Eheversprechen unter falschem Namen, wegen Sex, strafbar?
Der Fall, eine Junge Frau lernt einen etwas älteren Mann kennen. Sie pfegen eine längere (Jahre) Beziehung. Aus ihrer sicht ernsthaft (heiratsabsicht). Es geht nicht um Geld, beide verdienen gut. Die Hochzeit wird geplant, Dokumente beschaft uvm. Er organisiert es. Das Datum rückt näher und er verwickelt sich in wiedersprüche, dann verschwindet er. Er ist unter dem Verwendeten Namen nicht zu finden. Arbeitsplatz und Adresse falsch. Im Internet wird man fündig, Name ist auch falsch und er ist bereits verheiratet.
Wie sieht das verhalten des Mannes strafrechtlich aus?
Eheversprechen unter falschem Namen, wegen Sex, strafbar?
nein. aber wer ein eheversprechen bricht, hat schadenersatz für bereits entstandene aufwendungen im hinblick auf die eheschließung zu leisten (§ 1298 BGB).
Der Fall, eine Junge Frau lernt einen etwas älteren Mann
kennen. Sie pfegen eine längere (Jahre) Beziehung. Aus ihrer
sicht ernsthaft (heiratsabsicht). Es geht nicht um Geld, beide
verdienen gut.
also kann von betrügerischer absicht wohl auch keine rede sein…?
Die Hochzeit wird geplant, Dokumente beschaft
uvm. Er organisiert es.
wenn in den von ihm beschafften dokumenten der falsche name auftaucht, käme urkundenfälschung in betracht. das ist dann durchaus strafbar.
Hallo,
erst mal danke für die Antwort.
Vielleicht ist mein Rechtsempfinden zu konservativ? Ich glaube die Ausgaben für die Hochzeit sind ihr egal. Das aus meiner Sicht schlimmste ist doch das er über Jahre unter falscher Identität aufgetreten ist. Betrügerischer Absicht, naja er hat sicher viele euro gespart… Kannst du dir vorstellen wie es ihr gerade geht? Ich glaube den seelischen Schaden kann man nicht in euro fassen.
August
also kann von betrügerischer absicht wohl auch keine rede sein…?
Wieso, wenn man jemandem die Ehe verspricht, damit derjenige sich auf Sex oder irgendwas auch immer einlässt, man aber nie vorhat, denjenigen zu ehelichen, ist das doch eine betrügerische Absicht?
Strafrechtlich sind solche Versprechen wohl nicht von Belang, betrügerisch ist die Absicht aber trotzdem.
*find*
Vielleicht ist mein Rechtsempfinden zu konservativ?
sieht so aus
Das aus meiner
Sicht schlimmste ist doch das er über Jahre unter falscher
Identität aufgetreten ist.
Dann nenn es Künstlername. Er war/ist verheiratet und wollte bei einem amourösen Verhältnis seine Ehe schützen. Moralisch ev. verwerflich, aber juristisch belanglos.
Kannst du dir vorstellen wie es ihr
gerade geht? Ich glaube den seelischen Schaden kann man nicht
in euro fassen.
Nennen wir es Liebeskummer und auch der ist juristisch nicht relevant.
Strafrechtlich sind solche Versprechen wohl nicht von Belang,
betrügerisch ist die Absicht aber trotzdem.
*find*
In einem Rechtsforum wird der Begriff „Betrug“ aber rechtlich gebraucht, und rechtlich setzt Betrug eine Absicht voraus, die auf _Vermögens_zuwächse zielt.
Ohne unmittelbare Vermögensverschiebungen durch die Frau zum Mann aufgrund der Täuschung ist die Täuschung nicht strafbar. Aber das muss ja nicht immer das berühmte Darlehen sein.
Eine Beziehung über Jahre und erst jetzt erfährt sie das Name, Anschrift, Arbeitsplatz falsch ist und findet ihn trotzdem übers Internet?
Sorry, das glaub ich nicht. Wer über Jahre eine ernsthafte Beziehung führt weiß solche Dinge von seinem Partner, kennt Freunde, Kollegen, die Wohnung. Wenn mich mein Partner nur über Monate von solchen diesen Dingen fernhält würde ich sehr misstrauisch werden.
Und wenn ich nichts von einem Menschen weiß, außer wie er aussieht - wie finde ich diesen dann übers Internet?