Hallo,
Was würde folgende Konstruktion bringen:
Betondecke
1cm Glaswolle (oder ähnliches)
1cm Gipsplatte
1cm Glaswolle
1cm Gipsplatte
1cm Glaswolle
1cm Gipsplatte
1cm Glaswolle
1cm Gipsplatte
Das ist ein klassischer Aufbau Masse-Feder mit zusätzlichen
Dämpfungselementen durch die Glaswolle.
So was wird in der Technik in unendlich vielen Variationen
praktisch verwendet (elastische Motoraufhängung, Radaufhängungen).
http://www.voithturbo.com/vt_de_pua_Ssrasse_duael_pr…
Im Bauwesen ist auch die Trittschalldämmung mit Schwimmestrich
ein Beispiel dafür. Zwischen massiver Bodenplatte und tragender
Decke kommt ein elastisches Element.
Ob der oben genannte Aufbau mit vielen Lagen in Realität sind macht,
sei dahingestellt, weil damit zwar eine Fläche sehr gut
gedämmt werden kann, aber es nutzt nicht viel, weil Schall auch
auf Umwegen per Körperschall durch Decken und Wände übertragen
wird und dann auch von gegenüberliegenden Wänden und Decken
wieder an die Luft abgegeben wird.
Außerdem müssen die Platten ja mit irgend was festgehalten
werden und diese Konstruktionselemente überbrücken dann teilweise
auch wieder die perfekte Schalldämmung.
Ab 2…3 Lagen wird also kaum noch eine Verbesserung
zu erzielen sein.
Evtl. ist auch Kopplung durch die 1cm Glaswolle großer, als Luft.
Vielleicht sogar weiter gemischt:
Betondecke
1cm Glaswolle (oder ähnliches)
3mm Gummimatte
1cm Gipsplatte
1cm Glaswolle
3mm Gummimatte
1cm Gipsplatte
1cm Glaswolle
3mm Gummimatte
1cm Gipsplatte
1cm Glaswolle
3mm Gummimatte
1cm Gipsplatte
Der Schall müßte hier verschiedene Schichten durchdringen, das
müßte ihn doch recht gut dämpfen? Bei vier Platten gibt es
sicher auch Resonanz. Nehmen Resonanzen eigentlich ab wenn man
mehr Platten ranhängt oder nehmen sie zu?
Bei gleichartigem Aufbau hat jede Platte die gleiche Resonanzfrequenz.
Im ungünstigen Fall wird die Übertragung also nicht gut gedämpft,
weil jede Schicht in Resonanz schwingt.
Die Glaswolle und Gummi können aber dämpfend wirken, so dass
Resonanzüberhöhung wirksam unterdrückt wird.
Wenn man schon so einen sehr aufwendigen Aufbau macht, dann
wäre es zweckmäßig, unterschiedliche Resonanzen einzustellen,
z.B. indem man die Steifigkeit einzelner Platten unterschiedlich
macht (z.B. unterschiedliche Dicke, unterschiedliches Mat. oder
unterschiedliche Konstruktion).
Ansonsten stellt man die Resonanzfreqenz möglichst so ein, dass
sie außerhalb der Anregungsfrequenzen liegt.
Wenn man z.B. massive Betonmauer hat, die Schwingungen überträgt,
dann kann diese auf Grund ihrer Steifigkeit gar nicht Bereich
niedriger Frequenzen schwingen.
Bei Bauphysik kann man auch noch die subjektive Wahrnehmung
einbeziehen. Sehr tiefe Frequenzen (z.B. wenige Hz) nehmen wir
nicht wahr und deshalb stören diese weniger, als Frequenzen
im Bereich optimaler Hörempfindlichkeit (z.B. 200Hz…1kHz).
Gruß Uwi