Einbauschrank bauen

Hi,
ich möchte in meiner Wohnung einen Einbauschrank bauen. Ist eine Dachschräge, möchte aber auch Seiten- und Rückwände einbauen, damit man ihn bei Umzug auch wieder ausbauen kann.
Jetzt meine Frage: welches Holz nehme ich dafür? Spanplatten? Oder dicker? Welche Türen baue ich ein? Reicht es, die Einzelteile einfach zusammenzunageln/ -schrauben, oder muß man da mit anderen Sachen ran? Es soll natürlich auch nicht so teuer werden, aber ich will dort einiges unterbringen.
Oder gibt es sogar Bauanleitungen im Internet/ auf Papier?
Wäre für jeden Tip dankbar!

MfG
Julia

PS: Bin nicht gerade der absolute Heimwerker-Profi, kann aber mit den meisten Geräten umgehen.

Hallo Julia,

Kosten und Anspruch dürften hier die einzigen begrenzenden Faktoren sein, und es gibt unzählige Möglihckeiten einen solchen Schrank zu bauen. Besonders einfach, recht ansprechend und noch bezahlbar sind Möbelbausysteme aus dem Baumarkt. Da bekommst du fertig beschichtete und umgeleimte Platten inkl. Bohrungen im Rastermaß in verschiedenen Dekoren und Größen. Dazu passende Türen, Beschläge und Inneneinrichtungen. Aufbau ist dann in etwas mit IKEA-Möbeln zu vergleichen.

Billiger aber auch aufwändiger wird es sich passende Platten (wenn man an den Korpus keine besonderen Anforderungen hat, würde ich Melamin beschichtete Spanplatte nehmen) im Baumarkt nach eigenen Maßen zuschneiden lässt und dann ebenfalls dort passende Beschläge kauft. Umleimer muss man dann selbst auf die Kanten aufbringen, ist aber nicht schwer. Für die Türen kann man dann wieder auf Fertigteile zurückgreifen oder eben wieder etwas zuschneiden lassen aus Span- oder Tischlerplatte. Rückwand aus dünner Hartfaserplatte ist auch im Zuschnitt im Baumarkt zu bekommen.

Teurer sind dann spezielle Anbausysteme, die man bei diversen Möbelhäusern bekommt.

Gruß vom Wiz

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Hi Julia,

ich glaube nicht, dass Du den Schrank so bauen musst, dass man ihn später wieder ausbauen und wo anders aufbauen kann. Die Wahrscheinlichkeit, eine Wohnung mit der gleichen Dachschräge, Deckenhöhe etc. zu bekommen, ist doch sehr sehr gering.

Insgesamt ist es die billigste Lösung, sich einen billigen Spanplatten-Schrank z.B. bei Ikea zu kaufen, und diesen hinten entsprechende der Dachschräge schräg abzusägen. Wenn du Spanplatten und alle Beschläge für einen Eigenbau kaufst, kommst Du erheblich teurer, und hast nochdie Arbeit beim Zuschneiden und zusammenbauen.

Noch billiger wirds, wenn Du einen gebrauchten Schrank in den einschlägigen örtlichen Zeitschriften für Gebrauchtwaren suchst. es gibt ja immer mal wieder Haushaltsauflösungen.

Man kann auch Regale nehmen und davor Schnapprollos, Bambusrollos, Vorhänge oä. machen

Selber bauen würde ich aus Möbelspanplatten, die es in diversen Dekors gibt. Zuschnitt unbedingt gleich im Baumarkt machen lassen --> sieht viel sauberer aus, wenn Du kein Profiwerkzeug hast. Zum verbinden gibt es verschiedene Schrankverbinder im Baumarkt bei den Kleineisenwaren. Nageln kannst Du bei Spanplatte vergessen, Spanplattenschrauben gehen auch, sind aber optisch nicht so schön.

Türeen kannst Du auch aus Spanplatte, Echtholzplatten (teurer) oder als fertige käufliche Lamellentüren machen.

Aber wie gesagt, mach eine Materialliste mik Preisen, und kauf dann einen Schrank zum Umbauen, da sparst Du gut und gerne 50%.

Ich hab derzeit auch so ein Problem mit einer Dachwohnung. Ich werde dort aber keinen Wandschrank einbauen, sondern ein ca. 50 cm hohes Podest 2x2m mit Teppichpolster (so wie die orientalischen Diwane). Da drauf kann man schlafen, sitzen, essen, fernsehen, rumfaulenzen usw. un dunten drunter werden dicht an dicht Gemüsepappkartons gestellt (2 übereinander), dann hat man Stauraum ohne Ende.

A.

Hi zurück,

ich glaube nicht, dass Du den Schrank so bauen musst, dass man
ihn später wieder ausbauen und wo anders aufbauen kann. Die
Wahrscheinlichkeit, eine Wohnung mit der gleichen Dachschräge,
Deckenhöhe etc. zu bekommen, ist doch sehr sehr gering.

Klar! Ich will ihn auch gar nicht woanders wieder aufbauen. Es geht nur darum, daß man ja bei einer Mietwohnung die Sachen notfalls auch ohne größeren Aufwand wieder ausbauen können muß, wenn man auszieht und der Vermieter das so will.

Noch billiger wirds, wenn Du einen gebrauchten Schrank in den
einschlägigen örtlichen Zeitschriften für Gebrauchtwaren
suchst. es gibt ja immer mal wieder Haushaltsauflösungen.

Das habe ich mir auch schon überlegt und bin schon fleißig am Suchen…
Mit IKEA ist keine schlechte Idee, nur ist es mehr breit als hoch, und ich habe in den letzten Wochen feststellen müssen, daß IKEA in manchen Dingen schon ganz schön teuer ist.
Ich werde aber auf jeden Fall gegenrechnen, was sich lohnt und was nicht. Danke für Deine Tips!

Hi,

Kosten und Anspruch dürften hier die einzigen begrenzenden
Faktoren sein, und es gibt unzählige Möglihckeiten einen
solchen Schrank zu bauen. Besonders einfach, recht ansprechend
und noch bezahlbar sind Möbelbausysteme aus dem Baumarkt. Da
bekommst du fertig beschichtete und umgeleimte Platten inkl.
Bohrungen im Rastermaß in verschiedenen Dekoren und Größen.
Dazu passende Türen, Beschläge und Inneneinrichtungen. Aufbau
ist dann in etwas mit IKEA-Möbeln zu vergleichen.

Im Baumarkt muß ich mich die nächsten Tage wohl mal was genauer umsehen. Vielen Dank für Deine ausführlichen Ausführungen, das war schon sehr aufschlußreich!

Hallo,

es ist halt die Frage, was für Ansprüche du an den Schrank stellst. Mit Spax (Spanplattenschrauben) und Metallwinkeln ist schnell was zusammengezimmert. Was sollen denn für Türen rein? Wenn Topfscharniere verwendet werden sollen, bedarf es schon einer brauchbaren Ständerbohrmaschine und es muss exakt gearbeitet werden. Schiebetüren sind auch nicht so ohne.

Ich würde dir auch eher zu einem Fertigschrank raten, den du dann deinen Wünschen anpasst.

Gruss, Niels