Eileiterschwangerschaft

Guten Tag,

ich habe ein paar Fragen bezüglich meiner Eileiterschwangerschaft.
Erstmal zu mir, ich bin 25 Jahre jung, „gesund“ habe also keine Erkrankungen, nahm die letzten 5 Jahre keine Hormone zwecks Verhütung, habe bereits eine 9 Jährige Tochter, eine Abtreibung 2007 hinter mir.

Zu meinem Fall:

Mein Partner und ich haben und entschlossen ein Kind zu bekommen, Freitag den 09.02.2012 hatte ich nach dem GV für zwei Minuten starke Krämpfe und eine kurze Blutung, ich dachte das sei der Vorbote da ich einen Tag drauf eigentlich meine Menstruation bekommen sollte, wir hatten es 9 monate versucht und am 12.02,2012 haben wir mittels eines Schwangerschaftstest die Schwangerschaft festgestellt, da war ich zwei Tag drüber(Mein Zyklus liegt immer bei 29 Tage, habe das alles immer dokumentiert).
Leider hatte ich ab Sonntag Nacht eine „Blasenentzündung“ ich bin jede Nacht um drei Uhr aufgewacht mit den Typischen Symthomen: brennen, dauernden Harndrang ohne das was kam. Ich habe dann in den Morgen Stunden zwei Liter getrunken und es war tagsüber „weg“ (Blasentee, Wasser). Das wiederholte sich die gesamte Woche, immer nur Nachts. Ich war Mittwochs 13,02,2012 sofort beim Arzt, erklärte ihm ebenfalls meine Beschwerden. Im Ultraschall konnte man zwar die Schleimhautansammlung sehen aber keine Fruchthülle, der Urintest wegen der Blasenentzündung war „neg“. naja hatte ja davor bereits zwei Liter in mir.

Also hat er einen Schwangerschaftstest gemacht per Urin und auch dieser war pos. Wir vereinbarten einen Termin in zwei Wochen, da er meinte, das es sehr früh war und man in zwei Wochen definitiv was sieht.

Ich hatte weiterhin die Beschwerden, trank viel Tee, schonte mich auch bei der Arbeit.

Samstag Abend bekam ich starke stechende Schmerzen im linken Eileiter, wie ein stechen, worauf ich Sonntags morgens in der Klinik war, verdacht auf Eileiterschawangerschaft und eine starke Blasenentzündung wurde nachgewiesen. Die Oberärztin schaute ebenfalls nochmal drauf und nahm mir Blut ab, "Beta HCG war zu niedrig, aber man bat mich, Montags nochmal gleich zu kommen um nochmal die Blutwerte zu kontrolieren. Tagsüber (Sonntags) wurden die stechenden Beschwerden besser (ich litt bis dahin auch unter keinen Blutungen, erst Sonntags Mittags, kam braunes Blut aber wirklich nur spuren) Von Sonntag auf Montag die selben schmerzen, aber auch hier ging man nicht auf die Blasenentzündung (die ja nachgewiesen wurde) ein, also war ich Montag morgen wieder da, Blutabnahme. Man sah da auf dem Ultraschall, das links die Blasenwand „stark verdickt“ war und am linken Eierstock sich noch vor kurzem eine Zyste befand ( vielleicht ist diese ja Freitags geplatz? Ich muss dazu sagen, das ich vor vier Jahren und vor ca 1 Jahr Nachts mit sehr starken schmerzen aufgewacht bin, Krämpfe hatte, kalter Schweiss,Blutung (danach kamen meine Mens immer) Schüttelfrost und tierische Schmerzen, diese kam „plötztlich“ und nach 45 min war es plötzlich vorbei).

Bei keinem Ultraschall konnte man das befruchtete Ei sehen, es kam also eine zweite Ärztin dazu, sie meinte: vielleicht liegt es an der Blasenentzündung (die erste die mich ernst nahm und die Blasenentzündung sah)
Blut war ebenfalls weiter zu niedrig, also wurde ich sofort operiert mittels einer Bauchspiegelung, tatsächlich lag das Ei versteckt relativ weit „unten“ am Eierstock neben dem „Schatten“ der Blase??" Durchmesser 0,4 cm stand im patologischen Befund. Mein Eileiter wurde geschlitzt und konnte erhalten bleiben, bekam drei Tage 3x täglich ein Antibiotikum iV. Mittwochs kam ich aus der Klinik wieder heraus,bei der Drainage kam nur sehr wenig Wundsekret so dass man gar nicht „leeren“ musste.
Gestern bei der Kontrolle, Ultraschall und Blut, war alles wieder normal Beta HCG war unter 4, Ultraschall unauffällig und meine Ärztin meinet " es sieht so aus, als wäre nichts gewesen". Die Abbruchsblutung bekam ich gleich Mittwochs nach der OP und diese ist seit gestern wieder weg.

Ich plage mich mit sehr grosser Angst, kann es nicht verstehen und habe die Befürchtung, dass das ganze wegen dieser verschleppten Blasenentzündung zusammen hängt. Meine Ärztin meinte, das es schon so sein kann, da die Entzündung ja zu den Eierstöcken übergreifen kann.

Ich weiss, das mir keiner 100% sagen kann, das es wegen der Blasenentzündung gekommen ist, aber wäre das Möglich? Klar wir versuchen es weiter, jedoch habe ich angst sowas nochmal zu erleben, so gehts denk ich mal jeder Frau.

Ich würde mich sehr beruhigter fühlen, wenn hier eine Fachmann/frau vielleicht etwas dazu sagen kann.

Liebe Grüße

Hallo Sandra,

Also hat er einen Schwangerschaftstest gemacht per Urin und
auch dieser war pos. Wir vereinbarten einen Termin in zwei
Wochen, da er meinte, das es sehr früh war und man in zwei
Wochen definitiv was sieht.

Stimmt, das war auch seeeeehr früh um im US was zu sehen.
Frühestens ab der 5. SSW (eher aber 6./7.) sieht man was.

und am linken Eierstock sich noch vor kurzem eine Zyste befand
( vielleicht ist diese ja Freitags geplatz?

Ja, kann sein dass die da geplatzt ist.

Bei keinem Ultraschall konnte man das befruchtete Ei sehen,

Ich habe im US noch nie ein Ei gesehen, das ist zu klein.

Mein Eileiter wurde geschlitzt und
konnte erhalten bleiben

Das ist super für die weiteren Kinderwunschpläne!

Ich plage mich mit sehr grosser Angst, kann es nicht verstehen
und habe die Befürchtung, dass das ganze wegen dieser
verschleppten Blasenentzündung zusammen hängt.

Ich weiss, das mir keiner 100% sagen kann, das es wegen der
Blasenentzündung gekommen ist, aber wäre das Möglich?

Meiner Einschätzung nach NEIN, eine Eileiterschwangerschaft kommt nicht durch eine Blasenentzündung.
Habe ich so auch noch nie gehört.

Eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft entsteht (vereinfacht gesagt) wenn das Ei nicht richtig wandert, den falschen Weg einschlägt oder sich an der falschen Stelle einnistet.

Die Blasenentzündung kann nicht auf den Eileiter übergreifen -das sind ja prinzipiell zwei völlig getrennte Organe.
Allerdings kann sich eine Blasenentzündung schon ausbreiten.
Da kann es dann zur Harnleiter- oder gar Nierenbeckenentzündung kommen.
Das allerdings hat nichts mit der „falschen“ Schwangerschaft zu tun, es war einfach blöder Zufall dass bei dir beides zusammen kam.

Alles Gute
LG
Trashi

Bei keinem Ultraschall konnte man das befruchtete Ei sehen, es

kam also eine zweite Ärztin dazu, sie meinte: vielleicht liegt
es an der Blasenentzündung (die erste die mich ernst nahm und
die Blasenentzündung sah)

Eine Wunderärztin!Eine Blasenentzündung im Ultraschall zu sehehen, gehört zu den absoluten Meisterleistungen.

Ich plage mich mit sehr grosser Angst, kann es nicht verstehen
und habe die Befürchtung, dass das ganze wegen dieser
verschleppten Blasenentzündung zusammen hängt. Meine Ärztin
meinte, das es schon so sein kann, da die Entzündung ja zu den
Eierstöcken übergreifen kann.

Ich weiss, das mir keiner 100% sagen kann, das es wegen der
Blasenentzündung gekommen ist, aber wäre das Möglich? Klar wir
versuchen es weiter, jedoch habe ich angst sowas nochmal zu
erleben, so gehts denk ich mal jeder Frau.

Tja, die Gynäkologen, die das kleine Mißgeschick beseitigen, reden nicht gerne darüber. Aber die häufigste Ursache einer Eileiterleitschwangerschaft ist nun mal die Abtreibung. Und nicht die Blasenentzündung.