Eigenes Gewerbe als Schüler

Hallo zusammen,

aufgrund meiner sich immer mehr häufenden (Privat)Aufträge (Homepages
realisieren, digitale Post-Production) und den damit verbundenen
Einnahmen sehe ich mich mehr oder weniger dazu gezwungen, ein Gewerbe
zu gründen.
Das ist jedoch nicht der alleinige Grund: Zusammen mit 2 weiteren
Freunden könnte ich mir solch einen (selbstständigen) Nebenjob gut
vorstellen.

Abgesehen vom finanziellen Aufwand (Lizenzen, etc.): Was wäre sonst
noch alles zu beachten? Ich selbst bin 16 (wäre der Leiter), meine
beiden anderen Freunde werden in den nächsten Monaten 17. Soweit ich
weiß kann ich rechtlich gesehen ein Gewerbe mit der Zustimmung meiner
Erziehungsberechtigten anlegen.

Was mich interessiert: Ist es eine gute Idee, bei unserem Vorhaben
ein Gewerbe anzulegen, oder würden wir damit mehr Verlust als Gewinn
machen? Alleine diesen Monat habe ich 2 Homepages realisiert, 1 Film
gecuttet, die nächsten Aufträge warten schon - das Geld für die
Lizenzen hätte ich schon längst zusammen. Mit was für Kosten müsste
ich also bei einem eigenen Gewerbe rechnen?

Der ausschlaggebende Grund für ein Gewerbe war bei uns eigentlich
der, dass wir dann offiziell Werbung machen könnten (wir wollten
Homepagerealisierung, Print-Layouts und digitale Post-Production
anbieten), uns eine Homepage einrichten könnten, ohne in eine
rechtliche Grauzone zu geraten.

Was ich ebenso gerne wissen würde: Dürften wir uns einen
Fantasienamen ausdenken für unser Gewerbe, in dem NICHT unsere Namen
vorkommen?

Was also meint ihr?

Danke im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen,
Sebastian

Hallo Sebastian,

vorweg: alle Fragen kann ich dir hier nicht beantworten, aber ich fang einfach mal an:

Zusammen mit 2
weiteren
Freunden könnte ich mir solch einen (selbstständigen) Nebenjob
gut
vorstellen.

wäre dann wohl eine Gbr, d.h. ihr haftet alle mit euren Privatvermögen für evtl. Fehlleistungen.

Soweit ich
weiß kann ich rechtlich gesehen ein Gewerbe mit der Zustimmung
meiner
Erziehungsberechtigten anlegen.

leider keine Ahnung, wie das bei Minderjährigen aussieht

Was mich interessiert: Ist es eine gute Idee, bei unserem
Vorhaben
ein Gewerbe anzulegen, oder würden wir damit mehr Verlust als
Gewinn
machen?

Verlust machst du ja erstmal nur, wenn du investierst.
Eine gute Investition wäre in eurem Fall wohl vorwiegend die eines Beraters. Ich gehe mal davon aus, dass ihr von der Bürokratie eines Gewerbes wenig Ahnung habt.
Ein Existenzgründerkur bei der VHS und ein Beratungsgespräch bei der IHK wäre auf jeden Fall angebracht um herauszufinden, ob ihr euch das ganze auch zutraut.
Selbständigkeiut ist mehr als nur fachliches Können, da gibt es viele Fallen in die man nicht tappen sollte, sonst steht man nachher da mit hunderten bis tausenden Euros Nachzahlungen usw, von denen man vorher einfach nichts gewusst hat.

Mit was für Kosten
müsste
ich also bei einem eigenen Gewerbe rechnen?

Das hängt vom Umsatz ab. Im kleinen Bereich (unter 7500€ p.P.) erstmal der IHK-beitrag, wobei man sich von dem auf Antrag befreien lassen kann. Die Gewerbe-Anmeldung kostet fast nix. Einkommensteuer fällt auch erst über ca 7500€ Gewinn an, Gewerbesteuer erst ab 25.000.

Allerdings ist die Beratung auf rechtlicher- und steurrechtlicher Seite so eine Sache… wenn man so gar nichts weiss, sollte man schon schauen, dass man alles abgrast, was es umsonst/günstig gibt, sonst fällt man nachher auf die Fr*** :smile:

Was ich ebenso gerne wissen würde: Dürften wir uns einen
Fantasienamen ausdenken für unser Gewerbe, in dem NICHT unsere
Namen
vorkommen?

bei einer Gbr nicht. Bei einer Gmbh schon, aber ich gehe mal davon aus, dass ihr keine 25.000€ übrig habt…

Was also meint ihr?

Mit der richtigen Beratung: viel Glück!

Hallo,

Abgesehen vom finanziellen Aufwand (Lizenzen, etc.): Was wäre
sonst noch alles zu beachten? Ich selbst bin 16 (wäre der Leiter),
meine beiden anderen Freunde werden in den nächsten Monaten 17.
Soweit ich weiß kann ich rechtlich gesehen ein Gewerbe mit der :Zustimmung meiner Erziehungsberechtigten anlegen.

Lies dazu mal meinen Antwortbeitrag etwas weiter unten. Dort hieß das Thema Kleinunternehmen Minderjährig Kapital Eltern.

Was dort steht, gilt auch für Dich bzw. für Euch.

Was mich interessiert: Ist es eine gute Idee, bei unserem
Vorhaben ein Gewerbe anzulegen, oder würden wir damit mehr Verlust :als Gewinn machen? Alleine diesen Monat habe ich 2 Homepages :realisiert,1 Film gecuttet, die nächsten Aufträge warten schon - das :Geld für die Lizenzen hätte ich schon längst zusammen. Mit was für
Kosten müsste ich also bei einem eigenen Gewerbe rechnen?

Das kann man so per se nicht sagen. Dazu müsste sich schon jemand äußern, der in der Materie steckt. Gleichwohl erscheint mir Euer Geschäftsmodell aber doch etwas sehr „diversifiziert“.

Was ich ebenso gerne wissen würde: Dürften wir uns einen
Fantasienamen ausdenken für unser Gewerbe, in dem NICHT unsere
Namen vorkommen?

Nein, wenn ihr als „Kleinunternehmer-GbR“ fungiert, und danach sieht es momentan aus, bzw. das wäre am sinnvollsten, müssen Eure Namen mit erscheinen und Phantasienamen gibt es auch keine. Hier muss schon ein Transparenz herrschen.

VG (auch ein)
Sebastian

Hi Sebastian,

Lies dazu mal meinen Antwortbeitrag etwas weiter unten. Dort
hieß das Thema Kleinunternehmen Minderjährig Kapital
Eltern
.

Was dort steht, gilt auch für Dich bzw. für Euch.

Ich wäre mir da im Rahmen der angedachten GbR keineswegs sicher. Als Einzelunternehmer sind die Bestimmungen klar, aber für die GbR, für deren Gesellschafter ja die gesamtschuldnerische Haftung gilt? Das wäre IMHO eine Frage für die Profis im Rechtsbrett.
Die §GROßE_SUCHMASCHINE liefert mir keine verwertbaren Treffer.

Das kann man so per se nicht sagen. Dazu müsste sich schon
jemand äußern, der in der Materie steckt.

Meine Glaskugel meint, das läuft eher auf eine Dienstleistung hinaus. Da halten sich die Kosten in engeren Grenzen. PC ist vorhanden und Tools gibts es oft als Opensource etc.
Mit ein wenig Gehirnschmalz und der eigenen Zeit läßt sich in deren Bereich anfangs viel erreichen.

Gleichwohl erscheint
mir Euer Geschäftsmodell aber doch etwas sehr
„diversifiziert“.

Joo, kann man so sehen:wink:

Nein, wenn ihr als „Kleinunternehmer-GbR“ fungiert, und danach
sieht es momentan aus, bzw. das wäre am sinnvollsten, müssen
Eure Namen mit erscheinen und Phantasienamen gibt es auch
keine. Hier muss schon ein Transparenz herrschen.

siehe: http://www.berlin.ihk24.de/produktmarken/recht_und_f…

Ulrich

Hallo zusammen und danke für die hilfreichen Antworten.

Dass unsere Geschäftsidee noch sehr diffus ist, ist verständlich. Wir wollten nicht im Voraus alles planen, um danach enttäuscht zu werden, weil es aus irgendwelchen Gründen gar nicht geht.
Im Moment sieht es ja aber so aus, dass es gut möglich wäre. Wir werden uns (haben jetzt ja Ferien) in den kommenden Tagen zusammensetzen und alles weitere planen.

So, wie es aus euren Beiträgen herausgekommen ist, ist eine GbR aufgrund der Haftung riskant: Wie genau meint ihr das, bzw. was meint ihr mit ‚Fehlern‘?
Andere Frage: In einer GbR gibt es doch sicher auch einen ‚Höheren‘, also sozusagen der Chef (auf anderen Seiten wird von einem Vertreter nach Außen berichtet). Oder wird das Gewerbe gleich auf alle Namen auf einmal angemeldet?

Zum Phantasienamen: Gut - laut mehreren Quellen - dürfen wir uns einen Phantasienamen ausdenken (lediglich ein ‚GbR‘ muss hintendran), mit dem wir auch werben dürfen. Unsere Namen müssen lediglich auf Formalitäten, wie Rechnungen, etc. drauf.

Ich selbst schätze unsere finanziellen Möglichkeiten ebenso eher hoch ein, da - wie schon erwähnt - PC(s) bereits vorhanden sind und wir die kommerzielle Lizenz für die Adobe CS3 vorerst privat bezahlen werden (wir haben ja das Glück, dass wir Schüler sind und somit Rabatte bekommen).

Eine weitere wichtige Frage stellt sich mir: Muss ich bei einer Gewerbeanmeldung angeben, was genau wir machen, bzw. kann sich unser Tätigkeitsbereich auch mit der Zeit ausweiten? Wenn wir z.B. neben unseren Dienstleistungen auch noch eine Homepage betreiben würden, die uns durch Werbeeinnahmen Zusatzkapital verschafft?! Wäre das rechtlich gesehen in Ordnung, bzw. was müsste ich beachten?

Danke im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen,
Sebastian

[MOD] Komplettzitat gelöscht

Hi Sebastian,

Dass unsere Geschäftsidee noch sehr diffus ist, ist
verständlich. Wir wollten nicht im Voraus alles planen, um
danach enttäuscht zu werden, weil es aus irgendwelchen Gründen
gar nicht geht.

Das ist - ganz ehrlich - ein sehr guter Ansatz für den Start. Wir erleben das gelegentlich auch anders herum: Gewerbe wird erst angemeldet und hinterher überlegt, was alles zu beachten ist.

So, wie es aus euren Beiträgen herausgekommen ist, ist eine
GbR aufgrund der Haftung riskant: Wie genau meint ihr das,
bzw. was meint ihr mit „Fehlern“?

Eine GbR ist noch schlimmer als eine Heirat:wink: Beispiel: einer deiner Kumpels bekommt Flusen und bestellt ein Gerät für 5000,- EURO. Die habt ihr aber nicht. Aber dein Kumpel glaubt daran, weil er irgendeine Aussage vom Kunden so interpretiert.
Tja, und nun? Nun müßt ihr alle gemeinsam die 5 Riesen bezahlen. Selbst wenn einer privat ein Auto kauft und es nicht bezahlen kann, dann seid ihr auch wieder gemeinschaftlich dabei, jedenfalls im Bereich der Erwachsenen.
Beim Einzelunternehmen gibt es keine Trennung privates Geld - geschäftliches Geld. Das ist ein Topf. Bei der GbR ist das eben ein größerer gemeinsamer Topf von verschiedenen Leuten.

Das macht die GbR doch recht risikoreich. Es gibt durchaus eine Möglichkeit, die gemeinsame Haftung zu umgehen.
siehe: http://www.berlin.ihk24.de/produktmarken/recht_und_f…

(Innenverhältnis meint, daß man intern vereinbaren kann, daß euch der „wilde“ Kumpel dann das Geld zurückgibt. Aber dem Lieferanten gegenüber klappt das so nicht. Das wäre das Außenverhältnis.)
Mein Tip: überlegt euch eine andere Konstellation ohne die GbR. Ob das dem Kunden gegenüber darstellbar ist, weiß ich nicht. Die wollen ja gerne einen einzigen Partner und nicht, daß bei Problemen sich verschiedene Bezeiligte wechselseitig die Schuld zuschieben.

Andere Frage: In einer GbR gibt es doch sicher auch einen
„Höheren“, also sozusagen der Chef (auf anderen Seiten wird
von einem Vertreter nach Außen berichtet).

Das muß die GbR unter sich ausmachen. Da ich mich darin nicht besonders gut auskenne, wäre ein Rat eine Rechtsanwaltes angesagt, jedenfalls normalerweise. Ich halte es für sinnvoll, einen einzigen Kapitän zu haben. Aber genau das ist das Kernproblem. Man will ja demokratisch und gerecht sein und das sind ja Freunde und überhaupt…
Das alles will wohldurchdacht werden. Und, wie der Volksmund so schön sagt, bei Geld hört die Freundschaft auf.

Zum Phantasienamen: Gut - laut mehreren Quellen - dürfen wir
uns einen Phantasienamen ausdenken (lediglich ein „GbR“ muss
hintendran), mit dem wir auch werben dürfen. Unsere Namen
müssen lediglich auf Formalitäten, wie Rechnungen, etc. drauf.

So lese ich das auch aus der Info der IHK.

Ich selbst schätze unsere finanziellen Möglichkeiten ebenso
eher hoch ein, da - wie schon erwähnt - PC(s) bereits
vorhanden sind und wir die kommerzielle Lizenz für die Adobe
CS3 vorerst privat bezahlen werden (wir haben ja das Glück,
dass wir Schüler sind und somit Rabatte bekommen).

Diese Lizenzen sind aber für Schüler und nicht für den gewerblichen Einsatz, jedenfalls üblicherweise. Sonst wäre jeder Webdesigner immer Schüler:wink:

Eine weitere wichtige Frage stellt sich mir: Muss ich bei
einer Gewerbeanmeldung angeben, was genau wir machen, bzw.
kann sich unser Tätigkeitsbereich auch mit der Zeit ausweiten?

Super exakt braucht man nichts anzugegeben. Die Angaben dienen mehr statistischen Zwecken und der Abgrenzung zum Handwerk.

Wenn wir z.B. neben unseren Dienstleistungen auch noch eine
Homepage betreiben würden, die uns durch Werbeeinnahmen
Zusatzkapital verschafft?! Wäre das rechtlich gesehen in
Ordnung, bzw. was müsste ich beachten?

So ein kleines Zusatzbonbon ist immer willkommen und gibt meines Wissens nach auch keine Probleme. Das sind Einnahmen und gut ist.
Die alte „Tante Siemens“ hieß bei uns früher in der Elektronik: Bank mit angeschlossener Elektronikabteilung:wink: Die haben jahrelang mehr Geld durch Finanzgeschäfte als durch ihre eigentlichen Aktivitäten in der Elektronik/Elektrotechnik verdient.

Ulrich

Hi Sebastian,

Hallo und danke für die Antwort.

Das ist - ganz ehrlich - ein sehr guter Ansatz für den Start.
Wir erleben das gelegentlich auch anders herum: Gewerbe wird
erst angemeldet und hinterher überlegt, was alles zu beachten
ist.

Genau das wollten wir eben vorbeugen :wink:

Eine GbR ist noch schlimmer als eine Heirat:wink: Beispiel: einer
deiner Kumpels bekommt Flusen und bestellt ein Gerät für
5000,- EURO. Die habt ihr aber nicht. Aber dein Kumpel glaubt
daran, weil er irgendeine Aussage vom Kunden so interpretiert.
Tja, und nun? Nun müßt ihr alle gemeinsam die 5 Riesen
bezahlen. Selbst wenn einer privat ein Auto kauft und es nicht
bezahlen kann, dann seid ihr auch wieder gemeinschaftlich
dabei, jedenfalls im Bereich der Erwachsenen.
Beim Einzelunternehmen gibt es keine Trennung privates Geld -
geschäftliches Geld. Das ist ein Topf. Bei der GbR ist das
eben ein größerer gemeinsamer Topf von verschiedenen Leuten.

Sprich: Angenommen einer aus unserer potenziellen GbR hat gerade einen super tollen HD-Plasma-TV gesehen und für 10 000€ gekauft (allerdings nur für sich selbst), kann das aber nicht selbst bezahlen… Dann sind die anderen 2 Personen der GbR dazu verpflichtet, den Rest zu zahlen? Egal, ob sie gar nichts von der Investition wussten?
Das wäre dann ja ein ziemliches Vertrauensspiel…

Das muß die GbR unter sich ausmachen. Da ich mich darin nicht
besonders gut auskenne, wäre ein Rat eine Rechtsanwaltes
angesagt, jedenfalls normalerweise. Ich halte es für sinnvoll,
einen einzigen Kapitän zu haben. Aber genau das ist das
Kernproblem. Man will ja demokratisch und gerecht sein und das
sind ja Freunde und überhaupt…
Das alles will wohldurchdacht werden. Und, wie der Volksmund
so schön sagt, bei Geld hört die Freundschaft auf.

Theoretisch gesehen könnten aber auch alle in der GbR Kapitän sein, oder?

Diese Lizenzen sind aber für Schüler und
nicht für den gewerblichen Einsatz,
jedenfalls üblicherweise. Sonst wäre jeder Webdesigner immer
Schüler:wink:

Das ist natürlich doof, da ich die gewerbliche Lizenz für die CS3 um einiges höher einschätze. Aber vielleicht wäre es am besten, direkt Adobe mal zu kontaktieren und freundlich nachzufragen…

So ein kleines Zusatzbonbon ist immer willkommen und gibt
meines Wissens nach auch keine Probleme. Das sind Einnahmen
und gut ist.

Das ist so ein Punkt. Je nachdem wie es aussieht mit der CS3-Lizenz, welche Kosten da mehr auf uns zukommen als erwartet, müssten wir eigentlich zuerst auf die Idee mit der Homepage zurückkommen, um damit genug Startkapital zu schaffen.
Das wäre denke ich ja auch möglich, allerdings kommt es doch sicher ein wenig komisch, wenn ich als Dienstleistungen bei der Anmeldung einer GbR angebe, dass wir Mediengestaltung betreiben, dies jedoch erst wirklich dann machen werden, sobald die Homepage genug Gewinn erbracht hat. Oder kann ich auch einfach eine GbR anmelden und dann abwarten, bis wir so genug auf einen Alternativweg verdient haben?

Danke für die Auskunft!

Mit freundlichen Grüßen,
Sebastian

Hi Sebastian,

Hallo und danke für die Antwort.

Warte nur auf die Rechnung:wink:

Sprich: Angenommen einer aus unserer potenziellen GbR hat
gerade einen super tollen HD-Plasma-TV gesehen und für 10
000€ gekauft (allerdings nur für sich selbst), kann das
aber nicht selbst bezahlen… Dann sind die anderen 2 Personen
der GbR dazu verpflichtet, den Rest zu zahlen? Egal, ob sie
gar nichts von der Investition wussten?

Übel, aber so sind die Spielregeln.

Das wäre dann ja ein ziemliches Vertrauensspiel…

Jep. Da sitzen alle Mann in einem Boot.
Hier nochmals eine Übersicht über Rechtsformen der Unternehmen: http://www.ibd-gmbh.de/infos/rechtsfo.htm

Theoretisch gesehen könnten aber auch alle in der GbR Kapitän
sein, oder?

Ich vermute, das wird so bei den meisten sein. Denn alle sind ja Freunde und wollen gleichberechtigt mitmischen. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber in kritischen geschäftlichen Phasen kann es zu einer Blockade bei einer geraden Anzahl von Gesellschaftern kommen.
Bei einer ungeraden bilden sich IMHO Gruppen, die dann die Entscheidungen treffen. Das wiederum kann intern zu persönlichen Spannungen führen.
Das betrifft dann den zwischenmenschlichen Bereich.

Diese Lizenzen sind aber für Schüler und
nicht für den gewerblichen Einsatz,
jedenfalls üblicherweise. Sonst wäre jeder Webdesigner immer
Schüler:wink:

Das ist natürlich doof, da ich die gewerbliche Lizenz für die
CS3 um einiges höher einschätze. Aber vielleicht wäre es am
besten, direkt Adobe mal zu kontaktieren und freundlich
nachzufragen…

Mag sein, aber ein Hersteller füttert gerne die an, die kein Geld haben. Wer dann mit der Software Geld verdient, darf davon auch was dem Hersteller geben.
Das ist so der Brauch. Versetz dich einfach mal in die Lage eines Herstellers.

Das ist so ein Punkt. Je nachdem wie es aussieht mit der
CS3-Lizenz, welche Kosten da mehr auf uns zukommen als
erwartet, müssten wir eigentlich zuerst auf die Idee mit der
Homepage zurückkommen, um damit genug Startkapital zu
schaffen.

Ob und wie ihr die Dinge angeht, die in der Gewerbeanmeldung stehen, spielt keine Rolle. Mach das nicht zu kompliziert und es spielt letztlich auch keine Rolle.
Gerade im Anfangsstadium ist es nicht ungewöhnlich, daß man sich erst seine geschäftlichen Wege suchen muß und von daher mal das eine Feld, mal ein anderes beackert.

Ulrich

Hi und wiedermal danke…

Warte nur auf die Rechnung:wink:

ist unterwegs :wink:

Jep. Da sitzen alle Mann in einem Boot.
Hier nochmals eine Übersicht über Rechtsformen der
Unternehmen: http://www.ibd-gmbh.de/infos/rechtsfo.htm

Hm, irgendwo habe ich etwas davon gelesen, dass eine GbR durch die Eintragung ins Handelsregister automatisch zu einer OHG wird. Wäre das in unserem Fall sinnvoll? Das einzige, was mich an dem Link verwirrt, ist, dass bei GbR „Firma: Keine“ und bei OHG etwas bei „Firma“ steht. In unserem Fall ist eine Gewerbeanmeldung nötig, oder?

Ich vermute, das wird so bei den meisten sein. Denn alle sind
ja Freunde und wollen gleichberechtigt mitmischen. Dagegen ist
nichts einzuwenden, aber in kritischen geschäftlichen Phasen
kann es zu einer Blockade bei einer geraden Anzahl von
Gesellschaftern kommen.
Bei einer ungeraden bilden sich IMHO Gruppen, die dann die
Entscheidungen treffen. Das wiederum kann intern zu
persönlichen Spannungen führen.
Das betrifft dann den zwischenmenschlichen Bereich.

Wir wären ja zu dritt, jedoch ist inzwischen schon mehr oder weniger eigentlich klar, wer Kapitän ist :wink: --> ich.

Mag sein, aber ein Hersteller füttert gerne die an, die kein
Geld haben. Wer dann mit der Software Geld verdient, darf
davon auch was dem Hersteller geben.
Das ist so der Brauch. Versetz dich einfach mal in die Lage
eines Herstellers.

Natürlich verstehe ich die Politik der Hersteller, vor allem von Adobe, da ich die Produkte sehr schätze. Ich habe Adobe nun direkt mal angeschrieben, ich werde dann also mehr erfahren. Aber was mich wundert: In keinem Shop kann ich „Firmenlizenzen“ für die CS3 finden, nur die sogenannten „Vollversionen“, die man auch kommerziell verwenden darf. In unserem Fall hätten wir ja dann im Prinzip die Vollversion, nur eben mit Rabattvorteil.

Ob und wie ihr die Dinge angeht, die in der Gewerbeanmeldung
stehen, spielt keine Rolle. Mach das nicht zu kompliziert und
es spielt letztlich auch keine Rolle.
Gerade im Anfangsstadium ist es nicht ungewöhnlich, daß man
sich erst seine geschäftlichen Wege suchen muß und von daher
mal das eine Feld, mal ein anderes beackert.

Das ist natürlich erfreulich :smile:.

Danke und mit freundlichen Grüßen,
Sebastian

Hm, irgendwo habe ich etwas davon gelesen, dass eine GbR durch
die Eintragung ins Handelsregister automatisch zu einer OHG
wird. Wäre das in unserem Fall sinnvoll? Das einzige, was mich
an dem Link verwirrt, ist, dass bei GbR „Firma: Keine“ und bei
OHG etwas bei „Firma“ steht. In unserem Fall ist eine
Gewerbeanmeldung nötig, oder?

OHG ist für den Anfang gar keine gute Idee. Ich sag nur: doppelte Buchführung. Lasst da mal lieber die FInger von, bis ihr Geld genug habt um euch einen Buchhalter zu leisten.

Natürlich verstehe ich die Politik der Hersteller, vor allem
von Adobe, da ich die Produkte sehr schätze. Ich habe Adobe
nun direkt mal angeschrieben, ich werde dann also mehr
erfahren. Aber was mich wundert: In keinem Shop kann ich
„Firmenlizenzen“ für die CS3 finden, nur die sogenannten
„Vollversionen“, die man auch kommerziell verwenden darf. In
unserem Fall hätten wir ja dann im Prinzip die Vollversion,
nur eben mit Rabattvorteil.

Es gibt von Photoshop zwei vergünstigte Versionen. Die Student-Edition darf nur privat verwendet werden, die Education-Edition kostet ca 100€ mehr, darf aber auch gewerblich verwendet werden. Die ist aber nicht so leicht zu bekommen, von einem Shop weiss ich es aber: http://www.btb-shop.de/

Viele Grüße,

yummi

Hi!

OHG ist für den Anfang gar keine gute Idee. Ich sag nur:
doppelte Buchführung. Lasst da mal lieber die FInger von, bis
ihr Geld genug habt um euch einen Buchhalter zu leisten.

Okidoki. Aber einen Fantasienamen mit Anhang „GbR“ dürfen wir uns trotzdem überlegen oder?

Es gibt von Photoshop zwei vergünstigte Versionen. Die
Student-Edition darf nur privat verwendet werden, die
Education-Edition kostet ca 100€ mehr, darf aber auch
gewerblich verwendet werden. Die ist aber nicht so leicht zu
bekommen, von einem Shop weiss ich es aber:
http://www.btb-shop.de/

Jups, genau diese Education-Edition meine ich. Wir wollten diese für die Adobe Production Premium CS3 erwerben, welche 769€ kostet und wir somit kommerzielle Rechte hätten. Deswegen meine Frage: Kommerziell = auch gewerblich zugelassen?

Mit freundlichen Grüßen,
Sebastian

Zitat aus eMail:

„Sie können die " Education - Version " kommerziell nutzen…Diese Version
gibt Ihnen die Möglichkeit,wenn sie zum Beispiel ein Gewerbe betreiben,
Erlöse aus Ihrer Arbeit zu erwirtschaften.“