Hi
Da ich selbst „Betroffene“ bin, was das Thema angeht, hier noch ein paar Tipps (die ich schon öfters hier verbreitet habe, aber es immer wieder tun werd, wenn jemand fragt 
Deine Angst ist n Teil von dir. Du kannst sie weder wegbekommen, noch solltest du auf sie eingehen. Das nährt sie nur. Es ist einfach da, akzeptiere es. Lebe mit der Angst. Wenn du denkst "Gleich bekomme ich wieder diese blöde Angst, warum krieg ich das nur, das ist doch Schwachsinn, mir gehts doch eigentlich gut… " dann drehst du dich nur im Kreis. Es hilft auch nichts, wenn andere das sagen. Die Gedankenspirale dreht sich munter weiter…
Wenn du dich zu Hause mal so ganz sicher fühlst und dir geht es gut, dann denke mal nach, was dir wirklich Angst bereitet. Ist es das Umkippen? Bist du schonmal so umgekippt, dass du dir etwas getan hast? Oder ist es so Kreislaufschwäche wo man sich selbst noch hinsetzen kann und sich sagen „Ich brauche jetzt eine Pause“? Hast du Angst vor der Übelkeit? Kann es sein, dass du Angst hast, dich vor anderen übergeben zu müssen? Frag dich genau, was es ist und was schlimmstenfalls passieren kann. Und ganz wichtig: Frag dich das nicht, wenn du gerade Angst hast, weil das macht es nur noch schlimmer. Du sollst wirklich in einem ruhigen Moment drüber nachdenken.
Und dann sag dir, was alles nicht passieren kann. Du wirst nicht sterben
Dir wird jemand helfen, wenn es dir nicht gut geht. Anderen wird auch geholfen. Du kannst jederzeit alle ansprechen und um Hilfe bitten. Wenn es dir nicht gut geht, kannst du auch nach Hause gehen. Du bist organisch nicht krank, das hat dir der Arzt bestätigt. Es kann nichts passieren.
Bei mir drängt sich genau in der Situation wieder dieses „Ja, aber…“ auf. Was wenn… Lass diese Gedanken nicht zu. Du weißt, dass es nichts schlimmes ist. Aber die Angst ist noch da. Ich will es mal flapsig formulieren. Sag „Hallo Angst. Ich weiß dass du noch da bist und ich akzeptiere dich. Aber ich gehe jetzt trotzdem raus.“
Und ich kanns garnicht genug betonen, wenn du es geschafft hast, rauszugehen, obwohl dir etwas schlecht war, aber du hast es ausgehalten, dann lobe dich! Sag „Heute war ein guter Tag, ich habe es geschafft, mit meiner Angst klarzukommen“
Es werden immer gute und schlechte Tage kommen und es hängt von anderen Dingen ab, ob man viel oder wenig Angst hat.
Falls es schlimmer wird, dann musst du auf jeden Fall zu einem Psychologen, gerade, wenn du jetzt in der Anfangszeit die Gedanken nicht stoppen kannst.
Grüße
Karana
P.S.: Hast du vielleicht einen Glücksbringer? Nimm den mit. Fixiere die positiven Gedanken auf diesen Gegenstand oder vielleicht auch eine Handlung. Das kann am Anfang eine Hilfe sein. Später wirst du es nicht mehr brauchen, wenn du gelernt hast, was die Angst macht und wie man dem begegnet