Guten Morgen!
…
…lieber Harald!
Es ist schön, so „früh“ schon Post zu bekommen!
Aber manche Dinge erspar ich mir gerne, auszuprobieren.
Ich koste keine Fliegenpilze oder Salzsäure!
Na, ich hoffe aber auch ganz stark, daß Du von jenen Substanzen nichts kostest *lach* (…Sonst krieg ich ja keine Post mehr…zum Beispiel
)
Na ja, Golgatha seh ich etwas anders, aber das würde hier zu
weit führen. Wenn Du willst, mail ich Dir das.
Ja, Deine Sichtweise zu diesem speziellen Ereignis würde mich wirklich intressieren. Ich freue mich, wenn Du mir Dein Statement mailst!
Daher ist unmoralisches Leben oder das Leben auf einer
niedrigeren Moralstufe zwar nicht „sozial erwünscht“ aber
menschlich. Und Gott läßt jeden seine Erfahrungen machen. Bis
ein Mensch das gelernt hat, was für ihn notwendig ist.Klingt für mich wie „Lernen am Mißerfolg.“
Nun ja, dann solltest Du Dich beim lieben Gott beschweren…*smile*.
Ich schrieb, entweder „Lernen durch seelisch/geistige Erkenntnis“ (aber wer ist dazu schon in der Lage?) oder „Versuch/Irrtum Lernen“. Da liegt die Chance bei 50%, immerhin. Und Lernen am Mißerfolg ist doch das eindrücklichste Lernen überhaupt. Danach sollte dann der Schritt in die „rechte“ Richtung gewagt werden. (Aber wer wirklich am Mißerfolg LERNT, der tut dieses sowieso).
Ich verstehe ganz gut, was Du erklären willst.
Ich habe nur eine andere Meinung. Und Deine Beispiele haben
mich davon nicht abgebracht.
*lach*, ich wollte Dich nie „vom rechten Weg abbringen“. Und es ist ein gutes Gefühl, mit jemandem „diskutieren“ zu können, ohne daß Emotionen hochkochen und ein Thread „gelöscht“ werden muß.
Ich verurteile auch nicht, aber ich versuche zu warnen.
Versuchst Du so zu warnen, wie Eltern ihre Kinder vor Fehlern warnen? (Eltern tun dies oft, weil sie selber Angst hatten, bestimmte Erfahrungen zu machen und sich die Erfüllung ihrer Wünsche nicht zugestehen. Ihre Kinder sollen dieser Art Erfüllung der Wünsche dann auch widerstehen usf.). Oder erhebst Du den „moralischen“ Zeigefinger *zwinker*.
Ich werfe auch nicht mit Steinen. Aber die Dinge beim Namen zu
nennen, muss erlaubt sein.
Selbstredend: klar!
Und wenn ich einen Mißstand
erkenne, fühle ich mich verpflichtet, darauf hinzuweisen.
Wieso verpflichtet? Dir und Deinem Gewissen gegenüber? Oder um anderen „vor beugend“ zu Helfen? Wenn mich einer fragt, okay, dann sage ich ihm (wenn mir danach ist), was ich persönlich von seinem „Tun“ halte. Aber ich weise explizit darauf hin, daß ich meine Sichtweise nicht als „non-plus-ultra“ vor ihn hinstellen möchte. Und wer sagt mir überhaupt, daß ein bestimmtes moralisches Verstehen, das sich darauf aufbauende Verhalten usw. „richtig“ ist. Erkenne ich das nicht nur in mir?
Und ist es damit nicht genauso subjektiv wie alles, was sich auf den Ebenen Glauben, Hoffen, Lieben abspielt?
Kannst Du Dir Menschen vorstellen,
die sich irgendwann richtig ekeln vor dem Körper ihres
Partners aber trotzdem mit ihm zusammenleben möchten?Nein. Woher kommt das?
Die Entstehung der „ekel“ -Gefühle hat viele Ursachen. Ich habe solche Menschen kennengelernt (Arbeit in einer Psych.-somat. Klinik). Und diese Menschen fühlen sich elendst, weil sie ihren Partner nicht mehr begehren. Bekommen Schuldgefühle…die krank machen.
Ich glaube an die Kraft der Liebe. Und ich glaube daran, daß Gott eher von der Liebe „redet“ als von Zweckgemeinschaften. Viele Partner quälen sich eine Leben durch die Ehe, obwohl sie sich nicht mehr lieben und/oder begehren. Findest Du das sinnvoll?
…und trotzdem auch nur Menschen sind und sich
zum „Kopulieren“ einen anderen Partner suchen?
Warum?
Weil Mensch nicht nur seelisch/geistig existiert, sondern auch physisch
. Auch!
Natürlich nicht, also rede ich über die Dinge, mit denen ich
Probleme habe. Und es gibt für (fast) alles eine Lösung.
Ja, richtig. Es gibt aber viele Menschen, die sich über ihre Probleme nicht klar werden wollen oder können. Nicht jeder ist dazu in der Lage, sich und seine unmittelbare Situation zu reflektieren. Und auch nicht einjeder möchte das. Und dann entstehen eben Spannungen. Und Krisen. Und dort findet Mensch sich dann wieder und muß eben in dieser Situation entscheiden, was er unternimmt. Und das geht manchmal nur noch über Versuch/Irrtum lernen.
Und das Fremdgehen ist keine Lüge?
Doch eine große Lüge sogar. Ich habe nie geschrieben, daß eine® fremdgehen soll. Ich vertrete aber die Auffassung, daß Fremdgehen menschlich ist und daß es deshalb nicht als Verbrechen oder unmoralisch an sich abgehandelt werden sollte. Denn es kommt IMMER auf die Situationen an, in denen es passiert. (Außerdem wären dann die ganzen Millionen Männer, die pro Tag zu Prostituierten gehen, Verbrecher…und dem ist ja nicht so, gell?) *zwinker*
Sagt man seinem Partner, dass man woanders Sex hat?
Ja, besser ist es! Wenn jemand so leben will, dann soll er auch dazu stehen. Und wenn er nicht dazu stehen will, dann wird auch er seine Lektionen lernen. Ganz sicher. Früher oder später.
Und wenn ich´s nicht sage, und der Partner kommt dennoch drauf,
kränkt er sich dann nicht?
Und wie. Aber es wird für beide Seiten ungemein lehrreich sein.
Ein schönes Wochenende wünscht von Herzen
Bettina
)