Eilt: Arbeitszeugnis

Hallo ihr Lieben

Mein Chef hat mir ein AZ vorgelegt und es soll innerhalb der
naechsten 2 h fertig sein.
Meinen Entwurf, an den ihr euch vielleicht noch erinnert, fand er
nicht so gut, weil er zu viele Phrasen enthielt, die eigentlich fuer
die Arbeit als Wissenschaftler nicht passen. Mein Chef ist Professor
vom alten Schlag.

Nach einer neutralen Taetigkeitsbeschreibung folgt:

Der Arbeitsstil von Herrn X zeichnet sich durch höchste
Zierlstrebigkeit und Kontinuität aus; dabei nutzt er die vielfältigen
Möglichkeiten zur Informationsgewinnung und Kommunikation in seinem
wissenschaftlichen Umfeld optimal.
Herr X hat die ihm übertragenen Aufgaben stets energisch mit dem
Ziel eines erfolgreichen Abschlusses vorangetrieben, dabei hohen
Aufwand nicht gescheut und auch seine Kollegen in dieser Hinsicht
positiv beeinflusst.
Bei aller Zielstrebigkeit und Erfolgsorientiertheit ist Herr X in
seinem persönlichen Auftreten bescheiden und hat sich so die
Sympathie und Wertschätzung seiner Vorgesetzten und Kollegen
erworben.
Herr X scheidet auf eigenen Wunsch früher als ursprünglich geplant
aus meiner Arbeitsgruppe aus, was ich sehr bedaure.
Ich danke ihm für seine engagierte Mitarbeit in meiner Gruppe und
wünsche ihm für seine berufliche und private Zukunft weiterhin viel
Erfolg und alles Gute.

Ende.

Ich finde, dass ich hier als karrieregeiler Streber missverstanden
werden kann.
Vielleicht sollte man einen Satz einfuegen: Neben diesen fachlichen
Aspekten ist Herr X ein vielseitig interessierter Mensch, dem es sehr
gut gelingt, die optimale Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu
finden.

Danke fuer Hinweise, Tychi

Auch hallo.

Hallo ihr Lieben

Gehen auch FAQ:2027 - Schreiber ?

Meinen Entwurf, an den ihr euch vielleicht noch :erinnert, fand er
nicht so gut, weil er zu viele Phrasen enthielt, die
eigentlich fuer
die Arbeit als Wissenschaftler nicht passen. Mein Chef :ist Professor vom alten Schlag.

Man beachte, dass Tätigkeiten und Erfolge in Wissenschaft und Wirtschaft unterschiedlich gemessen und gewichtet werden.

Nach einer neutralen Taetigkeitsbeschreibung folgt:

Der Arbeitsstil von Herrn X zeichnet sich durch höchste
Zielstrebigkeit und Kontinuität aus; dabei nutzt er die
vielfältigen
Möglichkeiten zur Informationsgewinnung und :Kommunikation in seinem
wissenschaftlichen Umfeld optimal.

Klingt gut.

Herr X hat die ihm übertragenen Aufgaben

erwischt :wink: (und geändert…)

stets energisch mit dem
Ziel eines erfolgreichen Abschlusses vorangetrieben, :dabei hohen Aufwand nicht gescheut und auch seine :Kollegen in dieser Hinsicht positiv beeinflusst.

Hm, das kann auch auf Untätigkeit seitens der Umgebung hindeuten. Besser wäre wohl eine Umformulierung (aber wie…?)

Bei aller Zielstrebigkeit und Erfolgsorientiertheit ist :Herr X in seinem persönlichen Auftreten bescheiden und :hat sich so die Sympathie und Wertschätzung seiner :Vorgesetzten und Kollegen erworben.

Sehr gut.

Herr X scheidet auf eigenen Wunsch früher als :ursprünglich geplant
aus meiner Arbeitsgruppe aus, was ich sehr bedaure.

Sehr gut.

Ich danke ihm für seine engagierte Mitarbeit in meiner :Gruppe und wünsche ihm für seine berufliche und :stuck_out_tongue:rivate Zukunft weiterhin viel
Erfolg und alles Gute.

‚…auch weiterhin viel…‘

Ende.

Ich finde, dass ich hier als karrieregeiler Streber
missverstanden werden kann.

Siehe den Satz von wg. WissenschaftWirtschaft.
Ausserdem: soll man sich damit in der freien Wirtschaft oder für eine wissenschaftliche Arbeit bewerben ?

Vielleicht sollte man einen Satz einfuegen: Neben :diesen fachlichen Aspekten ist Herr X ein vielseitig :interessierter Mensch, dem es sehr
gut gelingt, die optimale Balance zwischen Arbeit und
Privatleben zu finden.

Auch hier Vorsicht: das vielseitig könnte bedeuten, dass da jemand die umworbene Stelle nur als Sprungbrett für Besseres benutzen will. Also besser nur den Fachbereich eintragen.

HTH
mfg M.L.

__________________________________________________
[MOD] Realname auf Wunsch des ‚Fragers‘ in
‚Mr. X‘ umgewandelt. :wink:
Renee

Hallo Markus

Man beachte, dass Tätigkeiten und Erfolge in Wissenschaft und
Wirtschaft unterschiedlich gemessen und gewichtet werden.

Deshalb ja. Meine urspruenglichen Formulierungen entsprachen eher
denen aus der Wirtschaft und passten nicht so ganz.

Nach einer neutralen Taetigkeitsbeschreibung folgt:

Der Arbeitsstil von Herrn X zeichnet sich durch höchste
Zielstrebigkeit und Kontinuität aus; dabei nutzt er die
vielfältigen
Möglichkeiten zur Informationsgewinnung und :Kommunikation in
seinem
wissenschaftlichen Umfeld optimal.

Klingt gut.

Herr X hat die ihm übertragenen Aufgaben

erwischt :wink: (und geändert…)

Mist, aendere dies hier auch bitte.

stets energisch mit dem
Ziel eines erfolgreichen Abschlusses vorangetrieben, :dabei hohen
Aufwand nicht gescheut und auch seine :Kollegen in dieser Hinsicht
positiv beeinflusst.

Hm, das kann auch auf Untätigkeit seitens der Umgebung
hindeuten. Besser wäre wohl eine Umformulierung (aber wie…?)

Damit trifft der Professor ohne es zu wollen den Nagel auf den Kopf.
In diesem Zusammenhang wird auch klar, warum ich vorzeitig kuendige.
Das fuegt sich doch gut.

Bei aller Zielstrebigkeit und Erfolgsorientiertheit ist :Herr X in
seinem persönlichen Auftreten bescheiden und :hat sich so die
Sympathie und Wertschätzung seiner :Vorgesetzten und Kollegen
erworben.

Sehr gut.

Herr X scheidet auf eigenen Wunsch früher als :ursprünglich geplant
aus meiner Arbeitsgruppe aus, was ich sehr bedaure.

Sehr gut.

Ich danke ihm für seine engagierte Mitarbeit in meiner :Gruppe und
wünsche ihm für seine berufliche und :stuck_out_tongue:rivate Zukunft weiterhin
viel
Erfolg und alles Gute.

‚…auch weiterhin viel…‘

Ende.

Ich finde, dass ich hier als karrieregeiler Streber
missverstanden werden kann.

Siehe den Satz von wg. WissenschaftWirtschaft.
Ausserdem: soll man sich damit in der freien Wirtschaft oder
für eine wissenschaftliche Arbeit bewerben ?

Ich wechsele in die Wirtschaft und habe bereits einen Job in der
Tasche. Aber dieses Zeugnis kann spaeter nochmal wichtig werden.

Vielleicht sollte man einen Satz einfuegen: Neben :diesen
fachlichen Aspekten ist Herr X ein vielseitig :interessierter
Mensch, dem es sehr
gut gelingt, die optimale Balance zwischen Arbeit und
Privatleben zu finden.

Auch hier Vorsicht: das vielseitig könnte bedeuten, dass da
jemand die umworbene Stelle nur als Sprungbrett für Besseres
benutzen will. Also besser nur den Fachbereich eintragen.

Das verstehe ich nicht. Was meinst du mit „nur den Fachbereich
eintragen“?

Gruss, Tychi

_________________________________________________
[MOD] Realname auf Wunsch des ‚Fragers‘ in
‚Mr. X‘ umgewandelt. :wink:
Renee

Hi Tychi,

Was meinst du mit „nur den Fachbereich
eintragen“?

er meint, den letzten Satz weglassen (mit den allgemeinen Interesse und der Balance) und nur das ‚fachliche‘ ins Zeugnis nehmen.
Also kein Fachbereich im Sinne eines Uni-Fachbereichs :wink:

Gandalf

Hi Tychi,

Was meinst du mit „nur den Fachbereich
eintragen“?

er meint, den letzten Satz weglassen (mit den allgemeinen
Interesse und der Balance) und nur das ‚fachliche‘ ins Zeugnis
nehmen.
Also kein Fachbereich im Sinne eines Uni-Fachbereichs :wink:

O.k. Danke. Aber findest du nicht, dass ich als Streber dastehe, wenn
nicht auch ein Gegengewicht a la „aber Herr X ist kein Fachidiot und
nicht von Ehrgeiz zerfressen“ eingefuegt wird?

Gruss, Tychi

Hallo nochmal.

Man beachte, dass Tätigkeiten und Erfolge in :Wissenschaft und
Wirtschaft unterschiedlich gemessen und gewichtet :werden.

Deshalb ja. Meine urspruenglichen Formulierungen :entsprachen eher
denen aus der Wirtschaft und passten nicht so ganz.

Als Kreativvorschlag: zwei AZ’e erstellen lassen. Eins für den wissenschaftlichen Bereich und eins für den wirtschaftlichen. Was man bei letzterem schreibt, steht ja fest :wink:

Mist, aendere dies hier auch bitte.

Das ist doch ein Moderatorenrecht, oder ?

stets energisch mit dem
Ziel eines erfolgreichen Abschlusses vorangetrieben, :dabei hohen
Aufwand nicht gescheut und auch seine :Kollegen in :dieser Hinsicht
positiv beeinflusst.

Hm, das kann auch auf Untätigkeit seitens der Umgebung
hindeuten. Besser wäre wohl eine Umformulierung (aber :wie…?)

Damit trifft der Professor ohne es zu wollen den Nagel :auf den Kopf. In diesem Zusammenhang wird auch klar, :warum ich vorzeitig kuendige.
Das fuegt sich doch gut.

Die Passage rauswerfen geht auch nicht… :-/
Idee: ‚…und die Ergebnisse und Erfolge unserer Gruppe stets (positiv) unterstützt‘

Ausserdem: soll man sich damit in der freien :Wirtschaft oder
für eine wissenschaftliche Arbeit bewerben ?

Ich wechsele in die Wirtschaft und habe bereits einen :Job in der Tasche. Aber dieses Zeugnis kann spaeter :nochmal wichtig werden.

Sicher. Günstig wäre es natürlich, bei der jetzt neuen Tätigkeit auf ein (sehr) gutes Arbeitszeugnis hinzuarbeiten und dieses dann bei einer Weiterbewerbung an der optisch gewichtigen ersten Stelle anzubringen.

Auch hier Vorsicht: das vielseitig könnte bedeuten, :dass da
jemand die umworbene Stelle nur als Sprungbrett für :Besseres benutzen will. Also besser nur den Fachbereich :eintragen.

Das verstehe ich nicht. Was meinst du mit „nur den :Fachbereich eintragen“?

‚vielseitig‘ raus, ‚physikalisch‘ rein. Oder ‚physikalisch vielseitig interessiert‘. War doch der Fachbereich Physik, oder etwa nicht ?

HTH
mfg M.L.

Hallo Tychi,

Mein Chef hat mir ein AZ vorgelegt und es soll innerhalb der
naechsten 2 h fertig sein.

Für ein Forum ein recht kurzer Zeitraum. :wink:

Meinen Entwurf, an den ihr euch vielleicht noch erinnert,

Nee leider nicht … und im aktuellen Forum find ich nichts mehr von dir.

Nach einer neutralen Taetigkeitsbeschreibung folgt:

Was haste denn da gemacht und wie lange?

Der Arbeitsstil von Herrn X zeichnet sich durch höchste
Zierlstrebigkeit und Kontinuität aus; dabei nutzt er die
vielfältigen
Möglichkeiten zur Informationsgewinnung und Kommunikation in
seinem
wissenschaftlichen Umfeld optimal.

Klingt als wenn du das „durchziehst“, was du dir vorgenommen hast (und dabei, wenns sein muss, anderen Löcher in den Bauch fragst :wink:

Herr M hat die ihm übertragenen Aufgaben stets energisch
mit dem
Ziel eines erfolgreichen Abschlusses vorangetrieben, dabei
hohen
Aufwand nicht gescheut und auch seine Kollegen in dieser
Hinsicht
positiv beeinflusst.

Der Antreiber, der die Kollegen auch mal gescheucht hat? Klingt irgendwie nicht so bewundernd, wie es vielleicht rüberkommen sollte.

Bei aller Zielstrebigkeit und Erfolgsorientiertheit ist Herr X
in
seinem persönlichen Auftreten bescheiden und hat sich so die
Sympathie und Wertschätzung seiner Vorgesetzten und Kollegen
erworben.

Passt irgendwie nicht zum vorherigen Satz.

Herr X scheidet auf eigenen Wunsch früher als ursprünglich
geplant
aus meiner Arbeitsgruppe aus, was ich sehr bedaure.

Hattest du die Schnauze voll? Auf der Stelle getreten?

Ich danke ihm für seine engagierte Mitarbeit in meiner Gruppe
und
wünsche ihm für seine berufliche und private Zukunft
weiterhin viel
Erfolg und alles Gute.

Ok.

Ich finde, dass ich hier als karrieregeiler Streber
missverstanden
werden kann.

Oder als jemand, der seinen Weg geht.

Neben diesen
fachlichen
Aspekten ist Herr X ein vielseitig interessierter Mensch, dem
es sehr
gut gelingt, die optimale Balance zwischen Arbeit und
Privatleben zu
finden.

Nö. Zumindest nicht in dieser Fassung.

MfG
_________________________________________________________

Nur meine persönliche Meinung dazu. Ich bin kein Experte für Zeugnisse.

Hi Tychi,

Aber findest du nicht, dass ich als Streber
dastehe, wenn
nicht auch ein Gegengewicht a la „aber Herr X ist kein
Fachidiot und
nicht von Ehrgeiz zerfressen“ eingefuegt wird?

nö.
So ein Zeugnis ist keine Prosa.
Ein zukünftiger Arbeitgeber möchte einen Menschen einstellen, der weiß was er will und der auch, wenn sein muß, den unbequemen Weg einschlagen kann.
Sprich, die Mitarbeiter motivieren (= antreiben, wenns nötig ist).

Gandalf

Hallo Tychi,

Mein Chef hat mir ein AZ vorgelegt und es soll innerhalb der
naechsten 2 h fertig sein.

Für ein Forum ein recht kurzer Zeitraum. :wink:

Klappt doch, wie du siehst.

Meinen Entwurf, an den ihr euch vielleicht noch erinnert,

Nee leider nicht … und im aktuellen Forum find ich nichts
mehr von dir.

Ist auch nicht mehr so wichtig.

Nach einer neutralen Taetigkeitsbeschreibung folgt:

Was haste denn da gemacht und wie lange?

Ich will hier nicht zu viel von mir verraten. Ich denke, dass diese Information nicht noetig ist, um das Zeugnis zu beurteilen.

Der Arbeitsstil von Herrn X zeichnet sich durch höchste
Zierlstrebigkeit und Kontinuität aus; dabei nutzt er die
vielfältigen
Möglichkeiten zur Informationsgewinnung und Kommunikation in
seinem
wissenschaftlichen Umfeld optimal.

Klingt als wenn du das „durchziehst“, was du dir vorgenommen
hast (und dabei, wenns sein muss, anderen Löcher in den Bauch
fragst :wink:

So ist es auch.

Herr M hat die ihm übertragenen Aufgaben stets energisch
mit dem
Ziel eines erfolgreichen Abschlusses vorangetrieben, dabei
hohen
Aufwand nicht gescheut und auch seine Kollegen in dieser
Hinsicht
positiv beeinflusst.

Der Antreiber, der die Kollegen auch mal gescheucht hat?
Klingt irgendwie nicht so bewundernd, wie es vielleicht
rüberkommen sollte.

Dein Verstaendnis ist richtig.

Bei aller Zielstrebigkeit und Erfolgsorientiertheit ist Herr ::X
in
seinem persönlichen Auftreten bescheiden und hat sich so die
Sympathie und Wertschätzung seiner Vorgesetzten und Kollegen
erworben.

Passt irgendwie nicht zum vorherigen Satz.

Doch, denn er beugt dem Missverstaendnis vor, dass es sich bei mir um einen ruecksichtslosen Opportunisten handele.

Herr X scheidet auf eigenen Wunsch früher als ursprünglich
geplant
aus meiner Arbeitsgruppe aus, was ich sehr bedaure.

Hattest du die Schnauze voll? Auf der Stelle getreten?

Ja. Hier gibt’s fuer mich nichts mehr zu tun.

Ich finde, dass ich hier als karrieregeiler Streber
missverstanden
werden kann.

Oder als jemand, der seinen Weg geht.

Das waere in den Augen der meisten positiv, oder?

Neben diesen
fachlichen
Aspekten ist Herr X ein vielseitig interessierter Mensch, dem
es sehr
gut gelingt, die optimale Balance zwischen Arbeit und
Privatleben zu
finden.

Nö. Zumindest nicht in dieser Fassung.

Warum nicht? Es waere sonst zu einseitig, oder liege ich da falsch?

Gruss, Tychi