Hi Marco!
War ja ein netter Rundumschlag.
Leider konnte man sich damals
nicht vorstellen, dass wir satt und zufrieden sind, höchstens
2-3 Kinder zeugen werden, die Wirtschaft zurückgeht,
Arbeitlose (also Nichteinzahler) haben und Gastarbeiter
brauchen, die wenigstens etwas mehr Geld in die kassen bringen
und oft für mehr Nachwuchs sorgen (die erste Generation, die
zweite ist genauso „faul“)…
Oh, einige Dinge kann man sich schon vorstellen, sofern man
sie sich überhaupt vorstellen will. Vielleicht liegt es
einfach daran, dass die mangelnde Vorstellungskraft nichts
anderes als Inkompetenz darstellt, und man eben zu den
„Führern der Nation“ nicht so autoritätsbewusst aufschauen
sollte. Dass eine Wirtschaft mal zurückgehen kann, ist völlig
normal, und wenn ein Rentensystem stets mehr Nachwuchs
braucht, um die ältere Generation zu versorgen, funktioniert
das System breits im Ansatz nicht. Es erinnert vielmehr an
jene Schneeballsysteme, mit denen eine Person soundsoviele
Mitstreiter finden muss, um (deren) Geld zu erhalten.
Das sehe ich auch so.
Zurück zur rückläufigen Zahl der gezeugten Kinder: diese hat m.E. zwei simple Ursachen:
1.) Der Deutsche degeneriert immer mehr zum Konsumproleten und gibt daher sein Geld lieber für Inline-Skates, Autos und Urlaub als für Kinder aus.
2.) viele Leute können sich aufgrund der schamlosen Abgabenpolitik der Regierung Kohl und als Gipfel derjenigen von Schröder einfach keine Kinder leisten.
Die immer häufiger ins Gespräch kommende private
Altersvorsorge ist für mich der Betrug schlechthin, den die
Regierenden mit der Bevölkerung treiben, und es verwundert
mich doch sehr, dass man gegen teurem Kraftstoff protestiert,
aber die Hände in den Schoss legt, wenn es um die eigene Rente
geht.
Sehe ich anders.
Der private Beitrag ist zunächst einmal ohnehin absolut unvermeidbar.
Außerdem kann es nicht angehen, daß man sich als rentener gemütlich auf dem Generationenvertrag ausrughen kann, während die Beiträge für die Steuerzahler ins unermessliche steigen.
Rentner haben das Recht darauf, versorgt zu sein. Allerdings haben sie m.E. kein Recht darauf, völlig abgekoppelt von den Problemen der arbeitenden Bevölkerung zu leben.
Ich sprach eben von unseren „Führern“. Welch einen Nonsense
sie verzapfen, lässt sich zum Beispiel an unserem
Arbeitsminister Riester festmachen. Er überlegt, das
Rentenalter auf 67 hochzusetzen, und meinte dazu am 18.
September: „Wenn die Wirtschaft sagt, dass sie die Älteren
länger im Job braucht, ist die Zeit reif, darüber zu
sprechen.“
Wie soll man das nun verstehen?! Als gäbe es nicht genügend
Arbeitslose und Arbeitnehmer mit viel zu vielen Überstunden!
Diese Rechnung mit den Überstunden funktioniert nicht!
Willst Du in einem Betrsieb, der 5 AN beschäftigt, einen sechsten einstellen, weil alle 5 zusammen 10 ÜS pro Woche machen?
Da brauchst Du erst mal einen, der für 1/3 des Gehaltes 1/3 der Zeit arbeiten will und noch dazu ein Multitalent ist, da er ja alle Fähigkeiten der 5 anderen haben muß!
Weiss Riester überhaupt, was er sagt? Und wie lange an
Lebenszeit sollen Menschen überhaupt noch arbeiten? Bloss weil
die Wirtschaft mehr und mehr profitieren will, soll der
Lohnfaktor ‚Mensch‘ noch weiter ausgebeutet werden, aber wenn
es um seine Ansprüche geht, metamorphosiert er zu einem viel
zu teuren Faktor. Wie heisst es doch so schön: „Gewinne werden
privatisiert, Verluste sozialisiert.“ Wir sind inzwischen
einen Schritt weiter: Möglicherweise nicht entstehende Gewinne
sollen von grössten Teil der Bevölkerung bereits im Vorfeld
getragen werden.
Der Mensch wird immer gesünder, immer älter, also kann er auch länger arbeiten.
Kann es angehen, daß man für einen Lehrer 30 Jahre lang Pensionen bezahlt??
Die Sache mit der Ausbeutung ist sozialistisches Antiquariat.
Die meisten Firmen tun viel, um den Arbeitsalltag angenehm zu gestalten.
Arbeit heute ist doch kein Problem mehr. Die meisten Leute arbeiten 35-40 Stunden pro Woche. Das ist doch ein Witz bei den Gehältern und Sozialabgaben, die die Unternehmen für sie bezahlen!
Und ein bisschen was tun muß eben jeder.
Nicht die Arbeitnehmer, die Politiker sollten flexibler
sein. Bereits vor mehr als 15 Jahren wurde schon davor
gewarnt, dass das Rentensystem grosse Probleme bereiten wird.
Ebenso, wie Manager bei Firmenpleiten keine Verantwortung,
dafür aber den goldenen Fallschirm tragen, verhält es sich
auch bei den Volksvertretern. Letztendlich zahlt dann jeder
die Zeche für diese Inkompetenz. Wenn man bedenkt, dass
jährlich ca. 60 bis 70 Mrd. an Steuergeldern verschwendet
werden, weil Personen über diese Gelder verfügen können, zu
keinen Bezug zum Ursprung der Gelder haben, kann man auch von
Politikern nicht erwarten, dass sie sich das Thema Rente
wirklich interessiert; sie sind ja schliesslich ziemlich
schnell und übermässig mit Rentenansprüchen versorgt!
Das muß m.E. aufhören. Nur wird sich kein Mensch seine Ansprüche selber kürzen.
Hier hilft nur eine Revolution.
Die Grünen selbst sind nach ein paar Wochen im Amt schon diurch Macht und Pfründe korrumpiert worden. Wer soll das denn jetzt noch ändern, wenn selbst dieser Wahlversuch scheiterte!?
Wenn ich an diese jährlichen Steuerverschwendungen denke,
so frage ich mich, weshalb eine Rentenversicherung sich allein
aus den Einzahlungen der arbeitenden Masse tragen soll.
Weshalb also nicht andere Töpfe herbeiziehen und die gesamten
Haushalte vernetzter betrachten? (Weil jede Amtsstelle den
Eindruck hat, Kompetenz zu verlieren, und letztendlich Amt
gegen Amt geht. Typische Bürokratie, die das Gesamtziel nicht
sehen will.)
Jetzt hör aber auf. Gerade diese vernetzte Betrachtungsweise hat uns doch in das Dilemma der Ökosteuer geführt!
M.E. wäre hier eher Entflechtung und mehr Zweckbindung angesagt!!
Zudem ist es ja nicht nur so, dass weniger
Einzahler geboren werden und mehr Rentner vorhanden sind,
sondern ursprünglich Arbeitende nicht mehr einzahlen, weil sie
wegrationalisiert werden.
Definitiv die Unwahrheit.
Die Geburtenrate sinkt konstant.
Ich frage mich, ob die Industrie so
schnell mit dem Personalabbau wäre, würde man von ihr
verlangen, für jede von ihr entlassene Person einen Obolus zu
entrichten.
Das tut sie, indem sie die horrenden Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung bezahlt.
Hierbei sollte man auch nicht vergessen, wieviel
Lebenszeit ein Mensch in die Arbeit steckt und wie sehr
Unternehmen daran profitieren. Der Arbeitnehmer erhält dafür
jedoch im Grunde einen Hungerlohn.
Das ist sozialistische Wirtschafts-Theorie und oft genaug widerlegt.
Nur ein Beispiel: die Unternehmen zahlen zusätzlich zu den Gehältern auch Steuern und Sozialabgaben, die wiederum der Allgemeinheit in Foprm von Renten, Arbeitslosenunterstützung, Straßenbau, Kultuerleben u.s.w. zugute kommen.
Unternehmen schaffen des weiteren soaziale Sicherheit für Menschen und dienen auch dem sozialen Status.
Denn wer ohne Job ist, auch wenn er Geld hat, ist nicht ausgelastet.
Vor ca. sechs Jahren berichtete MONITOR einmal davon, dass
ein Steuerfahnder im Jahr 150.000 DM kostet, dem Staat jedoch
500.000 DM einbringt. Trotzdem wurden nicht weitere
eingestellt, sondern eher entlassen. Das hat wiederum damit zu
tun, dass man manchen Unternehmen nicht zu stark in die Bücher
schauen wolle, da sie sonst Deutschland verlassen und woanders
produzieren könnten. Das ist Zynismus pur.
Nein, das ist Realität.
Und dabei geht es nicht nur um Steuerfahndung sondern auch um andere hausgemachte Standortnachteile wie z.B. sozialistisches Arbeitsrecht, Ökosteuer, schwache Währung u.s.w.
Um heute noch ausländische Investoren nach D zu locken, muß man schon mit Bargeld winken…
Gruß,
Mathias