Ehefrau interessiert sich nicht für die Finanzen der Familie

Hallo,

ich möchte mit meiner Frau über die Finanzen reden, da die Lage finanziell diskutiert werden muss, aber wir das gemeinsam lösen könnten.
Sie weicht aber aus und spricht mit mir schon seit langem nicht über dieses Thema.
Was kann ich da tun?
Ratschläge willkommen.

Viele Grüße
Kitt

Hast du denn eine Idee, wieso das so sein könnte?
Ist eure finanzielle Lage so deprimierend?
Will sie keine Verantwortung übernehmen?
Ist ihr das zu schwierig?
Vermittelst du ihr bei solchen Gesprächen das Gefühl, sie sei blöd oder ähnliches?
Oder regst du dich dabei immer auf?

Versuche erstmal, das für dich herauszufinden.
Noch einfacher wäre es natürlich, sie zu fragen, jedenfalls wenn euer Verhältnis so ist, dass sie offen auf solche Fragen antwortet.

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Hast du denn eine Idee, wieso das so sein könnte?
+++ Nein. Vielleicht „Schuld“…Obwohl sie nicht schuld ist (ich sehe uns als Familie).

Ist eure finanzielle Lage so deprimierend?
+++ Zumindest nicht i.O.

Will sie keine Verantwortung übernehmen?
+++ Sieht nicht so aus. Sie hat kein Gefühl für Ausgaben.

Ist ihr das zu schwierig?
+++ Ich versuche schon, es möglich einfach zu halten (Einnahmen minus Ausgaben).

Vermittelst du ihr bei solchen Gesprächen das Gefühl, sie sei blöd oder ähnliches?
+++ Glaube ich nicht. Sogar ausgedruckte Konten mit Erklärungen nützen nichts.

Oder regst du dich dabei immer auf?
+++ Oft, weil ich kein Land sehe und mich „alleine“ fühle, ich nur Ausgaben habe
(und nein, ich ärgere mich nicht, dass sie monatl. von mir Geld bekommt.

Versuche erstmal, das für dich herauszufinden.
+++ Dass ich hier frage, ist als Versuch zu werten, Licht ins Dunkel zu bringen.

Noch einfacher wäre es natürlich, sie zu fragen, jedenfalls wenn euer Verhältnis so ist, dass sie offen auf solche Fragen antwortet.
+++ Das klappt nicht. Wollte schon einen Moderator hinzuziehen oder eine Familienberatung, aber das lehnt sie ab.

Moin,

Vielleicht greift ein Schutzmechanismus oder ein Form von Verdrängung (???) bei deiner Frau und solange sie eure Lage nicht selber als kritisch oder stark verbesserungswürdig einsieht, solange rennst du gegen Wände.
Aber mal eine andere Frage:
Wie wäre es, du selber sprichst mal mit einem Profi, wie du als erste Instanz zunächst diese Hürde überwinden könntest, um dann anschließend gemeinsam die anstehenden Probleme zu lösen oder zu mindern?

-Luno

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Übernimm die Konten.

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Lieber Kever, eine Ehe funktioniert nur, wenn man einigermaßen zusammenarbeitet und sich vertraut. Von daher ist dein Vorschlag nicht hilfreich.
Karl

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Das ist doch von beiden Seiten jetzt schon nicht mehr gegeben. Der Eine weil er wegen wahrscheinlich drohendem Ruin Aufklärung fordert die Andere weil sie sich dem komplett verweigert.
In der Situation würde ich auch die komplette Kontenkontrolle übernehmen, alle Vollmachten und Karten einziehen und ein tägliches Bargeldlimit aushändigen mit dem sie auszukommen hat denn durch Vertrauen warten bis der vollständige Ruin eintritt ist erst recht der falsche Weg. ramses90
ramses90

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Das wäre für mich keine Basis für eine Ehe. Falls ich eh’ entschieden bin, mich zu trennen, ist es möglicher Weise etwas anderes. Davon sprach aber der Fragesteller nicht. Natürlich muss man sich auch schützen. Kevers Rat führt jedoch sehr wahrscheinlich in einen Ehekrieg, denn die Frau wird auch auf Ideen kommen, dann ist das Vertrauen komplett weg, das Misstrauen riesengroß… Der Feind im eigenen Haus - viel Spaß!

Vielen Dank.
Das mit dem „Profi“ werde ich mal angehen.
Das mit der Verdrängung halte ich für sehr interessant.
Auch die etwas deutlicher Grenzen-Setzung (Konten usw.) werde mal angehen.

Soweit vielen Dank an die „Berater“.
Kitt

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Moin,

Von dieser Situation war bislang nicht die Rede, ganz im Gegenteil.

-Luno

Was muss denn bei Dir alles vorkommen um einen drohenden Ruin zu befürchten?
Und ein :„ganz im Gegenteil“ ist da noch nichtmal mit viel gutem Willen zu erkennen! ramses90

Moin,

Du hast von „warten“ gesprochenen, das sehe ich anders.
Aus dem ersten Beitrag:

Warum glaubst du, wird diese Frage gestellt? Für meinen Geschmack: Die „Bordmittel“ sind erschöpft, das Vertrauen ist noch da, aber nun soll man externer Rat eingeholt werden, damit nicht noch mehr Zeit unnütz vergeht.
Ob und wie viel Ruin ansteht, können wir beide nicht wissen, was allerdings auch kein Rolle spielt.
Es ist eine Gratwanderung, die jeder für sich individuell festlegt und für mich gilt darüber hinaus: „in guten wie in schlechten Zeiten…“

-Luno

Hallo

Falls das Thema noch aktuell ist.

Ehrlich gesagt, wenn mir jemand ausgedruckte Konten mit Erklärungen vorlegen würde, ohne dass ich das verstehe, dann würde ich mir aber sehr blöd vorkommen. - Allerdings könnte derjenige dann wohl wenig dran ändern …

Mir ist nicht klar geworden, ob deine Frau die Addition und Subtraktion nicht beherrscht, oder ob sie schlicht und einfach nichts davon wissen will. -

Mein Sohn hatte mal eine Freundin, die hatte ihre Vorstellung, was ihr zusteht und was angeschafft werden muss, völlig unabhängig vom vorhandenen Geld. - Ist es eher sowas?
Oder ist sie kaufsüchtig?
Oder lebt sie grundsätzlich in den Tag hinein?

Eigentlich hatte ich nach deiner Schilderung den Eindruck, es handele sich um eine Frau aus einem völlig anderen Kulturkreis, und deren Denkungsart mir völlig fremd ist. Ist es sowas? Du scheinst sie da ja auch nicht verstehen zu können.

Hi,
ziemlich gut getroffen.
a) Sie will wohl nichts davon wissen.
b) „Was ihr zusteht.“…
c) Kaufsüchtig: Vielleicht. Sie kennt manchmal die Grenze nicht.
d) In den Tag hinein: Manchmal wohl. Sie hat keinen Vollzeitjob.
e) Ja. Ausland (osteurop.). Sie spricht aber fließend Deutsch.

Hut ab!