Folgende Ausgangslage:
In einem Haus verfügen beinahe alle Wohnungen über Kunststoffensterrahmen mit Isolierverglasung - einzige Ausnahme: eine Wohnung auf der Rückseite, Endgeschoss, 2 Aussenwände. In dieser Wohnung sind noch Holzfensterrahmen mit Isolierverglasung verbaut.
Welche möglichkeiten hat der Mieter, den Einbau von neuen Kunststoffrahmen zu forcieren?
Es ist ja anzunehmen, dass die Holzrahmen nicht so dicht schliessen wie die neuen Kunststoffrahmen, und damit die Heizkosten der Wohnung höher sind.
Muessen solche Mängel erst explizit nachgewiesen werden? Oder gibt es eine generelle Möglichkeit, durch verweis auf den Ausstattungsstand der anderen Wohnungen im Haus, den einbau der Kunsttoffrahmen zu fordern?
Es ist ja anzunehmen, dass die Holzrahmen nicht so dicht
schliessen wie die neuen Kunststoffrahmen, und damit die
Heizkosten der Wohnung höher sind.
Hallo,
diese Annahme ist falsch, da Holzrahmen einen durchaus vergleichbaren Wärmedurchgangswert haben, manche sogar besser. Bei einem Holzisolierglasfenster kann angenommen werden, dass auch der Rahmen eine entsprechende Dicke aufweist.
Es ist ja anzunehmen, dass die Holzrahmen nicht so dicht
schliessen wie die neuen Kunststoffrahmen, und damit die
Heizkosten der Wohnung höher sind.
Da wird viel Quatsch verbreitet und sogar technisch umgesetzt.
Ein dichtes Fenster ergibt zwar auf dem Papier gute Wärmedämmwerte welche dann mit Schimmelbildung in der Wohnung erkauft werden.
Oder man muss ein Fenster immer etwas offen lassen, was dann wärmetechnisch auch keine Vorteile bietet.
Nach der Sanierung eines Nachbarblocks (Gebäudeisolation, neue dichte Fenster) gab es sofort Feuchtigkeitsprobleme. Der Bauphysiker meinte man müsste halt jede Stunde stosslüften. Nun, nachts möchte ich eigentlich durchschlafen und tagsüber ist meist keiner zu Hause …
Nach 3 oder 4 Monaten wurde das Problem gelöst indem man alle Gummidichtungen der Fenster rausgerissen hat !