Ein neues Notebook soll her, aber welches?

Hallo zusammen,

ich möchte mir gerne ein neues Notebook zulegen, bin aber noch unschlüssig, welches Gerät ich kaufen soll. Bei den Preisen will ich einen Reinfall vermeiden :smile:

In der Engeren Wahl habe ich zwei Geräte von IBM/Lenovo:

  1. Lenovo ThinkPad X61s UK44AGE oder UK449GE.

Vorteile: Mir gefällt, dass es keinen Rasierspiegel als Display hat (non-glossy), sehr leicht ist und lt. Testberichten eine recht ordentliche Akkulaufzeit hat. Es hat auch dreijährige Garantie und eine sehr gute Tastatur.

Nachteile: Kein eingebautes optisches Laufwerk und gerüchteweise eine mieserable WLAN Leistung (kann das jemand bestätigen oder verneinen?). Mir ist auch nicht ganz klar, wo eigentlich der Unterschied der beiden Geräte besteht. Das einzige, was ich finden konnte, waren die UMTS Optionen. Das eine hat „Vodafone 3G“, das andere „(UMTS/GPRS),HSDPA“. Ist das nicht (abgesehen evtl. von einem Festlegen auf einen Anbieter) identisch?

  1. Lenovo 3000 V200

Vorteile: eingebautes optisches Laufwerk, serienmäßig größere Festplatte (160 GB), bietet neben dem Gummiknubbel auch noch ein Touchpad als Mausersatz. Es ist ein paar hundert Euro günstiger, als das X61s.

Nachteile: Glitzerdisplay, weniger sparsame Hardware und daher recht kurze Akkulaufzeit, schlechtere Tastatur, kein UMTS, wiegt 500g mehr und hat nur ein Jahr Garantie.

Kann mir jemand Erfahrungsberichte oder Empfehlungen geben, welches die bessere Wahl ist?

Danke & Gruß

Fritze

Hallo Fritze,

es gibt wohl noch mehr auf dem Markt als Levono, muss ja nicht gerade Medion, Gericom oder Acer sein ;o). Die Schnäppchen- Geräte, die Lebensmittelketten auf den Markt werfen, sind verdächtig gut ausgestattet. Dafür wird dort gespart, wo es nicht sofort auffällt.

Bei den Marken HP, Dell oder Toshiba z.B. kannst Du nicht viel falsch machen.

Bei der Ausstattung würde ich auf folgendes achten:
-nicht auf einen eingebauten DVD- Brenner verzichten, außer es muss unbedingt klein/leicht/kompakt sein
-ich finde Maussteuerung per Gummiknubbel absolut ätzend und würde eher zum Touchpad raten, doch das ist sicher Geschmackssache
-überlege Dir welche Anschlüsse Du brauchst: DVI, S-Video, Firewire, Kartenleser. Nicht alle Geräte haben auch alle diese Anschlüsse.
-nonbright display ist ein neues Qualitätsmerkmal mit dem Werbung gemacht wird, ich kann Dir von Hochglanzbildschirmen auch nur abraten
-schau zu dass Dir der Hersteller zusätzlich zu Vista noch eine XP- Downgrade CD anbietet, (für den Fall dass Vista Dich vor Wut zum Kochen bringt :o)

Viel Glück
Hoffe mit ein paar Anhaltspunkten geholfen zu haben
Gruß Gerold

Moien

Das
einzige, was ich finden konnte, waren die UMTS Optionen. Das
eine hat „Vodafone 3G“, das andere „(UMTS/GPRS),HSDPA“. Ist
das nicht (abgesehen evtl. von einem Festlegen auf einen
Anbieter) identisch?

3G und HSDPA sind 2 unterschiedliche Netze mit unterschiedlichem Ausbau. Da inzwischen fast jedes Jahr eine neue Technik mit einem neuen Netz populär wird würde ich eher zu einer PCMCIA/ExpressCard greifen. Dann kann man wechseln…

Kann mir jemand Erfahrungsberichte oder Empfehlungen geben,
welches die bessere Wahl ist?

Ich würde dir zum T61 in der 14"-Variante raten. Kein Glare, optisches Laufwerke, sehr leicht und mit 9-Zellen Akku verdamm langer Akkubetrieb.

cu

Hallo,

3G und HSDPA sind 2 unterschiedliche Netze mit
unterschiedlichem Ausbau. Da inzwischen fast jedes Jahr eine
neue Technik mit einem neuen Netz populär wird würde ich eher
zu einer PCMCIA/ExpressCard greifen. Dann kann man wechseln…

Ein solcher Slot ist natürlich ebenfalls vorhanden :smile:

Ich würde dir zum T61 in der 14"-Variante raten. Kein Glare,
optisches Laufwerke, sehr leicht und mit 9-Zellen Akku verdamm
langer Akkubetrieb.

Naja, bereits mit normalem Akku wiegt es ein gutes kg mehr, als das X61s. Ich habe bisher ein T43, das ist mir definitiv zu schwer. Ich bin sehr viel unterwegs. Außerdem ist es in Flugzeugen/in der Bahn häufig recht eng, wenn man keinen Tischplatz erwischt. Dann ist das kleinere Display echt ein Vorteil. Mir ging es wirklich um den Unterschied zwischen dem „komplett ausgestatteten“ widescreen, leider mit Spiegeloberfläche, und dem Thinkpad.

Gruß

Fritze

Hallo,

Bei den Marken HP, Dell oder Toshiba z.B. kannst Du nicht viel
falsch machen.

Das sind – mal von Dell abgesehen – alles Marken mit abgrundtief miesem Service. Gerade bei Notebooks, wo man nicht so viel selbst basteln kann oder mag, ist der Service ein wichtiger Faktor. Daher habe ich mich auf IBM/Lenovo festgelegt. Die schneiden da regelmäßig super ab. Außerdem hatte ich mit bisherigen Geräten (T30, T43) keine Probleme.

Bei der Ausstattung würde ich auf folgendes achten:
-nicht auf einen eingebauten DVD- Brenner verzichten, außer es
muss unbedingt klein/leicht/kompakt sein

Es muss :smile:

-ich finde Maussteuerung per Gummiknubbel absolut ätzend und
würde eher zum Touchpad raten, doch das ist sicher
Geschmackssache

Ja. Ich habe meistens eine USB Maus dabei, wenn ich ernsthaft viel mit der Maus arbeiten muss. Da finde ich nämlich weder den Gummiknubbel noch ein Touchpad angenehm.

-überlege Dir welche Anschlüsse Du brauchst: DVI, S-Video,
Firewire, Kartenleser. Nicht alle Geräte haben auch alle diese
Anschlüsse.

Ich brauche kein S-Video und keinen Kartenlesen. DVI wäre nett, bieten aber nur sehr wenige und dann meistens bei den größeren Geräten. Wenn Apple nicht die 12" Powerbooks aus dem Programm genommen und auf diese elenden Spiegeldisplays umgestellt hätte, dann wäre das eine Alternative.

-nonbright display ist ein neues Qualitätsmerkmal mit dem
Werbung gemacht wird, ich kann Dir von Hochglanzbildschirmen
auch nur abraten

Echt? Damit wird Werbung gemacht? Dann gibt es ja Hoffnung, dass dieser Schwachsinn wieder verschwindet.

-schau zu dass Dir der Hersteller zusätzlich zu Vista noch
eine XP- Downgrade CD anbietet, (für den Fall dass Vista Dich
vor Wut zum Kochen bringt :o)

Das Betriebssystem ist mir schnurz. Fliegt eh zugunsten von Linux von der Platte.

Aber danke für die Bestätigung, dass spiegelnde Bildschirmoberflächen Mist sind.

Gruß

Fritze

Moien

Mir ging es wirklich um den Unterschied zwischen dem
„komplett ausgestatteten“ widescreen, leider mit
Spiegeloberfläche, und dem Thinkpad.

Lenovo baut inzwischen für so ziemlich jeden alles mögliche. Die Lenovo nicht-Thinkpad Teile sind zwar ordentlich, fallen aber 1. nicht unter mehr lange den IBM-Service und sind 2. deutlich näher an Acer als an Thinkpads dran. So gesehen ist das Thinkpad schon die richtige Wahl.

Wenn es dir um Grösse geht und eh Linux drauf kommt will ich dich auf einen Neuling aufmerksam machen: Asus EEE. Die Asus Webseite ist (wie eigentlich immer) sehr uninformativ (laut der globalen und deutschen HP gibt es den Rechner nicht. In der Liste fehlen auch ein paar andere Geräte und mein Virenscanner schlägt malwieder beim Treiberserver an…). Aber die ersten Berichte aus Taiwan hören sich gut an: http://www.eeeuser.com/ . Kleiner und bezahlbar ist derzeit keiner. Verkaufsstart hier ist Mitte November, Versand aus Taiwan dauert 1-2 Wochen.

Ich überlege ernsthaft die ganz kleine Version (256MB RAM) zu kaufen und auf 2GB RAM aufzurüsten. Die Platte ist eigentlich ein Witz, aber auf meinem normalen Rechner verbrauchen die wichtigen Sachen auch nicht mehr Platz. Nur das Keyboard macht mir Sorgen.

cu

Linux- Fallstick
Hallo Fritze,

der beste Service ist wohl der, den man nie braucht und die Qualität eines Notebooks ist nicht unbedingt vom Service abhängig :o).
Wenn Du dich schon auf Levono versteift hast:
Ständig werden neue Chips auf den Markt geworfen. Der größte Reinfall wäre ein Notebook, dessen Hardware- Komponenten unter Linux problematisch sind und instabil laufen.

Gruß
Gerold

Hallo,

der beste Service ist wohl der, den man nie braucht und die
Qualität eines Notebooks ist nicht unbedingt vom Service
abhängig :o).

Da hast Du natürlich recht. Es ist aber so, dass IBM/Lenovo mit der Thinkpad-Reihe auch sehr robuste und hochwertige Geräte herstellt. Das ist mir bekannt, da ich bereits zwei Geräte aus der Reihe intensiv benutzt habe.

Wenn Du dich schon auf Levono versteift hast:
Ständig werden neue Chips auf den Markt geworfen. Der größte
Reinfall wäre ein Notebook, dessen Hardware- Komponenten
unter Linux problematisch sind und instabil laufen.

Ist schon klar. Ich habe die Lenovo-Teile darauf abgeklopft. Bei dem wireless WAN Krams (so nennt sich UMTS/GPRS & Co.) bin ich mir nicht so sicher, aber LAN/WLAN/Sound/Grafik/etc. alles kein Problem.

Ich war mir nur nicht so sicher, ob evtl. das 3000er Teil nicht ähnlich gute Qualität haben könnte, aber zusätzlich noch mit dem DVD Laufwerk daherkäme. Dann wäre das eine Alternative. Aber eigentlich schreckt mich das beknackte Spiegeldisplay schon ausreichend ab.

Ich glaub’ ich order einfach mal den x61s, sobald mit klar ist, ob ich eher UMTS/trallala oder Vodafon 3G brauchen könnte. Dazu werde ich wohl ein paar Stündchen googeln müssen, mir ist nicht mal der Unterschied klar :smile:

Gruß & Danke

Fritze

Hallo,

Lenovo baut inzwischen für so ziemlich jeden alles mögliche.
Die Lenovo nicht-Thinkpad Teile sind zwar ordentlich, fallen
aber 1. nicht unter mehr lange den IBM-Service und sind 2.
deutlich näher an Acer als an Thinkpads dran. So gesehen ist
das Thinkpad schon die richtige Wahl.

Danke, das bestätigt mein Vorurteil. Dann steht dem Kauf nun nichts mehr im Wege :smile:

Gruß

Fritze

Moien

Der größte
Reinfall wäre ein Notebook, dessen Hardware- Komponenten
unter Linux problematisch sind und instabil laufen.

Ach, das Problem sehe ich bei Lenovo sehr locker. Auf der ltp-Mailingliste (Linux on ThinkPads) lesen einige Leute @ibm… und @lenovo… Mailadressen mit. Auf der Liste besprochene BIOS Probleme erzeugen erstaunlich schnell BIOS Updates. Und auch bei der Wahl der Chips spricht Lenovo auf Linux-Treiber an (es gibt z.B. NV-Karten seitdem ATI keine anstandigen Treiber mehr liefert).

cu