Hallo Ralf,
danke für die Antwort; allerdins häufen sich die Hinweise, dass der Verwalter
NICHT unser Bestes will. Leider.
Die Situation sieht so aus, dass in diesem Jahr die Treppen vor dem Haus
saniert wurden. Die Kosten sprengen den von der Versammlung vereinbarten
Rahmen, sind nund aber schon angefallen (der Verwaltungsbeirat hat obwohl er
dazu nicht berechtigt war die Entscheidung getroffen die beträchtlichen
Mehrkosten zu genehmigen ohne vorher darüber abzustimmen).
Im Verlauf der Arbeiten wurde festgestellt, dass die Türschwelle der Haustür
etwas angegammelt ist, was von der Baufirma auch korrekt an die Hausverwaltung
gemeldet wurde. Anstelle jetzt aber zu erkunden, was eine Reparatur der
Schwelle kostet hat unser Verwaltungsbeirat (btw: eine Person) Angebote für
neue Türen eingeholt und fordert zur Abstimmung zwischen zwei Varianten der
Türen auf (Holz oder Aluminium), von denen weder Farb- noch Gstaltungsmuster
existieren. Es wird uns also suggeriert, diese Reparatur sei sehr dringend und
wir hätten nur noch die Wahl zuischen zwei - völlig überteuerten - Türvarianten
für die auch nicht die vorgeschriebenen drei Angebote eingeholt wurden.
Im Verlauf dieser Abstimmmung soll außerdem beschlossen werden, dass Mehrkosten
in - noch - unbekannter Höhe ausgegeben werden können für die notwendigen
Umbauten an der Hausfront damit die Türen (von denen wie gesagt niemand weiß
wie sie aussehen sollen) reinpassen.
Es soll also einmal darüber gesprochen werden, was mit den Mehrkosten für den
Treppenbau geschieht (ohne dass genau bekannt gegeben wird, wie hoch diese
sind) und zum Anderen über die Türschwellen – beides Dinge, die genug Zeit
hätten, bis zur nächsten Hauptversammlung zu warten.
Der Dritte Punkt ist die Kannalisation: hier wurden vor acht Wochen - für
teures Geld (hier muss noch geklärt werden, warum die Kosten doppelt so hoch
lagen wie der Kostenvoranschlag) sämtliche Rohe freigefräst. Die ausführende
Firma hat nun festgestellt, dass an einer Stelle in den Rohen eventuell
Verstopfungsgefahr bestehen könnte - wären die Rohre nicht gerade freigefräst
worden, könnte man meinen, dies sein ein Grund für die Versammlung. Wenn nicht
der Bericht des Fräsenmannes außer der Hausverwaltung und dem Verwaltungsbeirat
noch niemandem vorliegt und niemand weiß was wirklich drinne steht.
Vorschlag des Verwaltungsbeirats ist auch hier wieder die teuerste denkbare
Lösung: es soll nicht etwa an der betreffenden Stelle das Rohr repariert werden
sondern es soll ein NEUER EINSTIEGS-SCHACHT zur Kontrolle angelegt werden - und
das obwohl auf dem Grundstück bereits zwei existieren!
Um die nötigen Informationenen selbst einzuholen und den Bericht des
Fräsenmannes samt dessen Empfehlung was zu tun ist einzusehen ist durch den eng
gesetzten Termin nicht genügend Zeit.
Es soll also auf der Versammlung über Reparaturen und Schönheitsreparaturen
beschlossen werden, die 1. nicht eilig und 2. mit mindestens 35.000 Euro (die
Arbeiten an der Fassade zum Türeneinpassen nicht eingerechnet) abgestimmt
werden, ohne dass klar ist, ob und welche der Dinge nun nötig sind oder wie der
Stand der Dinge tatsächlich aussieht.
Zusammen mit der - unberechtigten - Entscheidungsfreiheit des
Verwaltungsbeirats der in den vergangenen Jahren schon des öfteren erfolglos
zurechtgewiesen wurde macht das alles einen sehr unschönen Eindruck.
Es ist also die eigentliche Frage ob ich (erst letztes Jahr Wohnung gekauft und
ganz ,frisch’, werde also noch nicht für voll genommen) vielleicht die
Versammlung verhindern bzw. anfechten, die Hausverwaltung belangen und / oder
den Beirat seines Amtes entheben kann.
mittlerweile verzweifelte Grüße
Jens / Flitzefisch