Hallo Sabrina,
vorab einige grundsätzliche Bemerkungen zum Berufsbild „Dokumentarfilmerin“:
Ich empfehle dir, erst mal durch Praktika „reinzuschnuppern“, wie überhaupt die Realität des Filmemachens ist. Zur Zeit sieht es leider so aus, dass man als Dokumentarfilmer kaum noch von seiner Arbeit leben kann. Es ist ein sehr, sehr hartes Brot und mehr als eine Überlegung wert. Nur ein Studium reicht sowieso nicht aus, um in die Branche reinzukommen.
Du solltest dir in Ruhe die verschiedenen Ausbildungsstätten ansehen, auch mit Absolventen Kontakt aufnehmen, und möglichst nicht an eine private Schule gehen, für die du auch noch zahlen musst. Die privaten Schulen nehmen natürlich gerne Schüler auf, da sie davon leben, aber das heißt nicht, dass du wirklich die optimale Ausbildung erhältst und noch viel weniger, dass du jemals in diesem Beruf Fuß fassen wirst. (Es gibt einige private Schulen, die recht gut sind, aber das sind die Ausnahmen, es gibt leider sehr viele, die ihren Schülern Hoffnungen machen, die nicht erfüllt werden können.)
Nun zu deiner konkreten Frage: Wenn du eigene Dokumentarfilme machen möchtest, solltest du natürlich Regie studieren. Für die technische Seite hast du dann das Kamerateam. Regie „nebenbei“ zu erlernen ist ein frommer Wunsch. 
Solltest du Kamerafrau werden wollen, ist ein Kamera-Studium sinnvoll.
Schau doch mal, welche Dokumentarfilme dich besonders interessieren, und schau, wer sie gemacht hat. Dann nimm Kontakt zur Produktionsfirma oder zu den Filmemachern auf und frage sie, ob du sie mal treffen kannst oder ob du ein Praktikum bei ihnen machen dürftest. Das wird dir wahnsinnig viele Fragen beantworten und ist dabei noch richtig spannend.
Liebe Grüße und viel Erfolg
Julia