Hallo liebe Wissenden, helft mal einem armen Heidenkind *lol* auf die Sprünge.
- Stimmt es dass die Ehe nicht immer ein Sakrament war? und wenn ja seit wann ist das dann so??
und 2. Was bedeutet"Sakrament"?
Schon mal herzlichen Dank
Sue (
)
Hallo liebe Wissenden, helft mal einem armen Heidenkind *lol* auf die Sprünge.
Schon mal herzlichen Dank
Sue (
)
Hallo, liebe Sue,
dieser Link bietet eine ganze Menge von Informationen und weiterführender Links:
http://www.rpi-virtuell.net/home/basisreligion/sakra…
Für die weltanschauliche Ausprägung des Links übernehme ich keine Verantwortung.
Gruß Fritz
Liebe Sue,
noch ergänzend und grundsächlich: im gesamten protestantischen Christentum ist die Ehe k e i n Sakrament. Luther bezeichnet nur Taufe und Abendmahl als im engeren Sinn heilige, religiöse Handlungssymbole, die Ehe ist bei ihm „ein weltlich Ding“. Daran hält sich die evangelische Christenheit bis heute.
Für weitergehende Ausführungen auf Nachfrage empfiehlt sich
Juliane
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Hallo Juliane,
noch ergänzend und grundsächlich: im gesamten protestantischen
Christentum ist die Ehe k e i n Sakrament. Luther bezeichnet
nur Taufe und Abendmahl als im engeren Sinn heilige, religiöse
Handlungssymbole, die Ehe ist bei ihm „ein weltlich Ding“.
Daran hält sich die evangelische Christenheit bis heute.
hier wäre von Interesse, welche Bedeutung Luther dem Wort „weltlich“ beigemessen hat.
Immerhin sagt Jesus: „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ (Matth.19,6)
Also geht Jesus davon aus, dass die Ehe von Gott gewollt ist. Und was von Gott kommt, kann IMHO nicht „weltlich“ sein.
Gruss Harald
Liebe Sue,
noch ergänzend und grundsächlich: im gesamten protestantischen
Christentum ist die Ehe k e i n Sakrament. Luther bezeichnet
nur Taufe und Abendmahl als im engeren Sinn heilige, religiöse
Handlungssymbole,
Das ist richtig. Das vorlutherische Christentum kannte zwischendurch - glaube ich zu erinnern - 12 Sakramente. So war z. B. die „Bischofsweihe“ ein eigenes Sakrament und es gab auch so etwas wie eine „Kriegerweihe“.
Der Katholizismus kennt inzwischen sieben: Taufe, Kommunion, Firmung, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung und die Letzte Ölung beim Sterben.
Durch die Spendung eines Sakramentes erhält das „Opfer“ ein „unauslöschliches Merkmal eingeprägt“. Du kannst also später - nach dem jüngsten Gericht - an den „Schulterstreifen“ erkennen, wieviel Sakramente jeder empfangen hat.
Haralds Einwand ist übrigens irrelevant. Gott wollte anscheinden ja auch die Sommerkälte und die Winterhitze und die sind auch keine Sakramente.
Fritz
Danke Fritz,
Haralds Einwand ist übrigens irrelevant. Gott wollte
anscheinden ja auch die Sommerkälte und die Winterhitze und
die sind auch keine Sakramente.
das war jetzt wirklich hilfreich *g*
Gruss Harald
Sakramente
Hallo Sue,
„Sakrament“ nennt die katholische (und orthodoxe) Theologie eine Feier, in der Jesus Christus durch Worte und Zeichen gegenwärtig ist und handelt.
Der Begriff kommt im Neuen Testament nicht vor und wurde in der altkirchlichen Theologie für verschiedene heilige Handlungen verwendet. Seit dem hohen Mittelalter (um 1200) ist die Siebenzahl festgeschrieben: (1) Taufe, (2) Firmung, (3) Eucharistie, (4) Beichte, (5) Krankensalbung, (6) Ehe, (7) Priesterweihe.
Dabei nennt man 1-3 auch die Sakramente der Eingliederung, 4+5 Sakramente der Heilung, 6+7 Sakramente des Lebensstandes. Die Mitte, auf die sich alle beziehen, ist die Eucharistie (Mahl des Herrn / Abendmahl).
Außer den sieben Sakramenten gibt es noch viele „Sakramentalien“, Segenszeichen wie Weihwasser, gesegnete Asche (am Aschermittwoch), Osterfeuer, Osterkerze(n)…
Die Ehe zwischen Christen gilt als Sakrament, weil ihr tiefster Sinn darin liegt, die Liebe und Bundestreue Gottes in Christus abzubilden (nach Eph 5, 21-33). Ein Sakrament darf man nicht zerstören. Die Frage ist, was passieren soll, wenn es faktisch zerstört ist…
Gruß,
Peter
Korrektur
Der Katholizismus kennt inzwischen sieben: Taufe, Beichte, Kommunion,
Firmung, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung.
Fritz
Hallo,
noch ergänzend und grundsächlich: im gesamten protestantischen
Christentum ist die Ehe k e i n Sakrament. Luther bezeichnet
nur Taufe und Abendmahl als im engeren Sinn heilige, religiöse
Handlungssymbole, die Ehe ist bei ihm „ein weltlich Ding“.
Daran hält sich die evangelische Christenheit bis heute.hier wäre von Interesse, welche Bedeutung Luther dem Wort
„weltlich“ beigemessen hat.Immerhin sagt Jesus: „Was Gott zusammengefügt hat, soll der
Mensch nicht scheiden.“ (Matth.19,6)Also geht Jesus davon aus, dass die Ehe von Gott gewollt ist.
Davon geht Luther auch aus. Ehe ist für ihn der edelste Stand des Menschen und entspricht der ursprünglichen Schöpfungsordnung. Zweck der Ehe ist auch nach Luther der Zusammenhalt der Eheleute und die Nachkommenschaft. In der gefallenen Welt soll die Ehe der Stand der Liebe, des Kreuzes und des Glaubens sein.
Und was von Gott kommt, kann IMHO nicht „weltlich“ sein.
Stichwort: Luthers Zwei-Reiche-Lehre. Danach gibt es ein geistliches und ein weltliches Regiment Gottes. Das weltliche Regiment bezieht sich dabei auf die Obrigkeit in der gefallenen Welt, die hier für Gerechtigkeit und Frieden sorgen soll (mit der Grenze des geistlichen Regiments Gottes, siehe „Von der Freiheit eines Christenmenschen“). Die Ehe nun ist eine Verbindung in dieser Welt, wenn auch Gottgewollt.
Wichtig ist (so glaube ich zur Beantwortung Deiner Frage), daß für Luther „weltlich“ nicht eine Gegensatz zu „geistlich“ ist.
Für Luther ging es vor allem um eine saubere Trennung, um die Untiefen menschlicher Rechtsverhältnisse nicht mit kanonischen (also kirchlichen) Recht zu verwischen. Damit ist dann das Recht eindeutig zugeordnet, hier also z.B. auch das Ehescheidungsrecht bzw. die Feststellung, ob Ehehindernisse vorliegen.
Die Ehe ist für Luther kein Sakrament, da er ein Sakrament für ihn nur das ist, was in der Bibel mit einem Wort der Gnadenverheißung verbunden ist.
Hoffe, das ist in aller Kürze klat geworden, habe leider wenig Zeit:wink:
Grüße,
Taju
Vielen Dank! (owt)
(
))))