Ehrenamtl. Tätigkeit - Ideen?

Weiss nicht ob das jetzt so in dieses Board passt… aber ich
probiers mal!

Also ich bin auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit
die ich in der Freizeit ausüben könnte, überwiegend abends und/
oder Wochenende, da ich tagsüber natürlich arbeite. Habt ihr
interessante Ideen? Allerdings bin ich nicht sooo der Kinder
Fan, also ich meine Kinder sind so ganz nett, aber trotzdem…
würde aber sonst schon gern mit jüngeren Leuten zusammenarbeiten
(bin selbst um die 20) - und vielleicht auch eine Tätigkeit
finden wo ich eigene Kenntnisse mit einbringen kann (arbeite im
Grafikbereich)? Auf jeden Fall wäre es mir wichtig etwas
nützliches zu tun und neue Leute kennen zu lernen!

Wer Ideen hat - oder mich ins richtige Board verweist: nur zu!
cu

osx

Hi Osx!

Vielleicht wär es besser, wenn du die selbe Frage anstatt hier, einfach mal im Brett „Jobs“ stellst. Dort findest du bestimmt mehr Leute, die Ideen hätten. Ich hab nämlich leider keine…

ingmar

@imgmar
gut, das werde ich mache, danke!

laura

Rotes Kreuz,
Johanniter Unfallhilfe
Malterse Hilfsdienst
THW
die treffen sich zum Übern üblicherweise abends und haben ehrenamtliche Einsätze oft am WE (hab ich auch ne Weile gemacht)

Sportverein - Gruppenleiter

Caritas oder Diakonie - Leute besuchen, einkaufen udgl. mehr, geht auch am WE; Verwaltung für die machen

Altersheime und Krankenhaus - Besuchsdienst, ist aber auch in Caritas und Diakonie mit drin

Kirchengemeinde - Gruppenleiter, Gebets- oder Meditationszirkel (wenn du religiös bist)

WEnn mir noch was einfällt, melde ich mich noch mal

Hallo erstmal,

da würde ich erst einmal eine ganz wichtige Grundüberlegung anstellen: Willst Du auf Dauer / langfristig mit den selben Leuten ein bestimmtes Projekt oder eine Arbeit im einem bestimmten Bereich machen und Dich hierzu fest verpflichten, also immer zu bestimmten Terminen bereit stehen? Dann bieten sich die klassischen Vereine und Wohlfahrtsverbände, die freiwilligen Feuerwehren, etc. an.

Oder würdest Du lieber ständig mit neuen Leuten ganz spontan und wie gerade Zeit ist kleine zeitlich begrenzte Aktionen machen? Dann würde ich mich mal umsehen, wo in Deiner Nähe die nächste Freiwilligen Agentur ist. Diese Einrichtungen gibt es in immer mehr Städten. Sie werden betrieben von den Städten selbst oder von klassischen Wohlfahrtsverbänden, Kirchen o.ä. Dort lässt man sich in eine Kartei aufnehmen und es gibt dann ein Matchmaking. D.h. Du sagtst, Du hats Interesse an grafischen Arbeiten, und es gibt auf der Gegenseite Vereine, soziale Einrichtungen, etc. die z.b. Plakate oder Broschüren brauchen. Die Agentur bringt euch zusammen und du machts dann für Altenheim A mal ein Plakat und für Kirchengemeinde B eine Broschüre usw.

Gruß vom Wiz

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VORSICHT!
Hi osx,
schön, daß Du Deine Freizeit sinnvoll verbringen willst, aber wenn Du ehrenamtlich beim Roten Kreuz, der Kirche, der freiwilligen Feuerwehr etc. arbeiten willst, solltest Du bedenken, daß Du damit wahrscheinlich einem Hauptamtlichen den Arbeitsplatz wegnimmst! Auch ich habe erst relativ spät gemerkt, daß ein Teil unserer Arbeitslosenzahlen auf Menschen wie uns zurückgeht und daß die Leute in den Stadträten und Vorständen von Hilfsorganisationen sich halbtot darüber lachen, daß es immer wieder „Deppen“ gibt, die teilweise den Job eines qualifizierten Experten ausüben, ohne etwas dafür zu wollen! Ich persönlich helfe jetzt nur noch im privaten Umfeld. Dir kann ich nur empfehlen, genau zu überlegen, ob das, was Du machen willst, nicht eigentlich ein Ausbildungsberuf ist. Danach wären Aktivitäten in Vereinen meist eine gute Wahl.

Viel Spaß

Uwe

hallo Uwe,

das ist aber auch nur die eine Seite der Medallie.
Oft ist nämlich kein Geld da um einen Hauptamtlichen zu bezahlen und wenn die Arbeit nicht von Ehrenamtlichen gemacht wird, dann bleibt sie halt ungetan.

Grüßle,
Sandra

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Hi Sandra!

das ist aber auch nur die eine Seite der Medallie.
Oft ist nämlich kein Geld da um einen Hauptamtlichen zu
bezahlen und wenn die Arbeit nicht von Ehrenamtlichen gemacht
wird, dann bleibt sie halt ungetan.

Das hab´ ich mir auch immer eingeredet (und ich war schon in vielen Hilfsorganisationen), aber in der Regel ist es so, daß doch irgendwie Geld aufgetrieben wird, um Leute auch zu bezahlen, wenn es denn sein muß (und sei es durch Spenden)…

Nette Grüße

Uwe

hallo Uwe,

ok, ich hab in diesem Fall andere Erfahrungen gemacht, aber das muß sich ja nicht ausschließen. Auf jeden Fall sollte man sich genau ansehen, für was man sich einsetzt, da sind wir uns einig.

Grüßle,
Sandra

Hi Sandra!

das ist aber auch nur die eine Seite der Medallie.
Oft ist nämlich kein Geld da um einen Hauptamtlichen zu
bezahlen und wenn die Arbeit nicht von Ehrenamtlichen gemacht
wird, dann bleibt sie halt ungetan.

Das hab´ ich mir auch immer eingeredet (und ich war schon in
vielen Hilfsorganisationen), aber in der Regel ist es so, daß
doch irgendwie Geld aufgetrieben wird, um Leute auch zu
bezahlen, wenn es denn sein muß (und sei es durch Spenden)…

Ich hab ne Weile ehrenamtlich - als Praktikantin „getarnt“ - im Krankenhaus gearbeitet, und da festgestellt, dass wirklich nicht genug Hauptamtliche da sind. Wenn da nicht die Angehörigen oder Ehrenamtliche aushelfen, z. B. beim Füttern oder Spazierengehen, dann passiert das halt nicht - oder wenn doch, dann viel hastiger und seltener. So pauschal finde ich die Aussage: „Jeder Ehrenamtliche nimmt einem Hauptamtlichen die Arbeit weg“ falsch.
Und aus meiner Ehrenamtlichenzeit beim Roten Kreuz weiß ich noch, dass solche Dinge wie Sportveranstaltungen betreuen halt auch nicht stattfinden würden, wenn es die Ehrenamtlichen nicht täten. Für sowas haben die Hauptamtlichen nämlich überhaupt keine Zeit.

Nette Grüße

Uwe

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Soziales Engagement
Hi Elbin!

Ich hab ne Weile ehrenamtlich - als Praktikantin „getarnt“ -
im Krankenhaus gearbeitet, und da festgestellt, dass wirklich
nicht genug Hauptamtliche da sind. Wenn da nicht die
Angehörigen oder Ehrenamtliche aushelfen, z. B. beim Füttern
oder Spazierengehen, dann passiert das halt nicht - oder wenn
doch, dann viel hastiger und seltener. So pauschal finde ich
die Aussage: „Jeder Ehrenamtliche nimmt einem Hauptamtlichen
die Arbeit weg“ falsch.

Das „Füttern“ findet ohne Hilfe der Ehrenamtlichen nicht statt? Das mag ich nicht so recht glauben :wink: OK, einige Dinge wie Spazierengehen passieren vielleicht erst einmal nicht, doch sobald die Medien die schlechten Zustände dort anprangern, muß sich die Krankenhausleitung doch dazu überwinden, Pflegepersonal einzustellen. Oder wenn ständig Häuser abbrennen, muß sich die Stadtverwaltung doch um eine richtige Feuerwehr kümmern, wenn es keine ehrenamtliche mehr gibt. Das Rote Kreuz freut sich jedenfalls auch über die zahlreichen Helfer, die kostenlos ihr Blut spenden, damit es anschließend teuer an Krankenhäuser verkauft werden kann.

Wie gesagt, private Sozialarbeit am Nachbarn ist immer besser als in einer Organisation ausgenutzt zu werden.

Schatten und süßes Wasser :wink:

Uwe

Das „Füttern“ findet ohne Hilfe der Ehrenamtlichen nicht
statt? Das mag ich nicht so recht glauben :wink:

Dafür fehlt wirklich die Zeit. Wenn auf einer normalen Krankenhausstation mit 21-25 Patienten, davon 1/4 -1/3 stark pflegebedürftig liegen, und zwei Krankenschwestern, vielleicht noch ein Praktikant, da sind, fehlt dafür einfach die Zeit. Hab selbst einige Zeit im Krankenhaus gearbeitet, außer auf Privatstationen ist das ein normales Bild.

OK, einige Dinge

wie Spazierengehen passieren vielleicht erst einmal nicht,
doch sobald die Medien die schlechten Zustände dort
anprangern, muß sich die Krankenhausleitung doch dazu
überwinden, Pflegepersonal einzustellen.

Ja, aber wie du schon sagst, dafür müssen sich die Medien erst mal darum bemühen. Und selbst dann hält der gute Wille meist nur so lange an, wie die Medien auch weiter prüfen, was da neuerdings passiert.

Oder wenn ständig

Häuser abbrennen, muß sich die Stadtverwaltung doch um eine
richtige Feuerwehr kümmern, wenn es keine ehrenamtliche mehr
gibt.

Das Rote Kreuz freut sich jedenfalls auch über die

zahlreichen Helfer, die kostenlos ihr Blut spenden, damit es
anschließend teuer an Krankenhäuser verkauft werden kann.

Das stimmt. Aber andere Blutspendeorganisationen verkaufen das Blut, das sie bekommen, genauso teuer. Das Rote Kreuz kauft von dem Geld Krankenwagen, RTW-Ausrüstung usw., um die Arbeit der Hauptamtlichen möglich zu machen, und bezahlt auch einige der Hauptamtlichen davon, die man ja nun mal braucht - egal wie viele Ehrenamtliche es gibt.

Wie gesagt, private Sozialarbeit am Nachbarn ist immer besser
als in einer Organisation ausgenutzt zu werden.

Ob ich ausgenutzt werde, hängt auch davon ab, ob ich mich ausnutzen lasse. Das können Nachbarn genauso gut, wenns nur darum geht. Aber jemand, der gerne anderen hilft - warum sollte er sonst was ehrenamtlich machen - wird sich nicht sagen: Ich war die Woche schon zwei Wochen beim Roten Kreuz, und dann der alten Dame von gegenüber nicht die Straße kehren, wenn es nötig wird. Solche kleinen Dinge gehören bei mir einfach so dazu. Das gehört sich halt.

Gruß, die Elbin

Schatten und süßes Wasser :wink:

Uwe