Eigene Telefongesellschaft?

Hallo!

Bei einem Freund im Studentenwohnheim habe ich gesehen, das ein Internetanschluß Zentral von der Hausverwaltung (gegen entsprechendes Entgeld) zur Verfügung gestellt wird. Das brachte mich auf volgende Frage:

Wie sieht die rechtliche Situation aus, wenn eine Hausgemeinschaft sich einen zentralen Telefon- und Internet-Server anschaft (im Sinne einer Haustelefonanalage), nur einen Breitbandanschluß (für alle Parteien gemeinsam) mit entsprechenden Flatrates beantragt und die Abrechnung in Eigenregie regelt. Bei genügend Parteien könnte man damit eine menge Geld sparen.

Könnte ein „Verein zur senkung der Telefonkosten“ helfen? Der Verein wäre dann der Inhaber des Anschlusses und die Vereinsmitglieder würden den Anschluß gemeinsam nutzen.

Mit besten Grüßen
Andaron

entsprechenden Flatrates beantragt und die Abrechnung in
Eigenregie regelt. Bei genügend Parteien könnte man damit eine
menge Geld sparen.

Das Problem an der Sache ist, dass in den AGB der TK-Dienstleister üblicherweise eine Weitergabe an Dritte mindestens unter Zustimmungsvorbehalt steht. Zwar würde ein Verein, der nur seine Mitglieder bedient, nicht an Dritte weitergeben. Aber dann wäre dieser Verein Vertragspartner - und dem dürfte kaum einem Anbieter einen Privatkundenvertrag anbieten. Mit einem Geschäftskundenvertrag lässt sich zwar auch noch Geld sparen, allerdings ist dafür eine wesentlich höhere kritische Masse erforderlich.

Gruß

Hallo Herrmann!

Mit einem Geschäftskundenvertrag lässt sich zwar
auch noch Geld sparen, allerdings ist dafür eine wesentlich
höhere kritische Masse erforderlich.

Mein „Verein“ ist eine GmbH, hat eine Telefonanlage, die nicht größer ist, als meine PC-Tastatur, und zahlt für ISDN, Telefon-Flat und DSL 6000 Flat 40,- Euro netto bei der Telekom. Wieviel Mitarbeiter ich habe, interessiert die nicht.

Grüße

Andreas

Hallo,
die Kosten eine GmbH zu gründen und zu „unterhalten“ dürften die Telefonkostenersparnis bei weitem übersteigen.
Wer schon eine „rumliegen“ hat, sieht das natürlich anders, weil sich die Fixkosten kaum ändern dürften.
BTW: so lange alles im Rahmen bleibt, gehen die Telefongesellschaften nicht gegen derartige Modelle vor, weil der Nachweiß schwierig ist. Aber auf der anderen Seite sollen selbst schon Familien mit 2-3 pubertierenden Kindern gekündigt worden sein, weil ihnen eine gewerbliche Nutzung unterstellt wurde.

Cu Rene

Und wie sieht es mit der Situation aus, wenn ein Mitglied sich illegale Dowloads oder ähnliches (vielleicht auch unabsichtlich) strafbar macht. Wer ist dann verantwortlich? Aus Computerzeitschriften weiß ich, das die Telefongesellschaften die Daten eines Nutzers soweit speichern müssen, das er sein Name und Adresse ausfindig gemacht werden kann.

Beste Grüße
Andaron

Und wie sieht es mit der Situation aus, wenn ein Mitglied sich
illegale Dowloads oder ähnliches (vielleicht auch
unabsichtlich) strafbar macht. Wer ist dann verantwortlich?

Für Straftaten ist der Täter verantwortlich. Aber es ist im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens natürlich möglich, dass Einrichtungen des Vereins zeitweise beschlagnahmt werden.

Aus Computerzeitschriften weiß ich, das die
Telefongesellschaften die Daten eines Nutzers soweit speichern
müssen, das er sein Name und Adresse ausfindig gemacht werden
kann.

Das gilt für Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen für Dritte. Der Verein, der nur an eigene Mitglieder anbietet, dürfte davon nicht betroffen sein.

IANAL

Hallo!

Man müsste das ohne die üblichen Provider machen.

Mir fällt da z.B. die Firma PlanInternet ein, mit derman das mal diskutieren könnte (@Mod: habe mit der Firma nichts zu tun).

Möglicherweise benötigt man die eine oder andere Genehmigung von der Bundesnetzagentur.

Gruß,
M.

Hallo!

Man müsste das ohne die üblichen Provider machen.

Was meinst Du damit? Wegen Preisen oder wegen Rechtsfragen?

Beste Grüße
Andaron

Hallo!

Man müsste das ohne die üblichen Provider machen.

Was meinst Du damit? Wegen Preisen oder wegen Rechtsfragen?

Wegen beidem.

Gruß,
M.