Ein Fall, bitte um Meinungen

Hallo,

hier folgender Fall, ich bitte um Meinungen und danke Euch dafür jetzt schon.

Frau X bewirbt sich auf eine Teilzeitstelle in einem kleinen Betrieb. Der Chef sucht eine Person für Außendiensteinsätze. Die zu erfüllende Tätigkeit ist im Arbeitsvertrag klar geregelt. Der offizielle erste Arbeitstag (laut Arbeitsvertrag) verstreicht ohne Auftrag für Frau X und in einem Telefongespräch einen Tag später meint der Chef, er hätte zur Zeit keine Aufträge und Frau X könne ja, bis es einen Auftrag für sie gibt, seinen Haushalt führen. Er sei Single und wäre im Betrieb so eingespannt, dass er selbst keine Zeit hätte zu putzen. Näheres könne man bei einem gemeinsamen Frühstück besprechen.

Was haltet Ihr von so einem Angebot? Wie würdet Ihr bei so einem Angebot reagieren?

Wie schon gesagt, über Eure Meinungen würde ich mich sehr freuen.

Gruß Tanja

Hallo,
hatte denn der Chef auch etwas über die Bezahlung für das Putzen gesagt?
Eine Putzfrau hier zu Lande nimmt 10-15 Euro die Stunde.
Gruß Sunny

Hallo,
hatte denn der Chef auch etwas über die Bezahlung für das
Putzen gesagt?
Eine Putzfrau hier zu Lande nimmt 10-15 Euro die Stunde.

Hi,

kannst Du mir hierfür Belege liefern? Ich kenne spezialisierte Fachkräfte, die keine 15,00 €/Std. bekommen. Ich bin Sekrätärin, wenn ich mein Gehalt umrechne, komme ich auf weniger als 15,00 €. Darum wundert mich Deine Aussage.

Gruß
Tina

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Hallo,

ich denke das kann man sehr schwer beurteilen ohne die genaue Situation zu kennen. Hat der Betrieb im Moment wirklich nichts für Frau X zu tun und Frau X hat z. B. im Vorstellungsgespräch oder sonst irgendwie angemerkt dass sie dringend Geld braucht, könnte es evtl. sogar nett vom Chef gemeint sein. Allerdings sollte dann auch der ortsübliche Lohn fürs Putzen gezahlt werden - sofern Frau X darauf eingehen will. Denn wenn nichts von der zu erledigenden Haushaltsführung des Chefs im Arbeitsvertrag steht muss sie das nicht.

Auch frühstücken mit dem Chef muss sie nicht - es sei denn sie will ihn vielleicht näher kennen lernen :wink:

Gruß

Meine Antwort war wie folgt gemeint.
Soll zum ausgehandelten Lohn der im Büro gezahlt werden soll geputzt werden? Meist etwas zwischen 7,00 und 13 Euro die Stunde?

Wenn der Stundenlohn nun sagen wir mal 7,50 die Stunde beträgt, die gute Putzfrau aber bis zu das doppelte verdient ist das dann eine ausgenutzte und verbilligte Putzfrau.
Gruß SUnny

Ok, ich muss den Fall etwas konkretisieren. Ich hatte ihn wie von der FAQ verlangt total anonymisiert. Ich probiere es mal in einer anderen Variante (näher an den Tatsachen):

Frau X ist Studentin und will sich auf 400 Euro Basis etwas dazu verdienen. Frau X hat bereits eine abgeschlossene Ausbildung im sozialen Bereich. Aus diesem Grund bewirbt sie sich auch vor allem auf Stellen mit sozialpädagogischer, erzieherischer … Ausrichtung.

Ein gemeinnütziger Verein sucht nun eine Betreuerin für Familien mit behinderten Kindern. Frau X soll in diese Familien geschickt werden (also Außendienst) und den Familien bei der Betreuung des behinderten Kindes und der Geschwisterkinder helfen, bzw. die Eltern allgemein unterstützen. Diese Tätigkeit steht auch im Arbeitsvertrag.

Der Chef (wie ich ihn im ersten Posting genannt hatte) ist anscheinend ein Vorstandsmitglied des Vereins. Mit ihm fand auch das Vorstellungsgespräch statt. Dieses Gespräch war Frau X bereits etwas unangenehm, da er auch nach sehr privaten Dingen bei Frau X fragte, z.B. was der Papa ihres Kindes arbeitet und warum und wie lange schon sie alleinerziehend sei. Danach fand noch ein Vorstellungsgespräch mit einem weiblichen Vereinsvorstand statt. Diese Frau stellte Frau X schließlich auch ein.
Es wurde ihr gesagt, sie solle geduldig sein, da die Kostenübernahme für die Klientenfamilien noch nicht genehmigt wurden.

Wie schon im ersten Posting gesagt, der offizielle Arbeitsbeginn laut Arbeitsvertrag verstrich und am nächsten Tag kam ein Anruf des männlichen Vereinsmitglieds mit dem Angebot, er hätte einen ganz speziellen Einsatz für Frau X, nämlich bei ihm persönlich, er sei Single, habe keine Zeit für die Hausarbeit und sie solle seinen Haushalt führen. Nähreres könne man bei einem gemeinsamen Frühstück besprechen.

Frau X hat nie gesagt, dass sie sooooo dringend Geld brauche, sie hat jedoch bei beiden Vorstellungsgesprächen darauf hingewiesen, dass es für sie wichtig ist in einem Bereich zu arbeiten, für den sie ausgebildet ist (also erzieherischer-pädagogischer Bereich).

Interessant wäre wahrscheinlich auch, ob das männliche Vereinsmitglied auch einen männlichen Betreuer den Vorschlag unterbreitet hätte, bei ihm den Haushalt zu führen, oder ob er meint, das sei ein „Frauending“. Frau X haßt nämlich Hausarbeit und würde nie für einen Mann die Putze spielen (aucht nicht gegen Bezahlung).

Frau X hat auch keinerlei persönliches Interesse an diesem Mann.

Hallo

Man folge seiner weiblichen Intuition.

Der Schilderung zufolge scheint es zudem eine arbeitsvertraglich nicht gedeckte Anweisung zu sein. Die Reaktion der fiktiven AN sollte doch auf der Hand liegen.

Gruß,
LeoLo

Angebot, er hätte einen ganz speziellen Einsatz für Frau X,
nämlich bei ihm persönlich, er sei Single, habe keine Zeit für
die Hausarbeit und sie solle seinen Haushalt führen. Nähreres
könne man bei einem gemeinsamen Frühstück besprechen.

Wenn die Studentin aus dem Verein bezahlt wird, aber einem Vorstand den Haushalt machen soll, wäre das dann nicht Verunntreuung von Geldern?

Was würde denn das weibliche Vorstandsmitglied davon halten, wenn man es ihr mal erzählte?

Mal abgesehen davon, dass ich das ziemlich widerlich finde, die Aussage „ich bin single…lassen sie uns zusammen frühstücken“ würde ich von einem Vorgesetzten schon fast etwas „übergriffig“ finden.

Hallo

Wenn die Studentin aus dem Verein bezahlt wird, aber einem
Vorstand den Haushalt machen soll, wäre das dann nicht
Verunntreuung von Geldern?

An das hatte ich ja noch gar nicht gedacht. Aber stimmt, ganz kosher wäre das mit den Geldern bestimmt nicht.

Was würde denn das weibliche Vorstandsmitglied davon halten,
wenn man es ihr mal erzählte?

Das ist leider auch so eine Sache, die ich bisher komplett außen vor gelassen habe. Der weibliche Vorstand ist gerade im Umzugsstreß und telefonisch nicht zu erreichen. Frau X hatte mehrfach versucht die Frau anzurufen und nach einem Einsatz zu fragen. Am gleichen Tag wie der Mann ruft die Vorstandsfrau nun bei Frau X an und bestellt sie für das Wochenende zu sich. Frau X soll der Vorstandsfrau helfen. Hier hat Frau X leider die Vermutung, dass sie als Umzugshilfe eingesetzt werden sollte. Außerdem waren eigentlich nur Arbeitseinsätze bei Familien von Montag bis Freitag vereinbart, da sich Frau X an den Wochenenden intensiv um ihre eigene Familie kümmern möchte.

Mal abgesehen davon, dass ich das ziemlich widerlich finde,
die Aussage „ich bin single…lassen sie uns zusammen
frühstücken“ würde ich von einem Vorgesetzten schon fast etwas
„übergriffig“ finden.

Genauso hat Frau X dies auch empfunden.

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Hallo,
mal angenommen diese Frau X wäre meine Freundin,würde ich ihr abraten sich diesen Stress für 400€ aufzubürden.

Ich würde ihr auch raten sich auf die weiblichen Instinkte zu verlassen und sich ganz schnell was neues zu suchen.

Gruß