Ein Streifen Gelb, ein Streifen Grün,

Liebe Literaturexperten,

in seligen Schulzeiten habe ich ein Gedicht auswendig gelernt, von dem ich heute nur noch den Anfang kann. Es beschreibt eine ländliche Idylle:

Ein Streifen Gelb, ein Streifen Grün,
Kartoffelfelder(?) hin und hin,
ein Streifen Braun, ein Streifen Falb,
der Bauer zieht am Strick das Kalb …

So, Ende, weiter weiß ich es nicht mehr.

Wie lautet das ganze Gedicht?
Wer hat es geschrieben?
Könnte das Weinheber gewesen sein?

Hanna

Hallo Hanna,

Könnte das Weinheber gewesen sein?

vermutlich handelt es sich um Josef Weinheber, auch wenn „Durch Bauernland“ im Wortlaut zwar ähnlich, aber doch etwas anders als Deine Version klingt:

Ein Streifen Mais, ein Streifen Klee,
Kartoffelfurchen je und je,
und Acker braun und Acker rot,
im gelben Mittag reift das Brot;
der Wiesenweg gebändert weiß,
ein Streifen Klee, ein Streifen Mais,
der Jogl zieht am Strick das Kalb,
und Acker rot und Acker falb,
Kartoffelfurchen je und je,
im hohen Hafer äst das Reh,
die reifen Mandeln Reih an Reih,
ein Leiterwagen nahebei,
und Wegerich und Rittersporn,
im gelben Mittag rauscht das Korn,
die Weiden an dem Wasserbug
beschatten kühl den Schnitterkrug,
und Acker falb und Acker schwarz,
im lichten Forste riecht das Harz,
mit Ochsen schwer, der Bauer dran,
geht um die Hufe das Gespann,
geschobert liegt das Heu zuhauf,
Rebhühner stehen knatternd auf,
ein Kirchturm ein paar Höfe weit,
und wieder nichts als Einsamkeit,
ein Streifen Mais, ein Streifen Klee,
Kartoffelfurchen je und je,
und Acker hier und Acker dort,
und an und um und immer fort …

Viele Grüße
Diana

Hallo Diana!

Mag sein, dass in den letzten 30 Jahren auch die Erinnerung an dies Gedicht arg gelitten hat - umso größer ist die Freude, es endlich wieder gefunden zu haben! *jubel*

Vielen Dank und Sternchen! :smile:))

Hanna