Eigene Grenzen erkennen

Hallo,

ich versuche gerade, mich wieder einmal aus einem tiefen Loch zu holen. Sah zuerst auch ganz gut aus. Heute habe ich aber bemerken müssen, dass ich mich dabei wohl doch übernommen habe. Ich weiss, dass ich manchmal sehr ungeduldig bin, vor allem, wenn es mich selbst betrifft und ich weiss auch, dass ich oft weit über meine Grenzen gegangen bin.

Ich versuche ja inzwischen, dass zu verhindern, weil ich ja aus Erfahrung weiss, wie destruktiv sich das auf mich auswirkt. Aber irgendwie geht das nicht wirklich, weil ich einfach die Balance nicht finde. Ich finde meine Grenzen einfach nicht. Bis ich merke was los ist, bin ich schon wieder weit drüber und kurz vor dem Tilt.

Meine Frage ist nun, WIE mache ich das, dass ich MEINE Grenzen erkenne bevor ich sie überschreite ? Das muss doch möglich sein.

Für diejenigen, die eventuell meine Postings von früher kennen. Ich habe schon vor Wochen die Medikamente (Schlafmittel etc.) abgesetzt. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass diese noch irgendeine Rolle dabei spielen.

Es geht wirklich nur darum, rechtzeitig zu sehen, dass ich an meine Grenzen komme, nicht erst dann, wenn mein Körper mir schon die Gelbe Karte zeigt.

Sorry, dass das Posting doch recht lang wurde, aber ich hoffe, dass mir jemand einen Hinweis geben kann, wie ich mit diesem, ewig wiederkehrenden Problem umgehen muss.

Gruss
Petra

nicht unbedingt und Überlegung
Hallo Petra,

Meine Frage ist nun, WIE mache ich das, dass ich MEINE Grenzen erkenne bevor ich sie überschreite ? Das muss doch möglich sein.

Nicht unbedingt.

…ich versuche gerade, mich wieder einmal aus einem tiefen Loch zu holen. Sah zuerst auch ganz gut aus. Heute habe ich aber bemerken müssen, dass ich mich dabei wohl doch übernommen habe.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber könntest Du Dir vorstellen, vielleicht profesionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen?

…Ich weiss, dass ich manchmal sehr ungeduldig bin, vor allem, wenn es mich selbst betrifft und ich weiss auch, dass ich oft weit über meine Grenzen gegangen bin.

Ich versuche ja inzwischen, dass zu verhindern, weil ich ja aus Erfahrung weiss, wie destruktiv sich das auf mich auswirkt. Aber irgendwie geht das nicht wirklich, weil ich einfach die Balance nicht finde. Ich finde meine Grenzen einfach nicht. Bis ich merke was los ist, bin ich schon wieder weit drüber und kurz vor dem Tilt.

Trotz Ermangelung einer medinische Approbation, kam mir dennoch spontan ein Verdacht. Nehmen wir mal an, Du könntest Dir vorstellen, erwähnte medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen - könnte es dann sein, dass ein, nun wählen wir mal einen Psychologischen Psychotherapeuten, eine Diagnose in Richtung ICD 10 - F31 stellen würde?

Ich würde Dir die Inanspruchnahme profesioneller Hilfe ans Herz legen.

Ich hoffe, dass meine Einlassung Dich nicht verletzt hat, denn diese war wohl überlegt und gut gemeint.

Gute Besserung und freundliche Grüsse
Ray

http://www.gesundheitspolitik.net/03_krankenhaus/fal…
und
http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung
und (nicht erschecken)

Hallo Ray,

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber könntest Du Dir
vorstellen, vielleicht profesionelle Hilfe in Anspruch zu
nehmen?

Keine Sorge, mit mir kann man gewöhnlich offen reden :wink:

Trotz Ermangelung einer medinische Approbation, kam mir
dennoch spontan ein Verdacht. Nehmen wir mal an, Du könntest
Dir vorstellen, erwähnte medizinische Hilfe in Anspruch zu
nehmen - könnte es dann sein, dass ein, nun wählen wir mal
einen Psychologischen Psychotherapeuten, eine Diagnose
in Richtung ICD 10 - F31 stellen würde?

Diese Diagnose halte ich für unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
Ich befinde mich schon seit einer Weile in Behandlung, allerdings wurden bisher nur Depressionen diagnostiziert.

Ich würde Dir die Inanspruchnahme profesioneller Hilfe ans
Herz legen.

Wie oben schon geschrieben befinde ich mich bereits in Behandlung. Mir ist allerdings klar, dass mich mein Psychater nicht ausreichend unterstützen kann, da er mir nur Medikamente verordnet und keinerlei Zeit für Gespräche ist. Ich werde mich darum bemühen, einen Psychologen zu finden, was allerdings nicht einfach ist, da die Wartelisten lang sind.

Ich hoffe, dass meine Einlassung Dich nicht verletzt hat, denn
diese war wohl überlegt und gut gemeint.

Mach Dir keine Gedanken. Wenn ich nicht Willens und in der Lage wäre, mich auch mit unerfreulichen Überlegungen auseinanderzusetzen, dann hätte ich nicht hier gepostet.

Gruss
Petra

Sich selbst kennenlernen

Es geht wirklich nur darum, rechtzeitig zu sehen, dass ich an
meine Grenzen komme, nicht erst dann, wenn mein Körper mir
schon die Gelbe Karte zeigt.

Dein Problem kenne ich zu gut und weiß, wie schwer es ist, zum einen einige Gänge zurück zu schalten und zum anderen, meine Überforderung rechtzeitiger zu erkennen.
Der Körper sendet sehr früh schon Signale, doch leider werden die gerne überhört. ZB vor einem Herzinfarkt gibt es vier Stufen, sich erschöpft fühlen, Atembeschwerden, Spannungsgefühl in der Brust …
bevor es zum Crash kommt.

Die eigenen Grenzen rechtzeitig zu erkennen, heißt, diese Grenzen zu fühlen, sich seiner Körperreaktionen bewusst sein und da hilft es nur, sich mittels Techniken, die dieses Bewusstwerden fördern, besser kennenzulernen.

An welche Techniken denke ich:

  • Meditation
  • Yoga u.a. Körperarbeitstechniken
  • Feldenkrais = Bewusstwerden durch Bewegen

Gutes Gelingen wünscht

el_condor

Hallo,

Der Körper sendet sehr früh schon Signale, doch leider werden
die gerne überhört. ZB vor einem Herzinfarkt gibt es vier
Stufen, sich erschöpft fühlen, Atembeschwerden,
Spannungsgefühl in der Brust …
bevor es zum Crash kommt.

Körperliche Symptome als Warnzeichen sind bei mir wenig zweckvoll. Alleine schon dadurch, dass ich schlicht zu dämlich bin, mein lebensnotwendiges (nach Schilddrüsen-Entfernung)Thyroxin einzunehmen, treten öfter mal Beschwerden auf, die auf alles mögliche hindeuten könnten. Ausserdem bin ich sowieso dauernd krank und/oder verletzt :frowning:

Die eigenen Grenzen rechtzeitig zu erkennen, heißt, diese
Grenzen zu fühlen, sich seiner Körperreaktionen bewusst sein
und da hilft es nur, sich mittels Techniken, die dieses
Bewusstwerden fördern, besser kennenzulernen.

An welche Techniken denke ich:

  • Meditation
  • Yoga u.a. Körperarbeitstechniken
  • Feldenkrais = Bewusstwerden durch Bewegen

Über derartige Möglichkeiten habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Ich weiss nur nicht, wie das funktionieren soll. Ich bin ausgesprochen unruhig und zappelig, selbst im Schlaf. Wenn es mir ausnahmsweise einmal gelingt zur Ruhe zu kommen, dann schlafe ich einfach ein, ohne dass ich dagegen ankomme. Ich werde aber trotzdem mal mit meinem Arzt darüber reden, ob es da nicht vielleicht doch etwas in der Richtung gibt, was mir nutzen könnte.

Danke für die Anregung.

Gruss
Petra