Ein paar allgemeine Fragen!

Ich bin gerade dabei mich mit dem Thema Börse ein bischen mehr zu beschäftigen.

Als erstes habe ich immer wieder Probleme die Märkte auseinander zu halten?!?!

Gut Dax 30 ist klar Dax 100 und Dax 70 dann auch, so was ist jetzt Mmax Nemax Neuer Markt Nemax 50 usw.

Ich bräuchte da einfach mal eine Kurze Zusammenfassung…

Ok als nächstes bräuchte ich mal Informationen über optionscheine!
Keine Angst ich will mir als Anfänger keine kaufen, aber ich will schon wissen worums da geht! Am verständlichsten wäre das ganze anhand einens Beispiels.

So jetzt aber genug, ich bedanke mich schon mal bei allen die mir weiter helfen werden.

Ciao Alex

Hi,

Gut Dax 30 ist klar Dax 100 und Dax 70 dann auch, so was ist
jetzt Mmax Nemax Neuer Markt Nemax 50 usw.

DAX 70 gibts nicht. MDAX (den meintest Du wohl) ist DAX100 abzgl. DAX, also der Index für die Werte 31-100 des DAX100.

Nemax All Share ist ein Index für alle am Neuen Markt gelisteten Werte, Nemax 50 für die 50 größten Werte dortselbst.

Ich bräuchte da einfach mal eine Kurze Zusammenfassung…

Kurz genug? unter http://www.exchange.de gibts noch mehr Infos. Wühl Dich mal durch. Weitere Fragen werden natürlich auch hier gern beantwortet.

Ok als nächstes bräuchte ich mal Informationen über
optionscheine!

Grundsätzlich (!) unterscheidet man Calls und Puts. Kaufst Du z.B. einen Call auf Bayer erwirbst Du das Recht, x Bayer-Aktien zu einem Termin y (oder während eines Zeitraums) zu einem Kurs von z (Basispreis) zu erwerben. x,y und z werden in den Optionsscheinbedingungen angegeben. Mehr Infos zu den einzelnen Optionsscheinen kannst Du z.B. in der Börsenzeitung oder in den diversen mülligen „Anlegermagazinen“ finden. Bei Puts erwirbst Du das Recht (…) zu verkaufen.

Optionsscheine gibts auch auf Währungen, Zinsen usw. Ist ein weites Feld. Optionsscheine sind außer zum Zocken auch dafür gut, ein Depot oder einen Währungsbestand abzusichern. Hast Du z.B. 100 Bayer-Aktien, bei 50 EURO gekauft, so hast Du, wenn Bayer auf 40 EURO fällt, EURO 1.000 Kursverluste (logisch). Hast Du gleichzeitig aber einen Bayer Put mit dem Basispreis 50 gekauft, so kannst Du Deine Aktien durch Ausüben der Option doch noch zu 50 verkaufen. Deine Verluste reduzieren sich dann auf die Anschaffungskosten des Optionsscheins.

Dann gibts noch die Futures, die übrigens eine beliebte Methode sind, sich zu ruinieren. Der Unterschied zwischen Option und Future ist, daß Du bei eine Option die Wahl, hast sie auszuüben (daher Option). Bei einem Future bist Du auch verpflichtet, die Aktien zu verkaufen (bzw. zu kaufen bei einem Put).

Soviel erstmal in kurzen Sätzen. Fragen gerne.

Gruß
Christian

Hey…

Puts erwirbst Du das Recht (…) zu verkaufen.

Entweder du drückst es komisch aus, ich verstehs net, oder es ist einfach falsch.
Wenn man einen Put kauft, erhält man nicht das recht die Aktien zu verkaufen, man spekuliert nur auf fallende Kurse. Ein Beispiel zum beispiel:
Ich denke"Aha, die Bayer Aktie wird fallen wegen blabla"
Dann kaufe ich einen Put um mir(eigentlich) zu sichern, dass ich die Aktie in zB3 Jahren günstiger bekomme, weil ich jetzt schon eine Option darauf kaufe.
Wenn ich davon ausgehe, dass ich Puts zum verkaufen kaufe, müsste ich ja Aktien besitzen, dabei möchte ich sie ja möglichst günstig kaufen. Wobei das ja sowieso fastr niemand macht, sondern mit optionscheinen fast nur gezockt wird.

Bye
Hermann

?
Hi,

daß man mit einem Put idR auf fallende Kurse spekuliert, ist unbestritten. Tatsache ist aber, daß ein Put dem Käufer erstmal das Recht gibt, den optionierten Vermögensgegenstand (idR Aktien) zu einem vorher festgelegten Preis zu veräußern. Daß ein Put bei fallenden Kursen des Basispapiers an Wert gewinnt, ist klar. Der Kurs des OS bei fallenden Kursen steigt aber nicht, weil man auf fallende Kurse spekuliert, sondern weil eben das Recht, eine Aktie zu einem festgelegten Preis verkaufen zu können wegen des fallenden Kurses an Wert gewinnt.

Daran ist nichts komisch oder falsch.

Christian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

EXC hat völlig recht

Hey…

Puts erwirbst Du das Recht (…) zu verkaufen.

Das ist definitiv so.
Bei Puts die nicht auf Aktien sondern auf Indizes sind, hast du das Recht auf eine Ausgleichszahlung.

Entweder du drückst es komisch aus, ich verstehs net, oder es
ist einfach falsch.

Ich wähle Antwort B :wink:

Wenn man einen Put kauft, erhält man nicht das recht die
Aktien zu verkaufen, man spekuliert nur auf fallende Kurse.

Natürlich erhält man das Recht. Optionscheine steigen und fallen ja nicht nur im Wert, sondern Sie können auch ausgeübt werden. Sonst hättest du ja nicht die „Option“ auszuüben oder nicht.

Der Rest stimmt allerdings.

Ein Beispiel zum beispiel:
Ich denke"Aha, die Bayer Aktie wird fallen wegen blabla"

ok

Dann kaufe ich einen Put um mir(eigentlich) zu sichern, dass
ich die Aktie in zB3 Jahren günstiger bekomme, weil ich jetzt
schon eine Option darauf kaufe.

Das ist falsch, wenn du die in 3 Jahren über den Optionschein kaufen willst, so musst du einen Call kaufen.
Mit einem Put kannst du nur zum Basispreis verkaufen.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich Puts zum verkaufen kaufe,
müsste ich ja Aktien besitzen,

Nein, der Verkauf macht Sinn. Du kannst lt. OS z.B. für 50 verkaufen und deckst dich am selben Tag am Markt zu 30 ein.

dabei möchte ich sie ja
möglichst günstig kaufen. Wobei das ja sowieso fastr niemand
macht,

Du scheinst die Bedeutung von Put und Call nicht genau zu kennen.

OS Put = Verkaufsrecht
OS Call = Kaufsrecht

sondern mit optionscheinen fast nur gezockt wird.

Das ist alerdings war und in 85% aller Fälle gewinnt der Stillhalter (Herausgeber der Option), da die Optionen fast nie ausgeübt werden.

Gruß Ivo

Link: gute Erklärungen u. Renditedaten von Fonds
Hallo!

Auch Deine Optionsfrage ist in der „Zeitschrift für Verbraucherschutz“ gut verständlich behandelt.
Links auf AbisZ klicken, dann ‚O‘ wie Optionen.

http://verbraucherschutz.wtal.de/g-fostat.htm

Allgemein finde ich die Seite ausgezeichnet, weil sie unabhängig und z.T. kritisch, vor allem aber gut verständlich die Begriffe rund um Geldanlagen schildern. Außerdem werden langjährige Statistiken geboten und so z.B. belegt, daß Börsenkurse letztlich nicht vorhersagbar sind, was ja die Börsen-Fans bei n-tv oder Hypovereinsbank oft nicht so gern formulieren.

[Wie oft mußte ich mir bei der Frage nach einem Aktienfonds anhören, daß der aber in den letzten Jahren sehr gut gelaufen sei. Haha. Das hat keinerlei Bedeutung für die Zukunft, was aber erst zugegeben wurde, wenn ichs ansprach. Versuchter Dummenfang ist das in meinen Augen. Da hat mir diese Zeitschrift sehr geholfen.]

Tschuess, Sven.

Das ist alerdings war und in 85% aller Fälle gewinnt der
Stillhalter (Herausgeber der Option), da die Optionen fast nie
ausgeübt werden.

Hi,

sind es wirklich so viele? Die Optionen sollten doch immer ausgeübt werden wenn der Preis über oder unter dem Basispreis liegt (je nachdem). Das würde ich häufiger erwarten.
Im Zweifel übernimmt die Bank, bei entsprechendem Auftrag, die Option am letzten Tag und zahlt den Besitzer aus.
Ich habe mal gehört daß das in den frühen Tagen der Chicagoer Warenterminbörse nicht so war und einige Zocker unerwartet LKW-Ladungen voller Schweinehälften vor die Haustür geliefert bekamen weil sie den Future bis zum Ende hielten :smile:
Aber das ist eine andere Geschichte.

Max

Futures und andere Nutztiere
Hi,

sind es wirklich so viele?

die Zahl dürfte eher noch höher liegen.

Ich habe mal gehört daß das in den frühen Tagen der Chicagoer
Warenterminbörse nicht so war und einige Zocker unerwartet
LKW-Ladungen voller Schweinehälften vor die Haustür geliefert
bekamen weil sie den Future bis zum Ende hielten :smile:

Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen Future und Termingeschäft: Beim Future wird am Ende der Laufzeit nur gesettled (die Differenz verrechnet), da gibts keine Lieferung.

Gruß
Christian

weil sie den Future bis zum Ende hielten :smile:

Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen Future und
Termingeschäft: Beim Future wird am Ende der Laufzeit nur
gesettled (die Differenz verrechnet), da gibts keine
Lieferung.

vielen Dank, man lernt doch nie aus.

Max

Bei Warentermingeschäften wird heute aber auch nicht mehr geliefert.

Gruß ivo

Nana,
das sag mal meinen Kunden, die praktisch ihren ganzen Rohstoffbedarf über den Terminmarkt decken. Die kaufen auf Jahre Kakao, Öl und weiß der Geier was am Terminmarkt ein, um so von Preisentwicklungen am Spot-Markt unabhängig zu sein.

Für Privatkunden mag Deine Aussage stimmen. Das liegt dann aber eher daran, daß die ihre Kontrakte vor Fälligkeit weiterveräußern.

Gruß
Christian

Bei Warentermingeschäften wird heute aber auch nicht mehr
geliefert.

Gruß ivo