Eigentumswohnung finanzieren

Meine Freundin (20) und ich (23) sind am überlegen uns eine
Eigentumswohnung zu kaufen.
Wir haben auch schon einige intressante Wohnungen gesehen und sind
uns aber nun am überlegen wie es mit der Finanzzierung alles geht.
Wie haben beide zusammen ein netto Gehalt von ca. 2100€.

Die Wohnung sollte maximal 120.000€ kosten.
Da wir leider so gut wie keine Ahnung von diesem gebiet haben, fragen
wir nun hier nach weiteren Informationen nach.

Und hier sind mal einige fragen:

1.Brauch man beim Wohnungskauf überhaupt ein Startkapital von 10-20%
?

2.Wäre es überhaupt machbar eine Wohnung mit unserem netto Gehalt zu
finanzieren!! (wenn man monatlich 500-600€ für den Kredit zahlen
würde) ?

3.Wie lange würde man den Betrag abzahlen ?

  1. Welche weiteren kosten würden auf mich zu kommen außer dem
    Kaufpreis?

Wäre nett wenn mir einer diese fragen beantworten könnte und mir
vielleicht ein paar Tipps geben kann auf was ich noch achten müsste!!

Gruß
Christian

1.Brauch man beim Wohnungskauf überhaupt ein Startkapital von 10-20%

Nicht unbedingt, aber es erleichtert die Sache enorm und senkt die Kosten.

2.Wäre es überhaupt machbar eine Wohnung mit unserem netto
Gehalt zu finanzieren!! (wenn man monatlich 500-600€ für den Kredit
zahlen würde) ?

Müßte klappen, hängt auch von der Höhe des Eigenkapitals ab.

3.Wie lange würde man den Betrag abzahlen ?

Zwischen 25 und 35 Jahren, je nachdem wieviel Ihr im Monat zahlen wollt und wie hoch der Kredit ist.

  1. Welche weiteren kosten würden auf mich zu kommen außer dem
    Kaufpreis?

Grunderwerbssteuer (3,5 %),
Notar und Grundbuch (ca. 1,5 %),
evt. Makler (hier in NRW 3,48 %, kann aber auch 5,8 % oder sogar noch mehr werden, jenachdem wo Ihr kauft),
Wenn das Haus schon steht: Bausachverständiger (Kosten ?).

vielleicht ein paar Tipps geben kann auf was ich noch achten
müsste!!

Das wären jetzt noch einige Seiten zu schreiben. Da fragt Ihr besser in Eurem Familien- oder Bekanntenkreis.

Hi Christian,

1.Brauch man beim Wohnungskauf überhaupt ein Startkapital von 10-20%?

Das ist, wie so vieles im Leben, relativ. Du wirst immer jemand finden, der Dir die Finanzierung ohne Eigenkapital anbietet. Aber die Entscheidung, ob man das macht, liegt bei einem selbst. Nur wenig im Leben hält ewig, und man ist schneller in der Situation, eine Wohnung wieder verkaufen zu müssen, als einem lieb ist. Die Bank will den Kredit dann sofort abgelöst wissen, der Verkauf schleppt sich aber aufgrund schlechter Marktbedingungen o.ä. Das Eigenkapital ist dann der Notnagel: 1. ist die monatliche Belastung geringer und man kann länger auf den Verkauf warten und 2. will die Bank weniger Geld und man kann in den sauren Apfel beissen und die Wohnung billiger verkaufen.
Wenn ihr unbedingt 100% finanzieren wollt: Mindestens die Kaufnebenkosten sollten als Eigenkapital vorhanden sein. Ansonsten habt ihr mehr Schulden, als die Wohnung jemals wert war. Kein schönes Gefühl :wink:

2.Wäre es überhaupt machbar eine Wohnung mit unserem netto Gehalt zu finanzieren!! (wenn man monatlich 500-600€ für den Kredit zahlen würde)?

Das werden euch die Finanzierungsspezialisten schon erzählen. Ich denke aber schon, dass das klappt.

3.Wie lange würde man den Betrag abzahlen ?

Angenommen: 5% Zins und anfänglich 1% Tilgung: 36 Jahre. Gesamtaufwand für 120.000 Euro: runde 260.000 Euro. Also: jeder aufgenommene Euro kostet mehr als 2 Euro in der Finanzierung.
Nimm 20% (30.000 Euro) Eigenkapital, und die monatliche Belastung sind nicht mehr 600, sondern 480 Euro und die Gesamtfinanzierungssumme sind 210.000 (plus 30.000 EK=240.000).

  1. Welche weiteren kosten würden auf mich zu kommen außer dem
    Kaufpreis?

Die Kaufnebenkosten: Evtl. Maklerprovision, Notar , Grunderwerbsteuer. Über den Daumen gepeilt kannst Du von 5% Notarkosten und Erwerbsteuern ausgehen. Je nach Bundesland, Verhandlungsgeschick und Hartnäckigkeit des Maklers nochmal 1%-6% für die Provision, sofern fällig.

Fazit: Spart ein bisserl hin für das Eigenkapital und steigt damit in eine solide Finanzierung ein. Geht ein, zwei Jahre „Probekucken“ und entwickelt euch zu Immobilien-Profis, denen keine Bank und kein Makler einen Bären aufbinden kann.

Gruß
Bonsai

Hallo Christian

Es gibt von der Stiftung Warentest das Baufi Programm Baustein

Es ist nicht gerade billig aber du kannst wochenlang alle

möglichen Baufinanzierungen durchrechnen.

Gewarnt sei vor Finanzierungen mit Tilgungsfreien Zeiten.

Mit freundlichen Grüssen

Manfred Runge

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo zusammen
Heute war ich bei meiner Volksbank und hatte ein beratungstermin wegen der Eigentumswohnung.Von der Finanzierung her wär das ganze eigentlich gar kein Problem.
Das einzige Problem ist das Startkapital meine Bank will leider min. 20% eigenkapital oder aber irgend eine sicherheit wie Lebensversicherung usw… werde mich also anderweitig erst mal erkundigen weil mal eben 20-40€ tausend euro kann ich nicht aufbringen.

Wie kann man den in erfahrung bringen wo man eigenkapital brauch oder nicht??
Muß ich da jetzt echt sämtliche Banken usw… anrufen?? oder gibts da irgend welche internet seiten wo man mal einen vergleich hat von wegen eigenkapital,Tilgung und Zins usw…

Gruß
Christian

ETW? lieber nach anderen Alternativen suchen…!!!
Moin,

„Auf Teufel komm raus“ eine ETW kaufen zu wollen, das ist doch krass!
Ohne Eigenkapital doch einfach fahrlässig für beide (Deine Freundin und Dich)!

Warum denn eine EIGENTUMswohnung?
Welche Vorteile versprichst Du Dir oder ihr von einer ETW?

Klar, ich will euch das ausreden!

Stell Dir mal vor ihr werdet nicht arbeitslos in den 35 Jahren Abzahlungszeit! Aber NUR einer von beiden muss den Arbeitsort wechseln.

Wenn ihr Euch -von mir aus- eine gehobene MIETwohnung sucht.
Und dann 700 Euro kalt Miete zahlt. Dann kann es euch auf jeden Fall besser gehen. Und ihr könnt noch min. einmal im Jahr in Urlaub fahren.

Und wie sieht es mit einem Autokauf in den 35 Jahren aus? min. für einen von euch sollte regelmässig schon ein fahrbereites Automobil vor der Türe stehen. Wovon bezahlt ihr das?

Was meist Du was so eine ETWohnung min. monatlich an Hausgeld (http://de.wikipedia.org/wiki/Hausgeld) und hochgerechnet an Grundsteuer (http://de.wikipedia.org/wiki/Grundsteuer) & Versicherungen u.ä. kostet?
Unter 200 Euro/Monat kommt man dann sicher nicht weg.

Und meist Du das Verlangen nach Eigenkapital ist irgendetwas hinterlistiges von der Bank?
Sicherlich nicht! Nur zum Schutz für beide!
Denn die Volksbank kennt wirklich tausende Beispiele, wo sie nachher wieder Immobilienbesitzer geworden ist…

Wartet min. bis ihr die 20% der Kaufsumme UND die Kaufnebenkosten als Eigenkapital zusammen habt! (auch dann ist heutzutage kaum ein Kauf mehr sicher)

Und nochmal erklär mir mal den Unterschied für euch zwischen einer Eigentums- und einer Mietwohnung…

rät euch

Olaf

ps: unberücksichtigt ist die Beziehungssicherheit und die Folgen

ALso auf „Teufel komm raus kaufen“ kann man es nicht nennen.Erstens sind wir schon seid längerem am überlegn uns in zukunft was zu kaufen und ausserdem soll es ja auch nicht sofort sein.Wir sind erstmal am überlegen und uns am erkundigen wie viel wir uns überhaupt leisten können.

Bei einer Wohnung die ca. 80.000€ kostet würde man zb. ca.400€ jeden Monat zurück zahlen (+ Nebenkosten,Versicherungen usw…) laut Bank.Wenn man das mal mit unserem jetzigen Mietpreis vergleicht,wäre das vom Preis her etwa das gleiche.

Fals einer Arbeitslos würde könnten wir die Wohnung trotzdem weiterzahlen da wir beide voll arbeiten gehen.
Miete müßte man doch auch weiter zahlen oder nicht!?!?

Mit den Eigenkapital ist sicherlich nichts hinterlistiges von der Bank aber ich hab auch schon oft gehört das bei Summen bis 100.000€ keine 20% eigenkapital erforderlich sind.Da solche Summen meist mit 400-500€ im monat zurückgezahlt werden können. Klar ist es besser Eigenkapital zu haben aber momentan hätten wir halt nur ca.5%.Aber ich denke man kann den kauf einer Wohnung nicht mit den Kauf eines Hauses was 300.000€ kostet vergleichen.

Als Vorteil seh ich halt das man erst mal eine gute Altervorsorge hat und das man in der Wohnung verändern kann was man will ohne wegen jeder kleinigkeit den Vermieter zu fragen.Ausserdem verstehen wir uns super gut mit unseren jetzigen Nachbarn was denke ich auch ein großer Vorteil ist.
Leider geht unser Mietvertrag nur 5 Jahre und dann müssen wir halt überlegen ob wir kaufen wollen oder nicht aber bis dahin sind halt noch 3 Jahre und ich denke das man sich langsam mal gedanken drum machen kann.

Klar hat so ein Kauf vor und Nachteile und ein gewisses Risiko ist natürlich auch dabei.

Gruß
Christian

Hallo Christian,

ALso auf „Teufel komm raus kaufen“ kann man es nicht nennen.

Mein Beitrag war z.T. ein worst-case-Szenario…

Wir sind erstmal am überlegen und uns am
erkundigen wie viel wir uns überhaupt leisten können.

…aber auch um zu zeigen wie eingeengt (s.u.) und welche andere Alternativen man hat. (Wohneigentum -> Altersvorsorge?)

Bei einer Wohnung die ca. 80.000€ kostet würde man zb. ca.400€
jeden Monat zurück zahlen (+ Nebenkosten,Versicherungen usw…)
laut Bank.Wenn man das mal mit unserem jetzigen Mietpreis
vergleicht,wäre das vom Preis her etwa das gleiche.

Je weniger die Wohnung kostet, desto geringer ist auch die Altersvorsorge.
Bitte vor einer Entscheidungsfindung unbedingt die Eigentümerversammlungs-Protokolle bzw. die getätigten Arbeiten am Haus mal zeigen lassen. Viele Euros vom Hausgeld gehen z.T. in die Rücklage rein, von der große Reparaturen am Haus bezahlt werden. Wenn in Vergangenheit (lt. ETvers.-Protokoll) noch nichts/nicht so viel gemacht wurde, so hängt es später einem an. ggf. fällt da eine Umlage an, wenn die Rücklage nicht ausreicht.

Fals einer Arbeitslos würde könnten wir die Wohnung trotzdem
weiterzahlen da wir beide voll arbeiten gehen.
Miete müßte man doch auch weiter zahlen oder nicht!?!?

Ein klares Jein!
Da kann man sich schneller verändern.

Mit den Eigenkapital ist sicherlich nichts hinterlistiges von

Man muss halt auch Reserven einplanen, den die Eigenheimzulage gibts nicht mehr, wo noch machmal ein wenig Geld im März auf dem Konto war…

Aber ich denke man kann den kauf einer Wohnung nicht mit den Kauf
eines Hauses was 300.000€ kostet vergleichen.

Als Vorteil seh ich halt das man erst mal eine gute
Altervorsorge hat und das man in der Wohnung verändern kann
was man will ohne wegen jeder kleinigkeit den Vermieter zu fragen.

Sieh Dir mal das WEG (Wohn- und Eigentumsgesetz (http://www.wowi.de/info/gesetze/weg/wohnungseigentum…)) an. Nee, vieles was Du möchtest, das musst Du nachher die Eigentumsgemeinschaft (=viele Parteien=Meinungen) fragen. (Vermieter= eine Meinung)
Was willst Du in einer Wohnung ändern? Das meiste darst Du auch in einer ETW nicht tun…

Ausserdem verstehen wir uns super gut mit unseren
jetzigen Nachbarn was denke ich auch ein großer Vorteil ist.

Das ist nicht unbedingt ein Kaufgrund. :wink:)

Klar hat so ein Kauf vor und Nachteile und ein gewisses Risiko
ist natürlich auch dabei.

Zur ALtersvorsorge kann man nur sagen, das man eben ein Dauerwohnrecht hat bzw. Mietfrei da wohnt. (siehe Suchkriterien für die Lage einer Wohnung)
Gespart hat man da nicht viel, wobei man ja mit der Abzahlung zu gange war.
Aber die Sparerfreibeträge werden ja sowieso immer kleiner…

Bitte sieh Dir folgenden Beitrag mal an und ziehe diese Gesichtspunkte mit in der Suche und Entscheidungsfindung mit ein.
„Modernisierungsgrad?- Mietwohnung z.Kauf angeboten“ bzw. gesamter Thread
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

viel Erfolg bei der Entscheidung

Olaf