Ein Selbstläufer oder doch nur ein Luftschloss?

Hallo,

ich brauche mal Eure Meinung…
Ich bin selbst Designerin (eigentlich für elektr. Medien) und gestalte nebenher auch Fliesen (Mosaik Reliefe) in kleinster Stückzahl und mehr aus Begeisterung am Sujet als mit der Hoffnung auf kommerziellen Erfolg.
Nun ist es so, dass fast jeder, der die schon fertigen Stücke sieht gerne welche kaufen möchte - für Bad, Küche etc.
Nun ich verkaufe zwar nicht (weil ich bisher nur wenige gemacht habe und so dran hänge) aber ich werde immer wieder dazu gedrängt doch mehr davon zu machen und zu verkaufen. Einige Freunde sind sogar felsenfest davon überzeugt, dass ich damit reich werden könnte…
Ständig höre ich Sätze wie:„Wenn Du das mit Deinen Fliesen ausbauen würdest, dann könntest Du es weit bringen…“, „Deine Fliesen sind einzigartig und damit würdest Du sicher nen Artikel in Schöner Wohnen bekommen…“ etc.

Wollte ich mehr Fliesen herstellen bräuchte ich allerdings jemanden, der mir zuarbeitet, eine größere Werkstatt und mehr Geräte. Das alles sind Investitionskosten, die ich scheue, weil ich keinen Einblick in den tatsächlichen Markt und dessen Gesetze habe.

Andererseits - wer nicht wagt, der nicht gewinnt und angesichts der desolaten Situation am Arbeitsmarkt hätte ich auch nicht allzu viel zu verlieren.

Ich bin ziemlich unschlüssig, bräuchte mal den Rat von Jemanden, der schon mit ähnlichem handelt.

Nach langem Hin- und Herrechnen habe ich den ungefähren Preis pro qm herrausgefunden, der realistisch wäre um den Aufwand auch zu decken und etwas Gewinn abzuwerfen. Er liegt zwischen 70 Euro für einfachere und 150 Euro für aufwändigere Muster, bei 20 Euro für schöne Einzelfliesen in handelsüblichen Quadratformat.
Alles wäre von Hand gefertigt und entspräche den gängigen Produktanforderungen.

Was meint ihr? Soll ich wirklich ernsthaft darüber nachdenken in den „big business“ zu starten oder soll ich lieber beim Hobby bleiben?

LG Euredice

Hallo,

ich brauche mal Eure Meinung…

Hallo Euredice,

diese Frage ist pauschal unmöglich zu beantworten. Die *Abschätzung* deines Verkaufspreises ist zwar ein Anfang, allerdings nur ein kleiner Teil der nötigen Vorbereitungen.

Grundsätzlich möchte ich dir sagen, dass ich das von dir beschriebene Produkt durchaus als sehr interessant beschreiben würde und mir vorstellen kann, dass es im Bezug auf eine bestimmte Zielgruppe recht gute Aussichten hätte auf dem Markt zu bestehen, was allerdings – so wie ich dies pauschal einschätzen würde – ein sehr gutes Marketing-Konzept erfordert, abgesehen davon, dass ich nicht beurteilen kann, was in deinem konkreten Fall über Mundpropaganda in die Welt getragen werden könnte und in welchem Umfang du deine Unternehmung umsetzen wollen würdest.

Um ein derartiges Vorhaben zu realisieren wirst du, wie du selbst sagst, Fremdkapital benötigen, um eine entsprechende Produktionsstätte aufzubauen. Nicht zuletzt für die Bank(en) ist dazu einen fundierter Business-Plan nötig, um eine Finanzierungsanfrage überhaupt überprüfen lassen zu können.

Ich will dich jetzt nicht enttäuschen, allerdings kann die Erstellung eines guten Business-Plans durchaus ein bis anderthalb Jahre in Anspruch nehmen, da vor allem erst einmal eine exakte Marktanalyse stattfinden muss, um das Potenzial dieser Idee überhaupt im Vorfeld abschätzen zu können und daraus die weitere Vorgehensweise abzuleiten.

Eine Kalkulation der Fertigungskosten als Beispiel ist schon eine etwas größere Aufgabe, da du deine Investitionen - für Fertigungsmaschinen etwa - erst einmal entsprechend auf die Einzelselbstkosten umlegen musst (wobei das ja nur ein Fragment der Kalkulationgrundlagen darstellt), um zunächst überhaupt einen Anhaltspunkt zu bekommen, ob die, von dir erwähnte Schätzung des Selbstkostenpreises und daraus resultierend, deines effektiven Verkaufspreises pro Stück, überhaupt realistisch ist und du im schlimmsten Fall kein Minus machst.

Bis du dann schwarze Zahlen schreibst vergeht – sagen wir mal unverbindlich – einige Zeit. Das ist ja selbstverständlich, stellt allerdings schon die erste gedankliche Hürde dar, weil du bis dahin de facto ausschließlich Verbindlichkeiten hast. Und „Schulden“ haben halt einen negativen Touch, sofern man sie nicht objektiv, rein betriebswirtschaftlich beurteilt.

In jedem Fall gehört zu einer Gründung eines Fertigungsunternehmens ein gewisser Unternehmergeist und -philosophie, viel Kraft und zähes Durchhaltevermögen über einen sehr langen Zeitraum. Auf jeden Fall brauchst du zunächst Unterstüzung von jemandem mit fundierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen.

Google doch einfach mal nach „Business-Plan“ und schau dich mal nach den Grundbausteinen um, damit du einen ungefähren Eindruck gewinnen kannst, was damit genau gemeint ist.

Es ist überdies festzustellen, dass Deutschland, wenn ich das so sagen darf, Menschen wie dich braucht, die ihre Ideen und Fachkenntnisse mit entsprechendem Unternehmergeist paaren und mit viel Mut, Hingabe und (abschätzbarer!) Risikobereitschaft Unternehmen gründen und darüber hinaus Arbeitsplätze schaffen!

Ich finde deine Idee klasse und möchte dich darin bekräftigen, zunächst einmal sämtliche Faktoren zu analysieren und daraufhin weiteres in die Wege zu leiten.

Die Geschichte ist halt – wie zu Anfang erwähnt – pauschal nicht zu beurteilen; daher diese allgemein gehaltene Antwort.

Ich hoffe, dass dir diese Antwort ein klein wenig behilflich ist. Ich wünsche dir auf jeden Fall von Herzen Erfolg mit deiner Idee!

MfG

Marlon

Hallo Euredice,

Ich bin selbst Designerin (eigentlich für elektr. Medien) und
gestalte nebenher auch Fliesen (Mosaik Reliefe) in kleinster
Stückzahl und mehr aus Begeisterung am Sujet als mit der
Hoffnung auf kommerziellen Erfolg.
Nun ist es so, dass fast jeder, der die schon fertigen Stücke
sieht gerne welche kaufen möchte - für Bad, Küche etc.
Nun ich verkaufe zwar nicht (weil ich bisher nur wenige
gemacht habe und so dran hänge) aber ich werde immer wieder
dazu gedrängt doch mehr davon zu machen und zu verkaufen.
Einige Freunde sind sogar felsenfest davon überzeugt, dass ich
damit reich werden könnte…
Ständig höre ich Sätze wie:„Wenn Du das mit Deinen Fliesen
ausbauen würdest, dann könntest Du es weit bringen…“, „Deine
Fliesen sind einzigartig und damit würdest Du sicher nen
Artikel in Schöner Wohnen bekommen…“ etc.

Nach langem Hin- und Herrechnen habe ich den ungefähren Preis
pro qm herrausgefunden, der realistisch wäre um den Aufwand
auch zu decken und etwas Gewinn abzuwerfen. Er liegt zwischen
70 Euro für einfachere und 150 Euro für aufwändigere Muster,
bei 20 Euro für schöne Einzelfliesen in handelsüblichen
Quadratformat.
Alles wäre von Hand gefertigt und entspräche den gängigen
Produktanforderungen.

sicher ? auch in Bezug auf Haltbarkeit gegen scharfe Reinigungsmittel ?

Was meint ihr? Soll ich wirklich ernsthaft darüber nachdenken
in den „big business“ zu starten oder soll ich lieber beim
Hobby bleiben?

Meiner Meinung nach schreibt Marlon den zweiten Schritt auf den Weg in die Selbstständigkeit, nämlich dann, wenn der Markt halbwegs getestet ist. Dies würde ich auf jeden Fall vorschalten.

Fang also an, Auftragsarbeiten anzunehmen. Wichtig ist dabei, dass du deine Preise durchsetzt. Wenn die Leute die Fliesen für 100 - 200 EUR* kaufen und dich weiterempfehlen, dann scheinst Du eine Marktnische gefunden zu haben. Falls dies klappt, könntest Du den Schritt in die nebenberufliche Selbstständigkeit wagen. Ein Ansprechpartner wären da sicher gut sortierte Fliesenstudios (die mit Fussbodenplatten aus echtem ital. Marmor etc.). Die freuen sich sicher über ein Sortiment, was nicht jeder Fliesen-Aldi hat und Provision bekommen sie natürlich auch von Dir (die Fliesen sind dann halt etwas teurer als wenn sie direkt zu Dir kommen). Eventuell können auch Handwerkstöpfer-/Märkte Zugang zu Kunden verschaffen: Bemale life 5 x 5 cm Fliesen und stelle ein paar Schautücke von richtigen Fliesen aus, Visitenkarten liegen dabei … (auch hier gilt: Versau deine eigenen Preise nicht)

Wenn Du an dieser Stelle bist und Erfolg hast, dann setzen die von Marlon genannten Schritte ein.

Disclaimer: Da ich deine Tätigkeit nicht exakt kenne, gehe ich davon aus, dass du für ca. 200 Stück/a keine wesentlichen Investitionen in Maschinen vornehmen musst. Mit dem von mir beschriebenen Weg wächst du zwar langsamer in den Markt rein, hast aber ziemlich lange die Chance die Sache ohne Verlust abzubrechen. Sobald du Sachen verkaufst, sollten die in der Steuererklärung auftauchen.

*Preise lieber etwas luftiger kalkulieren, senken geht immer. Kaputte Preise kriegt man dagegen nie wieder hin (‚die will jetzt auf einmal reich werden‘)

Ciao maxet.

P.S.: im Ebay-Brett laufen zur Zeit zwei Threads (Professionell verkaufen und Freiberufl. künstl. Tätigkeit), die auch für dich interesant sein könnten).

Wenn Du an dieser Stelle bist und Erfolg hast, dann setzen die
von Marlon genannten Schritte ein.

Hallo Maxet,

du hast selbstverständlich absolut Recht damit, nicht von 0 auf 320 in ein paar Monaten zu gehen!

Ich hätte den Abschnitt „Marktanalyse“ in meinem Beitrag eventuell etwas weiter oben anbringen und etwas detaillierter ausführen sollen -

Ich darf mich kurz selbst zitieren :wink:

„Ich will dich jetzt nicht enttäuschen, allerdings kann die Erstellung eines guten Business-Plans durchaus ein bis anderthalb Jahre in Anspruch nehmen, da vor allem erst einmal eine exakte Marktanalyse stattfinden muss, um das Potenzial dieser Idee überhaupt im Vorfeld abschätzen zu können und daraus die weitere Vorgehensweise abzuleiten“

Dabei umfasst der Begriff „Marktanalyse“/-forschung alles, was zur Erhebung von Daten sinnvoll ist - anfängliche Auftragsarbeiten bsw. in geringer Auflage können Teil davon sein. Und wenn man eine feste Zielsetzung hat, sich für die Erstellung eines Business-Plans entscheidet und für dessen Konstruktion einen zeitlichen Rahmen von anderthalb Jahren ansetzen würde, wäre in der Zeit genügend Platz für diverse „Experimente“, wie sie von dir zahlreich und sehr trefflich formuliert wurden.

Aber wie gesagt, ich stimme dem absolut zu, dass man das zunächst einmal langsam angehen sollte!

Lieben Gruß

Marlon

hallo ihr beiden - danke für die ratschläge!!

ich werde es tatsächlich auch lieber langsam angehen lassen, ich bin allein und habe eine süße kleine acht monate alte tochter, die mich gut fordert und da bleibt mir sowieso nur der abend zum arbeiten.

aufträge sind da auch weniger mein problem, allein drei hätten gern ihre küche damit ausgestattet und einer drängt mich sein bad komplett neu zu gestalten. offensichtlich habe ich sowohl den nerv der zeit als auch eine marktnische getroffen.

was den mut und die ausdauer betrifft bin ich zuversichtlich, ich habe bereits jahrelang als freiberuflerin gearbeitet und kenne den überlebenskampf zur genüge.
die werbebranche war auch kein ort zum ausruhen.
in sachen marketing und werbung kenne ich mich bestens aus, einen business-plan habe ich auch schon mal erstellt, als ich vor 2 jahren überlegte mich zusammen mit einer kollegin selbstständig zu machen (mit einem designstudio), welche mich dann aber leider kurz vor start hängen ließ, weil sie nen typen kennen lernte…

ich könnte natürlich ein au-pair-mädchen engagieren, die aufträge annehmen und mich in die arbeit stürzen. das ganze langsam immer weiter ausbauen und nach und nach in die geräte investieren…
das ist vielleicht eine bessere alternative, als drei jahre arbeitslos zu sein bis die kleine zum kindergarten geht.
ich sterbe zudem vor schaffensdrang, ich habe vorher eine 50 std. woche gehabt und war immer gut eingespannt und gefordert. das fehlt mir jetzt natürlich sehr, die künstlerin in mir sucht nach schaffensmöglichkeiten, die mutter in mir hat bedenken wegen der sicherheiten.

es gibt eine gute freundin, welche auch mutter ist und designerin und in deren atelier mein brennofen steht. sie hat vor einen kleinen laden mit wohnaccessoires und kunst zu eröffnen und sie belagert mich nun schon seit einiger zeit da mit zu machen, fliesen zu produzieren und die kinderbetreuung zu teilen.
nun bin ich in hinsicht zusammen was starten ja schon ein gebranntes kind und in sachen finanzen sind wir beide zu sehr designer denn überlegte wirtschaftsexperten.
aber es reizt mich die aussicht mit den eigenen produkten zu einer eigenständigkeit zu kommen, die wenn einmal erreicht auch nicht mehr so schnell wieder genommen werden kann! das wäre der weg aus der krise der werbebranche für mich.

nun weiß ich nicht ob es wohl eine reelle chance ist oder ob ich nur wieder zu sehr hoffe und träume.

was die fliesen betrifft habe ich schon lange herum recherchiert, es gibt etwa 4 firmen am markt, die in etwa in die nähe dessen kommen, was ich mache. da die fliesen aber meinem ganz persönlichem design entspringen gibt es eigentlich nichts wirklich vergleichbares. nur zum verständnis - ich bemale keine schon fertigen fliesenrohlinge, sondern fertige relieffliesen, die im muster verlegt werden, möglichst ohne sichtbare fugen. beispiele für ähnliche muster der regelmäßigen flächenaufteilungen finden sich bei escher und in den maurischen fliesenmustern (z.b. alhambra).

lg euredice

ps: sorry wg der kleinschreibung, bin eben auf der kellertreppe ausgerutscht und hab mir den linken arm arg geprellt - kann jetzt nur mit einer hand schreiben… aua aua…

Hallo Euridice

kurz und gut:
Mach es!
Der Versuch ist es wert. Und ich glaube, Du gehst die Sache realistisch an, dies erhöht deine Erfolgschancen um mind. 200% !

Und wegen deiner Zweifel:
Natürlich kann es schiefgehen. Aber willst Du wirklich in 10 Jahren Dir gepflegt in den H*ntern beissen, bloss weil Du es nicht versucht hast?

Viel Glück wünscht maxet.

Detailinfos und weitere Tips findest Du im Existenzgründungsbrett.

Hallo Marlon,

du hast selbstverständlich absolut Recht damit, nicht von 0
auf 320 in ein paar Monaten zu gehen!

schön, dass wir hier auf einer Wellenlänge sind.

Ich hätte den Abschnitt „Marktanalyse“ in meinem Beitrag
eventuell etwas weiter oben anbringen und etwas detaillierter
ausführen sollen -

Ich hab das Wörtchen gelesen. Aber in dem ganzen Kontext erschien mir die Gefahr zu gross, dass es als blosse Papier-Recherche gesehen wird.

„Ich will dich jetzt nicht enttäuschen, allerdings kann die
Erstellung eines guten Business-Plans durchaus ein bis
anderthalb Jahre in Anspruch nehmen, da vor allem erst einmal
eine exakte Marktanalyse stattfinden muss, um das Potenzial
dieser Idee überhaupt im Vorfeld abschätzen zu können und
daraus die weitere Vorgehensweise abzuleiten“

Hier hab ich etwas verkürzt. Natürlich sollte sich der Businessplan schon langsam neben dem ‚fliegenden Start‘ entwickeln, so dass dann beim Drücken des roten Knopfs ‚bloss‘ noch zusammmengeschrieben werden muss. Ausserdem passiert es im Leben oft, dass man den entscheidenden Kontakt dann hat, wenn man nicht daran denkt, z.B. das hohe Tioer der Kreditabteilung trifft man beim offenen Tag des Kindergartens. Punkten kann man da, wenn man halt nicht nur vom Design schwärmen kann, sondern auch schon paar finanz. Kenndaten des Businessplans aus dem Ärmel schütteln kann.

Ciao maxet.

(…) aufträge sind da auch weniger mein problem, allein drei hätten
gern ihre küche damit ausgestattet und einer drängt mich sein
bad komplett neu zu gestalten. offensichtlich habe ich sowohl
den nerv der zeit als auch eine marktnische getroffen.

was den mut und die ausdauer betrifft bin ich zuversichtlich,
ich habe bereits jahrelang als freiberuflerin gearbeitet und
kenne den überlebenskampf zur genüge.
die werbebranche war auch kein ort zum ausruhen.
in sachen marketing und werbung kenne ich mich bestens aus,
einen business-plan habe ich auch schon mal erstellt, als ich
vor 2 jahren überlegte mich zusammen mit einer kollegin
selbstständig zu machen (mit einem designstudio), welche mich
dann aber leider kurz vor start hängen ließ, weil sie nen
typen kennen lernte… (…)

(…) es gibt eine gute freundin, welche auch mutter ist und
designerin und in deren atelier mein brennofen steht. sie hat
vor einen kleinen laden mit wohnaccessoires und kunst zu
eröffnen und sie belagert mich nun schon seit einiger zeit da
mit zu machen, fliesen zu produzieren und die kinderbetreuung
zu teilen.
nun bin ich in hinsicht zusammen was starten ja schon ein
gebranntes kind und in sachen finanzen sind wir beide zu sehr
designer denn überlegte wirtschaftsexperten.
aber es reizt mich die aussicht mit den eigenen produkten zu
einer eigenständigkeit zu kommen, die wenn einmal erreicht
auch nicht mehr so schnell wieder genommen werden kann! das
wäre der weg aus der krise der werbebranche für mich.

nun weiß ich nicht ob es wohl eine reelle chance ist oder ob
ich nur wieder zu sehr hoffe und träume.

was die fliesen betrifft habe ich schon lange herum
recherchiert, es gibt etwa 4 firmen am markt, die in etwa in
die nähe dessen kommen, was ich mache. da die fliesen aber
meinem ganz persönlichem design entspringen gibt es eigentlich
nichts wirklich vergleichbares. nur zum verständnis - ich
bemale keine schon fertigen fliesenrohlinge, sondern fertige
relieffliesen, die im muster verlegt werden, möglichst ohne
sichtbare fugen. beispiele für ähnliche muster der
regelmäßigen flächenaufteilungen finden sich bei escher und in
den maurischen fliesenmustern (z.b. alhambra).

lg euredice

ps: sorry wg der kleinschreibung, bin eben auf der
kellertreppe ausgerutscht und hab mir den linken arm arg
geprellt - kann jetzt nur mit einer hand schreiben… aua
aua…

Hallo nochmal Euredice,

vorab erst mal mein aufrichtiges Beileid, bezüglich deines linken Arms!!!

Ich darf kombinieren:

Du hast nicht nur eine tolle Idee, sondern offensichtlich die entsprechende handwerkliche Fertigkeit und den zugehörigen scharfen Sachverstand um diese in die Tat umzusetzen. Darüber hinaus scheint ja bereits jetzt schon die Möglichkeit einer Kooperation (sogar inlusive einer „Aufsichts-Kooperation“ für deine kleine) mit deiner Freundin zu bestehen. Du hast bereits Erfahrung im Marketing und sogar schon eines Business-Plan aufgestellt. (…)

Also, wenn mich jetzt jemand fragen würde, könnte ich ruhigen Gewissens entgegnen, dass das wohl die otimalen Voraussetzungen sind, zumal du bei mir einen sehr bodenständigen Eindruck erweckst!

Ich ich kann mich da Maxet uneingeschränkt anschließen - kurz um: MACH ES!!! :wink:

Wünsche dir gute Besserung und viel Erfolg mit deinem Vorhaben!

Liebe Grüße

Marlon

Hmmm…

na dann werd ich wohl doch mal so langsam die Sache in Angriff nehmen…

ich freue mich sehr, dass ihr das Ganze so positiv seht und mich dazu ermutigt weiter zu machen - oder vielmahr überhaupt anzufangen!

Ja die nötigen technischen Fähigkeiten habe ich mir in den letzten zwei Jahren angeeignet, Töpfern ist auch nicht so schwer solange man nicht auf der Drehscheibe arbeitet.
Es wäre auch nicht schlecht, wenn ich mein ganzes Werbe-Know-How auch mal für meine eigenen Belange einsetzen könnte. In der Hinsicht bin ich ja schon ein alter Hase. Nur bei der rein betriebswirtschaftlichen Seite sehe ich Schwierigkeiten - aber dem kann ich mich ja auch langsam Stück für Stück nähern.

Was den Laden mit der Freundin zusammen betrifft bin ich noch skeptisch, dafür wären auch finanzielle Einlagen erforderlich, die ich schlicht nicht habe.

Wie auch immer, nun werd ich mal im Existenzgründungsbrett rumstöbern und vielleicht dort nochmal nach Tipps und Tricks fragen…

Meinem Arm geht´s schon wieder einigermaßen, kann ihn zumindest wieder bewegen, aber die Prellung ist schon echt fies und tut gemein weh. Bin nur froh, dass ich die kleine Maus noch rechtzeitig abfangen konnte, die hatte ich im Arm und der Schutzinstinkt hatt mich gleich nach links drehen lassen so dass ich auf den Arm und die Kleine auf mich fiehl. Hätte nicht gedacht, dass man in so Millisekunden noch reaktionsfähig ist…
Das nur nebenbei :wink:

Nochmals vielen lieben Dank für Eure Hilfe…

LG Euredice

Hallo Euridice,

Ja die nötigen technischen Fähigkeiten habe ich mir in den
letzten zwei Jahren angeeignet, Töpfern ist auch nicht so
schwer solange man nicht auf der Drehscheibe arbeitet.
Es wäre auch nicht schlecht, wenn ich mein ganzes
Werbe-Know-How auch mal für meine eigenen Belange einsetzen
könnte. In der Hinsicht bin ich ja schon ein alter Hase. Nur
bei der rein betriebswirtschaftlichen Seite sehe ich
Schwierigkeiten - aber dem kann ich mich ja auch langsam Stück
für Stück nähern.

z.B. mit einem Kurs an der Volkshochschule
Ich bin der Meinung, du solltest es versuchen, weil Du jetzt noch ca. 2 Jahre rumbasteln kannst, ohne Stress mit dem Arbeitsamt etc. zu haben. Bis dahin solltest Du dann soviel Erfahrungen haben, dass entweder der Businessplan steht oder du halt Bewerbungen abschickst.

Was den Laden mit der Freundin zusammen betrifft bin ich noch
skeptisch, dafür wären auch finanzielle Einlagen erforderlich,
die ich schlicht nicht habe.

Ich bin aus sachlichen Gründen skeptisch. Was hast Du für Vorteile von dem Laden ?
Ich denke, dass eine gemietete Wandfläche für Schaustücke das einzige ist, was du brauchst. Dafür ist eine Kapitaleinlage m. E. nicht angebracht, eher Miete.
Langfristig solltest Du im 300 km-Umkreis je 1 Mio Einwohner eine Musterausstellung* in einem gehobenen Fliesenstudio haben.
Du kannst ihr ja trotzdem helfen z.B. durch Unterstützung bei Promotionaktionen (Vorführung deiner Künste etc.), Hilfe bei Werbung …
Denke bitte daran: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Mach ev. einen Vertrag, der alle wichtigen Sachen regelt. Verträge sind immer für den Streitfall da, also nix unangenehmes ausklammern (Wir sind ja Freunde. Auch wenn ihr den gleichen Mann f*ckt?).

Habe ich eigentlich schon einen Disclaimer geschrieben, dass ich von Fliessen/Sanitär keine Ahnung habe ?

Wie auch immer, nun werd ich mal im Existenzgründungsbrett
rumstöbern und vielleicht dort nochmal nach Tipps und Tricks
fragen…

*sind natürlich lfd. Kosten, m.M. nach allerdings gut angelegt

Ciao maxet.