Eigenkapitalquote

Hallo,
ich hätte mal eine Frage zur Eigenkapitalquote von Unternehmen.
Ich habe mich mit den Kennzahlen von Siemens in den letzten 5 Jahren beschäftigen müssen und nun ist mir aufgefallen, dass dieses Unternehmen anscheinend eine geringe Eigenkapitalquote erzielen will. Ebenso möchte der Vorstand auch das Eigenkapital selbst niedrig halten. Ich verstehe aber leider nicht warum!?! Und welche Beweggründe kann eine Firma haben auf kurzfristige Kredite zu bauen, wo doch die Zinsen in dem Fall sehr hoch sind, oder!?!?

Es würde mir wirklich sehr helfen, wenn mir jemand bei diesen Fragen helfen könnte! Ich kann dafür einfach keine Erklärung finden!

Vielen, vielen Dank schonmal

Hallo,

ich vermute mal dass sie versuchen eine hohe Eigenkapitalrendite zu haben.
Und zwar über den Leverage-Effekt.

EKR = GKR + (GKR-FKR)*FK/EK

Das heisst du bekommst einen Hebeleffekt.
Maximierung der Eigenkapitalrendite, vorausgesetzt dass die Gesamtkapitalrendite (GKR) höher ist als die Fremdkapitalrendite (FKR)

Siemens wird wohl relativ billig an Kredite kommen von daher ist es sinnvoll, das FK zu maximieren.

Wenn du mehr wissen willst schau mal in der Literatur nach Leverage-Effekt.

Gruss
Pascal

Hallo,

Ich habe mich mit den Kennzahlen von Siemens in den letzten 5
Jahren beschäftigen müssen und nun ist mir aufgefallen, dass
dieses Unternehmen anscheinend eine geringe Eigenkapitalquote
erzielen will.

wie kommst Du darauf?
Die EK-Quoten des Siemens-Konzerns der letzten 5 Jahre:
33, 29, 30, 32, 29

Da gehts0also auf hohem Niveau rauf und runter. Zumindest der Knick im letzten Geschäftsjahr ist durch den Rückkauf eigener Anteile leicht zu erklären.

Gruß
Christian

Aber wenn ich mir die EK-Quoten z.B. von SAP anschaue, die haben Quoten um die 60% und da finde ich die von Siemens schon relativ niedrig.
Aber ich kenn mich auch wirklich nicht aus… :-/
Ich hab leider immernoch nicht verstanden, warum die Ihr Eigenkapital niedrig halten wollen und somit auch die EK-Quote. Siemens hat ja 2007 für einige Euro Aktien zurück gekauft. Und laut deren Aussagen wollen Sie nicht viel Egenkapital. Wobei ich dachte, dass das ein gutes Zeichen ist, wenn diese Quote hoch ist!
Ich weiß, dass ich mich ein bisschen dumm anstellen, aber ich bestäftige mich erst seid kurzem mit diesem Thema und muss noch viel viel lernen… Wäre schön, wenn ihr mir dabei helfen könntet und mir das erklären würdet!

Vielen Dank!!!

Hallo,

Aber wenn ich mir die EK-Quoten z.B. von SAP anschaue, die
haben Quoten um die 60% und da finde ich die von Siemens schon
relativ niedrig.

das kann man schlecht vergleichen. Andere Branche, andere Margen, anderes Unternehmen. Für die Branche, in der Siemens tätig ist, ist der Wert so in Ordnung.

Aber ich kenn mich auch wirklich nicht aus… :-/
Ich hab leider immernoch nicht verstanden, warum die Ihr
Eigenkapital niedrig halten wollen und somit auch die
EK-Quote.

Hast Du dazu ein Zitat? Vielleicht kann man aus dem Zusammenhang erkennen, was das bedeuten soll. Grundsätzlich ist Eigenkapital teurer als Fremdkapital, was ein Grund sein könnte. Andererseits gibt es den bereits beschriebenen Leverage-Effekt.

Siemens hat ja 2007 für einige Euro Aktien zurück
gekauft.

Naja, es waren ziemlich genau 4 Mrd. Euro.

Gruß
Christian

das kann man schlecht vergleichen. Andere Branche, andere
Margen, anderes Unternehmen. Für die Branche, in der Siemens
tätig ist, ist der Wert so in Ordnung.

Und genau das ist mein Problem, denn diese beiden Firmen soll ich anhand der EKQ vergleichen und ganz toll präsentieren. Daran könnte ich im Moment auch ehrlich gesagt verzweifeln!
Kannst du mir vielleicht noch erklären, warum dieser Wert für Siemens in Ordnung ist!? Ich bin Dir wirklich sehr dankbar, dass du mir so weiterhilfst! Vielen Dank!