Hallo!
ich plane gerade eine Altbausanierung (BJ 1950) und habe
deshalb eine Frage an Euch Experten. Da ich ein mich gerne mit
neuen Technologien beschäftige, ist mir die Idee mit dem
Instabus Europäischen Installationsbus für ein Wohnhaus
gekommen. Nun meine Frage: Lohnt sich das für ein Wohnhaus?
Mit wieviel Mehraufwand muss ich, im Vergleich zur
herkömmlichen Installation, rechnen? Wird sich diese Technik
durchsetzen.
Ich hab vor 5 Jahren neu gebaut (hmm, Zeit geht zieml. schnell vorbei).
Da ich Beruflich auch mit freiprogrammierbaren Steureungen zu tun habe, war mein Gedankengang damals, diese Technik ebenfalls im Haus zu verbauen.
Also mal die Kataloge gewälzt und die „Anlage“ zusammengestellt (für 3 Wohnungen).
In der Grundausstattung (Netzteile, Knoten ect.), um das System überhaupt nutzen zu können, wären damals 7500DM weggewesen.
Dann wären pro Programmierbaren Schalter einmal 130DM für die Unterputzgeschichte plus irgendwasDM pro Schaltelement.
Dann noch die Relais (Ausgangskarten) für die Lampen und die Steuerleitung.
Jedenfalls hatt’ ich nur für die Elektronik bereits eine Summe von damals ca.13tDM zusammen. Aber ohne die Standart-Elektro Ausrüstung (Unterputzdosen, NYM-Leitung, Verteiler ect.).
Mit herkömmlicher Verdahtung, aber Luxusausbaustufe, hab ich für das ganze Material ca. 8000DM gelassen. Also fast die Summe, die bei der anderen Technik nur der „Anfang“ gekostet hätte. Die Möglichkeit der Schaltfunktionen auf einer Etage sind dabei genauso flexibel geblieben.
Bei meinem Finanzminister hab ich das natürlich nicht durchbekommen.
Ich hab mir dann mal zum Vergleich eine Konfiguration mit einer Simatic S5 ausgerechnet. Die Kosten hierbei wären fast um die Hälfte geringer gewesen, als bei der EIB-Installation. Ausserdem ist hierbei ein Vorteil zu Tage getreten, der bei EIB nicht der Fall gewesen wäre. Und zwar die Programmierung. Erstens haben sich die Leut, die die Programme dafür (EIB) haben sehr zurückgehalten, ich hätt bei einer Änderung jedesmal einen rufen müssen, und zweitens ist der Programmieraufwand wesentlich grösser gewesen.
Die Simatic-Variante hab ich aber Zweck’s Wiederverkaufsmöglichkeiten des Hauses gestrichen.
Also Fazit: Back to Basic, alles auf herkömmliche Art verdrahtet, aber so flexibel, wie auch EIB Schaltungsmässig nicht besser arbeiten kann. Ausserdem kann „jeder“ Reparaturen o. Erweiterungen ohne Spezialkentnisse durchführen, was später einen ziemlichen Kostenvorteil bedeutet.
Ob das in Deinem Fall genauso ist, kann Dir nur Dein Elektriker des Vertrauens sagen, wenn er Deine Bedürfnisse berücksichtigt und beide Versionen kalkuliert. Wie die Preise für die Hardware heute aussehen, weiss ich natürl. nicht, daher kann es durchaus sein, dass es sich „lohnt“.
Im Grunde gibt es allerdings für OTTO-Normal keinen wichtigen Grund EIB privat einzusetzen. Verkaufsargumente dafür gibts umso mehr.
Grüsse
Andre