Ei des Columbus ?

Hallo liebe Experten,

vielleicht bin ich ja ein Träumer, aber ich versuch’s trotzdem mal: Ich bin Wirtschaftswissenschaftlerin und habe z.Zt. einen recht gut bezahlten, interessanten Job. Aber irgendwie beschäftigt mich seit längerer Zeit die „Sinn-Frage“ meiner Tätigkeit.

Aus diesem Grunde würde ich mich gerne total umorientieren, und einen Job finden, der einerseits nicht nur die Kapitalinteressen irgendwelcher Investoren befriedigt, sondern mich selbst „befriedigt“.
Aber auf der anderen Seite, möchte ich auch, daß meine Fähigkeiten, mein Wissen und meine Erfahrungen entsprechend eingesetzt und auch bezahlt werden.

Tierpfleger im Tierheim würde mir zwar Spaß machen, aber langfristig würde ich mich unterfordert fühlen.

Ich frage mich, ob es solche Jobs gibt: die hohe Anforderungen haben, gut bezahlt werden und die mir das Gefühl vermitteln, etwas Sinnvolles zu tun ???

Vielleicht habt Ihr schon mal von so einem Job gehört oder habt eine Idee, wo man im Internet suchen kann.

Ich hoffe, ich bin doch kein Träumer :wink:)
LG Sonja

Hallo Sonja,

klar gibt es solche Jobs, suuuuper interessant, richtig genial, fordernd, an den Aufgaben wachsen… und das Beste: es ist DEIN Traumjob! Möchtest du die Adresse haben? :smile:

… dann versuch möglichst über dich und deine Interessen herauszufinden… in welche Richtung es gehen soll, schau mal nach auf dem Arbeitsmarkt… es gibt solche exotischen Kombinationen wie Sozialversicherungsangestellte die in Afrika den Aufbau des Gesunheitswesen mit aufbaut, der Major der auf Heilpraktiker umgelernt hat und diesen Beruf ausübt… Der Manager, der nebenher noch an der VHS Kurse über Entschuldung gibt und das für ihn das sinnvollste ist :smile: … da gibts soooo viel…

„Sinn-voll“ kann vieles heissen, es ist jedoch so das jeder seinen eigenen Sinn finden sollte… (jetzt ins Detail zu gehen ist zuviel… bei mir ist ne ganze Diplomarbeit draus geworden: Sinn in der Personalentwicklung nach Frankl) :smile:)

Gemerkt hab ich es, das der Traumjob nicht angeboten wird, sondern man diesen Traumjob selbst „basteln“ kann :smile:

Was ich dir zum Einstieg empfehle ist Gitte Härters Buch… aber Gitte wird evtl. sich auch noch melden auf dein Posting.

Gruss

Tim

Gitte …
…falls du da ein buch geschrieben hast,…
dann bettelt digi um einzelheiten.
der braucht das auch.

gruss nach M - aus babenhausen von
dem komplementemacher - digi :smile:

konkret hinterfragen
Hallo Sonja,

aaaah, jetzt hat Tim mich mehr oder weniger zur Antwort gezwungen *lach* (danke für die Buchempfehlung, Tim) … so pauschal lässt sich das, wie Tim schon sagt, nicht sagen. Nach dem Motto: Hier das ist der Job, der „Dein Traumjob“ ist.

Es ist ja tatsächlich völlig individuell. Und so pauschal in einer kurzen Forenantwort ist das natürlich auch nicht möglich.

Mal als Ansatzpunkt kann Dir das hier dienen. Du schreibst:

die hohe Anforderungen haben, gut bezahlt werden und die mir
das Gefühl vermitteln, etwas Sinnvolles zu tun ???

Der erste Schritt wäre, dass Du für Dich diese Kriterien mal runterbrichst und konkretisierst. Also:

  • Hohe Anforderungen
    Was heißt das für mich? Was verstehe ich darunter und in welcher Beziehung meine ich das? Wann bin ich gefordert, wann unter-, wann überfordert … also mal alles, was Dir einfällt.

  • das Gefühl vermitteln, etwas Sinnvolles zu tun
    Was verstehe ich unter sinnvoll? Wann ist was für mich sinnvoll? Was genau meine ich: die Tätigkeit pauschal, das Ziel/die Ergebnisse oder täglich mit neuen Erfahrungen das Gefühl haben, „Sinn“ gemacht zu haben.

So geht’s mit allen anderen Kriterien weiter.

Auch gut ist es, mit der „Gegenteilmethode“ zu arbeiten - also alles mal aufzuschreiben, was Du momentan a) sinnlos, b) langweilig, c) unterfordernd findest … und d) ganz allgemein: Was für eine Arbeit (konkrete Aspekte) fände ich furchtbar, falls will ich überhaupt nicht haben (Arbeitsbedingungen, Ambiente, Leute, mit denen Du zu tun hast und und und) - und das ganze dann wieder umdrehen. Oft tut man sich leichter an dem Ende anzufangen, was man nicht will.

Das Ganze am besten schriftlich mal sammeln.
Und jeweils hinterfragen:

  • Was gehört zu dieser Antwort/zu diesem Begriff?
  • Was genau meine ich damit?

Tipp: Beispiele finden zeigt Dir schnell, ob Du schon konkret genug bist oder noch weiter aufsplitten kannst.

*

Wenn Du ungefähr die Richtung kennst, wo es hingehen soll, kann Dir zur Inspiration vielleicht eines der Bücher von Martin Massow helfen.
Dieser Autor hat eine Vielzahl so genannter Bücher aus der Reihe „Job-Atlas …“ herausgegeben (- für Medienberufe, für Dienstleistungberufe und und und). Da sind Berufe kurz beschrieben und dienen ganz gut der Orientierung.

Ansonsten kannst Du mal schauen: Bei
http://www.zeitzuleben.de/
gibt es einen „Selbstlernkurs Berufszielfindung“ - der kostet zwar was, ist aber ein sehr umfassendes Arbeitspapier (ich hab ihn mir mit kritischem Auge angesehen). Wenn Du Dich gut selbst durcharbeiten kannst, ist das eine gute Hilfe.

Viel Erfolg
Gitte

PS: @digi - ja, das von mir mitverfasste Buch heißt „Zweite Chance Traumjob. Mehr Erfolg durch berufliche Neuorientierung“ - und ich erwähne das nur, weil es von zwei Leuten explizit angesprochen wurde, nicht dass mir jetzt jemand wilde Werbung vorwirft :expressionless:

danke, gitte

PS: @digi - ja, das von mir mitverfasste Buch heißt „Zweite
Chance Traumjob. Mehr Erfolg durch berufliche Neuorientierung“

  • und ich erwähne das nur, weil es von zwei Leuten explizit
    angesprochen wurde, nicht dass mir jetzt jemand wilde Werbung
    vorwirft :expressionless:

tut doch keiner…
gruss nach bayern aus hessen und der pfalz sendet - digi

hallo sonja,

wenn ich das richtig verstehe legst du wert auf folgende punkte:

recht gut bezahlt
interessanter Job
sinnvolle tätigkeit
mich selbst befriedigend
auslastung meiner fähigkeiten
auslastung meines wissens
entspricht meinen erfahrungen
bezahlung meiner fähigkeiten/leistungen

desweiteren hast du schon eine mögliche idee was du tun könntest:

tierpfleger

(diese liste würde ich noch etwas erweitern durch unterschiedliche informationsquellen–>einige hilfreiche tipps wurden durch andere offensichtlich schon gegeben)

danach würde ich auf einer 2 dimensionalen matrix eine nutzwertanalyse(sollte dir als wirtschaftswissenschaftlerin ein begriff sein) druchführen.
die nutzwertanalyse wird, wie du sicherlich weisst, grundsätzlich für entscheidungsfindungen herangezogen. I.d.R. nicht für die richtige arbeitsplatzfindung.
sie kann allerdings sehr sinnvoll zweckentfremdet eingesetzt werden.(habe ich selber mit ex-kommulitonen auch schon gemacht)

je nachdem wie wichtig dir die einzelnen kriterien sind kannst du diese mit einem faktor zw. 0,1 und 1 belegen.( wie bei der nutzwertanalyse eben)

ich hoffe dir einen sinnvollen anstoss gegeben zu haben.

gruss,

yakub