Hallo.
Wir haben uns 2002 eine Eigentumswohnung gekauft in der wir sehr unglücklich sind (schlechte Hausgemeinschaft, laute Strasse, extrem hellhöriges Haus usw. Wir haben vor 8 Monaten eine Maklerin beauftragt die Wohnung zu verkaufen. Leider erfolglos. Sie schiebt mangelnde Interessenten auf den Stadtteil - jedoch wurden in den letzten 2 Monaten hier im Nebenhaus 2 Wohnungen (nicht besser als unsere Wohnung) verkauft. Unsere Wohnung hat ein Zimmer mehr als die anderen beiden Wohnungen und in der Relation gesehen ist der Preis gleich. Die Maklerin hat eine Anzeige im Immo-Scout geschaltet und meint das genüge. Da wir schon sehr weit im Preis runtergegangen sind und mehr nicht geht, würden wir dem neuen Käufer gern die Maklerprovision ersparen und selber die Wohnung veräußern. Hat jemand damit Erfahrung? Gruß
Hi Kika,
sicherlich ist der Preis immer entscheidend, aber wenn eine Maklerin die Wohnung verkaufen möchte und dafür Provision erhalten will, sollte sie sich auch etwas bewegen. Schließlich habt Ihr ja auch die Freundlichkeit gehabt, Ihr eine Möglichkeit zum Brötchenverdienen zu geben.
Wart Ihr preislich tatsächlich zu hoch angesiedelt oder warum ist der Preis gefallen?
Habt Ihr einen Vertrag mit Ihr oder ist es Ihr einfach nur erlaubt, die Wohnung anzubieten?
Die Wohnung ins Internet zu stellen und dann zu warten finde ich etwas mager.
Ich glaube ich würde es wie folgt an Eurer Stelle machen:
Inserat in einem lokalen Wochenblatt (kostet bißchen), Eckdaten rein, „von privat“ und „keine Makler“ betonen, ursprünglichen Preis nehmen (wenn gerechtfertigt) und eine Verhandlungsbasis (VB) draus machen.
Dann am Telefon sitzen und abwarten, was passiert.
Auf eine Preisverhandlung würde ich mich erst nach einem Besichtigungstermin einlassen. Wer anruft und fragt, wieviel Ihr noch runtergehen würdet, hat doch gar keine Basis zum verhandeln. Ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Wenn jemand sagt, er könne hochstens soundsoviel bezahlen, wägt er eher ab, ob sich der Weg und die Zeit lohnt, wenn er die Wohnung eh nicht kaufen kann.
Ihr werdet sehen…
bis dahin Grüße
Daniel
Hi,
egal ob ein sog. Maklervertrag existiert oder nicht, teilt dem Makler schriftlich (per Einschreiben) mit, daß er ab sofort oder ab einem bestimmten Datum keinen Vermittlungsauftrag von Euch (mehr)hat. Teilt ihm weiter mit, daß er aus dem beendeten Vetragsverhältnis keinerlei Ansprüche geltend machen kann. Ergänzend könnt Ihr noch hinzufügen, da bislang keinerlei verwertbare Ergebnisse von ihm produziert wurden und diese ebenso nicht in einer von Euch akzeptablen Zeit von ihm erwartet werden, werdet Ihr andere Wege gehen.
In der Folge gebt in lokalen und regionalen Zeitungen Kleinanzeigen auf bzw. schaltet Bilderanzeigen bei Immo.Scout24, gute Fotos sind hier wichtig. Sehr zu empfehlen sind auch die lokalen Werbeblättchen, in denen man inserieren kann.
MfG
Ralf W.
Danke für die Antwort. Es ist schön das wir mit unserem Gedanken den Verkauf ohne einen Makler durchzuziehen nicht völlig falsch zu liegen scheinen. Danke auch für die hilfreichen Tips.
Gruß
Kika
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Hi.
Erst einmal Danke für die tollen Tips. Preislich sind wir glaube ich noch im „grünen Bereich“, da unsere Nachbarn ihre Wohnungen ungefähr preislich so angesetzt hatten wie wir. Wir hatten anfangs wahrscheinlich wirklich zuviel „Verhandlungsspielraum“ angesetzt. Davon sind wir jetzt ab und liegen jetzt 3000€ unter der Maklerempfehlung bzw. Wohnungswert. Und wir sind bereit noch 3000€ runterzugehen. Wir hatten übrigens einen Maklervertrag der läuft jetzt aber nur noch bis 28.02.! Kündigung ist schon geschrieben… Wir ziehen das jetzt ohne Makler durch.
Danke nochmal.
Gruß
Kika
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Hallo,
es kann sein, dass tatsächlich auf Grund des Maklers die Leute nicht kaufen. Zum einen machen die manchmal ganz tolle Besichtigungstermine, die Exposes sind in den meisten Fällen nciht aussagekräftig haeb es auch schon sehr oft erlebt, dass Makler gar nicht zurück rufen.
Ansonsten habe ich Hemmungen meine teuer erarbeitetes Geld an einen Makler zu überwiesen.
1)Warum sollte ich als Käufer Makler bezahlen, wo ich die Wohnung auch ohne Makler in der Zeitung gefunden hätte??? Schließlich will sich ja der Verkäufer das LEben erleichtern
2) Finde ich die Provision abhängig von Preis der Immmobilie auch sehr hoch. Für machen Käufer ist das umgerechnet ein halbes bis Jahreseinkommmen. Da überlegt man sich natürlich, was man für das Geld alles renovieren etc. könnte.
Unser Haus haben wir durch aufmerksame Nachbarn des VErkäufers gefunden. Da wussten die Nachbarn und das halbe Dorf über den Verkauf bescheid und haben dann quasi jeden der haussuchen auf der Straße rumlief über die zu verkaufenden Objekte informiert. Mach Aushänge beim Bäcker, in der Kirche in der Zeitung etc… Dann sollte sich schnell jemand finden.
guten tag, es ist immer wieder schade, wenn makler schlecht arbeiten. ob dies in dem fall zutrifft ist anhand des wenigen genannten schwer zu beurteilen, jedoch 8 monate für einen verkauf zu brauchen und nur in immoscout anzeigen zu schalten ist definitiv zu wenig.
wenn man schlechte erfahrungen gemacht hat, ist das vertrauen natürlich weg unnd meist will man es auch nicht mit einem anderen makler probieren. letztendlich ist aber immer vor der beauftragung die frage, ob man sich über die betrfeffende person, den makler, ausreichend informiert hat. kennt man ihn von zeitungsanzeigen, hat er einen namen, wie sieht das büro aus usw… wenn man sich mit dem prozedere beim immobilienverkauf unsicher ist, empfehle ich dennoch immer einen fachmann heranzuziehen. hier geht es meist um viel geld und es gibt zahlreiche dinge die man falsch machen kann.
zum maklervertrag einfach schauen was zur kündigung darin vereinbart wurde und diesen sofort kündigen.
grüße
Thilo Rose - Immobilienberater
http://www.hausundharmonie.de
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