Ich weiß, die EHEC-Warnung für Gurken, Tomaten und Salat ist aufgehoben worden. Was ich aber bis heute nicht verstanden habe ist, warum von dem Verzehr von schälbarem Gemüse, so auch die Gurke, abgeraten wurde. Der Erreger befindet sich doch auf der Oberfläche, oder?
Die Gurke ist eben nur schälbar, jedoch nicht schälpflichtig. Vor Eiern wurde nicht gewarnt, weil jeder die Schale abmacht.
Das Problem liegt ua. darin das selbst wenn der Erreger nur auf der Oberfläche ist, er durch das handling verschleppt wird.
Sprich im Handel, beim Einkauf, in der Küche und zu letzt beim waschen & schneiden.
Keine Küche der Welt ist so sauber & steril um dort eine Übertragung auf andere Lebensmittel durch Reste o. die Schneidunterlage (im schlimmsten Fall ein Holzbrett) zu verhindern.
Es bringt nichts das Gemüse ab zu Kochen (durchgaren mind. 10 Min. > 70 Grad) wenn man den EHEC Bakterien-Erreger vorher in der ganzen Küche verteilt und somit andere Lebensmittel infiziert. „Das“ ist der springende Punkt.
Bereits weniger als 100 Bakterien können für eine Ansteckung genügen und das ist extrem wenig.
Zum Vergleich. Die Menschliche Kopfhaut hat zwischen 1000 und 100 000 Keime pro Quadratmillimeter!
Wir verzichten z.Zt auf Obst & Gemüse aus den Regionen, mehr Beachtung bzw. sorgsamen Hygiene (Haushalt & Körper) bis sich der Erreger verlaufen hat.
Übertreiben, sprich mit Sagrotanspray durch die Gegend springen halte ich aber auch für übertrieben und gefährlich da wir eh schon „überempfindlich sind“ und so die Körpereigenen Abwehrkräfte nur weiter reduzieren.
Gruß Robert
Hallo,
vom Verzehr von Gurken und Tomaten abzuraten war der größte Bockmist, den ich seit langem erlebt habe.
Es war garantiert keine einzige Gurke oder Tomate Ehec o104 (andere Stämme wohl eher) verseucht.
Aber angenommen, es wäre so gewesen, hätte man mit Schälen sicherlich schon einiges vermeiden können und somit auch in diesem Falle die Gurken oder Tomaten essen können.
Warum dennoch vom Verzehr abgeraten wurde, kann ich mir nur so erklären. Man glaubte wohl nicht, dass die Bevölkerung auch wirklich konsequent schält, vor allem aber, selbst wenn die Leute schälen, haben sie die Gurken und tomaten angefasst (und vor allem schon beim Kauf) und verbreiten somit den Erreger mit den Händen weiter.
Gruß
DePfälzer
Vielen Dank!
Alle 3 Antworten, die ich bekommen habe, klingen logisch und plausibel!
Mittlerweile haben wir Samstagabend vor Pfingsten und ich habe wiederum zwei neue Infos aus der Presse, die mich verwirren:
- das Saatgut der Sojasprossen sei evtl. verkeimt gewesen (?? - ist Saatgut nicht trocken?)
- die Temperatur kochbaren Gemüses soll auch im Innern mind. 10 Min. plus 70 Grad betragen (?? - Keime im Innern von Möhren? Ein Fotos dazu zeigte auch Möhren.)
Habe Sie auch dazu eine Erklärung?
Gruß, Carmen
Vielen Dank!
Alle 3 Antworten, die ich bekommen habe, klingen logisch und plausibel!
Mittlerweile haben wir Samstagabend vor Pfingsten und ich habe wiederum zwei neue Infos aus der Presse, die mich verwirren:
- das Saatgut der Sojasprossen sei evtl. verkeimt gewesen (?? - ist Saatgut nicht trocken?)
- die Temperatur kochbaren Gemüses soll auch im Innern mind. 10 Min. plus 70 Grad betragen (?? - Keime im Innern von Möhren? Ein Fotos dazu zeigte auch Möhren.)
Habe Sie auch dazu eine Erklärung?
Gruß, Carmen.
Vielen Dank!
Alle 3 Antworten, die ich bekommen habe, klingen logisch und plausibel!
Mittlerweile haben wir Samstagabend vor Pfingsten und ich habe wiederum zwei neue Infos aus der Presse, die mich verwirren:
- das Saatgut der Sojasprossen sei evtl. verkeimt gewesen (?? - ist Saatgut nicht trocken?)
- die Temperatur kochbaren Gemüses soll auch im Innern mind. 10 Min. plus 70 Grad betragen (?? - Keime im Innern von Möhren? Ein Fotos dazu zeigte auch Möhren.)
Habe Sie auch dazu eine Erklärung?
Gruß, Carmen…
Hallo Carmen,
also auf deine letzten beiden Fragen kann ich dir leider auch keine Antwort geben. Ob und wenn ja, wie das Saatgut verkeimt sein kann und ob das Bakterium wirklich ins Innere von Gemüse vordringen kann, weiß ich nicht.
Ich lebe relativ weit im Süden von Deutschland. ich mache mir ehrlich gesagt keine Sorgen um Ehec.
Lebst du im Norden, evtl. sogar in der Nähe von Hamburg ?
Was haben denn die anderen beiden geschrieben. Interessieren würde es mich schon.
Viele Grüße
Stephan
Hallo Stephan,
Danke auf Deine heutige Antwort. Ich lebe übrigens im Westen: Bonn. Riesige Sorgen mache ich mir auch nicht, aber ich stelle meine Fragen aus purem Wissensdurst. Jetzt wird ja schon vor dem Verzehr von selbst angebauten Sprossen gewarnt. Demnach können logischerweise (?) Samen mit Keimen/Bakterien verschmutzt sein. Ich verstehe das Ganze „biologisch/technisch“ nicht.
Und hier sind die beiden anderen Antworten auf meine ursprüngliche Frage:
1)„Die Gurke ist eben nur schälbar, jedoch nicht schälpflichtig. Vor Eiern wurde nicht gewarnt, weil jeder die Schale abmacht.“
2)„Das Problem liegt ua. darin das selbst wenn der Erreger nur auf der Oberfläche ist, er durch das handling verschleppt wird.
Sprich im Handel, beim Einkauf, in der Küche und zu letzt beim waschen & schneiden.
Keine Küche der Welt ist so sauber & steril um dort eine Übertragung auf andere Lebensmittel durch Reste o. die Schneidunterlage (im schlimmsten Fall ein Holzbrett) zu verhindern.
Es bringt nichts das Gemüse ab zu Kochen (durchgaren mind. 10 Min. > 70 Grad) wenn man den EHEC Bakterien-Erreger vorher in der ganzen Küche verteilt und somit andere Lebensmittel infiziert. „Das“ ist der springende Punkt.
Bereits weniger als 100 Bakterien können für eine Ansteckung genügen und das ist extrem wenig.
Zum Vergleich. Die Menschliche Kopfhaut hat zwischen 1000 und 100 000 Keime pro Quadratmillimeter!
Wir verzichten z.Zt auf Obst & Gemüse aus den Regionen, mehr Beachtung bzw. sorgsamen Hygiene (Haushalt & Körper) bis sich der Erreger verlaufen hat.
Übertreiben, sprich mit Sagrotanspray durch die Gegend springen halte ich aber auch für übertrieben und gefährlich da wir eh schon „überempfindlich sind“ und so die Körpereigenen Abwehrkräfte nur weiter reduzieren.“
Schönen Rest-Feiertag noch!
Carmen
Muss leider passen, da ich mich mit der EHEC-Probelmatik nicht intensiv beschäftigt habe.
Meines Wissens sind die Erreger tatsächlich, wie du sagst, an der Oberfläche gefunden worden, so dass bei der Gurke durch Schälen tatsächlich ein Entfernen hätte stattfinden können. Mittlerweile gehen ja aber die Eexperten davon aus, dass bei Verpackung von Sprossen, später Gurken, die Erreger über die Hände der Verpacker auf die jeweiligen Gemüse aufgebracht wurden. Wenn du es so siehst, dann hilft auch dein Schälen nichts, denn dabei hast du die Gurke in den Händen, anschließend tappst man beim Rädeln auf der geschälten Gurke rum, und schon hat man „den Salat“ (bzw den EHEC). Wie gesagt, das ist nur eine Vermutung, und nichts genaues weiß man nicht. Genauer gesagt, ich nicht, sorry.
Hey!
Ja, aber viele essen die Gurke ja mit Schale. Zudem kann sie durch Kreuzkontamination in andere Produkte gelangen. Z.B, wenn die Gurke geschält wird und dann andere Dinge angefasst werden.
Ich hoffe, das erklärt deine Frage!
Grüße,
Carsten