Ein altes, immer wieder neues Thema: Renten!

Leider falsch, Raimund…
Frank hat absolut Recht.

Geschichtliches in kurzen Stichpunkten:

17.11.1881: Erste Kaiserliche Botschaft von Wilhelm I. zur sozialen Frage. Hier wurden Gesetzesentwürfe zur Unfallversicherung und Krankenversicherung der Arbeiter angekündigt. Die Kaiserliche Botschaft gab den letzten Anstoß zum Aufbau der ursprünglich von Reichskanzler Bismarck angeregten Arbeiterversicherung.

Als erstes Gesetz trat 1884 das gesetz betreffend die Krankenversicherung der gewerblichen Arbeit von 1883 in Kraft.

Ein Jahr später trat das Unfallversicherungsgesetz in Kraft und im Jahr 1891 das Gesetz betreffend die Invalidität und Alterssicherung.

Versicherungspflichtig waren alle Lohnarbeiter und die unteren Angestellten. Als Leistungen waren Erwerbsunfähigkeits- und Altersrente vorgesehen. Eine Erwerbsunfähigkeitsrente setzte eine Zweidrittelinvalidität und die Erfüllung einer fünfjährigen Wartezeit voraus, die Altersrente eine 30jährige Wartezeit. Die Finanzierung erfolgte durch je zur Hälfte von den Versicherten und Ihren Arbeitgebern sowie durch den Reichszuschuss.

Reichsverordnung von 1911: Die letzte große und rechtsgeschichtlich modernste Kodifikation brachte mit der Einführung der Hinterbliebenenabsicherung einen großen sozialen Fortschritt. Weitere wichtige Neuerungen: Angestellte als eigenständige soziale Gruppe zwischen Arbeiterschaft und Beamtentum (Angestelltenversicherung).

1923: Zusammenfassung des zersplitterten Knappschaftswesens durch das Reichsknappschaftsgesetz.

16.07.1927: Integration der Arbeitslosenversicherung.

Im Jahr 1941 wurde die Krankenversicherung der Rentner eingeführt, wonach krankenversichert war, wer rentenberechtigt war.

Nach der totalen Niederlage 1945 stellte sich die Situation der rentenversicherung katastrophal dar: es gab allein 1,2 Mio Kriegerwitwen, 1,4 Mio Halb- und 60.000 Vollwaisen. Der Flüchtlingsstrom aus den verlorenen Gebieten belastete zusätzlich alle Zweige der Sozialversicherung und dabei besonders die Rentenversicherung. Der alliierte Kontrollrat bildete keine zentrale Administration im besetzten Deutschland, so daß es den Militärregierungen in den Besatzungszonen überlassen blieb, zusammen mit den weiterhin existierenden lokalen Leistungsträgern die bestehenden Sozialsversicherungsgesetze wenigstens notdürftig durchzuführen.

In den westzonen wurden auf diese Weise die wesentlichen Grundsätze der traditionellen deutschen Sozialversicherung beibehalten!!

Einen Sonderweg ging das in vier Sektoren geteilte Berlin, wo mit der Versicherungsanstalt Berlin ein einheitlicher Träger der Sozialversicherungszweige Krankeheit, Infall, Invalidität und Alter geschaffen wurde. Diese Einheitsversicherung sollte langfristig jedoch nur für die sowjetische Besatzungszone und dann für die DDR wirksam bleiben.

Weitere Reformen 1957, 1972 und 1992, die Inhalte kann ich auf Wunsch gerne nachliefern.

Konnte mich durch Deinen Artikel auch mal wieder richtig in das Thema einlesen.

Gruß
Jochen

Ich entschuldige mich in aller Form!

Ey, Mathias
nix zum - is ja voll ok! mußte ja selbst grinsen!
Laufen ja auch genug Gehirntote mit 20 rum :smile:
Alter ist eben eine Veranstaltung, die im Kopf stattfindet!
Liebe Grüße
Eckard

Nicht lamentieren! Nicht Gründe suchen warum es so kam! Es ist
nun mal so!

also: welchen Weg gibt es aus dieser vermeintlichen
Sack-Gasse???

Hi, Raimund,
Lamentieren hat noch nie weitergeholfen.
Wie ich es sehe, ist aber eine prinzipielle Abkehr vom System des Generationenvertrages keine sinnvolle Lösung.
Da es bei der abzusehenden Zunahme der „Nehmer“ bei gleichzeitigem Rückgang der „Geber“ aber weniger unter mehr zu verteilen gilt, braucht es Ansätze, die das System stützen und ergänzen.
Die Eigenverantwortlichkeit zu fordern und zu fördern ist IMO der richtige Weg. Auch ich habe ein paar Prozent meines Einkommens als eigenen „Notgroschen“ beiseite gelegt, der mir meine Rente aufbessert - schließlich waren einige magere Jahre in meiner Berufslaufbahn zu beklagen. Und parallel dazu natürlich auch die vorsichtige „Feinsteuerung“ der Verteilung. (Braucht die überlebende Witwe tatsächlich mehr Rente als eine 2-Kinder-Arbeiterfamilie an Einkommen erzielt?)
Grüße Eckard.

hallo, Jochen,

warum liest eigentlich keiner, was der andere schreibt?

Nocheinmal:
Es geht um den Generationsvertrag und dass es den erst seit 1948 gibt! Dass der Grund dafür die leeren Kassen waren! Um nichts anders gehrt es! Natürlich gab es schon vor dem Krieg Renten, natürlich hat Hitler nichts damit zu tun!
Die ganze Aufzählung, die mit Sicherheit interessant ist, hättest Du Dir sparen können, wenn Du meinen Artikel genau gelesen hättest.
Oder kann mir jemand nachweisen, dass es den Gerationenvertrag schon vor dem Krieg gab?
Es war eine Notlösung. die beste, die man damsls machen konnte. leider nicht für die Ewigkeit!

Grüße
Raimund

schon vergessen!
Das mit den Gehirntoten kann man ganz dick unterstreichen (schaut Euch mal im Verkehr um!) und ebenso, dass altern im Hirn anfängt!
Lass´ ihm noch etwas Zeit zum Antworten. nicht jeder geht so oft ins Internet, wie wir! kostet ja uch ganz schön Geld! Vielleicht ist er aber auch etwas beleidigt!?

Grüße
Raimund

Hall Raimund!

Auch die Methode, den Kinderlosen eine „Strafabgabe“
aufzubrummen, ist nicht das gelbe vom Ei! Einmal gibt es
viele, die gerne Kinder hätten, aber keine bekamen (also
dieses psychische Dilemma auch noch bestrafen?), zum andern
ist mit einem Haufen Kinder noch lange das Problem nicht
gelöst! Wo gibt es für die vielen Kinder Arbeit? Oder sind es
noch einiger mehr auf dem Arbeitlosen-Markt?

Eine „Kinderabgave“ fände ich Quatsch, denn es sollte doch jedem selbst überlassen sein, ob er/sie Kinder haben möchte oder nicht. Und im Grunde kann das ja auch gar nicht funktionieren. Nur mal ein schnelles Beispiel: Sagen wir mal, ein Ehepaar müsste zwei Kinder zeugen, die später für einen Rentner einzahlen, dann müssten wiederum vier Kinder später die zwei Kinder, die inzwischen ins Rentenalter gekommen sind, die Pensionen bezahlen. Aber dies alles wusste man doch schon vor etlichen Jahren, und es genügt dazu nur simple Mathematik.
Ich muss zugeben, gewisse Diskussionen nicht zu verstehen, wenn ich mir die Tatsachen betrachte: Es gibt immer mehr Rentner, es gibt immer weniger Einzahler, die Arbeitslosigkeit nimmt nicht ab, die Überstunden ebenfalls nicht. Die Gewinne der Unternehmen sind seit den achtziger Jahren um ca. 35% gestiegen, die Reallöhne nur um 11%, wobei noch zusätzlich Steuern hinzukamen, sich die Reallöhne sogar vergemindert haben. (Nachzulesen in: „Schwarzbuch Helmut Kohl“, Bernt Engelmann)
Trotz dieser Tatsachen wird herumgeredet und herumgedoktort, als gäbe es sie nicht. Und ich bin der Meinung, die Bürger zahlen schon genug an Steuern und Abgaben. Ich hatte etwas bei einem Amt angemeldet, und für diese Anmeldung durfte ich über 500,- DM zahlen. Das fand ich schon seltsam, denn ich bezahle doch über die Steuern die Beamten, und trotzdem musste ich diesen Betrag entrichten. Bei der Krankenversicherung zahlen wir inzwischen zusätzlich auf Rezepte drauf, und die Pflegeversicherung bezahlen wir ebenfalls. (Wieviele Beispiele gäbe sonst noch zu nennen, nicht wahr?)
Würde man allein die vom Bund der Steuerzahler genannten Steuerverschwendungen von jährlich 60 bis 70 Mrd. nicht zum Fenster hinauswerfen, könnte dieses Geld in die Rentenversicherung und andere Projekte einfliessen und bräuchte nicht ständig den „kleinen Mann“ zu Kasse bitten. Doch es ist leider Faktum, dass der normalverdienende Bürger stärker belastet wird als der Besserverdienende. Das hat nichts mit einem sozialistischen Gedankengut zu tun, es ist einfach so. Und weil sich daran nichts ändern, ist nur davon auszugehen, dass diese Sache System hat. Im Grunde auch nur zu verständlich, denn es ist unmöglich, dass es jemanden von uns (zu) gut geht.
Ich habe mich schon oft gefragt, weshalb Menschen so wenig gegen diese Ungerechtigkeiten protestieren, jedoch seinerzeit beim Shell-Boykott und jetzt bei der Protest-Sternfahrt nach Berlin mitmachten. Inzwischen glaube ich dahintergekommen zu sein: Die Ungerechtigkeiten passieren schleichend, stets nur häppchenweise, dass es sich für eine kleine Verschlechterung nicht lohnt zu protestieren; zudem bekommt man ja auch ständig gesagt, dass dies oder das notwendig wäre, sonst ginge es uns noch schlechter. Das passiert langsam, während zum Beispiel die Verteuerung des Benzins in einem relativ kurzen Zeitabschnitt erfolgte und damit auch das Interesse des Multiplikators ‚Medien‘ auf sich zog. (Sah man ja auch im Sommer bei den Themen Kampfhunde und rechte Gewalt. Groooss angesagt, doch inzwischen hört man davon kaum noch etwas darüber.)
Dieser „Schleicheffekt“ hat zur Folge, dass momentane Situationen Normalität darstellen. Vergleiche hinken zwar, aber ich möchte das mal an dem folgenden aufzeigen: Nehmen wir an, jemand wäre 1980 geboren, der würde keinen anderen Kanzler als Kohl gekannt haben. In den ganzen vergangenen Jahren war das für ihn Normalität, dass dieser eine Kanzler und CDU/FDP regieren. Der kennt nichts anderen, und so war es die Normalität. Dass es davor auch einen Brandt und Schmidt gab, wird er gerade mal in der Schule erfahren haben.
Um es zusammenfassend zu sagen: Der Leidensdruck der Bevölkerung wird zumeist nicht überstrapaziert, wodurch jede einzelne Verschlechterung kaum wahrgenommen wird.

Marco

Hallo Frank!

(in der schweiz
zahlt z.b. jeder, auch beamte und selbständige, in die rente
ein, und dahin muß die lösung gehen - und nicht in das
bevölkerungswachstum)! frank

Da sieht man es: Wir bezahlen den Beamtenlohn, bezahlen zudem für jedes Formular und dürfen letztendlich auch noch deren Rente tragen.

Der Vorwurf geht natürlich nicht an den Beamten als Mensch selbst, auch wenn ich mich dazu verleiten lassen könnte, wenn ich an diesen oder jenen Behördengang denke.

Marco

100 % richtig!
Hallo, Marco,
wahrscheinlich wird uns jemand Verfolgungswahn vorwerfen, aber ich bin der gleichen Meinung!
Deshalb müssen wir auch „für die Politiker“ Wege finden, wie man die Rentenmisere löst! Für einen 20-25-jährigen ist es kein Problem. wenn z.B. die Staatsrente ganz abgeschafft wird und jeder für seine eigene Rente etwas machen muss. Auch wenn es zwangsweise ist (z.B. 15% des Einkommens wird vom Arbeitgeber gleich abgezogen und in die Rentenversicherung ohne Kapitalwahlrecht einer Versicherungsgesellschaft eingezahlt:wie z.B. die Direktversicherung). Das Problem sind diejenigen, die Zeit ihres Lebens eingazahlt haben und im festen Glauben, dass diese Rente reicht und sicher ist (Blüm: „unsere Renten sind sicher!“ (er meinte vermutlich seine!))keine weitere Vorsorher gemacht haben! Da hätten wir dann ein Heer von Sozialempfängern! DEr Satz:„Selber schuld, hätten halt was machen sollen!“ ist Blödsinn, er hilft uns nicht weiter. Ich vermute sehr stark, dass wir nicht um eine kräftige Mehrbelastung für viele Jahre nicht drumrum kommen!
Als Zukunftlösung könnnte ich mir eine reine private Altersvorsorge vorstellen. Nicht jedoch auf freiwilliger Basis, das klappt nicht! Ebenso müssten alle Selbständigen (trifft auch mich) eine „Zwangsaltersvorsorge“ machen. Und extrem wichtig: alle Beamten müssten entweder für ihre Pension jeden Moat was zurück legen, oder keine Pension mehr und dafür das gleiche wie alle anderen.
Nur… die Gesetzgeber sind Beamte!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund!

Der Satz:„Selber schuld,
hätten halt was machen sollen!“ ist Blödsinn, er hilft uns
nicht weiter. Ich vermute sehr stark, dass wir nicht um eine
kräftige Mehrbelastung für viele Jahre nicht drumrum kommen!
Als Zukunftlösung könnnte ich mir eine reine private
Altersvorsorge vorstellen.

Ich verstehe nicht, weshalb Arbeitnehmer ständig (mehr-) belastet werden sollen, und ich wäre damit nur einverstanden, wenn zuvor die Löhne drastisch steigen würden. Denn ansonsten bedeutet dies ja, dass Arbeitnehmer schon wieder weniger von ihren Reallöhnen haben. Natürlich werden die Arbeitgeber da nicht mitspielen, die Herren Stihl, Hundt und Henkel jammern sowieso die ganze Zeit herum. Verwunderlich ist es hierbei nur, dass n-tv von den Unternehmen für 1999 stets Rekordgewinne zu berichten wusste. Doch welche Auswirkung hatte das für die arbeitende Bevölkerung?
Man muss hierbei auch einmal festhalten, dass die Unternehmen nicht nur den „Lohnfaktor Mensch“ reduzieren, damit nicht nur jetzt Kosten einsparen, sondern in Tarifverhandlungen evtl. Erhöhungen an die reduzierte Arbeitnehmerzahl zu entrichten hat. Hingegen sitzen die Arbeitslosen erst einmal auf beim Arbeitsamt, und wenn es hart kommt, landen sie zudem beim Sozialamt. Ohne dies werten zu wollen, bedeutet es aber, dass der Steuerzahler für diese Menschen aufkommen muss. (Es heisst zwar immer, der Staat müsse für diese Menschen sorgen, aber letztendlich sind es wir als einzelne Personen, die diese Versorgung zahlen.) Die Wirtschaft, die für die Rationalisierungen und Arbeitslosigkeit verantwortlich ist, entzieht sich jedoch jeglicher Verantwortung. Wieder einmal heisst es: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. (Dies konnte man vor kurzem auch wieder anhand der Beinahe-Pleite von Holzmann sehen.)
Es kann nicht angehen, dass Unternehmen ihre Gewinne ins Ausland schaffen und die Verluste hier plazieren. Wenn ich mich recht erinnere, sollen Daimler und Siemens 1998 oder 1999 über 500 Mio. DM an Gewinnsteuern nicht gezahlt haben. (Wurde in MONITOR berichtet.)
Nein, ich glaube dieses ganze pragmatische Gerede der Industrie und Politik nicht. Vor geraumer Zeit hatten wir die Diskussion wegen der 20.000 Inder, die letztlich aufgrund des Versäumnisses passierte, rechtzeitig die Menschen für das neue Zeitalter auszubilden. Anzeichen dafür waren vorhanden; dazu hätte man nur einmal Menschen befragen müssen, die seit Jahren mit Computern arbeiten bzw. sich damit beschäftigen. Aber man war sich ja unsicher, was diese Zukunftsmärkte angeht - sieht man daran, wie spät, aber brachial viele Firmen inzwischen ins Netz stürmen -, und Ausbildung hätte schliesslich einiges an Geld gekostet.
Es rang mir erneut ein Schmunzeln ab, als nach der 20.000-Inder-Diskussion prompt der Herr Hundt davon sprach, dass uns auch andere Fachkräfte fehlen, die ins Land geholt werden müssten. Tja, und woran liegt das? Doch nicht an der jungen Bevölkerung, die nur jene Ausbildungen annehmen kann, die sie zur Verfügung gestellt bekommt. Es wäre wahrlich von Vorteil, wären Industrie und Politik nur halb so flexibel, wie sie es stets von den Arbeitnehmer fordern!

Marco

PS: Sorry, dass das nun kein direkter Beitrag zur Lösung des Rentenproblems war.

auch hier sind wir uns vollkommen einig!
Was ich meinte, mit Mehrbelastung: die AN, die keine Zeit mehr haben, etwas für´s Alter extra zurückzulegen, bis eine vollkommen privatisierte Rente gerecht greifen kann, müssen eine Hilfe der Gemeinschaft haben. Ich spreche nicht von 20, 25, 30-jährigen. Die haben genug Zeit!
Ich verstehe nur die Logik unserer Top-Manager nicht: wenn´s nach denen gehen würde, und da steuern sie kräftig darauf hin, dann gäbe es keine AN mehr. Alles wäre automatisiert! Die logische Folge wäre doch eine 100% Arbeitslosigkeit! Wer kauft dann ihre Automatenware ab? Der Staat kann nur dann AL-Geld zahlen, wenn es Steuerzahler gibt. Sind aber alle AL, gibt´s auch fast keine Steuern mehr (und die würden die Großfirmen dann auch nicht mehr zahlen!)!
Ich bin froh, dass es den Kommunismus noch gibt! Erinnere Dich: vor dem Zusammenbruch des Ostens war fast alles möglich. Danach, kamen die Großunternehmer und klagten, dass Sie keine Mittel mehr hätten, um Sozialleistungen und höhere Gehälter zu zahlen! Fahren aber jedes Jahr neue Gewinnrekorde ein!

Was soll man von einer deutschen Autofirma halten, die ihre Fahrzeuge im Ausland produziert und in Deutschland verkauft? Denke nur an BMW mit ihrem Z3! Zugegebenermaßen ein (für meinen Geschmack) bildschönes Auto! Kaufen? Nein, ich werde nie ein Auto einer deutschen Firma kaufen, die im Ausland für Milliarden Arbeitplätze schafft und in Deutschland damit Kasse machen will!
Genauso bei anderen Waren. VW baute früher auch ein extra Werk in den USA. Doch das war für den amerikanischen Markt!

Genauso sollte eine Firma, die ihre Hauptverwaltung ins Ausland verlegt um dann (ist leider Rechtens) die versprochnen Betriebsrenten zu streichen, enteignet werden! Ich weiß, das ist Diktatur! Aber sage mir doch ein anderes Verteidigungsmittel?

Irgend wann wird es den großen Bums geben! Dann haben wir leider wieder einen großen Führer, den Kommunismus oder noch schlimmer den Adel mit einem Kretin an der Spitze, der sich dann Kaiser nennt! Wir Menschen haben leider die Eigenschaft, von einem Extrem ins andere zu wechseln!

Schluß jetzt! Das wurde länger, als ich wollte! Eines meiner Lieblingsthemen!
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

ich stimme Dir zu, auch wenn ich mich nicht an irgendwelche Ideologien binden möchte. Vielmehr betrachte ich es als Gesellschaftskritik im weiteren Sinne.
Schmunzeln musste ich bei Deinem Beispiel mit der hundertprozentigen Arbeitslosigkeit, denn ein ähnliches Beispiel spukte mir einmal im Kopf herum, als ich mich mit einem Kumpel über dieses Thema unterhielt. Ich dachte dabei an ein Unternehmen, dass bis auf einen einzigen Arbeiter alle anderen wegrationalisiert hat; und es niemanden mehrgibt, der noch dieses Produkt kaufen kann - bis auf diesen Arbeiter. Umgesetzt auf die momentane Situation bedeutet das letztendlich nichts anderes als die oftgenannte Schere zwischen arm und reich, die immer weiter auseinanderklafft.
Das fast schon Perverse an der Situation ist, dass die Bevölkerung die Dinge ja ändern könnte, wenn sie nur wollte. Ich unterhielt mich gestern mit einer Bekannten, wobei wir den Gedanken hatten, was wohl wäre, wenn es so etwas wie einen Generalstreik gäbe. Aber diese Einigung, die als übergeordnetes Ziel eine Verbesserung für alle erreichen sollte, wird es nicht geben, weil eben doch viele ihren alleinigen Vorteil aus solch einer Situation ziehen würden.
Du sprachst von diesem „Bums“, den es irgendwann geben wird. Anzeichen dafür erkenne ich bereits heute. Als ein kurzes Beispiel sei eine Freundin von mir genannt, die seit 30 Jahren Krankenschwester ist. Derzeit arbeitet sie auf einer halbintensiven Station. Das Personal wurde reduziert; nun muss sie beim Wochenenddienst mit einer Praktikantin oder Schülerin auskommen, die ja nichts Besonderes machen dürfen, ausser vielleicht mal ein Kissen aufschütteln. Also bleibt die ganze Arbeit an der Krankenschwester selbst hängen, und wenn gleichzeitig zwei Patienten Probleme haben, dann hat einer erstmal Pech gehabt, denn sie kann sich ja nicht zweiteilen.

Marco

endlich mal eine vernünftige Ansicht. Ab fünfzig in die
Verbrennungsanlage.

in drei Jahren in die Verbrennungsanlage. Wer verdient dann das Studium meiner Tochter (die ist bis dahin selbst bei ihrem Fleiß, den sie an den Tag legt, noch nicht ganz fertig.

Karin