Hallo,
habe im Vorgarten eine Doppeleiche…
Die unteren Äste … bedenkenlos entfernen?
ja, siehe Vorredner
Im Wald ist das ein ganz natürlicher Vorgang: unten sterben Äste ab, fallen bei Eichen wie bei den meisten Laubbaumarten irgendwann von selbst ab (sog. Totastverlierer im Gegensatz zu den sog. Totasterhaltern wie Nadelbäume aber auch Kirsche) -> schau dich mal um draussen…
oder wachsen diese mit allgemeinem Baumwachstum in die Höhe.
meinst Du, dass die Äste mit den Jahren immer weiter oben ansetzen???
Nein, das geht natürlich nicht , da Bäume immer nur an den Spitzen wachsen (dort wo die Knospen sitzen…)!
Der Baum bekommt oben immer neue Äste und Verzweigungen, die Krone wird größer (in Sonderfällen werden auch unten neue Äste gebildet, sog. Wasserreiser - die „Besenbildung“, wie sie hier jemand nannte…)
Das ist bei fast allen Pflanzen so (Ausnahme Gräser: die „schieben“ von unten nach, weshalb die so gut mit Beweidung/Abfressen bzw. Rasenmähern zurechtkommen; alle anderen Pflanzen haben ein echtes Problem, wenn man sie oben "köpft…)
Der Stamm (und die Äste) wachsen dann nur noch in die Breite (sog. sekundäres Dickenwachstum) durch die Jahrringe.
Das können eben nur bestimmte Pflanzen (sog. Zweikeimblättrige), v. a. eben unsere Gehölze. (andere Pflanzen, im wesentlichen die sog. Einkeimblättrigen, können das nicht: so wie der Spross z. B. aus der Zwiebel kommt, so dick bleibt er auch…)
-> das ist z. B. der Grund, wieso z. B. bei der Yuccapalme oder ähnlichen Zimmerpflanzen die Seitenaustriebe immer so dünn bleiben, wie sie aus dem stärkeren, gestutzen Stamm/Steckling gekommen sind und warum die wirklich dicken/starken Palmen/Yuccas… so schweineteuer sind (sind eben nicht x-mal durch Stecklinge vermehrt…)
cu
kai