erste Wahl ist konstruktiver Holzschutz. Wenn der stimmt,
Gandalf
Ja, danke! Hätte ich auch erwähnen können, die Stufen werden auf Aluwinkeln mit Abstandshaltern zu den Wanken verschraubt damit die Kontaktpunkte trocknen können, Tipp vom Schreiner.
Aber trotzdem komme ich doch nicht um eine Behandlung der Holzflächen herum, oder?
Aber trotzdem komme ich doch nicht um eine Behandlung der
Holzflächen herum, oder?
was möchtest Du mit der Behandlung bewirken?
Die Vergrauung verhindern?
Das geht mit keiner Lasur. Dazu müsstest Du mit einem hoch pigmentierten Lack ran, aber dann siehst Du vom Holz nichts mehr.
Nässeschutz?
Die ist bei Eiche und geeigneter Konstruktion nicht nötig.
m. E. musst Du zwingend einen „Kompromiss“ finden: Sofern die Stufenoberfläche (sehr) glatt ist, wird Wasser abfließen und der Rest relativ schnell wegtrocknen - allerdings dürfte diese Treppe mir feuchter Oberfläche spiegelglatt und äußerst rutschgefährdend sein: Im Außenbereich gefährlich und kaum empfehlenswert . . .
Ist die Oberfläche angerauht oder mit Querrillen versehen, muss sollte seitliches Gefälle das Wasser möglichst ableiten - dennoch bietet diese Oberflächenstruktur deutlich mehr „Angriffsfläche“ für Feuchtigkeit, die ins Holz eindringen kann.
Bei einer sehr rustikalen Treppe (z. B. aus sog. Bahnschwellen) dürften die optischen Gesichtspunkte kaum ins Auge fallen - ist halt „rustikal“
Ja, Nässeschutz war schon der wichtigste Grund für meine Frage, die Konstruktion ist da sicher wichtig, danke!
Mit der Ergrauung der Oberflächen werde ich vorerst einmal leben können und müssen.
Die Holzstruktur möchte ich mir natürlich gerne zumindest erst einmal erhalten.
Ein zweiter Grund ist vielleicht auch noch die Schmutzanfälligkeit, die Gefahr dass man Gartenschmutz auf die Treppe trägt ist ja gegeben.
Ich habe mir erhofft dass eine Lasur die Verschmutzungsanfälligkeit reduzieren kann.
Ich habe vor 5 Wochen meine Eichentreppe nach 28 Jahren abgerissen.
Die Stufen waren ca 1,8 m breit die Stufen knapp 30 cm tief und 40mm dick.
Die Konstruktion hing links und rechts am Geländer, das Holz bekam von allen seiten Luft.
Mitte 90ger kam meine Frau auf die Idee, die Stufen müssten versiegelt werden; das Idiotischste was wir haben machen können!! „Dickschichtlasur“ auf der Lauffläche. Vorher im Frühjahr mit scharfem Besen resp. Kärcher mit weniger Druck, entschleimt und gut wars. Die Treppe wurde bei Regen gemein glatt und auf der Lasur bildete sich ein schlimmer schwarzer Algenbelag.
Nach 3 bis 4 Jahren wieder gekärchert; inzwischen war die Lasur weg und durch die Hochdruckreinigung arbeiteten sich die Jahresringe raus, was zur Rutschfestigkeit beitrug.
Die letzten Jahre wurde nur noch mit Piassavabesen gefegt. Von den Hirnholzseiten drang Wasser ein und so langsam wurde das Teil morsch.
Inzwischen sind wir Rentner und brauchten eine neue Treppe, da durch den Bodenbelag im Wintergarten eine blöde Schwelle entstanden war, die von der Treppenkonstruktion nicht ausgeglichen werden konnte.
Mein Fazit:
sägerauhe Eiche hält - wenn man nicht auf blöde Ideen kommt- bestimmt unbehandelt so 30 bis 40 Jahre.
Konstruklive Maßnahmen: Von allen Seiten Luft ranlassen, keine Rillen einfräsen, die kommen beim VORSICHTIGEN Reinigen (mit dem Höchdruckreiniger bei ca. 40 atü, ich bin halt mit den Einheiten großgeworden).
Meine Treppe liegt auf der wetterabgewandten Südostseite des Hauses.
Wir haben jetzt eine Treppe aus Eifelbasalt-Stufen, die auf einem Klinkersockel liegen; passt zur Haupttreppe des Eingangsbereiches, die vor 2 Jahren aus dem gleiche Material gebaut ist.