Eigenkapital bei Hauskauf

Hallo,

mein Freund und ich wollen uns ein Haus kaufen, sind auch schon ein wenig am rumsuchen. Es sollte nicht viel teurer als 150.000 € kosten.
Kann uns jemand sagen, was man da an Eigenkapital braucht???

Dankeschön

Heike

Hallo Heike,

wenn Du sagst, was Ihr monatlich tilgen könnt und wann das Haus bezahlt sein soll, kann man die Aufgabe unter Annahme verschiedener Zinssätze rechnen.

Unabhängig davon: Allerwenigstens 20 Prozent vom Kaufpreis (alles inklusiv) ist die untere Grenze, um mit einer Bank an den Tisch zu kommen. Wer Euch mit weniger Eigenkapital einen Kredit gibt, möchte das Geschäft tendenziell eher mit der Versteigerung des Hauses als mit Eurer Finanzierung machen.

Schöne Grüße

MM

Hallo,

Wir sind auch gerade am Suchen…
http://www.baugeld-vergleich.de/tabellen/frames/dr-k…

Gib da mal Deine Daten ein und wähle dann 60%, 80% oder 100% die Ihr fremdfinanziert haben wollt.

Es sich auch Vollfinanzierungen (105%) möglich.

Gruss, spock

Hallo Heike,
Bei Finanzierungen, gerade im Immobilienbereich, sind 20 % der Darlehensumme eine Grundvoraussetzung. Sicherlich gibt es auch Finanzierungen die ohne Eigenkapital funktionieren. Diese setzten allerdingst ein relativ hohes und auch sicheres Einkommen voraus. Also wenden wir uns dem Normalfall zu.
Eigenkapital innerhalb einer Finanzierung ist nicht nur Bargeld, auch staatliche Zuwendungen, wie die Eigenheimzulage, dienen als Eigenkapitalersatz und können der Bank abgetreten werden. So könnte mann sein Erspartes auch weiterhin behalten. Setzt mann nun doch Beides ein, erfüllt sich in aller Regel die 20 % Vorderug der Bank. Weiter als Eigenkapital können auch bestehende Versicherungen ( LV )mit einem Rückkaufwert und einer garantierten Auzahlungssumme dienen. Die garantierte Auszahlungssumme brauch nämlich nicht zu finanziert werden. Diese wird der Bank abgetreten. Diese Summe wird innerhalb der Finanzierung nicht getilgt sondern lediglich verzinst. dies ist auch schon ein Vorteil, denn die aus einer Finanzierung resultierende monatliche Belastung, sollte in einen verträglichen Rahmen bleiben, so das diese auch in schlechteren Zeiten gesichert ist. Auch Eigenleistungen am Haus ( falls Neubau) sind Eigenkapital.

Ein mögliches Modell deiner Finanzierung:
Betrag: 150.000,00 €
staatl. Zulagen: - 10.000,00 € ( 1250,00€/p.A. 8 Jahre lang)
Eigenmittel: - 20.000,00 €

Summe: 120.000,00 €
Zins/Tilgung 7.200,00 € ( bei 4,5% / 1,5%)

Belastung / Monat 600,00 € ( zahlbar 30 Jahre)

Diese Belastung lässt sich noch nach unten oder oben beeinflussen. Nach unten: wenn o. g. Bedingungen zutreffen und eingearbeitet werden. Nach oben, wenn du eben nicht die 30 Jahre zahlen möchtest oder nicht kannst, weil du bereits 40 Jahre alt bist) Banken rechnen bis zum 65 Lebensjahr. Weitere Eigenkapitalmöglichkeiten sind auch Aktien, Sparbriefe, Wertpapiere, Immobilien.

Eine Finanzierung ist stets sehr individuell und muss den persönlichen Möglichkeiten angepasst werden. Such dir einen Profi( keinen Bankangestellten), und lass dich weiter beraten. Wähle eine Bank, welche das Immobiliengeschäft zu seiner Hauptaufgabe gemacht hat.
Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben.
MFG. Holger

Hallo Heike,

so pauschal läßt sich eigentlich nur die Aussage von Martin treffen, 20% des Kaufpreises zuzüglich Nebenkosten sollen vorhanden sein. Für Euch hieße das rund 45000 (incl. Makler), sofern keine weiteren Kosten anfallen (Renovierung, Einrichtung u.ä.). Mit neuer Küche, Beleuchtung und ein paar Möbeln werden das leicht 60 - 70 Mille…

Dies ist die graue Theorie und unter diesen Vorraussetzungen bekommst Du die Kredite hinterher geschmissen.

Die Bemerkung von Martin, eine Bank die auch mit weniger EK finanziert spekuliere regelrecht auf die Zwangsversteigerung, möchte ich aber ausdrücklich als Blödsinn bezeichnen! Dazu spielen zu viele Faktoren eine Rolle, als daß sich das so pauschal sagen ließe.
Wir haben Ende 2003 ein Haus gekauft und mußten knapp 90% des Kaufpreises finanzieren. Völlig abgelehnt wurde die Finanzierung dabei von keiner Bank und von fünf ernsthaften Angeboten gingen drei von einer Beleihungsgrenze von 80% (mit den entsprechenden Konditionen) aus. Ein Berater hat mich im Gespräch sogar direkt gefragt: „Was muß ich Ihnen denn anbieten, damit wir ins Geschäft kommen?“

Der Gestaltungsspielraum ist für Bänker offensichtlich recht beachtlich. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man mit einem halbwegs schlüssigen Konzept in das Gespräch geht (das auch ein angemessenes Finanzpolster enthält) und dort nicht mit unrealistischen Zahlen bez. der eigenen Leistungsfähigkeit hantiert, ist vieles möglich.
Neben den „harten Zahlen“ gibt es aber auch eine Reihe weicher Faktoren, die Kreditvergabe und -konditionen beeinflussen: Arbeitgeber, Ausbildung, Familienstand, sogar (zumindest bei Regionalbanken) soziale Tätigkeiten… Mein Gespräch mit dem Berater der finanzierenden Bank war zu ca. 2/3 privater Natur.

Eine Seite, die ich zum durchspielen recht nützlich fand:
http://www.hypotheken-discount.de/

Gruß Stefan

mein Freund und ich wollen uns ein Haus kaufen, sind auch
schon ein wenig am rumsuchen. Es sollte nicht viel teurer als
150.000 € kosten.
Kann uns jemand sagen, was man da an Eigenkapital braucht???

Dankeschön

Heike