Eheschließung und Hartz IV

Hallo Leute,

ich habe folgende Frage: Meine Freundin ist Hartz IV-Empfänger ich bin Angestellter. Jetzt wollen wir beide heiraten. Verliert sie dadurch den Anspruch auf ihr Geld, bzw. muss ich dann für ihren Unterhalt aufkommen?

Wie sieht es aus wenn wir zusammen ziehen wollen? Im Moment bekommt sie vom Amt Mietzuschuss! Bekommt sie den dann weiterhin?

Mfg

Roy

Hallo
mit Verlaub: selten so eine Dumme Frage gelesen -sorry.

Wenn ihr heiratet, seid ihr selbstverständlich gegenseitig unterhaltspflichtig. D.h. beide Einkommen werden zusammengezogen, dann wird der gemeinsame Bedarf festgestellt und wenn dann noch was übrig bleibt, gibts nix mehr vom Amt.
Alles andere wäre IMHO assozial^3.
Sozialleistungen erden grds. nur dann gezahlt, wenn keine andere Möglichkeit besteht.

Gruß
HaWeThie

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Hallo,

da Du ein richtiger Deutscher bist, die nur Kohle, Geiz und die korrekte Trennung der eigenen Güter im Kopf haben und evtl. mit dem Nachbarn prozessieren kann ich Dir nur raten:

Heirate nicht!

Bei Deinen Gedankengängen wäre hier ein Abzocken unmöglich.

Ein schönes Leben wünscht
N.

Hallo Leute,

ich habe folgende Frage: Meine Freundin ist Hartz IV-Empfänger
ich bin Angestellter. Jetzt wollen wir beide heiraten.
Verliert sie dadurch den Anspruch auf ihr Geld,

ja, ganz, oder teilweise, kommt auf Dein Einkommen an.

bzw. muss ich
dann für ihren Unterhalt aufkommen?

Logisch, was glaubst Du?

Wie sieht es aus wenn wir zusammen ziehen wollen? Im Moment
bekommt sie vom Amt Mietzuschuss! Bekommt sie den dann
weiterhin?

s.o., das Gesagte gilt übrigens auch für den Fall, dass Ihr zusammenzieht, ohne zu heiraten.

*Zynismusmodus an*
Auf welchem Stern lebst Du eigentlich?
*Zynismusmodus aus*

hoffe, trotzdem geholfen zu haben.
Jens

Hallo Roy!

muss ich dann für ihren :Unterhalt aufkommen?

Bevor Du heiratest, solltest Du einen Blick ins Bürgerliche Gesetzbuch werfen, damit Du weißt, was es bedeutet, eine Ehe einzugehen. Besonders lege ich Dir § 1353 bis 1360a ans Herz.

Gruß
Wolfgang

wie war das
nochmal mit in guten und in schlechten Tagen?

Hallo Bernd,

mal eine Gegenfrage:
Was gklaubst Du passiert mit deinen (lohn-)steuern ?
Woher glaubst Du, kommt dasd geld für ALG II ?

Durch die Heirat sparst Du im aktuellen Fall durch das Ehegattensplitting Steuern. Rechne mal durch, wieviel ALG II deine Freundin bekommt und wieviel Steuern du sparst. Dann kannst du ja mit sdeiner Freundin diskutieren, wieviel sie Dir monatlich wert ist.

Ciao maxet.

Hi Leute,

als ich die Frage gelesen habe, war ich neugierig auf die Antworten. Als ich die Antworten gelsen habe, mußte ich erst mal den Lopf schütteln.

Ich würde gerne die Frage in den Raum stellen, warum die Leute heiraten. In unserer Zeit kann es wohl kaum mit Religion zusammenhängen (ok, es mag auch solche Leute geben, aber das ist hier ja nicht von Interesse) und kaum einer wird heiraten um dem Staat einen Gefallen zu tun (es bekommt auch niemand Kinder um Deutschlands Renten zu sichern, sondern aus persönlichen Gründen (auch wenn ich das nicht persönlich beurteilen kann)). Nun wird aber bei Paaren in Deutschland die Ehe als Norm betrachtet und finanziell gefödert. Ich mutmaße an dieser Stelle, dass wohl kaum einer heute noch eine Ehe einginge, wenn er nicht diese Möglichkeit des Steuersparens oder andere Vorteile hätte. Wie kann man denn dann jemandem einen Vorwurf machen, wenn er aufgrund finanzieller Nachteile nicht heiratet? Und ihm womöglich vorwerfen, er/sie gäbe den Stellenwert der Beziehung in Euro und Cent an? Was hat denn die Beziehung mit einer Heirat zu tun?

Ich will damit nicht gutheißen, dass Leute Leistungen vom Staat beziehen, die ihnen aus welchen Gründen auch immer nicht zustehen. Aber müßte man diese Vorwürfe nicht eher den Leuten machen, die arbeiten können, die Stellenangebote bekommen und dennoch Leistungen beziehen?

Viele Grüße, Andrea

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Off
Hallo,
irgendwie tust du mir mit deiner Einstellung leid.

Ich habe vor 16 Jahren aus Liebe geheiratet - die finanziellen Vorteile hatten keinerlei Einfluss auf die Entscheidung.

Gruß
HaWeThie

Hi HaWeThie,

ok, ich weiß, das ist jetzt komplett offtopic. Aber ich habe trotzdem zwei Fragen:

  1. Warum tue ich Dir denn leid? Das impliziert doch wieder die Intoleranz, dass eine subjektive Ansicht wertvoller ist als die andere.

  2. Für eine 16-jährige, glückliche Beziehung möchte ich Dir ganz ehrlich meinen Respekt und meine Glückwünsche ausdrücken (keine Ironie, ich meine das enrst!). Aber wenn es keine finanziellen Gründe waren, warum habt Ihr dann geheiratet? Das ist eine sehr persönliche Frage, ich weiß. Ich möchte Dir auch nicht zu nahe treten. Mich würde einfach der Beweggrund interessieren.

Bye und viele Grüße! Andrea

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Mein Beweggrund zu heiraten ist die Liebe! Nichts anderes! Ich habe diese Fragen hier in den Raum geworfen, weil ich mich erstens noch nicht mit Hartz IV beschäftigen mußte und zweitens keine Ahnung habe wie ich das alles regeln soll! Ich weiß dass ich in Deutschland lebe! Hab auch nichts mit Gütertrennung oder Abzockerei im Sinne! Ich möchte einfach nur die Frau meines Lebens heiraten! Meine Angst dabei ist nur die finanzielle Absicherung, da ich mit meinem Verdienst von knapp 1000 Euro mit 100%iger Sicherheit nicht für uns beide aufkommen kann!

Herzlichen Dank an die Member, die sich bemühen ordentliche Antworten zu geben!

Hallo nochmal,

Hi HaWeThie,

ok, ich weiß, das ist jetzt komplett offtopic. Aber ich habe
trotzdem zwei Fragen:

  1. Warum tue ich Dir denn leid? Das impliziert doch wieder die
    Intoleranz, dass eine subjektive Ansicht wertvoller ist als
    die andere.

Nö, glaube ich nicht - es ist meine höchstpersönliche Meinung, dass jemande, der glaubt, es würde nur aus finanziellen Gründen geheiratet, etwas fehlt - und das bedauere ich, darum tust du mir leid.

  1. Aber wenn es keine
    finanziellen Gründe waren, warum habt Ihr dann geheiratet? Das
    ist eine sehr persönliche Frage, ich weiß. Ich möchte Dir auch
    nicht zu nahe treten. Mich würde einfach der Beweggrund
    interessieren.

Ich hatte (und habe) vor, mit dieser Frau mein Leben zu verbringen und dies aus nach außen, durch den „Verwaltungsakt Eheschließung“ kundzutun.
Dann bin ich der Meinung, dass ich allein durch die Umstände, die eine Scheidung machen würde ( :wink: ) vielleicht eher bereit bin, mich mit dem Punkt der zu dieser Überlegung führt, auseinanderzusetzen, als ihm einfach durch ein „Tschüss, das wars“ auszuweichen.
Natürlich kommt ein Krach vor, der auch mal eine Zeitlang anhält, aber bisher haben wir uns immer wieder vertragen und haben eingentlich noch keinen Gedanken an Trennung verloren.

Gruß
HaWeThie

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Hallo nochmal,

wenn du mit deinem Einkommen nicht auskommst (bzw. das meinst) dann kannst du ohne weiterers beim Sozialamt nach ergänzender Sozialhilfe fragen.
Ruhig nach dem Motto „Einen Antrag kann ich stellen, ablehnen können die immer noch“

Gruß
HaWeThie