EIB - sinnvoll für zu Hause?

Guten Tag,

ich plane gerade eine Altbausanierung (BJ 1950) und habe deshalb eine Frage an Euch Experten. Da ich ein mich gerne mit neuen Technologien beschäftige, ist mir die Idee mit dem Instabus Europäischen Installationsbus für ein Wohnhaus gekommen. Nun meine Frage: Lohnt sich das für ein Wohnhaus? Mit wieviel Mehraufwand muss ich, im Vergleich zur herkömmlichen Installation, rechnen? Wird sich diese Technik durchsetzen.

Sicherlich habt Ihr eine Antwort auf meine Fragen.

Viele Grüße aus Esslingen

Josef Buschbacher

Hallo Josef,
ich bin auch gerade am planen, allerdings für einen Neubau.
Ich informiere mich seit ca. 1,5 Wochen verstärkt darüber.

Kosten im Vergleich zur herkömmlichen wurden mir mit ca. +30% angegeben.

Ob sich das für ein Wohnhaus lohnt hängt meiner Meinung nach davon
ab was du alles schalten und steuern möchtest.

Mein Ziel ist es alle Rolläden elektrisch auszustatten.
da ich noch nicht weiß von welcher Stelle aus ich die nacher bediene
kann ich die Anlage später meinen Gewohneiten anpassen, was mit einer herkömmlichen Installation nur noch mit „Schlitzklopfen“ möglich ist.

Ferner finde ich es sinnvoll je Stockwerk einen „Alles“ Aus Schalter zu haben. d.H ich kann vom OG aus das gesammte EG & UG „ausschalten“

Aus Gründen der Skalierbarkeit für das wohnen im Alter lasse ich manche Wände in Rigipsständerbauweise bauen, die kann ich in 25 Jahren dann einfach einreißen und „verpflanzen“. Die Elektrik wird dann einfach neu programmiert.

Anbei noch einen Link auf dem ich mich gerade schlau mache
http://www.eib-home.de

Grüße über den Schurwald von Winterbach nach Esslingen,
Joole

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag,

ein Bekannter von mir hat sich ein Haus
mit EIB gebaut ( und einen zentralen
Staubsauger im Keller ).

Es scheint sinnvoll zu sein.

Allerdings gab es zwei Systeme:

Eins lief über das Stromnetz,und
eins lief über Datenkabel.

Wegen evtl Störungen im Stromnetz
hat er sich Datenkabel selbst gelegt.

Sein System komt von Siemens.

Das grösste Problem war nachher die
Programmierung der Bausteine.

mfg

kunde3

Hallo!

ich plane gerade eine Altbausanierung (BJ 1950) und habe
deshalb eine Frage an Euch Experten. Da ich ein mich gerne mit
neuen Technologien beschäftige, ist mir die Idee mit dem
Instabus Europäischen Installationsbus für ein Wohnhaus
gekommen. Nun meine Frage: Lohnt sich das für ein Wohnhaus?
Mit wieviel Mehraufwand muss ich, im Vergleich zur
herkömmlichen Installation, rechnen? Wird sich diese Technik
durchsetzen.

Ich hab vor 5 Jahren neu gebaut (hmm, Zeit geht zieml. schnell vorbei).
Da ich Beruflich auch mit freiprogrammierbaren Steureungen zu tun habe, war mein Gedankengang damals, diese Technik ebenfalls im Haus zu verbauen.
Also mal die Kataloge gewälzt und die „Anlage“ zusammengestellt (für 3 Wohnungen).
In der Grundausstattung (Netzteile, Knoten ect.), um das System überhaupt nutzen zu können, wären damals 7500DM weggewesen.
Dann wären pro Programmierbaren Schalter einmal 130DM für die Unterputzgeschichte plus irgendwasDM pro Schaltelement.
Dann noch die Relais (Ausgangskarten) für die Lampen und die Steuerleitung.
Jedenfalls hatt’ ich nur für die Elektronik bereits eine Summe von damals ca.13tDM zusammen. Aber ohne die Standart-Elektro Ausrüstung (Unterputzdosen, NYM-Leitung, Verteiler ect.).

Mit herkömmlicher Verdahtung, aber Luxusausbaustufe, hab ich für das ganze Material ca. 8000DM gelassen. Also fast die Summe, die bei der anderen Technik nur der „Anfang“ gekostet hätte. Die Möglichkeit der Schaltfunktionen auf einer Etage sind dabei genauso flexibel geblieben.
Bei meinem Finanzminister hab ich das natürlich nicht durchbekommen.

Ich hab mir dann mal zum Vergleich eine Konfiguration mit einer Simatic S5 ausgerechnet. Die Kosten hierbei wären fast um die Hälfte geringer gewesen, als bei der EIB-Installation. Ausserdem ist hierbei ein Vorteil zu Tage getreten, der bei EIB nicht der Fall gewesen wäre. Und zwar die Programmierung. Erstens haben sich die Leut, die die Programme dafür (EIB) haben sehr zurückgehalten, ich hätt bei einer Änderung jedesmal einen rufen müssen, und zweitens ist der Programmieraufwand wesentlich grösser gewesen.
Die Simatic-Variante hab ich aber Zweck’s Wiederverkaufsmöglichkeiten des Hauses gestrichen.

Also Fazit: Back to Basic, alles auf herkömmliche Art verdrahtet, aber so flexibel, wie auch EIB Schaltungsmässig nicht besser arbeiten kann. Ausserdem kann „jeder“ Reparaturen o. Erweiterungen ohne Spezialkentnisse durchführen, was später einen ziemlichen Kostenvorteil bedeutet.

Ob das in Deinem Fall genauso ist, kann Dir nur Dein Elektriker des Vertrauens sagen, wenn er Deine Bedürfnisse berücksichtigt und beide Versionen kalkuliert. Wie die Preise für die Hardware heute aussehen, weiss ich natürl. nicht, daher kann es durchaus sein, dass es sich „lohnt“.
Im Grunde gibt es allerdings für OTTO-Normal keinen wichtigen Grund EIB privat einzusetzen. Verkaufsargumente dafür gibts umso mehr.

Grüsse
Andre

Hallo.

Ob EIB sinnvoll ist, läßt sich nur subjektiv beantworten.
EIB ist auf jeden Fall eine tolle Sache. Damit ist enorm viel möglich; Heizungssteuerung/Lichtsteuerung/Alarm/Fernschaltungen.
Ich hatte das Vergnügen, mich an einem Wohnhaus richtig „austoben“ zu dürfen.
Das hat sehr viel Spaß gemacht und alles, was der Eigentümerin versprochen wurde, konnte gehalten werden.
Das Programmieren ist eigentlich gar nicht so schwer. Das sollte aber immer der Fachmann machen. Der sollte auch solange zur Verfügung stehen, bis die Anlage so läuft, wie es gewünscht wurde (Vertraglich festlegen).

Was die Kosten betrifft, muß man hier allerdings etwas besser situiert sein. EIB ist leicht doppelt so teuer, wie eine konventionelle Installation.
Weniger vom Installationsaufwand, sondern vielmehr die Komponenten (Aktoren/Sensoren)betreffend.

Wichtig ist auch die Wahl des Systems (nicht des Herstellers).
Twisted-Pair ist auf jeden Fall vorzuziehen.
„Powernet“-Lösungen sind anfälliger und nicht so sicher.

Grüße, C. Brenner