Gebe ich mein Angbot für etwas ab oder auf etwas ab??
Hallo Iris,
kommt meiner Meinung nach auf den Bezug an:
Wenn du dich auf das Kaufobjekt (Angebot für einen Gebrauchtwagen) oder im umgekehrten Fall auf die Leistung beziehst (Angebot für Keller-Aushub), dann für.
Wenn du dich auf eine geschäftlichen Vorgang beziehst, dann auf (Angebot auf Ihre Anfrage, Ausschreibung, Bieten auf Auktion Nr. xxx bei ebay…).
In Schwaben geht man ja auch auf die Post,
weiter nördlich zur Post.
Nicht nur in Schwaben, sondern auch weiter nördlich gehst du „auf” die Post, wenn du dort etwas für die Institution „Post” Typisches machst, also z.B. ein Paket aufgibst.
„Zur Post” kannst du unabhängig davon gehen, ob du dort etwas Post typisches machst. Genauso verhält es sich übrigens mit dem „auf die” bzw. „zur” Toilette gehen.
ich sitze hier gerade vor einem kleinen Problem, und je öfter
ich mir den Satz durchlese, desto mehr verwirrt er mich.
Gebe ich mein Angbot für etwas ab oder auf etwas ab??
Konkret geht es um ein Angebot das für/ auf eine Ausschreibung
abgegeben wird.
Dein Angebot ist doch eine Reaktion/Antwort auf die Ausschreibung, also ist es vollkommen OK, wenn du sagst, dass du dar auf dein Angebot abgibst.
Nehmen wir mal an, es handelt sich um die Ausschreibung eines öffentlichen Bauvorhabens und du bist eine Bauunternehmerin, die sich dar auf bewirbt. Dann machst du für den Bau der neuen Stadthalle z.B. ein Angebot in Höhe von sechs Millionen Euro und erhältst möglicherweise den Zuschlag auf die Ausschreibung, weil niemand anders so wenig für die Errichtung der neuen Stadthalle haben will.
Nicht nur in Schwaben, sondern auch weiter nördlich gehst du
„auf” die Post, wenn du dort etwas für die Institution „Post”
Typisches machst, also z.B. ein Paket aufgibst.
Komisch, ich geh immer nur „zur“ Post, auch wenn ich dort etwas posttypisches zu erledigen habe.
Genauso verhält es sich übrigens mit dem „auf die”
bzw. „zur” Toilette gehen.
Und wir gehen auch „auf die“ Toilette; ugs heißt das hier: „ich geh ma ehmd auf Toledde“.
Nicht nur in Schwaben, sondern auch weiter nördlich gehst du
„auf” die Post, wenn du dort etwas für die Institution „Post”
Typisches machst, also z.B. ein Paket aufgibst.
Komisch, ich geh immer nur „zur“ Post, auch wenn ich dort
etwas posttypisches zu erledigen habe.
Das schließt sich ja auch nicht aus, dass du „zur Post” gehst und trotzdem etwas Posttypisches da machst!
Genauso verhält es sich übrigens mit dem „auf die”
bzw. „zur” Toilette gehen.
Und wir gehen auch „auf die“ Toilette; ugs heißt das hier:
„ich geh ma ehmd auf Toledde“.
Dann hast du da aber auch ein toilettentypisches Geschäft zu erledigen, nicht wahr?
Gehst du hingegen dahin, um die Toilette sauber zu machen, dann kannst du auch „zur” Toilette gehen. Stell dabei aber bitte auch sicher, dass du regelmäßig „in” die Toilette gehst, und zwar auch „in” all deren Ecken rein, sonst wird sie nicht wirklich sauber!
Das schließt sich ja auch nicht aus, dass du „zur Post” gehst
und trotzdem etwas Posttypisches da machst!
Achso.
Dann hast du da aber auch ein toilettentypisches Geschäft zu
erledigen, nicht wahr?
Aberja.
Stell dabei aber bitte auch sicher, dass du regelmäßig
„in” die Toilette gehst, und zwar auch „in” all deren Ecken rein,
sonst wird sie nicht wirklich sauber!
Eigentlich, lieber Gernot, lasse ich es erst gar nicht so weit kommen, daß ich mich „in“ der Toilette so anstrengen müßte ;-p.
Man kann AUF etwas bieten – bei Steigerungen. Beispiel:
„Bieten auf eigene Artikel ist bei eBay strengstens verboten.“
So kann bei einer Auktion auch ‚ein Gebot (auf etwas) machen‘ (nicht ein Angebot). Beispiel:
„Möchten Sie also einen Gebotsfehler berichtigen, müssen Sie im Anschluss erneut ein Gebot auf den Artikel mit dem korrekten Gebotsbetrag abgeben.“