Ein Sache wo noch keiner drauf gekommen ist

Was machst Du, wenn es beim
Produkt um Tiefziehen oder Spritzguß, um Optik oder Chemie, um
Textilverarbeitung, Blechbearbeitung, Schmiedearbeiten oder
Sattlerei, um Glasbläserei, Chipbonderei oder
Druckerzeugnisse, um künstliche Hüftgelenke oder
Brillengestelle, um Sämereien, Holzspielzeug oder
Zigarettenfilter geht?

Ist das nicht alles das gleiche?

Er hat ja selbst schon eine Probeversion gebaut.
Ich habe Drehbank, Fräse, Maschinen, Für Holz Sögen, Frösen etc. Tiefziehanlage (Selbst gebaut: Kühlschrankkompressor), Platinenätzstation, Schmiedeamboss und ich baue gerne.

Wir haben privat miniatur Düsenjäger mit flatterantrieb, Laseranlage mit 1,2m russischen Elektrodenlaser, ein ganzes BHKW, ein Holzhäuschen etc. etc. gebaut.

Wir haben da privat nie lange rumgetan, wir habens einfach umgesezt und immer auch viel dabei gelernt.
Das amcht doch Spass.

Grüsse Zoomi

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Hallo!

Ich habe Drehbank, Fräse, :Maschinen, Für Holz Sögen, :Frösen etc. Tiefziehanlage :frowning:Selbst gebaut: :Kühlschrankkompressor),
Platinenätzstation, :Schmiedeamboss und ich baue :gerne.

Jede einzelne Möglichkeit und Fähigkeit wirst Du gewiß gut gebrauchen können und zwar für den eigenen Betrieb, für Vorrichtungen und Ausstattungsgegenstände, aber nicht zur Auftragsbearbeitung. Mit einem Sammelsurium an Werkstattausstattung läßt sich kein Angebot für eine konkrete Zielgruppe ersetzen. Wer in alles beißt, was Auftrag heißt, wird zum Bastler, investiert sich tot, ohne die Chance, auf einem Gebiet wirklich gut zu sein. Natürlich ist es hilfreich, mal eine Platine selbst ätzen zu können. Aber die ist dann zweiseitig mit mäßiger Passergenauigkeit, ohne galvanische Durchkontaktierungen, ohne professionellen Oberflächenschutz, ohne Lötstoplack, auschließlich rechtwinklich mit vermutlich grausig aussehenden Kanten und mit Leiterbahnbreiten aus der Zeit der Dampfradios. Ich will nichts herunter machen, aber man muß die engen Grenzen sehen. Soll das Ergebnis professioneller und auch nur kleinserientauglich sein, investierst Du satt 6stellig und findest Dich in einem überbesetzten Marktsegment mit heftigen Umweltschutzauflagen wieder, wo sich die Investition niemals rechnen wird.

Das Gleiche beim Drehen und Fräsen. Wunderbar, wenn man die Maschinen hat. Man kann sich in vielen Situationen helfen. Aber man kann damit keine Auftragsarbeiten annehmen. Ich muß Dir wohl nicht erzählen, was alleine ein paar Spannzangen kosten, daß man für Drehstähle und Fräser ohne weiteres tausende bezahlt, daß jeder Rundtisch, jedes angetriebene Werkzeug ein Vermögen kostet. Trotzdem bleiben die Grenzen des Machbaren eng gesteckt. An Deiner Fräsbank, sofern es keine CNC-Maschine ist, bringt Dich ein einziger anzufräsender Außenradius ins Schwitzen und von weiteren Freiheitsgraden an der Maschine darfst Du nicht einmal träumen oder mußt in S-Klasse-Größenordnung investieren.

Als geschickter Handwerker kannst Du ein Holzhäuschen bauen. Um das aber gewerblich zu machen, reichen ein paar semiprofessionelle Heimwerkermaschinen nicht mehr.

Deine Werkstatt ist eine wertvolle Hilfe, aber tue Dir selbst den Gefallen und verwechsle die Möglichkeiten zur Selbsthilfe nicht mit Fertigungsmöglichkeiten und dem erforderlichen Know-How in den einzelnen Disziplinen. Das ist wirklich eine ganz andere Welt. Es gibt heute kein Marktsegment mehr, in dem sich als Hans-Dampf-in-allen-Gassen außer Ärger noch etwas verdienen läßt. Manche Leute fingen nach dem Krieg mit Leistungen aller Art an und vergleichbar strukturierte Hinterhofbetriebe aus Osteuropa versuchen sich bis heute in der Allroundkunst. In von Mangel an Gütern gekennzeichneten Zeiten und Gegenden funktioniert das, aber nicht heute in Deutschland. So kann man allenfalls den Dummen August für geizige Privatleute oder mittellose Erfinder machen, aber Geld verdienen kann man so nicht. Schlimmer noch: Jeder akquirierte Kunde ist absehbar ein verlorener Kunde.

Was ich Dir erzähle, ist übrigens keine graue Theorie. Ich hab das alles hinter mir und bei etlichen anderen Betrieben beobachtet. Viele Minibetriebe zeigen stolz eine vielseitige Preisliste mit zig Optionen vor, aber kaum etwas ist wirklich lieferbar und nichts ist wirklich fertig und erfüllt professionelle Ansprüche. Regelmäßig ist zu beobachten, daß bei den wenigen am Markt Überlebenden nach ein paar Jahren nichts mehr übrig ist von dem Gemischtwarenladen, statt dessen Spezialisierung. Man kann eben nur auf einem begrenzten Gebiet wirklich gut sein. Alles andere ist Stümperei, für die niemand Geld ausgeben will. Vertrieb und Marketing sind in zu bunt gemischten Marktsegmenten schlicht unmöglich. Das wird Kratzen an der Oberfläche mit bestenfalls Zufallserfolgen. Man wird keinen Kunden erreichen, während es bei Fokussierung aller Kraft auf ein schmales Marktsegment plötzlich funktioniert.

Dein Augenmerk sollte sich auf einen begrenzten Bereich konzentrieren. Schau Dir die gewerbliche Infrastruktur Deiner Region an, um zu Ideen für ein Produkt- und Dienstleistungsangebot zu kommen und versuche gar nicht erst, diese Konzeptfindung durch eine Mischung aus Hilti-Bohrmaschine und Kreissäge zu ersetzen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
ich möchte ja nicht 100 Teile Fräsen oder 1000 Platinen selbst produzieren. Du scheinst da ein falsches Bild von mir zu haben.
Die Maschienen die ich besitze sind kein Bastelbedarf sondern zum beispiel eine grosse Deckel Halbautomatik Drehbank, eine kleine CNC Fräse, Oder Holtis von Te 5 bis Te 74.
Eine Prototpe Platinenätzanlage kostet übrigens neu auch 25000 Euro. Die haben wir uns halt selbt gebaut. Da kostet ein Belichtungsgeät allein schon normal 15000 Euro. Wenn es sein muss spannen wir einen Laser auf den Plotter und schneiden uns ein Lötschablonen Blech.
Damit könen wir falls wir 100 Platinen brauchen auch zu einer Firma in Seefeld gehen wo wir die vielleicht am nächsten Tag haben

Ich habe zum Beispiel eine grosse Galvanik Anlage zur Platinen Herstellung programmierirt und mit projektiert.
Oder frag mal wer die erste Aluminierungsanlage mit Programmiert hat :smile: Ich.
Oder wer den Prototpe des 2. Ford BHKW gebaut hat, oder das 0,7l Kubotha, ich :smile:
Frag mal wer früher grosse Vollautomatik Fräsen repariert hat, ich :smile:

Unser kleines Hobby die Technik ist einfach auch im grossen unser Beruf. Ohne ein Grundwissen des kleinen ist das grosse nicht möglich.

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Guten Abend!

Die Maschienen die ich besitze sind kein Bastelbedarf

Daran zweifle ich ja keinen Moment. Die Maschinen sind aber kein Ersatz für ein Unternehmenskonzept mit klarer Zielrichtung hinsichtlich Marktsegment, Tätigkeit, Produkt oder Dienstleistung. Insbesondere im Vertrieb braucht man eine möglichst klar beschriebene und eingegrenzte Zielgruppe. Das setzt bewußtes Ausgrenzen der meisten Tätigkeitsfelder und Zielgruppen voraus. Egal wie gut Inhaber und Mitarbeiter sind, verkommen die Fähigkeiten durch Verzetteln im unverkäuflichen Mittelmaß.
Mehr kann ich Dir nicht raten.

Gruß
Wolfgang

mal ein hilfreicher Tip zu Abwechslung
Hallo thtdje,

die beste Möglichkeit für die Vermarktung einer solchen Idee ist es, mal ein Patentbüro darauf anzusprechen. Hier in Stuttgart kenne ich beispielsweise eines, dass für eine Beteiligung am Gewinn sämtliche Kosten für Recherchen, Patentierung, Vermarktung,… übernimmt (aber natürlich nur, wenn es sich aus deren Sicht lohnt).

Ich weiß ja nicht, wo Du herkommst, aber frag doch einfach mal dort bei verschiedenen Patentanwälten nach, ob die sowas auch anbieten.

Grüße und viel Erfolg, Nina