Hallo zusammen !
Nachdem nun EHEC in aller Munde (und bei manchem leider auch tatsächlich im Darm) ist, meiden viele ja Salat, Tomaten und Gurken in rohem Zustand. Ist ja auch klar, denn das Robert-Koch-Institut hat in den Medien ja auch davor gewarnt.
Nun stelle ich mir aber die Frage:
Was ist mit Rohmilchkäse ? Oder was ist mit Mett ? Darin kann doch der Keim auch vorkommen, wenn ich mich nicht irre. Oder ist es so, dass im Rohmilchkäse durch die vorausgegangene Fermentation der Keim praktisch durch andere Bazillen unschädlich gemacht wird ? Bislang habe ich hierzu keine Aussage im Netz oder in den Medien finden können. Oder auch Mett: Sollte man das nicht auch meiden ?
Warum wird vor Rohmilchprodukten oder rohem Fleisch nicht gewarnt, wenn man doch die Infektionsquelle noch gar nicht genau kennt ?
es ist nicht sinnvoll, vor all den Dingen zu warnen, auf denen auf grund alltäglicher Abläufe solche Keime drauf sein könnten, wenn jemand die Hygienevorschriften verletzen würde.
Eine Warnung macht nur Sinn,wenn Gefahr im Verzug ist(= Keime tatsächlich unterwegs sind). Sonst müßten wir ja alleine was EHEC angeht vor allem geewarnt werden, was ein M;ensch angefasst haben könnte, der sich nach dem Klo nicht die Hände gewaschen hat - denn da komt das Bakterium her - aus Kacke.
Somit ist Rohmiclhkäse im Moment nur für Schwangere, Kleinkinder und immungeshcwächte Personen verboten.
Rohmilchkäse ist dann gefährlich, wenn er aus nicht-pasteurisierter Milch stammt.
Manche Naturapostel (wie etwa die Anhänger des Steiner) lehnen die Pasteurisierung ab. Und dann wird’s gefährlich.
Nein, Trinkwasser wird ja unabhängig von vielen Gemeinden bereitet. Wenn das so wäre hätte man die Infektionsquelle, also ein bestimmtes Wasserwerk, schon gleich gefunden.
Udo Becker
weil mett und Rohmilch zur Zeit nicht stärker EHEC gefärdet sind, als diese produkte eh schon sind. Sie sind nicht die Infektionsquelle dieser Epidemie.
Mett und Rohmilchkäse sind schon lange EHEC-Quellen und diese Produkte zu essen ist u.a. deshalb immer mit einem Restrisiko verbunden - aber es sind auch Nischenprodukte, weshalb es kaum zu grossflächigen Epidemien kommt. Denoch gibt es alle paar Jahre mal eine Infektionswelle.
Aber dann weiss man auch in der Regel sehr schnell, woher der Erreger kommt: Die Quelle (zB die Käserei, der Hof) wird gesperrt und gut ist und die Sache geht nicht weiter durch die Medien, da der Ausbruch eng begrenzt ist (Diepholzer Schulklasse 2008 zB)
In diesem Fall ist Käse und Mett aber als Erreger ausgeschlossen worden und man vermutet Gurken. Also ein Massenprodukt, das fast jeder kauft und isst und die Herkunft ist nach wie vor unklar. Solange man nicht genau weiss, welche Gurken und wie sie infiziert wurden, muss man vor allen Gurken warnen.
Gülle/Mist wird übrigens auf den meisten Höfen eingesetzt und hat nicht unbedingt was mit Bio zu tun, sondern damit das der Bauer oder benachbarte Viehzüchter seinen Mist irgendwie loswerden muss. allerdings wird vor der Aussaat gemistet, so das eigentlich wenig Gefahr bestehen sollte. Möglicherweise stammt ja aller betroffene Mist (wenn sich Mist wirklich als Infektionsquelle herausstellen sollte)von ein und demselben Hof - dieser muss gefunden werden…
Bis dahin: gekochtes Gurkengemüse ist auch lecker…
„Rohmilchkäse ist dann gefährlich, wenn er aus nicht pasteurisierter Milch hergestellt wird.“
Verständlicher wird’s so rum:
„Rohmilchkäse ist gefährlich, weil er aus nicht pasteurisierter Milch hergestellt wird.“
(Ergänzung: für abwehrgeschwächte Personen)
Neuerdings habe ich gelesen, dass man auch das Trinkwasser als Infektionsquelle in Betracht ziehen könnte.
In Kanada hat man bereits vor einigen Jahren solche Infektion entdeckt, die Quelle soll das Trinkwasser gewesen sein.
Mein zynisch gemeinter Spaß ist vielleicht doch nicht so absurd wie vorher von Ihnen angenommen.
Ich wundere mich selbst über das, in solch einer Situation muss man alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.