Ein fragwürdiges Szenario

Ich stelle die Frage etwas platt, ohne sie extra aufzufeilen. Mich interessiert nur der schlichte Grundsatz.

Würde heute ein uraltes Schriftstück gefunden werden - wissenschaftlich auf Echtheit geprüft und völlig zweifelsfrei als authentisch klassifiziert - mit dem Inhalt: „Im neuen Land jenseits des großen Meeres wird im Jahre der brennenden Türme [also im Jahre 2001] ein Kind geboren werden…“ - würde die Welt nach dem Kind suchen?

Wäre die Kirche überhaupt an einer neuen Weihnachtsgeschichte interessiert???

Gruß!
Tino

Hallo

Wäre die Kirche überhaupt an einer neuen Weihnachtsgeschichte
interessiert???

Also, ich würde hier keine Probleme haben, dass die „Kirche“ interessiert wäre (welche auch immer Du meinst). Ich wäre nur davon überzeugt, dass nicht alle Menschen in dieser (welchen auch immer) Kirche die Authenzität glauben würden. Und das mit Recht, denn

  • Man hat zwar recht gute Methoden, um Fälschungen, die von sich behaupten aus einer anderen Zeit zu stammen, zu entlarven, aber letztlich ist die Zuordnung zu einer bestimmten Zeit ein recht komplexer Vorgang. Das bedeutet, dass nicht jeder sich persönlich überzeugen kann, sondern auf Experten angewiesen ist. Das macht das Anzweifeln eines Nachweises leicht.

  • Das grösste Problem ist die Ausdrucksweise. Schau Dir doch einmal gängige Prophetien an, seien es christliche, muslemische oder die von Nostradamus. Mit ein bisschen Phantasie lässt sich alles, wirklich alles mit solchen Texten vorhersagen. Und wenn man sich strengeren Kriterien unterwirft, wie z.B. bei der historisch-kritischen Methode bei biblischen texten, dann bleiben oft unbefriedigende Löcher der Form „man kann nicht konkret sagen, dass…“

Du kannst jetzt natürlich jetzt eine Situation konstruieren, in der alles eindeutig etc. sein soll, aber die Mühe kannst Du Dir sparen, die Realität ist nicht so.

Gruß
Thomas

Ein fragwürdiges Szenario
Hallo Tino,

„Jahre der brennenden Türme“ hat es seit Beginn unserer Zeitrechnung genau zweitausendundzwei gegeben (leider). Und in jedem dieser Jahre wurde (mindestens) ein Kind geboren (Gott sei Dank).

Gruß,
Pietro

Was sagt denn der von Gott heimgesuchte arme Lorber dazu? Der mußte doch, Gott muss ihn gehaßt haben, das ganze Evabngelium nochmal von Hand neu schreiben. Wenn Gott das geplant hätte, hätt er da sicherlich nen „Red Hering“ hinterlassen. Hat den noch keiner gefunden, nach 100 Jahren?

Hi Tino,

solche wilden Spekulationen, die Wortdrehereien von selbsternannten Auserwählten und die Dummheit der Anänger von organisatione wie Lux dingsbums usw. schaden den Religionen und verunglimpfen diese und rauben ihnen mehr Reputation als alle Nachfolger Petri es je geschafft haben!

gruss
winkel

Nein, würde sie nicht.

Hi, Tino.

Einfach, weil sich die Kirche seit knapp zweitausend Jahren darauf veräßt, daß alles so bleibt, wie es nach ihrem spätantiken Weltbild zu sein hat. Alles andere, jede, gedankengebäudesprengende Idee wäre von vornherein zum Untergang verurteilt, da sie Unsicherheit verheißt und schlichtweg eine Bedrohung für bestehende Hierarchien darstellt… Auch ich fasse meine Antwort kurz, Platz (und Zeit) müßte eigentlich für etliche Seiten sein. Zur Empfehlung: Lektüre über die heutigen Praktiken der katholischen Kirche, wenn dem Vatikan „Wunder“ gemeldet werden…

Grüße,
die über verknöcherte Pseudomystizismen müd´ gewordene Dörte

Hallo Dörte,

Nein, würde sie nicht.

Würde sie wohl auch nicht, wer immer nun „sie“ sein soll.

Einfach, weil sich die Kirche seit knapp zweitausend Jahren
darauf veräßt, daß alles so bleibt, wie es nach ihrem
spätantiken Weltbild zu sein hat.

Einem spätantikem Weltbild hängt „die“ Kirche nun ganz sicherlich nicht mehr an. Das NT ist übrigens nicht spätantik, sondern antik. Das spätantike Weltbild ist ein bezüglich transzendenter Fragen ein substanzontologisches. Mit dem Bekenntnis zur Menschwerdung des Sohnes Gottes hatte man innerhalb der spätantiken Gebildeten so seine Schwierigkeiten, die wohl auch so lange bestanden, bis man vom „substanzontologischem Dogma“ absah. Also, das Weltbild der Kirche „spätantik“ zu nennen, scheint mir recht falsch.
Alles andere, jede,

gedankengebäudesprengende Idee wäre von vornherein zum
Untergang verurteilt, da sie Unsicherheit verheißt und
schlichtweg eine Bedrohung für bestehende Hierarchien
darstellt.

Unsicherheit nennt der Theologe Anfechtung. „Gedankengebäudesprengende Ideen“ und Zweifel gehören schlicht und ergreifend dazu. Es mag ja sein, daß der böse Vatikan durch die Welt hetzt, und alles derartige zu unterdrücken sucht, aber bitte, der Vatikan ist nicht „die Kirche“. Ein Gedankengebäude zu haben, ist erst einmal nichts Verwerfliches und vielleicht auch manchmal berechenbarer als Leute, die vor sich hinbrabbeln und nicht wissen, was sie reden. Diejenigen, die sich darauf gläubig (!) eingelassen haben, an die einmalige geschichtliche Offenbarung Jesu Christi zu glauben (und die deswegen durchaus mitbekommen haben, daß das 2000 Jahre her ist), werden sicherlich kaum an ein heute geborenes Kind glauben. Die Kirchen (!) ist die Repräsentation dieser Menschen. Dieser Vorwurf (sie würden an ein 2001 geborenes Kind nicht glauben) gegen sie ist im übrigen genauso abstrus, wie wenn man den Juden zur Zeit Jesu vorwürfe, sie hätten an das Kind zu Bethlehem nicht geglaubt… Einige haben es, daraus sind die Kirchen entstanden. Haben wir nun ein „neues“ Kind, werden wieder einige aus guten Gründen daran glauben, andere nicht.
. Auch ich fasse meine Antwort kurz, Platz (und

Zeit) müßte eigentlich für etliche Seiten sein. Zur
Empfehlung: Lektüre über die heutigen Praktiken der
katholischen Kirche, wenn dem Vatikan „Wunder“ gemeldet
werden…

Sorry, ich war wohl was länger. Die Kirchen als verfaßte Gemeinschaften haben das gute Recht, innerhalb ihrer Verfassungen nach außen hin kontrollierbar zu tun und zu lassen, was sie möchten. Wer an ein im letzten Jahr geborenes Kind glauben möchte, kann nun nicht wirklich ausgerechnet von den Kirchen verlangen, dies als neuen Messias anzuerkennen.
Man stelle sich vor, ein altes Schriftstück würde gefunden, daß besagt, daß der dritte männliche Nachfahr von Wilhelm II. zum Kaiser der BRD gewählt werden würde und dann würde alles besser… Würden der Staat dann daran glauben, oder würde er gar dieses Papier als völlig lächerlich antun, es unterdrücken, und uns so von unserem endzeitlich-diesseitigen Glück abhalten??

Ehrlich, laßt uns über die Kirchen reden und sie kritisieren, aber doch bitte nicht so…

Grüße,
Taju

Grüße,
die über verknöcherte Pseudomystizismen müd´ gewordene Dörte

Hallo Tino!

>Würde heute ein uraltes Schriftstück gefunden werden - wissenschaftlich auf Echtheit geprüft und völlig zweifelsfrei als authentisch klassifiziert - mit dem Inhalt: „Im neuen Land jenseits des großen Meeres wird im Jahre der brennenden Tür-me [also im Jahre 2001] ein Kind geboren werden…“ - würde die Welt nach dem Kind suchen?

Was die Welt tun würde, weiß ich nicht. Aber eine Suche wäre nicht nötig. Denn Jesus wird bei seinem wiederkommen nicht noch einmal aus einer Frau geboren werden. Er benutzt seinen aus der Maria geborenen und später verklärten Kör-per für ewig. Das heißt, Jesus kommt nicht mehr als Kind, sondern als Mann.

Jesus kommt aber erst, wenn die Erde erneut gereinigt ist. Und so wie vor 4000 Jahren die damaligen Menschen durch ihre Kriege die Erde beschädigten, was zur vorderasiatischen Sündflutkatastrophe und damit zur 1. Reinigung der Erde führte, bei welcher der Großteil der damaligen Menschen ins Jenseits befördert wurde, so führen wir in unserer Zeit erneut selbst eine Reinigung der Erde herbei. Es ist von Jesus vorausgesagt, daß die Fehlhandlungen von uns Menschen eine Reinigung der Erde durch das Feuer bewirken werden, bei welcher über die Hälfte der Menschheit umkommen werden.

Nun muß man sich diese Katastrophen nicht so vorstellen, daß durch sie mit einem Schlag über die Hälfte der Menschheit vernichtet wird. Sondern die Katastrophen kommen allmählich und steigern sich immer mehr bis zu einer nicht denkbaren Höhe. Gleichzeitig sagt Jesus eine allgemeine Not voraus, wie sie noch nie auf der Erde herrschte. Aber er sagte auch, daß im Verlauf der Katastrophen noch Millionen Menschen zum Glauben an ihn kommen würden. Nach den Katastrophen werden die vielen Leibeskrankheiten aufhören und die Menschen werden ein gesundes, kräftiges und hohes Alter errei-chen.

>Wäre die Kirche überhaupt an einer neuen Weihnachtsgeschichte interessiert???

Die Kirche hält an ihren Traditionen fest und hat schon lange den freien Geist Gottes ausgesperrt. Daß die Offenbarung Jesu durch Jakob Lorber, 1800-1864, Graz, unverfälscht die Zeit überdauert hat, liegt daran, daß sie außerhalb der damals noch mächtigen Katholischen Kirche von Österreich empfangen wurde. Alles mußte heimlich geschehen und der Druck der Werke wurde im Ausland bewerkstelligt.

Aber auch heute noch wollen die Kirchen durchweg nichts von dieser Offenbarung wissen. Das ist verständlich, denn Jesus hat eine geistige Kirche in den Herzen der Menschen gegründet, ohne Kirchenbauten, ohne Hierarchie. Da können sie dieses Licht nicht brauchen. Der Unterschied zwischen der reinen Lehre Jesu in der Offenbarung und der Kirchenrea-lität ist zu groß. Die Menschen erkennen durch diese Offenbarung, wie sehr sie von der Hierarchie betrogen und ausge-saugt wurden. Deshalb schweigen die Kirchen den Jakob Lorber tot und behauptet bei Nachfrage, daß diese Offenbarung dämonischen Ursprungs sei.
Also ist die Kirche nicht an einer neuen Weihnachtsgeschichte interessiert, wenn es denn eine gäbe!

Gruß Helmut