Sehr geehrte Damen und Herren,
Person Frau X hat im vergangenen Jahr eine Eigenbedarfskündigung erhalten. Frau X wohnt seit 10 Jahren in diesem Haus, ist allerdings im Jahr 2008 nach einem Schicksalsschlag von einer 130m2 in 80m2 umgezogen, dafür musste Frau X auch erneut Makler zahlen, obwohl dieser nichts machen musste. Nun wurde dieses Haus verkauft und die neuen Vermieter möchten die Wohnung, in der Frau X wohnt, für den Sohn+schwangere Freundin. Bereits das 1. Telefonat wurde von einem Anwalt geführt und man sagte Frau X, dass Frau X - sollte Frau X nicht freiwillig gehen - rausgeklagt werde. Da Frau X sich bedroht fühlte, kontaktierte Frau X sofort einen Freund, der Fachanwalt für Mietrecht ist und sich nun um diese Geschichte kümmert. Die neuen Vermieter verhalten sich äußerst merkwürdig, nicht nur Frau X gegenüber, sondern auch den anderen Mietern. So gibt es regelmäßig Briefe, wie die Mieter sich verhalten sollen, was sie dürfen, was sie nicht dürfen. Inzwischen redet kein Mieter mehr nett über die Vermieter. Und gedroht wird regelmäßig und es kam auch schon zu Sachbeschädigung, wobei dieser dem Sohn bisher noch nicht bewiesen werden konnte, aber wir vermuten es alle. Mehrfach wurden Gespräche geführt, dass die Vermieter bereit seien, Frau X Makler und Umzug zu bezahlen und Frau X dann auch relativ schnell ausziehen würde. Und dann kam trotzdem die Räumungsklage, obwohl in der Woche zuvor noch signalisiert wurde, dass sie sich ohne Rechtsstreit einigen wollen (die Klage war schon 3 Wochen vorher eingereicht worden, also der gute Wille von denen war nur vorgetäuscht). Im Verlauf hat der Anwalt von Frau X herausbekommen, dass es zwar immer heisst, dass der Ehemann das Haus gekauft hat, im Grundbuch eingetragen sind aber Ehemann und Ehefrau. Gekündigt hat nur der Ehemann. Das hat der Anwalt letzte Woche herausbekommen. Eigentlich wäre heute die Verhandlung gewesen, aber die Richterin hatte einen Termin, weswegen der Termin gestern abgesagt wurde. Nun hat der Anwalt von Frau X schriftlich mitgeteilt, dass die Kündigung unwirksam sei, da nur der Ehemann unterschrieben hat, das Haus aber beiden gehört. Keiner im Haus weiß, dass das Haus dem Ehepaar gehört. Überall steht immer nur, dass der Ehemann dieses alleine gekauft habe. Außerdem konnte Frau X herausfinden, dass der Sohn mit der schwangeren Freundin in einem Haus wohnt, das auch der Familie gehört und nicht wohnungslos sei, wie es in der Kündigung heisst.
Ist diese Räumungsklage erstmal unwirksam? Wird sich eine erneute Kündigung noch auf dieses Prozess beziehen? Und eigentlich müsste doch auch die Gegenseite Anwaltskosten von Frau X übernehmen, oder? Ein wenig Sorge gibt es, wie die Familie reagiert. Die werden ihre Wut sicherlich auslassen. Dabei kann Frau X ja nichts dafür, wenn die falsch kündigen, oder? Wie wird es weiter gehen? Kann es überhaupt zu einer erneuten Kündigung kommen?
Danke für Antworten und Tips
GC