Ein Haus soll verkauft werden. Es hat 3 Eigentümer, einer davon ist im Insolvenz. Je Eigenümer hat ein 1/3 Anteil. Meine Frage ist: kann das Haus verkauft werden ohne Probleme?.
Wer wird die Grundbucheinträge (Gläubiger) bezahlen?.
Das Insolvenzverfahren ist im Oktober 2006 eröffnet worden. Im Grundbuch stehen sowiel ich weiss, zwei Gläubiger und das Insolvenzverfahren.
Hallo Ralf,
es hängt von den Gläubigern ab, ob es Probleme gibt oder nicht.
Wenn das Haus verkauft werden soll, dann erhält nach Abzug der Kosten, jeder ein Drittel. Das Drittel der Person, die sich in der Insolvenz befindet, fällt den Gläubigern in der Rangfolge der Eintragung zu.
Das bedeutet, wer an erster Stelle steht, wird auch als erster befriedigt, dann der Zweite und falls dann noch etwas übrig ist, der Dritte.
Schwierig wird es, wenn die Summe zur Befriedigung der Gläubiger nicht ausreicht und die Gläubiger die leer ausgehen, einer Löschung nicht zustimmen. Dann ist Verhandlungsgeschick erforderlich, um eine Einigung zu erreichen.
Wenn auch das nicht gelinkt, droht die Zwangsversteigerung.
Beste Grüße aus Hamburg
Peter Baumgarten
Danke für die ausführliche Information. Die Schulden belaufen sich insgesamt auf ca. 25.000 €. Im Grundbuch sind nach meines Wissens nur zwei Gläubiger eingetragen (insges. ca. 10.000 €). Die übrigen haben sich nicht eingetragen. Also wie ich es verstanden habe, bekommen die Gläubiger im Grundbuch erstmal ihr Geld, und der Rest wird auf die übrigen Gläubiger verteilt. Stimmt das?. Muss man sich an seinen Insolvenzverwalter wenden wegen des Hausverkaufs?.
Ja, dass ist so richtig, man muss mit dem Insolvenzverwalter Kontakt aufnehmen, sonst bekommt der Notar keine Freigabe für das Grundbuch, da die Insolvenz im Grundbuch steht und dieses blockiert.