Ein Versuch war`s wert,oder ?

Hallo Ihr,
vor einiger Zeit (im Februar) wandte ich mich an diese Seite und bat um Ratschläge,wie ich meinem cholerischen Partner entkommen kann,ohne die Kinder (3) aus ihrem Umfeld zu reißen.
Seine Schreierei,seine Wutanfälle,seine ständige Kritik und Erniedrigungen (auch den Kindern gegenüber) führten irgendwann dazu,dass ich nicht mehr leben wollte und als suizidgefährdet in der Psychatrie landete.
Um Eines klarzustellen: Ich hatte nie vor,mich umzubringen,oder mir was anzutun,aber ich habe oft am Leben gezweifelt und auf diese Art lediglich versucht,um Hilfe zu rufen !
Ich schloß mich einer psychotherapeutischen Gruppe an,war zwölf Wochen in Therapie und bekam immer wieder bestätigt,dass der Mann den Kindern und mir sehr schadet. Ich wollte mich ja trennen,aber irgendwie ging das nicht.Ich versuchte an den Wochenenden,an denen ich nach Hause konnte,ihm alles recht zu machen,bloß keinen Anlaß für Kritik zu geben,aber er fand immer etwas an uns auszusetzen.
Aber wehe die Kinder und ich wehrten uns-meine 14-jährige Tochter war mutiger als ich-sie nahm kein Blatt vor den Mund-da war die Hölle los. „Sie wiederholen den Mißbrauch aus ihrer Kindheit“,sagte man mir,ja-da war was dran. Wahrheitsgemäß berichtete ich jedes Wochenende von seinen „Anfällen“,ließ auch mein Fehlverhalten nicht aus,aber obwohl er als „neurotisch“ eingestuft wurde,war ich nicht in der Lage,mich zu trennen.Er hatte ja auch seine guten Seiten und an denen hielt ich mich stets fest.
Bei meiner Entlassung fühlte ich mich gestärkt,war mir sicher,dass er mich nicht mehr wie einen Hund behandeln könnte,aber allein dass ich Freunde kennengelernt habe (die für ihn alle "ga-ga sind),war ihm ein Dorn im Auge.So gut ich konnte,ging ich Konflikten aus dem Weg,schwieg und weinte heimlich,damit er glücklich ist.
Aber er hatte weder Interesse an einer Paar-Therapie,noch war er bereit,bei den Kindern mal "Fünfe-gerade-sein-zu lassen.
So nach und nach kamen wir wieder in die alte Schiene,ich suchte oft nach Wegen,meinen Kindern und mir die Unbefangenheit und das Lachen zurückzugeben,aber ich schaffte es einfach nicht,es Allen Recht zu machen.Ihm am Wenigsten.
Ich suchte Hilfe auf dieser Seite (wenn ich mal an seinen PC durfte) und fand dadurch irgendwann den Weg in ein Frauenhaus.
Das war sehr schwer-besonders für die Kinder-aber nur mit dem,was wir ins Handgepäck bekamen,begannen wir noch mal ganz von vorne.
Bei meinem Versuch-wenigstens an ein paar meiner persönlichen Sachen zu kommen-erreichte ich zwar nicht viel,aber zumindest einige ruhige,telefonische Gespräche.
Um das Ganze abzukürzen: Ich fand eine Wohnung und er bot mir an,dass ich bei ihm Wäsche waschen könne,denn finanziell waren alle Mittel ausgeschöpft,so dass wir uns keine Waschmaschine leisten konnten.
Wir kamen uns wieder näher-wir übernachteten immer häufiger bei ihm und er bemühte sich wirklich,nicht mehr ganz so arg auszurasten.
Ich fand für mich einen Weg,alles auszuhalten,wenn es ihm mal nicht gelang,mein jüngster Sohn war richtig glücklich,dass wir wieder eine Familie waren,aber meine Tochter blieb skeptisch.Das zeigte sie ihm auch-damit und mit ihrem pubertärem Verhalten-kam er anscheinend nicht zurecht.Und so dauerte es nicht lange,bis wir wieder an den Punkt kamen,an dem wir schon waren:„Pack deine blöden Blagen und hau ab.“
Das war gestern um ein Uhr nachts !! Er riß die Kinder aus den Betten,schrie und tobte-mein ganzes Bemühen,ihn zu beruhigen (er hatte sich über meine Tochter aufgeregt-ein für mich lächerlicher Streitpunkt-tut aber hier nicht zur Sache) scheiterte.
Froh-meine neue,eigene Wohnung noch nicht aufgegeben zu haben,saß ich bis um drei Uhr mit zwei weinenden Kindern in der Küche und mußte ihnen erklären,dass sie keine Schuld an dieser Aktion haben.
Und während ich diese Zeilen schreibe,bemerke ich,dass ich ihn immernoch liebe.Ja-ich habe sogar Mitleid mit ihm,denn er hat mir mal gesagt,dass er sich oft über sich selber ärgert,dass er Dinge sagt,die er gar nicht sagen will,dass er nicht anders kann…u.s.w.
Den Vorschlag einer Therapie darf ich ihm gar nicht machen,er würde ausflippen !
Die Frage,was mich bei ihm hält,konnte ich nie beantworten,aber auch jetzt verspüre ich ein großes Verlangen,ihn zu drücken und ihm zu sagen,dass ich ihn vermisse,aber noch einen Versuch ??
Leider habe ich den Fehler gemacht,nicht weit genug von ihm wegzuziehen,so dass man sich zwangsläufig begegnet,was dann ?
Wie schaffe ich es,den Schmerz,den er den Kindern und mir zugefügt hat,schnellstmöglichst zu vergessen und zu verarbeiten ?
Hat unsere Beziehung überhaupt noch eine Chance ?
Wo kriege ich schnelle Hilfe,dass mein Selbswertgefühl nicht wieder ganz im Keller landet ?
Vielleicht kann mir wieder jemand Mut machen,denn ich weiß nicht mehr,wo und wie ich auftanken soll ?!
Ich bedanke mich für jede Zuschrift,die ich bekomme Bea

Hai, Bea,

Hat unsere Beziehung überhaupt noch eine Chance ?

uff jut berlinarisch: wattn für ne Beziehung?

Zwei Postings drunter fragt jemand, was wir denn so als Punchingball benutzen - Dein Macker hat die Antwort: Dich. Und wenn Du zu weich bist, dann nimmt er die Kinder…

Liebst Du es wirklich, fertig gemacht zu werden? Liebst Du wirklich jemanden, der seine schlechte Laune an Schwächeren auslässt? Mach Dir eine schöne Liste, auf der draufsteht, wie der Typ wirklich ist. Auf diese Liste gehört z.B. nicht, was er Dir erzählt, wenn er seine Putze und sein Punchingball-Ersatz wiederhaben will, sondern wie er Dich und die Kinder tatsächlich behandelt.
Mach Dir klar, daß er kein Mitleid verdient hat. Mach Dir klar, daß niemand das Recht hat, Dich fertig zu machen.

Und zieh einen Schlußstrich! Der Mann, den Du zu lieben glaubst, existiert überhaupt nicht - zumindest ist es nicht der Typ, der Dich zur Schnecke macht.

Daß Du es einmal geschafft hast, da wegzukommen, ist ein hervorragendes Zeichen für Deine Stärke. Du hast in keinster Weise versagt - Du kannst das - mach den nächsten Anlauf, Dich und Deine Kinder zu befreien. Und wenn er Dir wieder die nette Maske zeigt („Ich will’s auch nie wieder tun…“), dann denk an Deine Liste - er lügt.

Zieh wieder in Deine kleine Wohnung, wende Dich ans Sozialamt und nimm keines von seinen „freundlichen“ Angeboten (bei ihm waschen) an - er ist der böse Mann, der Dich mit Schokolade lockt.

Und wenn Du Dich dann abends einsam fühlst und Dich nach den alten Verhältnissen zurücksehnst, dann sieh Dir Deine Kinder an, die an diesem Tag nicht fertig gemacht wurden, sieh in den Spiegel und freu Dich darüber, daß Du Dich heute nicht verbiegen musstest, um ihm irgendwas Recht zu machen; Du bist ein freier Mensch. Du bist ein starker Mensch. Du brauchst kein Arschloch wie den.

Gruß und Mut (die Stärke hast Du ja - nur bisher auf’s falsche Ziel verwendet) wünscht Dir
Sibylle

nur wenn du auf Prügel stehst…
Hi Bea,

tun dir deine Kinder auch so leid, wie dir dein Mann leid tut? Okay, du versuchst sie zu schützen, du tust es auch, fliehst mit ihnen in eine andere Wohnung. Aber wieso tust du Ihnen an, wieder zu ihm zu ziehen? Als du die Szene in der Küche beschrieben hast, da hat er dir leid getan, da wolltest du ihn in den Arm nehmen. Und deine Kinder?

Gut, vielleicht tu ich dir Unrecht, vielleicht hattest du es nur vergessen zu formulieren.

Bei den anderen Dingen frage ich mich ernsthaft ob du maso bist. Ob du drauf stehst dass man dich behandelt wie Dreck. Bei aller Liebe für „die Liebe“ zu einem Menschen, irgendwann ist genug, irgendwann ist es aus, irgendwann muß doch dein Stolz, deine Achtung, der gesunde Menschenverstand aktiviert werden. Schon rein aus Selbstschutz.

Was tat man dir an, was lässt du dir noch immer antun (und bist genauso passiv wie diejenigen damals, die dich nie schützten vor Übergriffen)? Du wiederholst und wiederholst und stehst neben dir, ohne zu fühlen, ohne dich wahrzunehmen, ohne Mitleid mit dir, ohne ein Gefühl für dich. Alles was du spürst ist sein Schmerz, seine Wut.

Ich kann dir eigentlich kaum etwas raten, so viel zu ertragen und doch noch Sehnsucht nach dem Kerl zu haben, ist mir absolut neu.

Mach eine Therapie die dir hilft von solchen Menschen wegzukommen und wenns geht, zieh weit weit weg…

Gruß
Helena

Liebe Sybille,
danke für deine Antwort,die mich sehr bewegt,aber auch gestärkt hat !
Muß mich halt jetzt zusammenreißen,um nicht wieder schwach zu werden.
Fahre jetzt ins Frauenhaus und versuche mit deren Hilfe einen neuen Weg einzuschlagen,mal sehen,wohin er führt !
Die Kinder sind noch richtig fertig und müde,können heute nicht zur Schule-diese Ablenkung tut ihnen sicher gut.
Bis später vielleicht und Danke nochmal

Fehler sollte man nur einmal machen!
Hi Bea,

das Sprichwort sagt „aus Schaden wird man klug“ - Dein Posting lässt mich zweifeln, dass es immer klappt.

Ich glaube Dir, dass Du GLAUBST, diesen Kerl zu lieben. Allerdings liebst Du m. E. in Wahrheit Deine Ideal-Vorstellung von und mit diesem Mann.

Da er keine Achtung vor Dir und (Deinen oder Euren) Kindern hat, schwindet nach und nach Dein Selbstwertgefühl und in seinem Umfeld wirst Du irgendwann Deine Würde ganz verlieren. Wenn Deine Wohnung noch zu nah bei ihm ist, zieh´ in eine weiter entfernte; idealer Weise in eine andere Stadt und lass´ Dein 14-jährige Tochter nicht den Kampf führen, vor dem DU (nicht Dein Ex) sie schützen musst!

Sofern Dein Kerl nicht nur mit Worten ausfallend wird, sondern auch noch handgreiflich, kannst Du ihn ggf. mit polizeilichem Beistand aus der Wohnung entfernen lassen.

Hallo Bea,
Hochachtung dafür, dass Du zum wiederholten Male versucht hast, eine gemeinsame Lösung zu finden.
Noch größere Hochachtung, dass Du erstmals versucht hast, gemeinsam mit dem Kindern eine neue Zukunft anzustreben.
Ich bin zwar kein Psychologe, würde aber sagen, dass Du bis zum gewissen Grade ein Helfer-Syndrom hast: Du sucht die Fehler/die Schuld immer bei Dir.
Aber: Was hast er bisher getan, um Eure Beziehung zu retten? Wenn ich Deine Zeilen richtig deute, nur eins: nämlich NICHTS.

Deine Kinder und Du haben ein Recht auf ein Leben ohne ständige Vorwürfe. Überlege doch mal, wie die Kinder später Beziehungen gestalten werden. Nach meiner Erfahrung sind die erlebten Verhaltensweisen prägender, als man es wahrhaben will.

Nach dem, was Du geschrieben hast, wirst Du in dieser Beziehung weder Liebe, noch Geborgenheit noch sonst irgendwas finden.
Du und die Kinder werden weiterhin seelische Verletzungen erleben. Ob er irgendwann zu körperlicher Gewalt übergeht, kann ich nicht einschätzen.

Du hattest den Schritt in die richtige Richtung schon gemacht und hast gespürt, dass Du wieder Kraft und Zuversicht geschöpft hast.
Tu Dir und Deinen Kindern den Gefallen und gehe diesen Weg weiter.
Ich habe noch nicht erlebt, dass Choleriker sich grundlegend ändern, zumal Dein Mann ja anscheinend überhaupt keine Einsicht zeigt.

Dir und den Kindern alles erdenklich Gute wünscht M.P.
Nur Mut, Du schaffst es auch allein mit den Kindern!

…dringend Hilfe für die Kinder nötig!
hi,

die von dir beschriebene chaos-situation ist traumatisch für die kinder, deren leiden man sich vorstellen kann. sie werden schon von dem bereits bisher erlebten starken schaden genommen haben!

du fragst, was du tun sollst, ich sage dir, was du NIE annehmen wirst:

-gehe zum jugendamt, teile dort mit, dass du nicht in der lage bist, die kinder zu erziehen und ihnen ein zuhause ohne katstrophen zu geben, informiere dort über deine eigene psychische krankheit durch die belastungen

-gebe deine kinder vorübergehend in andere hände: kinderheim, pflegefamilie, …zum vater geht ja wohl nicht? und lass dir vom jugendamt helfen

-trenne dich SOFORT vom tyrannen, mache deine therapie weiter (auch stationär, wenn nötig), arbeite deine geschichte auf, stabilisiere dich, bis du die kinder wieder aufnehmen kannst, wenn nötig mit nachsorge vom jugendamt (sozialpädagogische familienhilfe).

du hast die wahl zwischen pest und cholera: bleibt die situation für die kinder, so wie sie ist, droht schwerer emptionaler schaden, gibst du sie vorübergehend weg, wird es auch hart, aber die chance besteht, dass du diese entscheidung später vertreten kannst, weil du schlimmeres verhindern wolltest und dadurch auch konntest.

hallo bea,

das ist kein liebe, was du noch für ihn fühlst. mitleid eher, ja. aber ich glaube, auch die erinnerung an vergangene gefühle und eine falsch verstandene verantwortung ihm gegenüber.
mach dir bitte klar, daß die zärtlichkeit und das vertrauen eurer ersten zeit nie wieder zurück kommen wird (man hofft es immer, ja, und manchmal ist es auch fast so - aber eben nur andeutungsweise).

nicht du bist es, die eine therapie machen muß, sondern er. und genau das würde ich auch zur bedingung für seinen weiteren umgang mit dir und den kindern machen. natürlich hätten die kinder gern wieder eine heile familie. aber indem du ihm wieder und wieder dieses verhalten nachsiehst, wird die familie nicht wieder heil! auch nicht für die kinder. sie leiden unter der situation mehr als unter einer konsequenten trennung (aus der ja immerhin - unter den genannten bedingungen - eine neue basis entstehen kann, wenngleich auch nie wieder eine liebesbeziehung. darauf zu hoffen, würde nur in enttäuschung für dich enden).

solche trennungen tun sehr weh, das spürst du ebenso wie die kinder. es normal, daß du jetzt sehr traurig bist. immerhin hattest du noch einmal sehr viel gewagt mit deinem versuchten neuanfang. nun ist der nichts geworden und hat nur noch neuen schmerz für dich und deine kinder gebracht. auch dafür fühlst du dich vielleicht verantwortlich.

aber das stimmt nicht: für das verhalten deines mannes kannst du keine verantwortung übernehmen. es ist mehr als genug, wenn du das für dich und deine kinder tust.

überleg mal: da sind 2 „parteien“. die eine bist du und die kinder. ihr wollt gerne ein glückliches familienleben und seid bereit, daran zu arbeiten. die andere partei ist dein mann, der diese bereitschaft NICHT zeigt.
nicht du mußt dich stromlinienförmig machen lassen, damit du seinen angriffen besser widerstehst, sondern er muß an sich arbeiten, damit er nicht mehr angreift. bevor das nicht erreicht ist, habt ihr keinerlei gemeinsame basis.

kümmere dich jetzt um dich und die kinder, bringe euer leben in ordnung. er soll sich um seins kümmern. v i e l l e i c h t könnt ihr dann eines tages wieder dauerhaft miteinander umgang haben. im moment ist das aber nicht absehbar.

du brauchst jetzt alle kraft, um euer leben zu meistern. bitte zerfleische dich nicht auch noch mit selbstvorwürfen.

der einzige trost, den ich dir dazu bieten kann: du wirst aus der sache gestärkt hervorgehen.

ich wünsche dir viel glück
ann

Hallo Bea,

nein, es gibt keine Chance dafür, daß Du, Deine Kinder und dieser Mann wieder als Familie leben können.

Denn dies hängt von seinem Verhalten ab. Und das kannst Du nicht beeinflussen, wie Du gemerkt hast. Du hast Dein eigenes Verhalten, Deine Worte zensuriert, hast versucht, zu kalmieren, wo es ging, Dein Mann ist trotzdem ausgerastet. Du hast Deine eigene Natürlichkeit aufgegeben, vergebens, denn die Streits hörten deswegen nicht auf.

Dieser Mann ist krank. Und Du kannst ihm nicht helfen. Da gehen eher Deine Kinder und Du drauf.

Diese Liebe, die Du für ihn weiter empfindest, kannst Du mit einer Sucht vergleichen. Mit dem Verstand weißt Du: dieser Liebe nachzugeben, bringt nur Schaden, genauso, wie es Schaden bringt, einem Suchtverlangen nachzugeben. Also bleibe klar im Verstand, laß Dir diesen nicht durch in die Vergangenheit gerichtete Gefühle eintrüben.

Daß es nicht einfach ist, glaube ich: hinzu kommt noch, daß das Geld wahrscheinlich knapper wird, und die Angst vor dem unbekannten Neuen anstatt des vertrauten Unglücks.

Du gewinnst mit der Zeit wieder Selbstvertrauen. Weil dieser Mann es nicht weiter niederdrücken kann und nicht zuletzt deshalb, weil Du Deinen Kindern weitere Traumatisierung ersparst und ihnen daher in die Augen schauen kannst.

Liebe Grüße,

I.

Hallo Bea,

…und solltest du nochmals ins Zweifeln kommen: schau deine Kinder an und frage dich, ob sie es verdient haben, das ganze Elend noch einmal mitzumachen!!! Denk daran: Sie sind noch jung und brauchen dich! Sei stark für deine Kinder! Sie können sich noch nicht alleine zur Wehr setzen!
Du schaffst es bestimmt, ohne deinen Tyrannen zu leben.
Alles Gute für dich und die Kinder
Kay

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Hallo,
danke für die nette Antwort,ich hoffe,dass ich das Alles überstehe.In meinem Kopf rattert es,denn im Frauenhaus gab man mir ebenfalls einige Warn-Hinweise,die ich auf jeden Fall bedenke.Er versuchte mich schon mehrfach telefonisch zu erreichen,aber ich habe gar nicht erst abgenommen.Prompt rief mich seine Mutter an,um mir mitzuteilen,wie leid ihm das alles täte.Ich will aber nicht mehr und habe ein wenig Angst vor ihm und dem Allein-sein. (Von den Kindern jetzt mal abgesehen !)
Was er mir gab,waren jedoch-man mag es nicht glauben-Zärtlichkeit und Geborgenheit-das waren die guten Seiten an ihm.
Es war so eine Art Zuckerbrot und Peitsche-als Kind war ich schon keine Liebe gewohnt,sodass ich an seiner wohl so lange festhielt.
Ich kenne hier am neuen Wohnort noch niemanden,bin noch nicht mal komplett eingerichtet,da macht einem die Einsamkeit schon mal einen Strich durch die Vorsätze.
Noch einen Umzug kann ich den Kindern einfach nicht zumuten,deswegen ist mein Telefon zumindest erst mal tot.
Er wird toben vor Wut,ist dann auch unberechenbar-das läßt mich kaum aus dem Hause gehen und macht mir Angst,aber letztlich habe ich mir das selber eingebrockt.
Einer schrieb,dass ich eine Therapie zur Bedingung machen solle,das sagt sogar seine Mutter,die sonst immer zu ihrem Sohn hielt.
Sie hat mittlerweile eingesehen,dass ihr Sohn krank ist und sie war entsetzt,als sie hörte,was oft hinter den Kulissen abging.
Natürlich stehen die Kinder jetzt an allererster Stelle und ich merke durch die vielen Zuschriften,dass ich die Kraft dafür so langsam wiederbekomme.Danke und liebe Grüße Bea

hi Bea

Prompt rief mich seine Mutter an,um mir mitzuteilen,wie leid ihm das
alles täte.

SIE schreit er ja auch nicht an …

Lies doch nochmal das was du schreibst - passt denn dieses hier

Was er mir gab,waren jedoch-man mag es nicht
glauben-Zärtlichkeit und Geborgenheit

zu diesem hier ??

Er wird toben vor Wut,ist dann auch unberechenbar-das läßt
mich kaum aus dem Hause gehen und macht mir Angst,

das hat mit LIEBE doch überHAUPT kein kleines bisschen was zu tun !

Schreib dir

**Er wird toben vor Wut,ist dann auch unberechenbar-das läßt

mich kaum aus dem Hause gehen und macht mir Angst,**

und alles andere was er dir und auch den Kindern seelisch und körperlich angetan hat (obwohl er immer versprach es nicht mehr zu tun) auf - schreib es dir gut auf und lies es **immer wieder nach wenn du wieder zu Kreuze kriechen und ihm die Schuhe lecken willst - er zerstört dich und deine Kinder !

Einer schrieb,dass ich eine Therapie zur Bedingung machen
solle,das sagt sogar seine Mutter,die sonst immer zu ihrem
Sohn hielt.

Mach das - und ohne Therapie KEIN Kontakt zu dir oder den Kindern - auch NICHT über seine Mutter ! Ganz wichtig, denn sie macht er genauso zu seinem Werkzeug wie dich und sie ist genauso willenlos wie du.

Deswegen will er dich als Partnerin zurück haben - nicht weil er dich LIEBT sondern weil sich eine andere Frau so eine Behandlung nicht bieten lassen würde.

Natürlich stehen die Kinder jetzt an allererster Stelle und
ich merke durch die vielen Zuschriften,dass ich die Kraft
dafür so langsam wiederbekomme.Danke und liebe Grüße Bea

ich wünsche dir noch viel mehr Kraft und viele Freunde die dich darin unterstützen NICHT zu ihm zurück zu kehren

Gruß H.**

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Die größte Hilfe: die Befreiung aus der Aggression
Hallo,
nein! Gib die Kinder nicht weg!!!
Du bist in der Lage, das durchzuziehen!

Meine Mutter liebt meinen Vater noch heute (20 jahre nach der Trennung) und der war nicht nett zu ihr, was ihr durchaus bewußt ist. Sie zweifelt einfach daran, wie jemand so sein kann, wie er, sieht aber immer noch den Menschen in ihm.
Sie hat bis zuletzt gedacht (denkt es vielleicht noch heute), sie könne ihn noch ändern.

Er hat sie und uns (3) quasi mit einem Arschtritt vergleichbar vor die Tür gesetzt
und ich war heilfroh nicht nur darüber, dass diese Aggressionen nun weg waren (ich hatte immer große Angst!) sondern auch, dass meine Mutter, die durch die Beziehung mit meinem Vater zwar zu einem sehr ängstlichen Mensch wurde, nach wie vor aber für uns da war.

Sie ist über sich hinausgewachsen und hat uns geliebt, wie sie nur konnte und gefördert, wo sie nur konnte. Wir waren nicht allein!

Noch mehr hätte mir gefallen, wenn sie die Trennung auch 100%ig akzeptiert hätte. Das hätte unser Leben noch freier gemacht. Einem wirklichen Neuanfang standen ihre Zweifel letztlich immer im Wege.

Darum bitte: Kehr nicht um, sondern steh zu Deiner Entscheidung und genießt nun Eure Freiheit - und bleib vor allem mit Deinen Kindern zusammen!!!

Liebe Grüße
Claudia

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Hallo Bea,
du bist Erzieherin und Altentherapeutin?
Was würdest du einer Mutter empfehlen, wenn du bemerken würdest,
dass es in ihrer Familie SO zugeht? Würde dein Verantwortungs-
gefühl dir nicht raten, umgehend professionelle Hilfe zu suchen,
wenn die Mutter nicht bereit/in der Lage ist, ihre Kinder vor
so einem Vater zu schützen? Auch dir müsste in dem Moment das
Leben der Mutter relativ egal sein, wenn für die Kinder Gefahr
(psychisch/physisch) besteht. Im krassesten Fall würdest jeder
verantwortungsvolle Mensch das Jugendamt informiern und notfalls
die Kinder aus dieser Lage befreien.
Willst du es zulassen, dass so was dir und deinen Kindern passiert?
Selbst wenn du nicht von dem Mann kannst, so bedenke bitte, dass
die Kinder ein Recht darauf haben, unversehrt aufzuwachsen. Willst
du riskieren, dass man dir/euch die Kinder wegnimmt?
Alles Gute euch allen!
LG
D

WER ist schuld ?!!!?
Hallo Bea,

Er wird toben vor Wut,ist dann auch unberechenbar-das läßt
mich kaum aus dem Hause gehen und macht mir Angst,aber
letztlich habe ich mir das selber eingebrockt.

Nein, Du hast Dir (und den Kindern) gar nichts selbst eingebrockt!

Ich schrieb Dir ja vorhin schon mal.
Meine Mutter hat lange darunter gelitten, dass sie immer für alles schuld sein sollte (was ihr von meinem Vater und seiner Familie eingetrichtert worden war). Das ging vom Kranksein unsererseits (Kinder) bis zum Tod des Pferdes meiner Oma (väterlichenseits), das sie irgendwann mal mit dem bereitgestellten Futter gefüttert hatte. Und auch an der Trennung soll sie natürlich schuld gewesen sein.

Das führte dazu, dass sie immer Angst hatte, etwas falsch zu machen - noch schlimmer, etwas falsch gemacht zu haben (gefällte Entscheidungen wurden wieder und wieder in Frage gestellt).

Zu Deinem (ich nenne ihn mal) Ex:
Wie unberechenbar ist er denn? Zu was ist er fähig?
Kann man irgendwie (mit Hilfe Dritter) den Wind aus seinen aggressiven Segeln nehmen? Indem man ihn über sein Fehlverhalten und die daraus resultierenden nicht änderbaren Konsequenzen aufklärt? Ich weiß es nicht - ist nur so ein Gedanke…

seine Mutter,die sonst immer zu ihrem
Sohn hielt.

Wissen noch andere von seinen Aggressionen und glauben sie Dir das?
Mein Vater war nach außen immer Freund und Kumpel und niemand wollte glauben, dass er zu Hause unberechenbar war: „Was der? Niemals!“.

Wenn auch andere ihm zeigen, dass er Dich verletzt hat und nicht umgekehrt - könnte das weiteren Gewalttaten gegen Dich entgegenwirken?

Wäre seine Mutter jemand, der ihm Einhalt gebieten könnte?
Oder ein Freund von Euch beiden? Auf jeden Fall braucht er jemanden, der mit ihm in Deinem Sinne redet!

Natürlich stehen die Kinder jetzt an allererster Stelle

Naja, Du doch auch!
Meinst Du nicht, dass
Du es erstens: allein schaffst? Wie bisher scheinbar auch und nun sogar ohne „Gewicht am Bein“?
zweitens: irgendwann auch ein neuer, besserer Mann Dir Zärtlichkeit geben könnte?

Beste Grüße
Claudia

Soooo-schlimm war er zu den Kindern nicht,der Kleine würde sich sogar freuen,wenn wir wieder zurückgehen würden.
Die Große hatte noch nicht mal Angst vor ihm,gab ihm häufig die passenden und richtigen Antworten !
Damit kam er nicht klar und ich mußte das immer ausbaden und wurde dafür angebrüllt.Oft in Gegenwart der Kinder und darunter haben sie sehr gelitten.Natürlich stand ich meist hinter ihnen und habe versucht,ihnen das Gefühl zu geben,dass sie nicht schuld sind,wenn er und ich uns stritten.
Meine Tochter haßt ihn wie die Pest und allein das ist für mich ein Grund,nicht zurückzukehren
Mir ist in dieser Nacht klargeworden,dass ich den Kindern „Beziehung“ vorlebe und so etwas sollen sie nie erfahren.
Es stimmt:Wenn mir eine Frau gegenübersteht,die mir alle Dinge erzählt,die zu Hause vorfallen,ich hätte ihr geraten,das Frauenhaus als Schlußstrich zu sehen-eine zweite Chance hätte er gar nicht erst bekommen.Aber als Aussenstehende ist das manchmal leichter gesagt,als getan.Gruß Bea

Hallo Claudia,
kann erst jetzt antworten,denn um die Uhrzeit,zu der du schriebst habe ich schon geschlafen.Möchte dir aber gerne deine Fragen beantworten:Wie unberechenbar ist er ?
Von null auf Hundert in knapp einer Sekunde ! Beim Autofahren waren ihm die anderen zu langsam,zu schnell,Arschlöcher,Idioten,gehören nicht mehr auf die Strasse u.s.w. Alles schreiend wohlgemerkt.
Der Topf steht nicht korrekt auf der Herdplatte,gib der Katze nicht zuviel Futter,Erdnüsse gibt es nicht,staubt nur alles voll,in den Weinbergen darf man nicht singen,das haben die Winzer nicht so gerne (zu meinem Kleinen),macht euch hier nicht zu breit,hänge keine Bilder auf,ich mag keine Löcher in den Wänden,die Blumen weiter nach links,damit kein Wasser auf das Holz kommt…und,und,und.
Dazu kommt,dass er ein kleiner Messi ist,wehe ich habe die Lenor-Flasche,oder das achtzigste Senfglas nicht ausgespült.Wenn ich die Katzenkotze vom Boden wischen wollte,hatte ich seiner Meinung nach einen krankhaften Putzfimmel,wenn ich seine Zeitung und das vierte Paar Schuhe aus dem Bad räumen wollte,war es „sein“ Haus,indem er machen kann,was er will-es gab nicht einen Konflikt,den er ruhig klären konnte.
Als ich ihm mal sagte,dass seine Schreierei mir Angst macht,weil es mich sehr an meinem damals ebenfalls cholerischen Vater erinnert,meinte er,ich müsse dringend meine Vergangenheit aufarbeiten,damit ich nicht so empfindlich sei !! „Ich schreie doch gar nicht,ich werde doch nur ein bißchen lauter“,sagt er.
Die Kinder haben mal eine Scherzfrage hinter seinem Rücken formuliert:Was haben eine Wespe und er gemeinsam ? Je mehr Angst man hat,umso aggressiver werden sie ! Das hat mich traurig gemacht,denn sie haben recht und auf diese Art haben sie mir mitgeteilt,wie sie sich fühlen.
Nach Außen hin-was deine nächste Frage beantworten dürfte,war er der ruhige,sympathische Kumpel,der als Beamter keiner Fliege was zuleide tun könne,auch seine Mutter hat gestern erst gemerkt,dass er so harmlos gar nicht ist.Sie hat mir zum ersten Mal nach zwei Jahren zugehört und eingesehen,dass er und nicht ich therapiebedürftig ist.
Sie und er fürchten natürlich um den Ruf im Dorf,spielen alles herunter und so stehe ich,die schon eine Therapie (wegen ihm !!!) gemacht hat,als „ga-ga“ da. Die Kinder sind die reinsten Monster und ich solle doch froh sein,dass sich überhaupt noch ein Mann auf mich einläßt und die Kinder akzeptiert.Aber genau das hat er nie getan,bzw.nur so lange,wie sie ihm gehorchten.
Er hat sich bemüht-das muß ich zu seiner Verteidigung dennoch sagen-oft war er über sich selber erschrocken,aber leider nie,ohne die Kinder und mich als Verursacher seiner Fehler hinzustellen.
Er hat seine guten Seiten,deswegen habe ich ihn ja geliebt und er hat auch eine Menge durchgemacht,aber wie schrieb einer in diesem Forum:
Wir waren nur das Werkzeug seiner Komplexe.
Finanziell und mental bin ich ruiniert und am Ende,bin aber heute Morgen zum ersten Mal mit einem befreienden und positivem Gefühl wachgeworden.
Der Druck ist weg,aber ich weiß nicht,was noch kommt,denn in Ruhe lassen wird er uns erst mal nicht.Wenn seine Nummer auf meinem Display leuchtet,rast mein Herz-ich gehe natürlich nicht dran-auch das wird hoffentlich bald vorüber gehen.
Jedenfalls danke für die späte,aber positive Zuschrift !
Liebe Grüße Bea

hallo helena,

ein mensch, der in einer partnerschaft misshandelt wird, ist nicht maso.
das hat damit nichts zu tun. sie schrieb, sie ist als kind missbraucht worden - seelisch und evtl auch sexuell. das bedeutet, sie hat gelernt auf bestimmte menschen anzuspringen und kennt es gar nicht anders.
des weiteren hat sie gelernt schuld an jedweder strafe zu sein - ihr leben mit seinen augen zu sehen - stark vereinfacht ausgedrückt.

ohne weitere professionelle hilfe für sie zum einen sehe ich mind. antrazit für den weiteren verlauf,denn ihr scheint so einiges noch nicht bewusst und vieles braucht einfach seine zeit es zu begreifen und dann in folge neue erkenntnisse für das eigenen leben zu sammeln.
die aufarbeitung der kindheit, des dortigen missbrauchs ist, soweit ich nun als laie informiert bin unumgänglich für eine veränderung bei sich selbst ohne die sich die begegnungen mit anderen nichts verändern wird.

für mich klingt alles was sie schreibt klassisch nach einem lebens- langen opfer, das noch immer nicht aus der rolle heraus kann.
aber das ist eben auch nicht möglich ohne langzeittherapie als begleitung.

was mich am meisten erschüttert ist - dass sie bereits die nächste genereation von opfern erzogen hat - nicht abzusehen ist, welchen schaden die kinder bereits genommen haben. auch die kinder bräuchten
hilfe bei einem kinder- u. jugentherapeuten um auch erstmal zu ermitteln, welchen schaden sie genommen haben. den kann eine mutter, die selbst noch in der mühle des alten lebens- und gefühlsmodells steckt kaum wahrnehmen.
hier beginnt für mich pers. aber der anteil, bei dem sie sich schuldig macht - egal welche vergangenheit man hatte und damit welche prägung.

aussagen wie - den kindern ist kein 2 umzug zuzumuten - während aber die vielen jahre vorher offenbar ohne probleme zumutbar waren…
zeigen auf, wie wenig reflektionsvermögen bezüglich der partnerschaft und den auswirkungen auf die familie vorhanden ist wie ich meine.

es geht hier nicht um schuld, denn sonst würden wir uns einreihen in die reihe des mannes, der sicher viel mit schuld „arbeitet“ um seine frau im griff zu haben.

aber es geht darum als mutter und frau endlich auf dauer verantwortung für das leben und die einflüsse zu übernehmen. alles worauf sich die entwicklung eines kindes aufbaut lernt es in der familie - die art zu streiten, die art zu lieben, die art miteinander umzugehen.
und auch wenn kinder sich z.b für das gegenteil entscheiden - sich also entgegen des vaters verhalten - und z.b evtl auch nicht wie du mutter - so bedeutet dies noch lange nicht, dass die kinder keinen schaden genommen haben oder dies so bleibt. sie lernen strategien, die ihnen ihr überleben sichern. diese können später von grossem selbstschaden sein. - gut sichtbar am beispiel der mutter die als kind auch strategien entwickelt hat um in ihrem leben halbwegs klarzukommen.
diese umbewussten vorgänge behält man bei…selbst dann, wenn sie einem lange nicht mehr schützen.

bea scheint mir am anfang eines langen weges. ohne weitere psychologische hilfe von aussen glaube ich wird es schwer. des weiteren gibt es die gefahr der wiederholung. also später einen anderen mann kennenzulernen in der hoffnung, hier wird nun alles anders - wirds dann aber nicht. das ist meiner erfahrung nach oft so.
ohne weitere professionelle hilfe wird wohl niemand der 3 wirklich verinnerichen ein in sich wertvoller mensch zu sein, liebenswert ohne dafür etwas tun zu müssen plus viele weitere punkte die wichtig sind für ein gesundes selbstwertgefühl und selbstachtung.
und ohne diese beiden halbwegs funktionierenden selbstwahrnehmungen ist die gefahr der wiederholung auch mit anderen partner sehr gross.

es gibt viele seiten im netz, viele foren für missbrauchte menschen.
seelisch, sexuell, als kind, als erwachsener. dort gibt es tips, hilfe oder einfach nur gespräche. vielleicht sollte sie hier ansetzen auf ihrem langen weg. unabhängig davon, dass eine trennung von partner und eine grössere distanz plus therapie für alle mehr als angezeigt sind.
das aber alles zu schaffen… evtl hilft ihr ein solches forum.

und falls bea das hier alles gelesen hat und sich irgendwie wiederfindet, kann sie z.b mal auf www.kinderschreie.de schauen.
dort findet sie eine menge informationen sowie links von seiten wie eben erwähnt. der austausch kann helfen.

in diesem sinne

gruss
nina

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Hallo Bea,

ich finde es toll, dass du die Kraft hast aus deinem ganzen auszubrechen. Und ich wünsche dir, dass du die Kraft hast das durchzuhalten. Besonders auch für deine Kinder. Mach dir bewusst was du den Kindern damit antust, wenn du noch einmal zu ihm zurück kehren würdest.

Ich erzähle dazu am besten wie es einem sehr guten Freund von mir und seinem Bruder in der Kindheit ergangen ist und heute ergeht. Sie sind bei einem sehr colerischen Vater aufgewachsen und bei einer Mutter, die sich nicht getraut hat dagegen etwas zu unternehmen. Erst war es nur Psychoterror (wie du ihn schon eindrucksvoll selbst beschrieben hast). Später kamen Gewaltanwendungen dazu. Die beiden haben sich damals jeden Tag davor gefürchtet, dass der Vater wieder von der Arbeit nach Hause kommt. Heute sind beide Selbstmordgefährdet und beide süchtig. Mein guter Freund ist spielsüchtig und sein Bruder drogensüchtig. Der Bruder hat bereits 3 Selbstmordversuche hinter sich und war schon mehrmals in einer Psychatrischen Klinik.

Vielleicht ist das ein kleiner Denkanstoss für dich, was solche extremen Erlebnisse in der Kindheit mit Menschen anrichten.

Du schaffst es bestimmt stark zu sein. Denn im Gegensatz zur Mutter der beiden, hast du die Situation schon durchbrochen, das ist der erste Schritt.

Viele Grüße

Phoebe

Hai, Bea,

Sie und er fürchten natürlich um den Ruf im Dorf,spielen alles

interpretier ich das richtig, wenn ich aus Deinen Worten schließe, daß Du noch im gleichen Kaff wohnst? Womöglich noch der Ort, in dem er aufgewachsen ist??

Mach Dich da weg!

Wenn er nicht ganz blöd ist, wird er als nächstes seine Beziehungen benutzen, um die Leute gegen Dich aufzubringen. Eh Du es Dich versiehst, wirst Du die Rabenmutter sein, die am Rande des Wahnsinns herumeiert und nur darauf aus ist, ihm seine Kinder zu entziehen und überhaupt total ungeeignet ist, Kinder zu erziehen. Und das Getuschel der Leute macht Dich dann nur unnötig fertig.
Die Art, wie Du schreibst und was Du schreibst, lässt mich vermuten, daß Du nicht der Typ bist, der sowas lässig an sich abperlen lassen kann, oder gar offensiv auf Tratschtanten losgeht.

Auch halte ich es für nicht die allerbeste Idee, ausgerechnet seine Mutter als Vertraute zu behandeln. Sie wird immer auf der Seite ihres Sohnes sein, auch, wenn sie Dir gegenüber von Einsehen spricht - sobald sie mit ihm spricht, wirst Du wieder die Böse sein. Das ist nichteinmal bösartig von ihr gemeint, sondern völlig natürlich (stell Dir einfach mal vor, jemand würde Dir erzählen, daß Deine Tochter dauernd kleine Kinder verprügelt - egal, wie eindeutig die Beweise sind, Du wirst zu Deiner Tochter halten und die Schuld bei anderen suchen - und auch sie ist in erster Linie seine Mutter).

Nochmal: mach Dich da weg - mach Dich da weit weg! Auch, wenn der Umzug Deine Kinder nerven wird (neue Schule, neue Freunde) - es ist besser, ihnen das „zuzumuten“, als den Dauerdruck, wenn Du in der Gegend bleibst. Gegen ihn und seine Familie kommst Du an - gegen ein ganzes Dorf wahrscheinlich nicht und schon gar nicht, wenn alle in dem Dorf in ihm den „kleinen Andi“ sehen, der doch immer so nett war, oder den „guten Kumpel Andi“, der sich für seine Freunde ein Bein ausreißt - „DER soll seine Frau schlecht behandeln? Die spinnt doch…“
Da siehst Du keine Sonne.

Ach - und Geld ist keine Ausrede. Er ist Dir und den Kindern gegenüber unterhaltspflichtig und wenn er nicht zahlen will, dann springt das Amt ein und holt sich die Kohle von ihm zurück.

Gruß
Sibylle