hi martin,
- die schreibweise j = sqrt(-1) ist anschaulich nett und
leicht merkbar, aber eigentlich nicht korrekt, denn „wurzeln“
sind eigentlich reelle dinge.
Wurzeln in Anführungszeichen und „eigentlich reelle Dinge“?
Reichlich schwammig, Meister… 
gut erkannt. das geht deutlich genauer, und du machst das ja sowieso schon.
vielen dank für die anrede; sie greift zu hoch, meine ich 
„wurzeln“ schreiben heißt auch daran denken, mit diesen wurzeln zu rechnen, wie man mit wurzeln zu rechnen gewohnt ist. deswegen die anführungszeichen und das „eigentlich reell“, denn nicht alles, was man von reellem wurzelrechnen gewöhnt ist, funktioniert für komplexes.
[…]
„i ist definiert als die Wurzel aus
–1“? Nein, genau das eben nicht!
exakt.
Die
Gleichung i = √(–1) definiert nicht i, sondern
√(–1), genauer: sie legt fest, welche der beiden
Wurzeln von –1 gemeint ist (nämlich die
„minus-vornedran-lose“ Lösung i, statt –i).
ist auch nicht genau.
in wirklichkeit führt man ein objekt i (oder im ursprungsposting j) ein, dessen definierende eigenschaft ist, dass i^2 = -1 (und dass es sonst den wesentlichen rechenregeln für die grundrechenarten gehorcht). schon die wurzelschreibweise ist hier eigentlich falsch, mindestens extrem problematisch, weil sie falsches nahelegt.
Es wäre
aber genauso zulässig, √(–1) =: –i zu
vereinbaren, solange es dann für alle Wurzeln Gültigkeit hat.
Keine Rechnung würde damit zu einem Widerspruch führen, weil
die „√(–1) =: i“-Mathematik und die
„√(–1) =: –i“-Mathematik isomorph
zueinander sind.
man kommt dann schnell drauf, dass (wie immer man dieses i sich vorstellt) auch -i die gleiche „definierende“ eigenschaft besitzt. dass es also 2 dinge mit z^2 = -1 geben muss, wenn es denn eines gibt.
hth
m.