Eigene Verschlüsselung

Mein kleines Programm ist eigentlich fertig, wobei ich noch so manche Idee habe. Verschlüsselt wurde ein Text mit Base64, Shift, Random und kleine Fallen dazu. Also eher eine einfachere Variante aber doch etwas durcheinander gewählt. Wer nutzt hier nun Hacker-Tools und kennt sich damit aus? Sicherlich lässt sich der Code mit diversen Tools analysieren. Also wer möchte knobeln? :wink:

Hier der Code:

S0tRNHhPd1dCY113P8KEVF/Cgn9vYnZ7bsKDYHdveHF2Yjx6f2tRO3ttwoRPdm88ej1wUlw9bjx6woRUYnrChGtdYHpsd3J+b15PeXBgfntuPG5/bjzCgj9UYXZ7FxRseFh7VGBDe2x4UHttwoNgQW5SbXZrPW57bXd2e21zYFdreHJ/a1E7P1fCg3JDXXhuPm9dYEJreFjChFRhdn9rc2Bfbjx2woRveFh9VGJyfxcUa1E6dm48P3lsYnZ/bE1gQWt4bntseFg/V11yQ2JRPz1rXWDCgW1hZD1XXWBCZHhxdmx4U3ZdYnrChG1ResKCbcKDYDlveH46bsKDYMKEb3htdhcUa3huPmtRO3tseFg/V8KDckM4S0RxN2xWRjZkWGpvZXB4dD4zOzs7SE5ZPmV0MzMuMjNBaG55L2VmOzs7TmJqbT5obnkvb2Z1Ozs7UWJ0dHhwc3U+YkMyODQ4JjQ0Mzs7O0RwZWY7OztWdGZzPm5qbWI7OztUenR1Zm4+Mjc7OztubVphQXhxVzNQTTlhaGw0T2JhYkloTW9xM0ZzOUhUMUlITHA0V1hERlN2a0drNDA5Mw==

Oder deine verschlüsselte Datei?

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Das ist die Datei. Sie enthält nur diesen Zeichensalat (Base64) aber darin steckt dann noch mehr, wie im Beitrag beschrieben. Wenn man es entschlüsselt, kommt ein ganz normaler deutscher Text dabei heraus.

„Signaturprüfung oder Entschlüsselung ist nicht möglich. Die Eingabe wurde weder als signierter noch verschlüsselter Text erkannt.“

Hallo @Miclas,

befinden sich in den Daten eine gmx-E-Mail-Adresse, ein Passwort und der Nutzername beginnend mit „m“?

Diesen Teil der Daten und noch ein wenig mehr warf mein Tool aus.

eine nicht existente. :grin: Oder nur falsch entschlüsselt. :sweat_smile:

Nun ja, er hatte geschrieben

Ich hatte seinen Text einfach mal in Kleopatra eingegeben. :slight_smile:

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Hmm, Teil eins könnte „Dies ist ein Testtext für die Verschlüsselung. Mal sehen ob du das lesen kannst oder ob du feststeckst.“ sein :wink:

Danke für eure Tests. Das mit der GMX Adresse ist jedenfalls die kleine Falle :wink:
Mit solchen “Fallen” kann man ja dann schön mit arbeiten. Der eigentliche Text der entschlüsselt werden muss sitzt etwas tiefer. Es ist ein kleines Gedicht. Hätte jetzt nicht gedacht, dass diese “einfache” “Shift+Base64+Random+Fallen” Idee, doch so gut funktioniert.

Ähm. die hat gar nicht funktioniert. Nicht mal schlecht. gar nicht. Hier haben absolute Laien deine erste “Falle” schon entschlüsselt. Wie kommst du drauf, dass hier echte Experten nicht in kürzester Zeit deinen Klartext herzaubern?

Kryptografie ist schwer. Deswegen gibt es Wettbewerbe über viele Jahre, in denen Algorithmen von hunderten Experten aus allen Blickwinkeln geprüft werden.

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Ich würde mir da nicht zu viel darauf einbilden. :sweat_smile: Ich weiß nicht, was @Pierre gemacht hat. Ich habe nur ChatGPT damit gefüttert und mit etwas Überredungskunst dazu gebracht, dass der Text entschlüsselt wird. Aber ich bin keine Hackerin, und @Pierre vermutlich auch kein Hacker, insofern …
Oh, inzwischen hat @PrestonA geantwortet, geht in die gleiche Richtung. :joy:

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@PrestonA @Christa Nein, ich gehe nicht davon aus, dass die “einfache” Verschlüsselung jetzt super toll ist :wink: Die “Fallen” kann man aber schön weiter bauen (+ in verschiedenen Tiefen der Verschlüsselung ablegen) und dem echten “Hacker” doch alles schwerer machen. Das Programm ist auch nur für mich. Somit kann kein Hacker ins Programm schauen und meine Schritte zur Verschlüsselung nachvollziehen. Echte “Hacker” haben aber wohl auch die richtigen Tools. Da wird dann wohl ein Zeichensalat richtig analysiert und Brute-Force-Methoden angewendet. Deswegen sind “Fallen” (auch etwas bessere Fallen - meine war jetzt eher total einfach gestaltet) und gute Random-Algorithmen hier doch viel Wert. Ich möchte da gerne weiterarbeiten aber doch alles ohne Schlüssel programmieren. Da es ein Programm nur für mich ist, kam ich gerade auch auf eine Idee die alles vereinfacht, sprich eine “persönliche Verschlüsselung” kann wirklich sehr stark werden. Somit könnte ich mein Zeichensalat als Backup auch in eine Internet Cloud sichern und brauche wenig zu befürchten, sollte da jemand mal doch den Zeichensalat entdecken. So wie jetzt die Verschlüsselung ist, würde ich das natürlich nicht tun. Ganz clever ist auch mein Programm. Sollte es jemand starten, würde nämlich nur Zeichensalat rauskommen. Nur ich weiß, wie man es dann richtig startet, damit die Entschlüsselung auch funktioniert - wobei mein Programmstart im Grunde auch der ganz normale Start ist. Die Idee hierzu an sich könnte man schon fast verkaufen, wenn es da nicht diese “Decompiler” gäbe - wobei die Idee selbst sicherlich auch gut versteckt werden könnte.

Jedenfalls steckt in dem Code folgendes Gedicht:

Ein Gitter aus Zeichen, verworren und dicht,
Verbirgt deine Zeilen vor fremdem Gesicht.
Erst wenn die Ordnung sich richtig vereint,
Wird klar, was im Dunkeln zuvor nur erscheint.

Das kann ich hier jetzt ruhig offenlegen, da meine Verschlüsselungs-Algorithmen noch gar nicht fertig sind. Es macht jedenfalls Spaß in dieser Richtung kreative Ideen zu entwickeln und sie in der Programmierung umzusetzen.

OT

Gibt es eine unknackbare Verschlüsselung?

Im meinem Freundeskreis vor ca. 60-65 Jahren (wir waren so jung, seufz…) haben wir nach entsprechenden Filmen oder Bücher darüber diskutiert. Das Ergebnis war, wir hilten eine Methode dafür geeignet.

Die Idee: Sender und Empfänger besitzen das Gleiche Buch. Nun wird jede Buchstabe der Nachricht per Zufall aus diesem Buch gesucht und dabei die Seiten-, Zeilen und Buchstabenposition angegeben. Der Empfänger muss also in seinem Buch danach suchen. Das wäre natürlich sehr aufwendig und langsam.

Mit dem aktuellen Computertechnik heute könnte sowas natürlich viel schneller gehen.

Nun meine Frage:Könnte man eine so kodierte Nachricht knacken? Wir wissen z,B., dass die Engländer im 2. Weltkrieg ohne die Erbeutung einer ENIGMA wahrscheinlich die Nachrichten der Deutschen hätten nict entschlüsseln können.

Ob Dein Code funktioniert, kann ich nicht sagen. Aber er hat große Ähnlichkeit mit dem Code, den Wissenschaftler erfunden, und als einzigen unknackbaren Code nachgewiesen haben.
Prinzip ist: Man erzeugt neben dem Text, eine Zufällige Codezahl. Diese Codezahl muss die gleiche Anzahl Ziffern wie der Text Buchstaben haben. Nun wird jeder Buchstabe des Textes in eine Zahl umgewandelt. ZB entsprechend der Stelle des Buchstabens im Alphabet. Also A=1 B=2 und so weiter. Diese dabei erzeugte Zahlenkolonne, wird dann mit der gleich langen Schlüsselzahl verrechnet. Also der erste Buchstabe mit der ersten Ziffer der Codezahl und so weiter.
Solange Sender und Empfänger beide über die Schlüsselzahl verfügen, und sonst keiner, kann der Empfänger den Text problemlos wiederherstellen. Aber geknackt kann das nicht werden, weil keine Regelmäßigkeiten auftreten solange die Schlüsselzahl wirklich komplett zufällig ist, und nicht Periodisch, und genauso lang wie der Text ist. Ist die Codezahl kürzer, und wird dadurch mehrfach verwendet, kann der Code geknackt werden.
Einziges Problem ist: die Schlüsselzahl muss dem Empfänger auch mitgeteilt werden, ohne daß sie jemandem in die Hände Fällt.

Edit: Die Engländer haben keine Enigma erbeutet. Und haben sogar darauf geachtet, daß das nicht passiert. Geknackt wurde der Code auf anderem Weg. Hätten die Engländer eine Enigma erbeutet, hätten die Deutschen das vermutlich erfahren, und den Code geändert, so daß die erbeutete Enigma nutzlos gewesen wäre.
Geknackt wurde der Code, weil ein Deutscher eine Nachricht zweimal geschickt hat (was streng verboten war) und dabei zweimal denselben Schlüssel verwendet hat (was ebenfalls verboten war). Da ein Mensch bei längeren Texten zwangsläufig den einen oder anderen Tippfehler macht, gab es an einzelnen Stellen, andere Zeichen im Text. Daran konnten die Engländer die Tippfehler erkennen, und daraus dann letztlich den Code und die Funktionsweise der Enigma entschlüsseln, ohne je eine erbeutet zu haben.

Jein. Es ist eine Frage der Zeit, des Aufwandes und eventueller Lecks.

AES, Serpent und TwoFish sind bislang nicht gebrochen worden.

Doch, die Briten sicherten sich mehrere Enigma. Die bedeutsamste „Akquisition“ war die durch die Besatzung HMS Bulldog, die vom sinkenden U-110 nicht nur die Enigma holte, sondern auch die Codebücher.

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Die beste Verschlüsselung ist immer noch die eigene Erfindung :wink: aber man muss ja auch der “gute” Erfinder dann sein, also kreative Ideen entwickeln können und versuchen den Hacker/die Tools dazu, zu veräppeln :wink: Mein Programm in Delphi hat sich komplett geändert und inzwischen mache in JAVA (ich bin der totale Beginner) weiter. Es war eine eigene Wissenschaft bis ich mit IntelliJ IDEA alles so hatte, dass ich meine richtige native EXE in Windows erstellen konnte. Derzeit ist meine Verschlüsselung so, dass wenn ich nur einen Buchstaben verschlüsseln will, die Datei (vorher nutze ich die Registry) schon 1520 Bytes hat. Bei dem Text “Hallo Welt” ist die Datei 1608 Bytes groß. Beim meinem Gedicht:

Ein Gitter aus Zeichen, verworren und dicht,
Verbirgt deine Zeilen vor fremdem Gesicht.
Erst wenn die Ordnung sich richtig vereint,
Wird klar, was im Dunkeln zuvor nur erscheint.

knapp 4 Kilobytes. Es macht jedenfalls Spaß zu “coden” :wink:

Nein

Das sind s. g. Codebücher. Sowas wird seit dem 15. Jahrhundert genutzt. Heutzutage lässt sich sowas idR. auch ohne Vorlage des Codebuchs knacken. Es gilt daher als unsicher. Eine Ausnahme sind s. g. One-Time-Pads. Da muss sichergestellt sein, dass jeder Schlüssel auf Lebenszeit nur einmal verwendet wird.

Im Consumer-Bereich gelten symmetrische und asymmetrische Codierungsverfahren als sicher, wobei da die Schlüssellänge entscheidend ist und die ist heute schon ziemlich lang.

Da aber schon Quanten-Computer von der Ferne winken ist absehbar, dass auch diese Art der Verschlüsselung in absehbarer Zeit sehr leicht knackbar sein wird. Es gibt daher erste „quantensichere“ Verschlüsselungsverfahren. Hier fangen Staaten und z. B. Banken an, die Praxistauglichkeit zu bewerten.

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