Eigentumswohnung kaufen und weiter vermieten

Hallo,

ich studiere derzeit in Hamburg und bin noch 23 Jahre alt. Mir schwebt seit Tagen eine Idee, dass ich in Hamburg eine kleine Eigentumswohnung kaufe und es weiter vermiete.

Rein von der Idee, eine Wohnung bis 70.000 Euro kaufen.
Dieses dann vermieten, sodass der Mieter mir halt die Eigentumswohnung abzahlt :smile:) Von der Idee ist es brillant.

Abzahlung in 15 Jahren, monatlich in Höhe von 450 Euro???
Unter diesen Konditionen, wieviel Zinsen müsste ich pima daumen zurück zahlen???

Am meisten mache ich mir wohl Gedanken, dass ich eine Wohnung kaufe, es weiter vermiete, die gesamte Miete, was ich erhalte zur tilgung des Kredites verwende. In 15 Jahren der glückliche werde, dass mir mein Haus abgezahlt wurde. Nur was ist wenn in ein paar Jahren Probleme mit der Wohnung auftretten, so dass Sanierungen anstehen müssten.
Man sagte mir, dass jede Wohnung eine Art Kasse hat, wo Nebenkosten monatlich gesammelt wird, so dass bei Sanierungen eventuell in dieses Töpfen gegriffen werden könnte.
gibt es sowas???

Naja gibt mir alle Tips.Für alles bin ich euch dankbar. Noch bin ich am Anfang und möchte alle Informationen verwerten.

Danke schön

Hallo,

wenn Du eine Eigentumswohnung hast, bist Du damit „Mitglied“ der Eigentümergemeinschaft des Hauses. Für Reperaturen und Instandsetzung am Gemeinschaftseigentum, werden Rücklagen gebildet (die meintest Du wohl mit dem Töpfchen), die in dem monatlichen Wohngeld, das Du zahlst, enthalten sind. Gemeinschaftseigentum sind alle Sachen, die das Haus und damit alle Eigentümer betreffen wie z.B. das Dach, das Treppenhaus oder auch die Fenster. Fallen größere Instandsetzungen an, die von der Rücklage allein nicht getragen werden können, gibt es eine Sonderumlage, d.h., das benötigte Geld wird durch die Anzahl der Eigentümer geteilt und jeder muss eine bestimmte Menge aufbringen. Deshalb ist es auch sehr wichtig, dass man beim Kauf einer Eingentumswohnung berücksichtigt, was unter Umständen in der folgenden Zeit für Reperaturen anfallen könnten. Wenn z.B. das Haus alt und das Dach gemacht werden muss, können sehr hohe Summen entstehen.
Die Reperaturen, die in Deiner eigenen Wohnung anfallen, musst Du selbst bezahlen. Bei Vermietung musst Du also immer auch einen Teil der eingenommenen Miete zurücklegen, falls der Mieter etwas reklamiert und eine Reperatur ansteht. Dafür ist letztlich ein Teil der Miete auch gedacht, denn der Mieter bezahlt dafür, dass ihm eine intakte Wohnung gestellt wird.
Mit den Zinsen weiß ich leider nicht Bescheid.

Herzliche Grüße
Erich

Moin,

was soll an der Idee brilliant sein - so etwas gibt es schon seit hundert Jahren!

In deinem Falle ist es wohl eher eine Schnapsidee eines kleinen Jungen der ohne Arbeit Geld machen möchte.

Wenn die Idee so brilliant ist kauf dir doch gleich 20 Wohnungen und in 15 Jahren bist du schon Millionär ;o)

Gruß

Bernd

Rein von der Idee, eine Wohnung bis 70.000 Euro kaufen.

Als Student wirst Du keinen Kredit in dieser Höhe bekommen.

Dieses dann vermieten, sodass der Mieter mir halt die
Eigentumswohnung abzahlt :smile:) Von der Idee ist es brillant.

Wenn er Miete bezahlt.

Abzahlung in 15 Jahren, monatlich in Höhe von 450 Euro???

Klappt nicht, eher 700.

Am meisten mache ich mir wohl Gedanken, dass ich eine Wohnung
kaufe, es weiter vermiete, die gesamte Miete, was ich erhalte
zur tilgung des Kredites verwende.

Und Deine Nebenkosten, wovon bezahlst Du die ? Nicht die gesamten Nebenkosten zahlt der Mieter.

werde, dass mir mein Haus abgezahlt wurde. Nur was ist wenn in
ein paar Jahren Probleme mit der Wohnung auftretten, so dass
Sanierungen anstehen müssten.

Da darf dann der stolze Eigentümer ran.

Man sagte mir, dass jede Wohnung eine Art Kasse hat, wo
Nebenkosten monatlich gesammelt wird,

Die mußt Du übrigens auch einzahlen zusätzlich zu den Zins- und Tilgungsleistungen für die Bank.

Naja gibt mir alle Tips.Für alles bin ich euch dankbar. Noch
bin ich am Anfang und möchte alle Informationen verwerten.

Ich glaube Du wartest besser bis du mit dem Studium fertig bist und ein regelmäßiges Einkommen hast.

Wenn das so einfach wäre…
Hallo!

Hätten sicher schon viele viele andere Deine Idee verwirklicht. Manche tun das auch und das durchaus erfolgreich.

Abzahlung in 15 Jahren, monatlich in Höhe von 450 Euro???

Wer garantiert Dir, dass Du über die gesamte Zeit einen (zahlenden!) Mieter in der Wohnung hast? Wer garantiert Dir, dass die Miete immer auf diesem Niveau bleibt? Woher weißt Du, dass nicht in 5 Jahren eine umfassende Sanierung des Gebäudes auf dem Plan steht (Für die die Rücklage nicht reicht)?

Das mit der Rücklage wurde ja schon erklärt. Desweiteren muss man sich um so eine Wohnung ja auch kümmern: Mieter suchen, Miete eintreiben, Nebenkostenabrechnung oder eben eine Verwaltung dafür bezahlen (die muss aber auch ein wenig kontrolliert werden), Eigentümerversammlungen besuchen, sich um Nachbarschaftsstreitigkeiten kümmern. Und und und.

Mein Tipp: Suche Dir mal jemanden, der’s getan hat und frage ihn danach. Ich kenne ein paar Leute, die eine Eigentumswohnung weitervermieten oder vermietet hatten. Die können Dir ziemlich genau sagen, wie brillant diese Idee war :smile:

Klar kann das auch klappen, aber da steckt viel Arbeit und Wissen drin.

grüsse
kernig

Hallo Ibrahim,

Vermieten macht eine Menge Arbeit, kostet manchmal Nerven und oft auch eine Menge Geld.

Zum Thema Arbeit:

  • Du musst dich um die Nebenkostenabrechnungen kümmern
  • Du musst zusehen, dass Instandhaltungen gemacht werden
  • Du musst bei einer Eigentumswohnung an den Eigentümerversammlungen teilnehmen
  • wenn es schlecht läuft hast du eine Menge Zeitaufwand um Mahnungen zu schreiben, zum Anwalt zu gehen usw.

Zum Thema Nerven:

  • siehe oben
  • wenn du Pech hast gerätst du an Mietnomaden, dann siehst du als Vermieter erst einmal ziemlich alt aus

Zum Thema Geld:

  • Du musst erst einmal eine Finanzierung zustande bringen mit der du eine gescheite Wohnung kaufen kannst. Als Student wird das wahrscheinlich schwierig - es sei denn du hast genügend Bargeld
  • Du muss monatlich soviel Geld zur Verfügung haben, dass du auch eine Zeitlang mit Mietausfällen über die Runden kommst
  • Du musst soviel Geld haben, dass du nebenbei etwas für Sanierungen beiseite legen kannst
  • Wenn es schlecht läuft gerätst du an die ganz üble Sorte Mietnomaden und deine Wohnung ist nach einer wahren Oddysee (schreibt man das so?) vor Gericht komplett renovierungsbedürftig

Soviel zur brillianten Idee des Vermieterdaseins.

Gruß

Samira

ich studiere derzeit in Hamburg und bin noch 23 Jahre alt. Mir
schwebt seit Tagen eine Idee, dass ich in Hamburg eine kleine
Eigentumswohnung kaufe und es weiter vermiete.

Rein von der Idee, eine Wohnung bis 70.000 Euro kaufen.
Dieses dann vermieten, sodass der Mieter mir halt die
Eigentumswohnung abzahlt :smile:) Von der Idee ist es brillant.

Hallo,Ibrahim,
so brilliant ist die Idee nicht, da Du die möglichen Risiken einfach unterschätzt.
Ich z. B. finde, daß das eine „Schnapsidee“ ist.

Abzahlung in 15 Jahren, monatlich in Höhe von 450 Euro???

Willst du Dich in Deinem Alter ohne gesichertes Einkommen schon für 15 Jahre verschulden?
Was ist, wenn es sich um eine ETW mit mehreren anderen Parteien im Haus handelt und andere Eigentümer die Umlagekosten nicht mehr bezahlen können?
Diese fixen Kosten werden dann auf die verbleibenden zahlungsfähigen Eigentümer verteilt und Du zahlst mit.

Da löst sich Deine schöne Kalkulation schnell in Rauch auf.
Das Problem mit Mietnomaden haben ander P. schon angesprochen.

Also Hände weg!
Gruß:
Manni

Hallo,
fuer die Wohnung mit 70ooo Kaufpreis nimm Deine 20ooo (hast Du sicher) und zahl 415 im Monat an die Bank, dann hast Du in 15 Jahren keine Schulden. (5,5 Zinssatz 15 Jahre 4,5 Anfangs-Tilgung)Die Zinsen betragen knapp 25ooo in dem Zeitraum. Wenn jetzt noch der Mieter 415 zahlt, plus Deine Nicht-Bank-Zinsen fuer Deine 20ooo, plus die Hausverwaltung und die Renovierung in 15 Jahren und den Leerstand, oder gar mehr, dann wird es ein Geschaeft, vor allem, falls der Immobilienwert noch steigen wuerde.
Gruss Helmut

Hallo Ibrahim!!!
Deine Idee ist gut aber sie birgt auch finanzielle Risiken, das muß Dir klar sein.Stell bitte solche Fragen nicht in dieses Forum, weil es viele Forumteilnehmer gibt, die dazu neigen Schwarzmalerei zu betreiben, wenn Du interessiert bist informiere Dich selber, lies Fachliteretur unterhalte Dich mit Vermietern die Erfolge haben, Besuche Seminare,wenn Du gut informiet bist weiß um die Vorteile und Nachteile steht Deiner Idee nichts im Wege.
Übrigens mein Vermieter hat mehrere Häuser und alle sind ausgelastet.
Bemerke:Lage der Immobilie ist ein wichtiges Kriterium fürs Funktionieren Deiner Idee:smile:
Also ran

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!!!
Klar gehört viel Arbeit und Wissen um Erfolg zu haben oder hast Du einen erfogreichen Menschen gesehen der faul ist und nichts ind er Birne hat, ich nicht:smile:)))

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!!

da kennst Du Dich zu wenig in der Weltgeschichte aus um seine Idee als Schnapsidee zu bezeichnen, hast wohl keine Ahnung wieviele erfolgreiche Menschen aus so einer Schnapsidee Grosses geschaffen haben.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wenn dumme Menschen dumme Ideen gut finden werden die Ideen genauso wenig besser wie die Menschen klüger

1 „Gefällt mir“

wenn dumme Menschen dumme Ideen gut finden werden die Ideen
genauso wenig besser wie die Menschen klüger

Du muß ja sehr dumm sein um solche dummen Sprüche cool zu finden

siehe oben

*plonk*

Stell bitte solche Fragen nicht in
dieses Forum, weil es viele Forumteilnehmer gibt, die dazu
neigen Schwarzmalerei zu betreiben,

Übrigens mein Vermieter hat mehrere Häuser und alle sind
ausgelastet.

Hallo Joanna,

ach so, du bist also selber nicht Vermieter/in. Weißt, also nicht wirklich wovon du sprichst - stellst aber Leute die Ahnung von der Materie haben als Schwarzmaler hin. Sehr interessant.

Nur kurz zu deiner Info. Ich bin selber Vermieterin (wie mehrere hier in diesem Forum) von zwei Wohneinheiten, weiß also wovon ich rede, wenn ich hier etwas poste. Das was ich in meiner Antwort an Ibrahim geschrieben habe sind Fakten, die man bei einem solchen Vorhaben bedenken sollte um nicht böse auf die Nase zu fallen. Schließlich geht es nicht gerade um wenig Geld. Aber du scheinst dich ja bestens auszukennnen.

Gruß

Samira

Zum Thema Nerven:

  • Du muss monatlich soviel Geld zur Verfügung haben, dass du
    auch eine Zeitlang mit Mietausfällen über die Runden kommst
  • Du musst soviel Geld haben, dass du nebenbei etwas für
    Sanierungen beiseite legen kannst

Hallo,
das ist richtig.
Der schlimmste Fall ist, jemand sitzt in Deiner Wohnung, zahlt nichts, macht einiges kaputt und Du brauchst 3 Jahre um ihn vor die Tuer zu setzen, plus paar (zig-)Tausender fuer Gericht und Renovierung.
Dieser Fall ist selten, sollte Dich aber nicht umknicken, deshalb
>>Fuer diesen Fall sollten Sie genuegend Liquiditaet vorhalten

Hallo Ibrahim,

es sind hier schon einige gute Ratschläge gegeben, aber auch viel Unsinn erzählt worden (warum soll der Mieter für die Tilgung aufkommen?).

Im Grunde ist die Sache ganz einfach, was Du vorhast ist eine hochspekulative Kapitalanlage, die auch noch kreditfinanziert und damit besonders riskant ist. Die Rechnung geht so:

Verkaufserlös (nach x Jahren)

  • Mieteinnahmen (für x Jahre)
  • Eigenkapital & entgangene Zinsen auf das Eigenkapital
  • Tilgung & entgangenen Zinsen auf die Tilgung (erst ab dem Zeitpunkt, ab dem die Tilgung geflossen ist)
  • Zinsen für Kredit
  • Kosten für Renovierungen und nicht umlagefähige Nebenkosten (& entgangene Zinsen für diese Beträge)
    +/- Steuern
  • Deine Zeit und Dein Aufwand

Wenn dabei ein Betrag > 0 herauskommt ist es ein Geschäft, wenn nicht hättest Du Dein Geld (Eigenkapital + Tilgung) besser brav zur Bank getragen.

Das spekulative oder riskante daran ist, dass hier Werte und Einflüsse eingehen, die heute nicht feststehen und schwer vorhersehbar sind:

Verkaufserlös (steigen Immobilien im Wert oder fallen sie sogar?)

Mieteinnahmen (Ausfälle durch Leerstand, nicht zahlungsfähige/-willige Mieter, Entwicklung des Mietpreisniveaus)

Eigenkapital & entgangene Zinsen (wie werden sich die Zinsen entwickeln?)

Tilgung & Zinsen (wie beim Eigenkapital)

Zinsen für Kredit (hängt von der Länge der Zinsbindung ab, eventuell kannst Du die am ehesten vorausberechnen (bei langer Bindungsfrist))

Kosten für Renovierung (unvorhergesehene Reparaturen?)

Steuern (Auswirkungen können je nach Deiner persönlichen Situation (die sich im Laufe der Zeit auch noch ändern kann) positiv oder negativ sein, wie werden sich die Steuergesetze in den nächsten Jahren entwickeln?)

Deine Zeit (musst Du selber bewerten)

Merke: Prognosen sind schwierig, ganz besonders wenn Sie die Zukunft betreffen :wink:)

Persönlich bin ich wie folgt vorgegangen:
Ich habe mir die obige Berechnung für ein Szenario durchgerechnet, dass ich für wahrscheinlich halte.
Dann habe ich ein extrem pessimistisches Szenario (z.B. gesamte Mieteinnahmen = 0 + unerwartete Sanierungskosten in Höhe des Kaufpreises) durchgerechnet.

Dann habe ich mir folgende Fragen gestellt:

  1. Bringt das erste (wahrscheinliche) Szenario ein negatives Ergebnis?
  2. Würde das zweite (extrem pessimistische) Szenario zu meinem finanziellen Ruin führen? Dabei ist zu beachten, dass u.U. sehr kurzffristig Geld notwendig werden kann (die Bank will jeden Monat ihre Rate von Dir, auch wenn der Mieter nicht zahlt, Handwerker wollen bei einer notwendigen Reparatur nicht lange auf ihr Geld warten), d.h. Du musst stets die nötige Liquidität vorhalten.

Hätte ich nur eine der Fragen mit „Ja“ beantworten müssen, hätte ich es gelassen.

Grundsätzlich ist es falsch, dass sich mit der Vermietung von Wohnraum kein Geld verdienen lässt. Es ist aber genau so falsch zu denken, dass Mieteinnahmen leicht verdientes Geld seien.

Gruß
Werner