Eigenheimzulage und das dazugehörige Formular

Hallo liebe WWW-ler,

gleich vorweg, bevor ich wieder gelöscht oder verschoben werde: Ich brauche hier an dieser Stelle keine steuerliche Beratung, sondern lediglich einen Hinweis, was nun in welches Feld eingetragen wird, weil ich trotz INternet, Konz und Co zu blond bin diesen Bogen zur Beantragung der Eigenheimzulage auszufüllen.

Ausgangssituation:
Habe letztes Jahr ein Haus gekauft, dessen Nutzen und Lasten im April auf mich über gehen, ich also offiziell auch einziehen werde. Mir gehören an der Kiste 50%, ich bin nicht verheiratet mit dem anderen Besitzer. Die Immobilie hat geschätzte 140 qm, 12 qm entfallen auf freiberuflich genutztes Arbeitszimmer.

Kaufpreis XXXX nicht unterteilt in Haus und Boden in Summe mein Anteil XX
zusätzliche Kosten für Notar etc. YYYY in Summe mein Anteil YY
Herstellungskosten ZZZZ in Summe mein ANteil ZZ

So weit bin ich durch was ich wozu zählen kann. Jetzt aber noch eine Frage zu den Herstellungskosten: Da ich ja die Baumaßnahmen in der Zukunft durchführe kann ich nur Schätzungen einreichen. Riecht das dem Finanzamt oder wie geht man da vor?

Wie trage ich die Nummern der Zeile 41, 42, 43 ein. Die Summeist dann klar.

Dann gehts weiter mit Zeile 48 (ist auch noch klar)
Zeile 49 12 qm für AZ sind 8% an der GEsamtfläche, aber auf was beziehen sich die Kosten dann??? Sind das 8% auf den Kaufpreis oder auf die Summe der ermittelten Kosten aus Zeile 44?

Was ist die BEmessungsgrundlage aus Zeile 50??? Sind das dann die Gesamten Kosten abzüglich der Anteile auf das Arbeitszimmer???

Nach meiner Logik müsste ich ja erst die gesamten Kosten xxxx + yyyy + zzzz halbieren und dann von meinen 50% xx + yy + zz den Anteil für das AZ abziehen??? Oder ziehe ich AZ nur von XX ab???

Kann mich hier irgendwer verstehen und mein Problem lösen???

Völligst verzweifelt guckend und weiterhin Erklärungen lesend…undn auf Rettung wartend

Alexandra

tust du mir nen Gefallen und liest dein Post nochmal durch…

und wenn du selbst verstehst was du geschrieben hat, dann versuchs nochmal zu erklären…

ich jedenfalls hab keine Ahnung wovon du redest…Sorry!

LG Ralf

Siehste Ralf, das ist mein Problem…ich verstehe auch nicht was das Finanzamt von mir will!!! Und das nicht, obwohl ich nun wirklich nicht gerade blöd bin und ansonsten auch alle anderen Steuerformulare ausfüllen kann, aber das hier ist wirklich der Abschuss, da auch die Erklärungen des Finanzamtes nicht ausreichen.

Also noch mla von Vorne:

Zeile 41: Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Ok habe ich mir gedacht ist in Ordnung, ist ja klar, da schreibst Du die Kaufsumme rein also XXXX und natürlich meine Herstellungskosten für Sanierung Dach und Strom etc…

dann kam aber Zeile 42

Zeile 42: Anschaffungskosten des Grund und BOdens??? Hab ich nicht, weiß ich nicht Hallo??? In meinem Kaufvertrag steht zwar ddrin, dass dummer Weise auf den zwei Grundstücken ein Haus steht, aber das ist nicht weiter differenziert nach Hauspreis und Bodenpreis. Was nun???

Muss ich jetzt meinen Kaufpreis irgendwie aufteilen???

Logisch: Zeile 46 ist dann die Summe aus den Zeilen 41 und 42.

Weiter gehts mit Zeile 47: Wohnfläche der Wohnung: ca. 140 qm in meinem Fall davon entfallen:

Zeile 49: 12 qm auf mein Arbietszimmer = 8% = ??? Euro Welcher Eurobetrag ist hier gemeint? Beziehen sich die anteiligen 8% dann auf den Kaufpreis laut Notarvertag oder aber auf die Summe aus Ziffer 46??? Das steht nirgendwo!!!

Zeile 50: Bemessungsgrundlage: Was ist meine Bemessungsgrundlage??? Was wollen die hier von mir? Ist das dann der Einkaufspreis abzüglich der ermittelten Euros aus Zeile 49 und wenn??? Welche Zahlen sind das???

So langsam habe ich echt die Faxen dicke und wenn hier niemand in der Lage ist das mal plausibel zu erklären, dann setze ich die ganze Bude privat an und verzichte auf das AZ. Die sind doch wohl nicht ganz dicht beim Finanzamt. Das hat sich doch schon wieder so ein ge… Controller ausgedacht…Hallo lieber Finanzbeamte der Du dir das Formular ausgedacht hast - vielleicht meldest Du dich mal bei mir??? Deine Mitarbeiter können mir das hier nämlich auch nicht erklären ;o)

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Antrag auf Eigenheimzulage
Hallo Alexandra,

weißt du, dass der Finanzbeamte, der sich das Formular ausgedacht hat, ein ganz armes Schwein ist ?

Der musste nämlich alles das, was die von dir gewählten Volksvertreter im Bundestag und im Bundesrat beschlossen haben, in ein Formular umsetzen.

Welch undankbare Aufgabe, findest du nicht ?

Aber weil er genau wusste, dass es Leute gibt, die das nicht verstehen, hat er sich noch was geniales ausgedacht:

Eine Anleitung zum Ausfüllen des Antrags !

Der helle Wahnsinn, oder ?

Und für die Leute, die internet haben, wurde diese Anleitung sogar ins internet eingestellt:
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C3326974_L20…

Schon wieder der helle Wahnsinn, oder ?

Du solltest jetzt erstmal in Ruhe eine Nacht darüber schlafen, dir nach einem schönen Samstagmorgen-Frühstück in aller Ruhe die Anleitung durchlesen und du wirst sehen, sooooooo schwer ist das gar nicht !!!

Echt !!!

Ob du es glaubst oder nicht, der Antrag auf Eigenheimzulage ist der einfachste von allen, die es beim Finanzamt gibt.

Hoffentlich tun dir jetzt wenigstens ein bißchen die Beamten leid, die jeden Tag mit diesen hochkomplizierten Formualaren arbeiten müssen.

Wirklich nicht zu beneiden, diese Leute.

Und ab nun nicht mehr meckern, wenn es beim Finanzamt mal wieder länger dauert, die Beamten müssen ja erstmal ihren eigenen Vordrucke verstehen.

Das dauert.

der Petz

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Oh hallo Petz,

schön, dass Du Dich meldest…mein Mitleid für die BEamten hält sich in Grenzen und das schlimmste: Mein Vater ist auch so einer *ahhhhhhhhhhhhh*

Aber da Du das Formular ja so einfach und logisch findest, kannst Du mir das ja hier jetzt ganz konkret erklären ;o)

,haeb übrigens schon ein paar Nächte drüber geschlafen. Einfach scheint das nur zu sein, wenn man kein Arbietszimmer angibt, de Kaufvertrag zufällig Grund und Boden und Haus ausweist… ansonsten hätte mir das ja hier mal einer erklären können… wenn man den Verlauf mal so verfolgt wurde das Thema Eigenheimzulage 8000 Mal in den letzten drei Monaten erfragt…wo sind jetzt alle Eigenheimzulagenbeantrager??? Irgendeiner muss doch hier mal die ähnlcihe Konstellation haben??? *immer noch verzweifelt guck und im Spülmittelschrank nach Materialien für Bombe am suchen*

So, Alexandra, du hast jetzt hoffentlich deinen Samstagmorgen-Kaffee genossen…

Und jetzt gehen wir die ganze Sache mal beherzt an, obwohl auch ich zu deinen Feindbildern gehöre…

Seite 1 des Vordrucks dürfte kein Problem sein, oder ?

Nun zu Seite 2:

Man füllt erstmal die Zeilen 32 und 33 aus und macht ein Kreuz in Zeile 35, eventuell auch Zeilen 37 und 38.

Damm macht man ein Kreuzchen in Zeile 44 und schreibt hinten die Anschaffungskosten hinein:
Kosten lt. Kaufvertrag

  • Notarkosten
  • Grunderwerbsteuer
  • Maklerkosten evtl.

Diese Summe trägt man ein in Zeile 44.

In Zeile 48 die Gesamtquadratmeterzahl, in 49 die Quadratmeterzahl des Arbeitszimmers und subtrahiert diesen Betrag von den in Zeile 44.

Das Ergebnis dieser Subtraktion dann in Zeile 40.

In Zeile 66 dann noch eventuell vorhandene Kinder.

Zeile 72 ausfüllen und ganz unten auf Seite 3 noch unterschreiben, eventuell auch dein Mann, falls vorhanden.

Diesen Antrag bringst du mit einem freundlichen Lächeln zum FA, legst noch eine Kopie des Kaufvertrags bei und Angaben zur Finanzierung, z.B. Kopie des Darlehensvertrags, Eigenmittel, Schenkungen.

Das war’s.

der Petz

Hallo Petz,

danke!!! Aber mir ist noch eins nicht klar: Die anteiligen Kosten für das Arbeitszimmer, die ich von den Gesamtherstellungskosten abziehen muss… werden diese Kosten ermittelt aus Kaufpreis * anteilige % Arbeitszimmer oder berechnen sich diese Kosten aus den gesamten Herstellungskosten * anteilige % Arbietszimmer?

Daaaanke noch mal!!!
Alexandra *die ihre Sachbearbeiterin beim Finanzamt eigentlich für sehr kompetent, fürsorglich und zuvorkommend hält und ganz traurig ist, dass sie jetzt bald einen anderen Sachbearbeiter hat*