!

Denn, so leid es mir für dich tut, du kannst genauso viel
Literatur über Schwangerschaft und Geburt lesen wie sie - oder
mehr - und versuchen, dich hineinzuversetzen und mit Schwanger
sein wollen - du wirst nie verstehen können, was da mit und in
ihr passiert.

Aber sich Sorgen machen wird er doch wohl dürfen, oder? Er ist schließlich der Vater! Und da hat er ja wohl auch ein Mitspracherecht, oder? Oder ist er etwa der Unmündige?

Deine Freundin ist eine erwachsene Frau, noch dazu
Krankenschwester! Glaubst du ernsthaft, sie wüsste nicht, dass
Rauchen schädlich ist?

Und warum tut sie es dann???
Wenn ich der Vater wäre, würde ICH da ausflippen!

Selbstverständlich hat sie Bammel vor der Geburt! Den solltest
du auch haben, falls du das Glück haben wirst, dabeisein zu
dürfen. Denn wer weiss ob sie eine PDA haben will oder kann,
wenn’s soweit ist. Und im Gegensatz zu deiner Freundin, die
die wirklich irrsinnigen Schmerzen nach spätestens ein paar
Tagen auf rätselhafte Weise völlig vergessen haben wird (noch
so ein Wunder der Natur), wirst du als Vater das Entsetzen
über die eigene Hilflosigkeit während der Geburt vermutlich
bis zum Ende deines Lebens mit dir herumtragen.

HÄ??? Was soll das denn bitte schön???
Also ich habe schon eine gute Freundin bei der Geburt ihrer Tochter begleitet und fand die Erfahrung sehr schön! Diese Erfahrung möchte ich nicht missen! Hilflos habe ich mich überhaupt nicht gefühlt, eher stolz, dass ich diejenige war, die die Nabelschnur durchschneiden durfte und ich auch diejenige war, die das Baby zum ersten Mal gebadet und auf dem Arm hatte!

Viele Grüße!

3 „Gefällt mir“

Auch hallo,

Ich bilde mir ein, dass meine schwangere Freundin (SSW35)
irgendwie Angst vor der Entbindung hat.

Das ist normal.

Ich hab da mehrere
Details beobachtet, welche mir sagen, dass sie unbedingt ein
relativ kleines Kind zur Welt bringen will.

Meine beiden Mädels (beide über Termin) hatten jeweils exakt 3000g und Kopfumfang von 36 bzw. 36,5 cm. Mehr hätte es echt nicht sein müssen…

  1. Sie bestellte sich Himbeerblättertee. Der soll ja evtl.
    wehenfördernd sein.

Eher macht er das Gewebe weich.

Sie hat sich auch schon über heftigere
Wehencocktails informiert.

Hatte ich auch, habe aber keinen benutzt. Eine Freundin benutzte einen…umsonst. Wenn es nicht soweit ist, dann ist es nicht soweit.

  1. Ich ertappte sie kürzlich beim Rauchen. Angeblich ist es
    die erste Schachtel gewesen und angeblich hat sie es nur
    gemacht, weil wir kürzlich mal Zoff hatten. Allerdings habe
    ich gelesen, dass das Rauchen in der Schwangerschaft das
    Wachstum des Kindes hemmt.

Rauchen ist mist, das muss nicht sein.

  1. Babyklamotten werden jetzt eine Nummer kleiner gekauft.

Ja, wie klein denn? Größe 50/56 schlackerte meinen Mädels noch um den Körper anfangs, was die kleinste normale Größe ist. Sie wird ja wohl keine Frühchenkollektion kaufen.

  1. Babys mit 3500g gelten bei ihr schon als „schwer“.

Über Durchschnitt sind sie schon. Schwerer ist auch nicht automatisch fitter.

  1. Vor einer Woche kam ein Spruch, dass sie angeblich fühlt,
    dass das Kind nicht bis zum errechneten Termin wartet.

Ja ja, das meinte ich auch. Meine Damen hatten aber ihren eigenen Plan. Es kommen übrigens nur 2% aller Kinder exakt zum Termin auf die Welt.
Ab der vollendeten 38. SSW gilt ein Kind nicht mehr als Frühchen, zudem ist der rechnerische Termin nicht immer exakt. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Zeugung, der wiederum abhängig ist von dem Eisprung und der Länge des Zyklus (es gibt ja auch kürzere und längere Zyklen als Standard 28 Tage).
Mach deine Freundin nicht verrückt - und dich auch nicht. Gerade wenn du weißt, was bei einer Geburt auf dich zukommt, ist dir mulmig zumute.
Vielleicht könnt ihr ja einen Deal machen, dass du sie nicht mehr stresst und sie nicht mehr raucht.

Viele Grüße, Heike

wirst du als Vater das Entsetzen
über die eigene Hilflosigkeit während der Geburt vermutlich
bis zum Ende deines Lebens mit dir herumtragen.

HÄ??? Was soll das denn bitte schön???
Also ich habe schon eine gute Freundin bei der Geburt ihrer
Tochter begleitet und fand die Erfahrung sehr schön! Diese
Erfahrung möchte ich nicht missen! Hilflos habe ich mich
überhaupt nicht gefühlt, eher stolz, dass ich diejenige war,
die die Nabelschnur durchschneiden durfte und ich auch
diejenige war, die das Baby zum ersten Mal gebadet und auf dem
Arm hatte!

huhu,

nur kurz, du als Frau hast eine andere Eistellung zur Geburt. Für Männer ist das tatsächlich teilweise traumatisch, weswegen einige Ratgeber fast schon wieder empfehlen, die Geburt ohne Männer durchzuziehen. Es gibttasächlich Männer, die diesen Anblick nie wieder vergessen können. Die vor Schmerzen schreiende Frau und ihr nicht helfen zu können. DAs viele Blut (was man ja theoretisch vorher weiß, aber in der Praxis nochmal ganz anders wirkt), bis dann das Baby da ist. Natürlich sind Väter auch stolz, keine Frage. Aber des Aspekt der Traumatisierung sollte man dennoch nicht außer Acht lassen :o)

lg, Dany

P.S.: Ich finde es toll, dass du deiner Freundin zur Seite gestanden hast :o)

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Hallo Dany,

wenn du tatsächlich so eine Geburt, wie von dir beschrieben, durchstehen musstest, dann sei dir meines Mitgefühls versichert.
Tatsache ist aber, dass Blut in Strömen und wild schreiende Gebärende wohl eher nach Hollywood gehören als zum Alltag im Kreißsaal (Aussage Hebamme + eigene Erfahrung).
Bei mir waren es immer so um die 200 ml Blut, es gibt auch bessere Gefühle als eine Geburt, aber gerade diese Dramatisierung, mit der manche Frauen (und damit meine ich jetzt wirklich nicht dich persönlich, sondern eher mir bekannte, nicht hier vertretene Personen) sich heroisieren meinen zu müssen, sorgten bei meiner ersten Geburt doch für eine recht angespannte Haltung. Hinterher fragte ich mich dann nur „Was, das war es schon?“
Auch mein LG, der beide male mit war, ist nicht traumatisiert. Er wirkte auch nicht hilflos, sondern tat das, was ich mir von ihm erhofft hatte: Er war einfach da und gab mir die Gelassenheit, mich auf meine Belange zu konzentrieren, er hielt mir quasi den Rücken frei. Ich wusste, was auch immer passiert, er ist da und regelt das in meinem Sinne (und brachte mir bei der Großen ca. 3527 mal einen feuchten Waschlappen…:wink:).
Ich wäre eher dafür, dass Geburten nicht der große Mythos hinter verschlossenen Türen sind, sondern wieder zu dem werden, was sie eigentlich sein sollten: etwas natürliches. Wovon man viel weiß, davor hat man auch weniger Angst. Bei meiner Kleinen war mir auch etwas flau im Magen vorher, ich wusste aber, dass ich es schaffe, was auch der Geburt selbst förderlich war (die war wirklich klasse).
Es mag Männer geben, die hinterher traumatisiert sind, es gibt aber auch Frauen, die die Geburt ihres Kindes nur mittels Therapie verarbeiten können.

Viele Grüße, Heike

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Nochmal Hallo!
Da kann ich Dir nur zustimmen!
Jede Geburt ist sowieso anders. Bei meiner Schwester hats 21 Stunden gedauert, bei meiner Freundin nur 4 Stunden.
Ich denke, Panikmache im Vorfeld ist eher hinderlich, man weiß eh nicht genau, wie es wird. Soll man sich doch lieber darauf freuen, dass bald ein neuer Erdenbürger da ist!
Grüße.

Hallo Heike,

den ganzen Tag hatte ich überlegt wie ich das hätte schreiben können wie du es hier geschrieben hast. Vielen Dank, du sprichst mir aus der Seele (und nebenbei glaube ich, kommt es auch neutraler rüber als wenn ich es als Mann hätte versucht zu formulieren).

Lieben Dank und viele Grüsse
Me

Bravo, bravo, bravo
Wunderbar geschrieben und wie MeToo bereits gesagt hat, wir Männer dürfen ja zu einem solchen Thema nix beitragen.

Meine Frau hat unser totes Kind als Steissgeburt (oh man sagt ja jetzt Beckenendlage) auf die Welt gebracht. Immerhin hatte sie auch schon 49cm und war damit ungefähr im Durchschnitt. Kein Dammriss, keine Schreierei, keine Traumatisierung, weder der Mutter noch des anwesenden Vaters.

Das hat dazu geführt, dass meine Frau der Geburt unseres Sohnes im Juni (so Gott es denn dieses mal zuläßt) recht gelassen entgegen sieht.

Gruß
C.

Super, Luise!!! Du schreibst mir aus der Seele… dem bleibt nix mehr hinzuzufügen… Außer vielleicht, dass angeblich in Frankreich von
41(!) Schwangerschaftswochen gesprochen wird, da das erste Kind in der Regel eine Woche zu spät kommt. War bei mir auch so.
Ein Sternchen von mir :smile:))
frowerpau

Hi!

Tatsache ist aber, dass Blut in Strömen und wild schreiende
Gebärende

…und die ohnmächtig steif nach hinten kippenden Männer *ggg*…

wohl eher nach Hollywood gehören als zum Alltag im
Kreißsaal (Aussage Hebamme + eigene Erfahrung).

Ich habe insgesamt nur etwa 2 Monate in der Gynäkologie gearbeitet, daher habe ich nur mäßig viel Erfahrung, aber ich kann dir sagen, daß es sehr wohl Frauen gibt, die heftig schreien. Vor allem bei sehr jungen Müttern (oder besser gesagt naiven (Fast-noch-)Teenies) und Müttern südländischer Herkunft ist mir das aufgefallen -.-
Ohnmächtig werdende Männer sind mir jedoch nicht untergekommen - obwohl so paar doch recht blaß um die Nase aussahen *gg*

Bei mir waren es immer so um die 200 ml Blut,

äh, ja, aber:
eine komische Eigenschaft von Blut ist es, daß schon wenige ml aussehen wie ein Blutbad. Und selbst wenn die 200 ml gut im Raum verteilt waren, kann das locker aussehen wie 1-2 Liter :wink:

Hinterher fragte ich mich dann nur „Was, das war es schon?“

Ich selbst hatte ja keine Geburt - aber man hört von Müttern üblicherweise das typische „wenn das Kind endlich da ist, hat man urplötzlich alles vergessen“ :wink:
Ich hoffe mal, daß das wirklich so ist, denn ich muß zugeben, mir schlottern auch die Knie, wenn ich daran denke… :wink:

Auch mein LG, der beide male mit war, ist nicht traumatisiert.
Er wirkte auch nicht hilflos, sondern tat das, was ich mir von
ihm erhofft hatte: Er war einfach da und gab mir die
Gelassenheit, mich auf meine Belange zu konzentrieren, er
hielt mir quasi den Rücken frei. Ich wusste, was auch immer
passiert, er ist da und regelt das in meinem Sinne (und
brachte mir bei der Großen ca. 3527 mal einen feuchten
Waschlappen…:wink:).

Ja, ja, die Männer :wink:
In meiner Gyn-Zeit hab ich das genauso erlebt: die Männer gaben sich die größte Mühe, daß man richtig neidisch werden konnte *g*
Aber es gab auch einige, die zwar gerne helfen wollten, aber außer Händchen halten nicht wußten wie - da mußten die Schwestern bzw. Hebammen ihnen einen Winkpaar Schläge mit dem Zaunpfahl verabreichen *fg*

In zwei Sachen muß ich duplosche aber Recht geben: es geht wieder der Trend, daß die Männer immer weniger bei den Geburten dabei sind und dies auch immer weniger gewünscht wird, statt dessen wird geraten, daß die Mutter/Schwester/Freundin dabei ist.
Und - auch wenn dies sicher nicht der Regelfall ist - es gibt durchaus von der Geburt traumatisierte Männer: nicht nur durch die Hilflosigkeit, sondern den Anblick des Geburtsvorganges. Es fällt ihnen danach schwer, mit ihrer Frau wieder Sexualität auszuleben.

Gruß,
Sharon

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Hallo Thommy,

Ich bilde mir ein, dass meine schwangere Freundin (SSW35)
irgendwie Angst vor der Entbindung hat.

Beim ersten Kind völlig normal, die (Horror-)Geburtsgeschichten einiger Frauen dazu und noch ein paar Hormane sowie gehörte Erlebnisse im KH. Na, da soll man keine Angst kriegen?
Übrigens waren meine beiden 3800g und 3750g schwer und beide Geburten verliefen recht schnell, die zweite eigentlich zu schnell :wink: trotz Wehenhemmer.

  1. Sie bestellte sich Himbeerblättertee. Der soll ja evtl.
    wehenfördernd sein. Sie hat sich auch schon über heftigere
    Wehencocktails informiert.

Hmm, nehme an sie geht zur Geburtsvorbereitung. Da bekommt man diese Tipps, sie dienen im allgemeinen dazu die Angst zu nehmen und der Frau das Gefühl zu geben alles dazu getan zu haben das die Geburt so komplikationslos wie möglich läuft.
*Grins* mal ganz intim, Sex vor der Entbindung soll auch wehenfördernd sein :wink:
Gehst du eigentlich mit zur Geburtsvorbereitung?

  1. Ich ertappte sie kürzlich beim Rauchen. Angeblich ist es
    die erste Schachtel gewesen und angeblich hat sie es nur
    gemacht, weil wir kürzlich mal Zoff hatten. Allerdings habe
    ich gelesen, dass das Rauchen in der Schwangerschaft das
    Wachstum des Kindes hemmt.

Ja das ist blöd, hat sie denn schon vor der Schwangerschaft geraucht?

  1. Babyklamotten werden jetzt eine Nummer kleiner gekauft.

Nun, man kann sich meist nicht vorstellen das das Kind das man im Bauch trägt tatsächlich in Größe 50/56 reinpassen könnte und so kauft man meist Anfangs größer, erst wenn man mit der Geburtsvorbereitung anfängt kommt dann die Einsicht das 3-4 Strampler in dieser Größe sinnvoll wären. Waren sie bei meinen auch, wenn auch nicht lange.

  1. Babys mit 3500g gelten bei ihr schon als „schwer“.

Sind sie in gewisser Weise auch … aber dies ist keine Aussage dazu wie die Geburt verläuft. Mein Jüngster kam in Gesichtslage und trotz Wehenhemmer (Die Hebamme und Ärztin haben gedacht der Mund wär der Popo!) innerhalb von 3 Stunden.

  1. Vor einer Woche kam ein Spruch, dass sie angeblich fühlt,
    dass das Kind nicht bis zum errechneten Termin wartet.

Nun, wenn es das erste Kind ist halte ich es für relativ unmöglich. Ich denke das ist der Wunsch der Vater des Gedanken. Aber mittlerweile ist der Bauch auch schon recht störend und belastend. Wenn man alle 5 Minuten zur Toilette gehen kann weil Kind auf der Blase liegt und das Schlafen nur noch bedingt möglich ist wegen Sodbrennen oder ähnlichem wünscht man sich nur noch das es endlich soweit ist und man den Wonneproppen auf dem Bauch liegen hat.

Erst als ich die Beobachtungen kombinierte, kam ich zu dem
Entschluss, dass es für sie scheinbar wünschenswert sein muss,
dass das Kind möglichst klein sein soll.

Nee, glaub ich nicht. Aber wie wäre es wenn du dich mal mit ihren Ängsten beschäftigst und nur versuchst für sie da zu sein. In dieser Phase kann man den gehobenen Zeigefinger mit immer neuen gut gemeinten Ratschlägen einfach nicht brauchen. Verständnis und Rückhalt sind da viel wichtiger.

Kann man das, um Zoff zu vermeiden, durchgehen lassen oder
erfordert das doch mein Eingreifen?

Nein es erfordert dein Verständnis und keine Vorhaltungen.

Schönen Gruß
Andrea

Hallo Luise,

eigentlich kann ich dir zustimmen aber zu diesem Abschnitt muss ich doch etwas sagen.

  1. Himbeerblättertee hat bisher jede Schwangere, die ich
    kennengelernt hab, irgendwann zum Ende hin getrunken. Steht in
    guten Büchern und wird von Hebammen empfohlen, weil`s den
    Muttermund weich machen soll. (Rein schmerztechnisch überaus
    wünschenswert, denn die sogenannten „Eröffnungswehen“ sind die
    Hölle).

Kannst du dich daran noch erinnern? Ich nicht mehr, und soweit ich das sonstwoher noch höre die meisten Frauen auch nicht. Ich weiß nur aus Erzählungen das ich die Hebamme fürchterlich angechnautzt haben soll, kann mich gar nicht erinnern mich im Ton vergriffen zu haben *hmm*. Als ich mich bei der Hebamme entschuldigen wollte meinte diese, ach das war doch nicht schlimm. Du warst ja direkt noch zurückhaltend!

Und bis heute kann ich den Wehenschmerz nicht beschreiben, ich weiß nur das ich beim zweiten die Senkwehen gut erkannt habe. Doch die waren nicht schlimm. Alles andere ist vergessen, und Mutter Natur wird gewußt aben warum sie es so eingerichtet hat.

Frag mich immer warum man immer mit solchen Aussagen verschrecken muss?

Gruß
Andrea

Danke Christoph,

ich wünsche euch alles Gute und bin mir ganz sicher, dass wir euch im Juni beglückwünschen dürfen.

Viele Grüße, Heike

Danke Me,

den ganzen Tag hatte ich überlegt wie ich das hätte schreiben
können wie du es hier geschrieben hast. Vielen Dank, du
sprichst mir aus der Seele (und nebenbei glaube ich, kommt es
auch neutraler rüber als wenn ich es als Mann hätte versucht
zu formulieren).

… und das in Zeiten, wo man Gleichberechtigung als Grundsatz ansieht.

Viele Grüße, Heike