Ein Gewerbe anmelden

Hallo zusammen!

Ich vermute mal, dass meine Fragen schon tausendmal gestellt wurden, und dass vermutlich auch noch tausend Leute nach mir fragen werden… aber ich versuch’s mal:

Ich befinde mich zur Zeit in einer Ausbildung zum Fachinformatiker im Fachbereich Anwendungsentwicklung (3. Lehrjahr). Nun habe ich einen Bekannten, der eine eigene Firma hat und dort Dienstleistungen im Bereich WebDesign usw. anbietet. Ich habe von ihm das Angebot bekommen, Aufträge und Projekte für ihn zu bearbeiten, um ihn und seine festen Mitarbeiter zu entlasten. So weit, so gut. Nur leider muss er ja auch für gelaufene Projekte Rechnungen schreiben, somit wäre ich vermutlich ein Schwarzarbeiter, wenn ich es einfach nur so nebenbei machen würde.

Er hat mir nun vorgeschlagen, ein Kleingewerbe anzumelden, denn nur so dürfte ich dann mehr als 800€ (oder so) im Jahr nebenbei verdienen.

Nun stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoll wäre, das zu tun. Und falls „ja“, was kommt dann alles auf mich zu? Was muss ich beachten, wie läuft die ganze Geldgeschichte? Was für Risiken gibt es?

(Muss ich mir dann auch lizensierte Software KAUFEN? *g*
War natürlich nur Spaß!)

Wäre super, wenn mir mal jemand einen Überblick verschaffen würde!

Gruß & Dank,
Thomas

Hallo zusammen!

Ich vermute mal, dass meine Fragen schon tausendmal gestellt
wurden, und dass vermutlich auch noch tausend Leute nach mir
fragen werden… aber ich versuch’s mal:

Ich befinde mich zur Zeit in einer Ausbildung zum
Fachinformatiker im Fachbereich Anwendungsentwicklung (3.
Lehrjahr). Nun habe ich einen Bekannten, der eine eigene Firma
hat und dort Dienstleistungen im Bereich WebDesign usw.
anbietet. Ich habe von ihm das Angebot bekommen, Aufträge und
Projekte für ihn zu bearbeiten, um ihn und seine festen
Mitarbeiter zu entlasten. So weit, so gut. Nur leider muss er
ja auch für gelaufene Projekte Rechnungen schreiben, somit
wäre ich vermutlich ein Schwarzarbeiter, wenn ich es einfach
nur so nebenbei machen würde.

Er hat mir nun vorgeschlagen, ein Kleingewerbe anzumelden,
denn nur so dürfte ich dann mehr als 800€ (oder so) im Jahr
nebenbei verdienen.

Nun stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoll wäre, das zu
tun. Und falls „ja“, was kommt dann alles auf mich zu?

Weiß nicht, wie Dein Fall gelagert ist, aber ich würde die Sache vor allem(!) mit meinem Arbeitgeber (Ausbildungsbetrieb) absprechen.

  1. Sind Nebentätigkeiten bei Auszubildenden in jedem Fall durch den Ausbilder genehmigungspflichtig (!) und

  2. Wenn Du durch Deine nebentätigkeit Deinem Ausbildungsbetrieb Konkurrenz machst oder für einen Konkurrenten tätig wirst dürfte das gegen Deine sogen. „Treuepflicht“ als Arbeitnehmer verstoßen und kann ggf. eine wirksame fristlose (!) Kündigung Deines Ausbildungsverhältnisses zur Folge haben.

Was
muss ich beachten, wie läuft die ganze Geldgeschichte?

Eine Gewerbeanmeldung kostet nicht viel. Danach kriegst DU aber ziemlich schnell Post vom Finanzamt (dann weißt Du hoffentlich jemanden, der Dir beim Ausfüllen der Formulare behilflich ist. Probleme können sein, will ich Vorsteuerabzugsberechtigt sein oder nicht, wenn ja, will ich monatlich eine Uumsatzsteuervoranmeldung abgeben oder krieg ich das jeweilige FA dazu, sich mit Quartalsweise oder gar jährlich (hat bei mir in Neuss damals geklappt)

Was für
Risiken gibt es?

Wenn Du Dich dumm anstellst, kann es zu

  • Steuervorauszahlungen oder
  • Strafzahlungen wg. zu spät abgegebener Steuererklärungen kommen. etc.

Bitte bdenken ggf.

  • Rücklagen bilden vor allem für Einkommenssteuernachzahlungen (denn das Geld, das Du als Selbständiger einnimmst ist ja im Gegensatz zu Deinem Arbeitslohn/Ausbildungsvergütung unversteuert, d.h. Du musst Deinen „Gewinn“ spätestens am Jahresende versteuern),

  • Rücklagen bilden für evtl. Gewerbesteuerzahlungen (die Finanzämter in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands sehen die Steuerbarkeit bzgl. Gewerbesteuer von IT-Freelancern durchaus unterschiedlich. manche lassen sich auf die Einstufung als „freiberufliche Tätigkeit als Berater“ ein, andere Stufen alle IT-Berufe als gewerblich ein)

(Muss ich mir dann auch lizensierte Software KAUFEN? *g*
War natürlich nur Spaß!)

Selber für Geld Software entwickeln und dann nicht lizensierte Software zu benutzen (d.h. im Endeeffekt Berufskolegen beklauen) ist vor allem eins, nämlich schlechter Stil. Normalerweise wird man aber bei solchen kleineren Entwicklungsaufträgen als freelancer vom Auftraggeber mit Lizenzen versorgt (Das hab ich mir jedenfalls immer so eingerichtet und war auch kein problem).

Wäre super, wenn mir mal jemand einen Überblick verschaffen
würde!

Gruß & Dank,
Thomas

Gruß
Michael