Ok, ich muss den Fall etwas konkretisieren. Ich hatte ihn wie von der FAQ verlangt total anonymisiert. Ich probiere es mal in einer anderen Variante (näher an den Tatsachen):
Frau X ist Studentin und will sich auf 400 Euro Basis etwas dazu verdienen. Frau X hat bereits eine abgeschlossene Ausbildung im sozialen Bereich. Aus diesem Grund bewirbt sie sich auch vor allem auf Stellen mit sozialpädagogischer, erzieherischer … Ausrichtung.
Ein gemeinnütziger Verein sucht nun eine Betreuerin für Familien mit behinderten Kindern. Frau X soll in diese Familien geschickt werden (also Außendienst) und den Familien bei der Betreuung des behinderten Kindes und der Geschwisterkinder helfen, bzw. die Eltern allgemein unterstützen. Diese Tätigkeit steht auch im Arbeitsvertrag.
Der Chef (wie ich ihn im ersten Posting genannt hatte) ist anscheinend ein Vorstandsmitglied des Vereins. Mit ihm fand auch das Vorstellungsgespräch statt. Dieses Gespräch war Frau X bereits etwas unangenehm, da er auch nach sehr privaten Dingen bei Frau X fragte, z.B. was der Papa ihres Kindes arbeitet und warum und wie lange schon sie alleinerziehend sei. Danach fand noch ein Vorstellungsgespräch mit einem weiblichen Vereinsvorstand statt. Diese Frau stellte Frau X schließlich auch ein.
Es wurde ihr gesagt, sie solle geduldig sein, da die Kostenübernahme für die Klientenfamilien noch nicht genehmigt wurden.
Wie schon im ersten Posting gesagt, der offizielle Arbeitsbeginn laut Arbeitsvertrag verstrich und am nächsten Tag kam ein Anruf des männlichen Vereinsmitglieds mit dem Angebot, er hätte einen ganz speziellen Einsatz für Frau X, nämlich bei ihm persönlich, er sei Single, habe keine Zeit für die Hausarbeit und sie solle seinen Haushalt führen. Nähreres könne man bei einem gemeinsamen Frühstück besprechen.
Frau X hat nie gesagt, dass sie sooooo dringend Geld brauche, sie hat jedoch bei beiden Vorstellungsgesprächen darauf hingewiesen, dass es für sie wichtig ist in einem Bereich zu arbeiten, für den sie ausgebildet ist (also erzieherischer-pädagogischer Bereich).
Interessant wäre wahrscheinlich auch, ob das männliche Vereinsmitglied auch einen männlichen Betreuer den Vorschlag unterbreitet hätte, bei ihm den Haushalt zu führen, oder ob er meint, das sei ein „Frauending“. Frau X haßt nämlich Hausarbeit und würde nie für einen Mann die Putze spielen (aucht nicht gegen Bezahlung).
Frau X hat auch keinerlei persönliches Interesse an diesem Mann.