Ehe?...Ehemals....damals...bevor? Bevor: was?

Guten Morgen! :smile:
…lieber Harald!

Es ist schön, so „früh“ schon Post zu bekommen!

Aber manche Dinge erspar ich mir gerne, auszuprobieren.
Ich koste keine Fliegenpilze oder Salzsäure!

Na, ich hoffe aber auch ganz stark, daß Du von jenen Substanzen nichts kostest *lach* (…Sonst krieg ich ja keine Post mehr…zum Beispiel :wink:)

Na ja, Golgatha seh ich etwas anders, aber das würde hier zu
weit führen. Wenn Du willst, mail ich Dir das.

Ja, Deine Sichtweise zu diesem speziellen Ereignis würde mich wirklich intressieren. Ich freue mich, wenn Du mir Dein Statement mailst!

Daher ist unmoralisches Leben oder das Leben auf einer
niedrigeren Moralstufe zwar nicht „sozial erwünscht“ aber
menschlich. Und Gott läßt jeden seine Erfahrungen machen. Bis
ein Mensch das gelernt hat, was für ihn notwendig ist.

Klingt für mich wie „Lernen am Mißerfolg.“

Nun ja, dann solltest Du Dich beim lieben Gott beschweren…*smile*.

Ich schrieb, entweder „Lernen durch seelisch/geistige Erkenntnis“ (aber wer ist dazu schon in der Lage?) oder „Versuch/Irrtum Lernen“. Da liegt die Chance bei 50%, immerhin. Und Lernen am Mißerfolg ist doch das eindrücklichste Lernen überhaupt. Danach sollte dann der Schritt in die „rechte“ Richtung gewagt werden. (Aber wer wirklich am Mißerfolg LERNT, der tut dieses sowieso).

Ich verstehe ganz gut, was Du erklären willst.
Ich habe nur eine andere Meinung. Und Deine Beispiele haben
mich davon nicht abgebracht.

*lach*, ich wollte Dich nie „vom rechten Weg abbringen“. Und es ist ein gutes Gefühl, mit jemandem „diskutieren“ zu können, ohne daß Emotionen hochkochen und ein Thread „gelöscht“ werden muß.

Ich verurteile auch nicht, aber ich versuche zu warnen.

Versuchst Du so zu warnen, wie Eltern ihre Kinder vor Fehlern warnen? (Eltern tun dies oft, weil sie selber Angst hatten, bestimmte Erfahrungen zu machen und sich die Erfüllung ihrer Wünsche nicht zugestehen. Ihre Kinder sollen dieser Art Erfüllung der Wünsche dann auch widerstehen usf.). Oder erhebst Du den „moralischen“ Zeigefinger *zwinker*.

Ich werfe auch nicht mit Steinen. Aber die Dinge beim Namen zu
nennen, muss erlaubt sein.

Selbstredend: klar!

Und wenn ich einen Mißstand
erkenne, fühle ich mich verpflichtet, darauf hinzuweisen.

Wieso verpflichtet? Dir und Deinem Gewissen gegenüber? Oder um anderen „vor beugend“ zu Helfen? Wenn mich einer fragt, okay, dann sage ich ihm (wenn mir danach ist), was ich persönlich von seinem „Tun“ halte. Aber ich weise explizit darauf hin, daß ich meine Sichtweise nicht als „non-plus-ultra“ vor ihn hinstellen möchte. Und wer sagt mir überhaupt, daß ein bestimmtes moralisches Verstehen, das sich darauf aufbauende Verhalten usw. „richtig“ ist. Erkenne ich das nicht nur in mir?

Und ist es damit nicht genauso subjektiv wie alles, was sich auf den Ebenen Glauben, Hoffen, Lieben abspielt?

Kannst Du Dir Menschen vorstellen,
die sich irgendwann richtig ekeln vor dem Körper ihres
Partners aber trotzdem mit ihm zusammenleben möchten?

Nein. Woher kommt das?

Die Entstehung der „ekel“ -Gefühle hat viele Ursachen. Ich habe solche Menschen kennengelernt (Arbeit in einer Psych.-somat. Klinik). Und diese Menschen fühlen sich elendst, weil sie ihren Partner nicht mehr begehren. Bekommen Schuldgefühle…die krank machen.

Ich glaube an die Kraft der Liebe. Und ich glaube daran, daß Gott eher von der Liebe „redet“ als von Zweckgemeinschaften. Viele Partner quälen sich eine Leben durch die Ehe, obwohl sie sich nicht mehr lieben und/oder begehren. Findest Du das sinnvoll?

…und trotzdem auch nur Menschen sind und sich
zum „Kopulieren“ einen anderen Partner suchen?

Warum?

Weil Mensch nicht nur seelisch/geistig existiert, sondern auch physisch :wink:. Auch!

Natürlich nicht, also rede ich über die Dinge, mit denen ich
Probleme habe. Und es gibt für (fast) alles eine Lösung.

Ja, richtig. Es gibt aber viele Menschen, die sich über ihre Probleme nicht klar werden wollen oder können. Nicht jeder ist dazu in der Lage, sich und seine unmittelbare Situation zu reflektieren. Und auch nicht einjeder möchte das. Und dann entstehen eben Spannungen. Und Krisen. Und dort findet Mensch sich dann wieder und muß eben in dieser Situation entscheiden, was er unternimmt. Und das geht manchmal nur noch über Versuch/Irrtum lernen.

Und das Fremdgehen ist keine Lüge?

Doch eine große Lüge sogar. Ich habe nie geschrieben, daß eine® fremdgehen soll. Ich vertrete aber die Auffassung, daß Fremdgehen menschlich ist und daß es deshalb nicht als Verbrechen oder unmoralisch an sich abgehandelt werden sollte. Denn es kommt IMMER auf die Situationen an, in denen es passiert. (Außerdem wären dann die ganzen Millionen Männer, die pro Tag zu Prostituierten gehen, Verbrecher…und dem ist ja nicht so, gell?) *zwinker*

Sagt man seinem Partner, dass man woanders Sex hat?

Ja, besser ist es! Wenn jemand so leben will, dann soll er auch dazu stehen. Und wenn er nicht dazu stehen will, dann wird auch er seine Lektionen lernen. Ganz sicher. Früher oder später.

Und wenn ich´s nicht sage, und der Partner kommt dennoch drauf,
kränkt er sich dann nicht?

Und wie. Aber es wird für beide Seiten ungemein lehrreich sein.

Ein schönes Wochenende wünscht von Herzen

Bettina

Warnungen?
Servus Bettina :smile:

Na ja, Golgatha seh ich etwas anders, aber das würde hier zu
weit führen. Wenn Du willst, mail ich Dir das.

Ja, Deine Sichtweise zu diesem speziellen Ereignis würde mich
wirklich intressieren. Ich freue mich, wenn Du mir Dein
Statement mailst!

OK, Mail folgt.

Und Gott läßt jeden seine Erfahrungen machen. Bis
ein Mensch das gelernt hat, was für ihn notwendig ist.

Klingt für mich wie „Lernen am Mißerfolg.“

Nun ja, dann solltest Du Dich beim lieben Gott
beschweren…*smile*.

nein nein, das ist nicht Gottes Schuld *smile*
Gott hat uns eine Gebrauchsanleitung für unser Leben gegeben. Wer sich danach richtet, hat größtmögliche Chancen auf Erfolg.
Aber die Menschen wollen ja gar keine Anleitung. Sie wissen eben alles besser (sogenannte Besserwisser :wink: ).

Ich verurteile auch nicht, aber ich versuche zu warnen.

Versuchst Du so zu warnen, wie Eltern ihre Kinder vor Fehlern
warnen? (Eltern tun dies oft, weil sie selber Angst hatten,
bestimmte Erfahrungen zu machen und sich die Erfüllung ihrer
Wünsche nicht zugestehen. Ihre Kinder sollen dieser Art
Erfüllung der Wünsche dann auch widerstehen usf.). Oder
erhebst Du den „moralischen“ Zeigefinger *zwinker*.

Oder wie ein Arzt vor Infektionen warnt?
Oder wie eine Tafel auf der Baustelle vor Gefahren warnt?

Wozu gibt es denn diese unsinnigen Absperrungen bei Baustellen?
Kann doch jeder sehen, dass da eine Grube ist. Und wenn er es unbedingt ausprobieren will, soll er doch hineinfallen.

Und wenn ich einen Mißstand
erkenne, fühle ich mich verpflichtet, darauf hinzuweisen.

Wieso verpflichtet? Dir und Deinem Gewissen gegenüber?

ja, siehe Baugrube.

Oder um
anderen „vor beugend“ zu Helfen? Wenn mich einer fragt, okay,
dann sage ich ihm (wenn mir danach ist), was ich persönlich
von seinem „Tun“ halte. Aber ich weise explizit darauf hin,
daß ich meine Sichtweise nicht als „non-plus-ultra“ vor ihn
hinstellen möchte. Und wer sagt mir überhaupt, daß ein
bestimmtes moralisches Verstehen, das sich darauf aufbauende
Verhalten usw. „richtig“ ist. Erkenne ich das nicht nur in
mir?

Natürlich ist meine Sichtweise nicht das „non-plus-ultra“.
Aber die meisten Dinge in unserem Leben haben andere vor uns erlebt. Daran kann man doch auch lernen.

Kannst Du Dir Menschen vorstellen,
die sich irgendwann richtig ekeln vor dem Körper ihres
Partners aber trotzdem mit ihm zusammenleben möchten?

Nein. Woher kommt das?

Die Entstehung der „ekel“ -Gefühle hat viele Ursachen. Ich
habe solche Menschen kennengelernt (Arbeit in einer
Psych.-somat. Klinik). Und diese Menschen fühlen sich elendst,
weil sie ihren Partner nicht mehr begehren. Bekommen
Schuldgefühle…die krank machen.

Na gut, aber das ist doch statistisch gesehen eine Minderheit.
Du schriebst von nur 1% Treue.
Womit begründet der Rest der Menschheit seine Untreue?

Ich glaube an die Kraft der Liebe. Und ich glaube daran, daß
Gott eher von der Liebe „redet“ als von Zweckgemeinschaften.
Viele Partner quälen sich eine Leben durch die Ehe, obwohl sie
sich nicht mehr lieben und/oder begehren. Findest Du das
sinnvoll?

Nein! Aber ich finde es sinnvoll, Gottes Angebot der Liebe anzunehmen. Er schenkt uns Menschen von Seiner Liebe, sodass wir wieder in der Lage sind, unseren Partner zu lieben.
Das macht dann einen Partnerwechsel überflüssig :wink:)

Natürlich nicht, also rede ich über die Dinge, mit denen ich
Probleme habe. Und es gibt für (fast) alles eine Lösung.

Ja, richtig. Es gibt aber viele Menschen, die sich über ihre
Probleme nicht klar werden wollen oder können. Nicht jeder ist
dazu in der Lage, sich und seine unmittelbare Situation zu
reflektieren. Und auch nicht einjeder möchte das. Und dann
entstehen eben Spannungen. Und Krisen. Und dort findet Mensch
sich dann wieder und muß eben in dieser Situation entscheiden,
was er unternimmt. Und das geht manchmal nur noch über
Versuch/Irrtum lernen.

Liegt hier nicht das Problem am Wollen?

Und das Fremdgehen ist keine Lüge?

Doch eine große Lüge sogar. Ich habe nie geschrieben, daß
eine® fremdgehen soll. Ich vertrete aber die Auffassung, daß
Fremdgehen menschlich ist und daß es deshalb nicht als
Verbrechen oder unmoralisch an sich abgehandelt werden sollte.

Moral und Verbrechen sind verschiedene Dinge.
Es ist sicher menschlich, aber trotzdem unmoralisch.

Denn es kommt IMMER auf die Situationen an, in denen es
passiert. (Außerdem wären dann die ganzen Millionen Männer,
die pro Tag zu Prostituierten gehen, Verbrecher…und dem
ist ja nicht so, gell?) *zwinker*

Sag ich doch: unmoralisch!

Und wenn ich´s nicht sage, und der Partner kommt dennoch drauf,
kränkt er sich dann nicht?

Und wie. Aber es wird für beide Seiten ungemein lehrreich
sein.

Also ich kenne Menschen, die daraus nichts gelernt haben.
Aber beide Partner waren zutiefst verletzt.

Lieben Gruß
Harald

disskussionswürdig!
Guten Abend lieber Harald!

nein nein, das ist nicht Gottes Schuld *smile*
Gott hat uns eine Gebrauchsanleitung für unser Leben gegeben.
Wer sich danach richtet, hat größtmögliche Chancen auf Erfolg.
Aber die Menschen wollen ja gar keine Anleitung. Sie wissen
eben alles besser (sogenannte Besserwisser :wink: ).

Auch ich glaube sehr stark an diese (wie Du es nennst) Gebrauchsanleitung (vor allem, wenn wir beide das Johannes Ev. meinen). Aber die Essenz dieser Gebrauchsanleitung ist doch eigentlich ganz pregnant (gerade gelernt!): Gehet hin und liebet einander.

Nicht Gegeneinader; nicht erst mich, dann die/den Nächsten; und dann versuche ich auch danach zu leben und nicht zu urteilen. Ich kann (evtl.) Vorbild sein. Aber Überzeugen kann sich nur jeder selber. Da hilft auch keine Anleitung. Kein Warnen. Aber wenn Du das machen willst, dann hat es für Dich explizit ja einen Sinn. Aber Gott hat Dir doch nicht diesen Auftrag gegeben, oder? (Jedenfalls nicht im Joh.-Ev.).

Wozu gibt es denn diese unsinnigen Absperrungen bei
Baustellen?
Kann doch jeder sehen, dass da eine Grube ist. Und wenn er es
unbedingt ausprobieren will, soll er doch hineinfallen.

Sag ich doch *smile* - mein Reden!

Wieso verpflichtet? Dir und Deinem Gewissen gegenüber?

ja, siehe Baugrube.

Aber nicht alle Erfahrungen sind unter dem Thema „Baugrube“ abzuhandeln. Warum verallgemeinerst Du das so? (Das Leben ist eine Baustelle…)*grins*

Natürlich ist meine Sichtweise nicht das „non-plus-ultra“.
Aber die meisten Dinge in unserem Leben haben andere vor uns
erlebt. Daran kann man doch auch lernen.

Aber sicher doch! Aber nicht zwangsweise - und vor allem nicht durch das Verursachen von Schuldgefühlen. Was hat das mit „liebet einander“ zu tun? Lieben ist groß. Wer liebt, läßt gehen. Wer angst hat hält fest und moralisiert alte „Gesetze“ (an denen festgehalten werden sollen). Wer angst hat liebt nicht.

Na gut, aber das ist doch statistisch gesehen eine Minderheit.
Du schriebst von nur 1% Treue.
Womit begründet der Rest der Menschheit seine Untreue?

Untreue oder die Abwesenheit von Treue muß nicht begründet werden, nur weil die Treue begründet werden kann. Das ist menschlich und somit voll von Farbschattierungen, und kann eben nicht dualistisch abgehandelt werden.

Nein! Aber ich finde es sinnvoll, Gottes Angebot der Liebe
anzunehmen. Er schenkt uns Menschen von Seiner Liebe, sodass
wir wieder in der Lage sind, unseren Partner zu lieben.
Das macht dann einen Partnerwechsel überflüssig :wink:)

Ich finde Deine These sehr gefährlich. 1. Gott schenkt uns nicht von seiner Liebe sondern sie ist da. Die Dimension „Schenken“ ist nicht von Gott sondern von den Meschen. Wir „schöpfen“ ohne zu nehmen aus dem Unendlichen der immer währenden Liebe. Somit denken und fühlen wir sie im Einzelnen auch sehr subjektiv. 2. Wir sind in der Lage JEDEN MENSCHEN zu lieben. Meine These: Wenn ich einen Menschen wirklich liebe, liebe ich alle Menschen. Aber richtig! Und wenn ich nicht in der Lage bin, nur einen Menschen zu lieben, „vögele“ ich durch die Gegend (sorry!)denke, DAS ist Liebe (weil mir ein Mensch aufeinmal so nahe sein kann und ich ein schönes warmes Gefühl dabei erlebe, welches ich sonst nie habe).

Wenn ich „richtig“ liebe, kann ich jeden Menschen wahrhaftig lieben. Und dann kann ich auch mit jedem Sex haben. Dann spielt eine Trennung keine Rolle mehr. Man muß eben nur darauf achten, daß der andere, den man liebt sich auch wohl fühlt und darf ihn nicht benutzen (hier meine ich z.B. nicht Prostituierte, welche ihren Job ausüben wollen).

Ja, richtig. Es gibt aber viele Menschen, die sich über ihre
Probleme nicht klar werden wollen oder können. Nicht jeder ist
dazu in der Lage, sich und seine unmittelbare Situation zu
reflektieren. Und auch nicht einjeder möchte das. Und dann
entstehen eben Spannungen. Und Krisen. Und dort findet Mensch
sich dann wieder und muß eben in dieser Situation entscheiden,
was er unternimmt. Und das geht manchmal nur noch über
Versuch/Irrtum lernen.

Liegt hier nicht das Problem am Wollen?

Ich kann das hier voranstellen als „Nicht Wollen“, da ich solche Menschen kennegelernt habe. Das „Nicht Wollen“ ist ein: „Ich kann und will das jetzt nicht (bei mir) erkennen (das So-Sein in einer Situation ist hier gemeint), weil ich es nicht ertragen könnte, mich zu erkennen“. Und damit kein Problem, sondern oft instinktiv eine gesunde Reaktion.

Das „Nicht Wollen“ ist ein Voranstellen, um die Angst nicht so groß werden zu lassen. Und bei einigen Menschen ist das tatsächlich ein gesunder Selbstschutz, da sie sonst depressiv, psychotisch usf. werden könnten.

Und wenn ich´s nicht sage, und der Partner kommt dennoch drauf, kränkt er sich dann nicht?

Und wie. Aber es wird für beide Seiten ungemein lehrreich
sein.

Also ich kenne Menschen, die daraus nichts gelernt
haben.
Aber beide Partner waren zutiefst verletzt.

Du sagst es: BEIDE Partner. Der Verletzte sowohl als auch der VERLETZER. Und der lernt aus seinen eigenen Schmerzen. Und bei Verletzungen gehört eben oft auch ein Partner dazu, der sich verletzen läßt. Meistens sind von ihm vorher Verletzungen ausgegangen. Nicht immer. Aber oft. Da könnte „man“ auch fragen:

Warum verhält sich der verletzte Partner still und schwach, anstatt sich gerade hinzustellen und zu sagen: so nicht mit mir! Das nicht zu tun wäre dann genauso „gottlos“, da jeder auf sich und seine psyschische Gesundheit achten soll. Also auf den fleischgewordenen Tempel Gottes, SEIN Haus. Das nicht zu tun wäre dann auch (im moralischen Sinne) Gotteslästerung. Aber ich sehe das weder so, noch sehe ich, daß der aktive Part des Verletzens „schuldig“ gesprochen werden sollte. (Ausnahmen ausgenommen!).

Heikles Thema, Harald. Aber diskussionswürdig sicher!

Lieber Gruß von
Bettina

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Guten Abend liebe Bettina!

Auch ich glaube sehr stark an diese (wie Du es nennst)
Gebrauchsanleitung (vor allem, wenn wir beide das Johannes Ev.
meinen). Aber die Essenz dieser Gebrauchsanleitung ist doch
eigentlich ganz pregnant (gerade gelernt!): Gehet hin und
liebet einander.

Nicht Gegeneinader; nicht erst mich, dann die/den Nächsten;
und dann versuche ich auch danach zu leben und nicht zu
urteilen. Ich kann (evtl.) Vorbild sein. Aber Überzeugen kann
sich nur jeder selber.

Ja, dem stimme ich zu.

Da hilft auch keine Anleitung. Kein
Warnen. Aber wenn Du das machen willst, dann hat es für Dich
explizit ja einen Sinn. Aber Gott hat Dir doch nicht diesen
Auftrag gegeben, oder? (Jedenfalls nicht im Joh.-Ev.).

Warnen kann man immer, auch wenn es vielleicht nicht hilft.
Wie interpretierst Du Joh.17,18?
„Wie Du (Vater) mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in die Welt.“

Aber nicht alle Erfahrungen sind unter dem Thema „Baugrube“
abzuhandeln. Warum verallgemeinerst Du das so? (Das Leben ist
eine Baustelle…)*grins*

Aber alle Erfahrungen sind es wert, weitergegeben zu werden.

Natürlich ist meine Sichtweise nicht das „non-plus-ultra“.
Aber die meisten Dinge in unserem Leben haben andere vor uns
erlebt. Daran kann man doch auch lernen.

Aber sicher doch! Aber nicht zwangsweise - und vor allem
nicht durch das Verursachen von Schuldgefühlen. Was hat das
mit „liebet einander“ zu tun? Lieben ist groß. Wer liebt, läßt
gehen. Wer angst hat hält fest und moralisiert alte „Gesetze“
(an denen festgehalten werden sollen). Wer angst hat liebt
nicht.

Ich habe nicht versucht, jemandem Schuldgefühle zu verursachen.
Ich sage bloß, was ich für gut und richtig empfinde. Da muß sich natürlich keiner danach richten. Aber es kann dann auch keiner sagen, er hätte nicht gewußt,…

Nein! Aber ich finde es sinnvoll, Gottes Angebot der Liebe
anzunehmen. Er schenkt uns Menschen von Seiner Liebe, sodass
wir wieder in der Lage sind, unseren Partner zu lieben.
Das macht dann einen Partnerwechsel überflüssig :wink:)

Ich finde Deine These sehr gefährlich.

Warum gefährlich?

  1. Gott schenkt uns
    nicht von seiner Liebe sondern sie ist da. Die Dimension
    „Schenken“ ist nicht von Gott sondern von den Meschen. Wir
    „schöpfen“ ohne zu nehmen aus dem Unendlichen der immer
    währenden Liebe. Somit denken und fühlen wir sie im Einzelnen
    auch sehr subjektiv.

Gut, wir schöpfen. Aber wir können diese Liebe nicht verdienen, also ist sie ein Geschenk.

  1. Wir sind in der Lage JEDEN MENSCHEN zu
    lieben.

Einspruch: Nicht jeder Mensch ist in der Lage, jeden Menschen zu lieben. (leider :frowning: )

Meine These: Wenn ich einen Menschen wirklich liebe,
liebe ich alle Menschen. Aber richtig! Und wenn ich nicht in
der Lage bin, nur einen Menschen zu lieben, „vögele“ ich durch
die Gegend (sorry!)denke, DAS ist Liebe (weil mir ein Mensch
aufeinmal so nahe sein kann und ich ein schönes warmes Gefühl
dabei erlebe, welches ich sonst nie habe).

Gut.

Wenn ich „richtig“ liebe, kann ich jeden Menschen wahrhaftig
lieben. Und dann kann ich auch mit jedem Sex haben. Dann
spielt eine Trennung keine Rolle mehr. Man muß eben nur darauf
achten, daß der andere, den man liebt sich auch wohl fühlt und
darf ihn nicht benutzen (hier meine ich z.B. nicht
Prostituierte, welche ihren Job ausüben wollen).

Das ist zu billig.
Ds klingt nach Hippie-Philosophie der 70er Jahre.
Ich kann nicht mit jedem, den ich liebe Sex haben.
Das würde ja dem Inzest Tür und Tor öffnen.

Wenn ich einen Partner richtig liebe, habe ich mit keinem anderen Sex, weil das meinen Partner verletzen würde.

Aber beide Partner waren zutiefst verletzt.

Du sagst es: BEIDE Partner. Der Verletzte sowohl als auch der
VERLETZER. Und der lernt aus seinen eigenen Schmerzen. Und bei
Verletzungen gehört eben oft auch ein Partner dazu, der sich
verletzen läßt.

Na ja, bei einem Mord gehört auch ein Opfer dazu, das sich ermorden läßt. Das find ich nicht so gut.

Meistens sind von ihm vorher Verletzungen
ausgegangen. Nicht immer. Aber oft. Da könnte „man“ auch
fragen:

Warum verhält sich der verletzte Partner still und schwach,
anstatt sich gerade hinzustellen und zu sagen: so nicht mit
mir!

Vielleicht weil das Opfer zu schwach ist?

Das nicht zu tun wäre dann genauso „gottlos“, da jeder
auf sich und seine psyschische Gesundheit achten soll. Also
auf den fleischgewordenen Tempel Gottes, SEIN Haus. Das nicht
zu tun wäre dann auch (im moralischen Sinne) Gotteslästerung.

Da hast Du im Prinzip recht.

Aber ich sehe das weder so, noch sehe ich, daß der aktive Part
des Verletzens „schuldig“ gesprochen werden sollte. (Ausnahmen
ausgenommen!).

Schade, dabei hab ich Dir doch zugestimmt.

Heikles Thema, Harald. Aber diskussionswürdig sicher!

Noch heikler wird es, wenn man die Reden Jesu in Betracht zieht.
z.B. Matthäus 19, 1-12

Gruss Harald

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Joh. 17.18 explizit :smile:
Lieber Harald :smile:

Okay, *lach* - Du hast es so gewollt. …dann komm ich mal gleich zur Sache:

Aber Gott hat Dir doch nicht diesen
Auftrag gegeben, oder? (Jedenfalls nicht im Joh.-Ev.).

Warnen kann man immer, auch wenn es vielleicht nicht hilft.
Wie interpretierst Du Joh.17,18?
„Wie Du (Vater) mich gesandt hast in die Welt, so sende ich
sie auch in die Welt.“

Meine Übersetzung zu Joh. 17,18 erstmal:
„Wie Du mich gesandt hast in den Kosmos, habe auch ich sie in den Kosmos gesandt“.

  1. Der Kosmos an sich ist nach meiner (d.h. mir angeeigneten und folgend verstandenen Interpretation) das Produkt des Kampfes des Bösen mit dem Guten. Bedeutet (und das ist wesentlich für das Verständnis des Folgenden):

„Licht“ (1.,4)

Liebe Bettina :smile:

Okay, *lach* - Du hast es so gewollt.

OK, Du hast es auch so gewollt :wink:)

Gesandt = Jesus wurde beauftragt, eine Sendung, eine Botschaft
im Kosmos zu verbreiten und WIR werden von IHM mit der
Botschaft beauftragt, diese unter uns zu verbreiten.

Ja, bis hierher bin ich Deiner Meinung.

Und diese Botschaft (Sendung) heißt m.E. nicht mehr und auch
nicht weniger als: „Gehet hin und liebet einander!“

Aber das ist mir zu wenig!

Die Botschaft Jesu heißt:„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ (Joh.14,15)

Die Liebe untereinander ist sicher wichtig. Aber die Liebe zu Jesus gehört eben auch dazu.

Und die Liebe zu Jesus drückt sich u.a. darin aus, dass man alles über Jesus wissen will. Und dann ist der Text aus Johannes einfach zuwenig. Man will mehr von Jesus wissen. Man liest also auch die anderen Evangelien, um alle Aussagen Jesu mitzubekommen.

In Matthäus 22, 35-40 wird Jesus gefragt, welches das wichtigste Gebot sei. Und als Antwort zitiert Jesus aus der Torah: „Du sollst Adonai, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ und "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

DAS ist meiner Meinung nach die Message!

DAS ist die Message! *zwinker* Alles klar oder stehst Du schon
mit dem Gewehr „vor meiner Tür“ *g*

*lach* nein ich bin kein militanter Fanatiker.
Hier stehen sich nur zwei Meinungen gegenüber. Und wie sagte Paulus so schön?
„Wichtig ist, dass jeder von seiner eigenen Meinung vollkommen überzeugt ist.“ (Römer 14,5)

Aber alle Erfahrungen sind es wert, weitergegeben zu werden.

Ja-aaa! Wenn ich danach GEFRAGT werde. Sonst nicht.

Nun, ich habe unsere Diskussion eben so verstanden, dass meine Meinung hier gefragt war. *g*

Ich sage bloß, was ich für gut und richtig empfinde. Da muß
sich natürlich keiner danach richten. Aber es kann dann auch
keiner sagen, er hätte nicht gewußt,…

DAZU schreibe ich nur folgendes: „Oh Vater, VERGIB ihnen, denn
sie WISSEN NICHT (!!!) was sie tun“ (Gott vergibt und straft
nicht, ist die Message für „NICHT WISSENDE“).

Ganz recht!!

Ds klingt nach Hippie-Philosophie der 70er Jahre.

Leider war ich in der Zeit noch zu jung…*kicher*. Aber der
Ansatz war nicht schlecht. Die Umsetzung…jaja…Die
„Tat“ ist beim Menschen noch in den Windeln, ich weiß.

Genau darum geht es mir, der Ansatz war nicht schlecht, gab es schon in der Apostelgeschichte (Apg.2,44), aber die Durchführung hatte ihre Schwächen, weil das Wort Gottes nicht als Grundlage diente.

Wenn ich einen Partner richtig liebe, habe ich mit keinem
anderen Sex, weil das meinen Partner verletzen würde.

Ich finde, wir sollten oben in einem neuen Thread mal
diskutieren, wie jemand Treue auffaßt: dualistisch oder
komplementär oder wie auch immer.

Das ist eine gute Idee, mach das.

Noch heikler wird es, wenn man die Reden Jesu in Betracht
zieht.z.B. Matthäus 19, 1-12

Was fängst du denn jetzt mit den Synoptikern an *stöhn*, laß
die man stecken, die mag ich nicht. *ih-bäh-bäh*

Tja, liebe Bettina, man kann sich aber nicht nur die Rosinen aus dem Kuchen holen. Die Evangelien geben doch nur gemeinsam ein gutes Bild von Jesus, seinem Wirken und seinen Lehren.

Und wer ein klares Bild davon haben will, was Gott von uns Menschen will, sollte auch die ganze Bibel lesen.

Gruss Harald

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